fischer baumler

Johann Hari Drogen

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Inhaltsangabe zu „Drogen“ von Johann Hari

Johann Hari begibt sich in seinem Buch ›Drogen: Die Geschichte eines langen Krieges‹ auf eine Reise – von Brooklyn über Mexiko bis nach Deutschland – und erzählt dabei die Geschichten derjenigen, deren Leben vom Kampf mit Drogen geprägt ist: Dealern, Süchtigen, Kartellmitgliedern – den Verlierern und Profiteuren. Der Kampf gegen Drogen gilt inzwischen als gescheitert, der Handel ist immer noch ein blühendes Geschäft, alle Maßnahmen gegen den Konsum sind erfolglos. Hari versucht mit dem Wissen um die scheinbare Aussichtslosigkeit die folgenden Fragen zu beantworten: Woran liegt das? Was macht Drogen in all ihren Aspekten so erfolgreich? Seine einzigartige literarische Reportage ist eine Geschichte des Krieges gegen Drogen sowie ein mitreißendes und streitbares Plädoyer zum Umdenken.

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  • Aufschlussreich und gut geschrieben

    Drogen

    Fornika

    24. August 2017 um 12:28

    Johann Hari hat sich in jahrelanger intensiver Recherche mit dem weltweiten Kampf gegen die Drogen befasst. Anhand sehr berührender Erzählungen greift er Einzelschicksale heraus, die verschiedenste Facetten dieser Thematik beleuchten (sicherlich nicht alle, aber der britische Journalist bemüht sich um einen guten Überblick). Der kleine Drogendealer von der Straße kommt genauso zu Wort wie die mexikanische Familie, die in einer von Drogenkartellen beherrschten Stadt lebt. Diese Geschichten ergänzt Hari mit sehr gut aufbereiteten Fakten und wissenschaftlichen Hintergründen, liefert einen guten Überblick über aktuelle Studien zur Thematik und wirft auch einen Blick in die Vergangenheit. Er zeigt auch, dass das Denken vieler von eingeimpften Halbwahrheiten beherrscht wird, die wissenschaftlich inzwischen widerlegt wurden. Hari widmet einen Großteil seines Buches, um die Sinnlosigkeit des harten Drogenkrieges aufzuzeigen; und die neuen Wege, die einen anderen, menschenwürdigeren Umgang mit Süchtigen beschreiten. Anhand von praktischen Beispielen aus der Schweiz oder Urugay zeigt er, dass es geht. Entkriminalisierung und Legalisierung von Besitz und Konsum wird ebenso thematisiert, wie die Unverhältnismäßigkeit der Strafen, die einen z.B. in den USA erwarten können. Sprachlich wirkt dieses Buch oft weniger wie ein nüchternes Sachbuch, sondern eine Ansammlung von Erzählungen. Der Autor schreibt sehr flüssig und erschlägt einen nicht mit Zahlen und Daten, sondern bettet sie sinnvoll ein. Einzig den Aufbau fand ich manchmal etwas ungeschickt, gerade im ersten Drittel wirkten die einzelnen Kapitel noch etwas unlogisch strukturiert. Insgesamt hat mir dieses Buch jedoch sehr gut gefallen, es liefert neue Informationen und reichlich Denkanstöße.

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  • Denkanstöße

    Drogen

    Havers

    27. April 2016 um 18:36

    Diverse Autoren, allen voran Don Winslow, beschäftigen sich seit langer Zeit mit dem „war on drugs“. Ihre intensive Recherche sowie die literarische Aufbereitung der Fakten lassen aber nur die Spitze des Eisbergs erahnen, die diesem Thema immanent ist. Anders in Johann Haris Sachbuch „Drogen. Die Geschichte eines langen Krieges“. Der britische Journalist, mehrfach für seine Reportagen ausgezeichnet, hat sich auf Spurensuche begeben und ein Sachbuch geschrieben, das sowohl informative als auch spannende Einblicke in diese brisante Thematik gewährt. Zum besseren Verständnis hat der Autor seine Reportage in zwei Teile gegliedert. Er stattet mit einem Ausflug in die Historie, und wie so oft muss man, um die Gegenwart verstehen zu können, in die Vergangenheit schauen, denn die Grundlagen für den „war on drugs“ wurden bereits vor vielen Jahrzehnten gelegt. Das ist der Ausgangspunkt von Haris Betrachtungsweise, der mit einem Rückblick, beginnend Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nach dem Ende der Prohibition, das Thema unter die Lupe nimmt. Stellvertretend für die verschiedenen Schwerpunkte Fahndung/DEA, Profiteure/Kartelle und Opfer/Süchtige greift er drei Repräsentanten heraus: Harry Anslinger, Arnold Rothstein und Billie Holiday. Anslinger, der Hardliner und Chef des Federal Bureau of Narcotics, bringt den Stein ins Rollen. Unter seiner Leitung wird massiv gegen Dealer und Konsumenten, aber auch gegen die Staaten vorgegangen, die seinen gnadenlosen Kurs nicht unterstützen. Seine Kompromisslosigkeit in Bezug auf Drogen diente offenbar zahlreichen US-Präsidenten als Maßstab in der Drogenpolitik. Rothstein steht stellvertretend für die Drahtzieher des organisierten Verbrechens, die Kartelle, die mit roher Gewalt und schmutzigem Geld auch politisch Einfluss nehmen. Und schließlich Billie Holiday, die afroamerikanische Jazzsängerin, die stellvertretend für die Konsumenten und Opfer einer verfehlten Drogenpolitik steht, die diskriminiert, kriminalisiert und ins gesellschaftliche Abseits drängt. Der zweite Teil widmet sich der Betrachtung der gegenwärtigen Situation. Fast vier Jahre lang hat Johann Hari weltweit recherchiert (USA, Europa und Lateinamerika) und die verschiedensten Gesprächspartner aus allen gesellschaftlichen Schichten zu diesem Thema befragt und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen. Länder mit einer liberalen Drogenpolitik – heißt beispielsweise Legalisierung von Marihuana und kontrollierte Abgabe entsprechender Substitutionsmedikamente – haben weit weniger Probleme mit Beschaffungskriminalität als solche, die einen gnadenlos harten Kurs fahren. Des Weiteren funktioniert dort auch das Zusammenleben problemloser, da die Rauschmittelkonsumenten nicht ausgegrenzt und kriminalisiert werden. Langer Rede kurzer Sinn: die Drogenpolitik muss umdenken und nach praktikablen Alternativen suchen, um dem Problem Herr zu werden. Aber das ist nicht von heute auf morgen zu realisieren, sondern benötigt einen zeitlich weiter gesteckten Rahmen.  Johann Haris Reportage „Drogen. Die Geschichte eines langen Krieges“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für einen anderen Umgang mit der Drogenproblematik und gibt wichtige Denkanstöße. Bleibt zu hoffen, dass es auch von den Verantwortlichen gelesen wird.

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