Johann Hinrich Claussen

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Das Buch der Flucht

Das Buch der Flucht

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Erschienen am 28.08.2018
Moritz und der liebe Gott

Moritz und der liebe Gott

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Erschienen am 01.03.2004
Zurück zur Religion

Zurück zur Religion

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Erschienen am 20.11.2006
Gegenwindgedanken

Gegenwindgedanken

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Erschienen am 19.09.2012
Gottes Häuser

Gottes Häuser

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Erschienen am 03.04.2012
Die 101 wichtigsten Fragen - Christentum

Die 101 wichtigsten Fragen - Christentum

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Erschienen am 09.12.2016
Gottes Klänge

Gottes Klänge

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Erschienen am 10.02.2015
Reformation 2017 – Eine Bilanz

Reformation 2017 – Eine Bilanz

 (0)
Erschienen am 01.10.2017

Neue Rezensionen zu Johann Hinrich Claussen

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Rezension zu "Das Buch der Flucht" von Johann Hinrich Claussen

„Geburt der Theologie aus Heimatlosigkeit“
WinfriedStanzickvor 5 Monaten



Unter einem solchen Blinkwinkel habe ich die  Bibel und ihre Geschichten noch nie beschrieben gelesen. Der Theologe Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland liest und interpretiert die Botschaft der Bibel, Alts und Neues Testament al eine fortwährende Geschichte der Flucht, Vertreibung und Verschleppung von Menschen. Menschen, die fliehen müssen, dann in der Fremde leben und fortwährend nach Heimat suchen.

Es beginnt mit der Geschichte der Vertreibung von Adam und Eva, den ersten  Menschen, aus dem Paradies, nachdem sie auf die Schlange gehört hatten und nicht auf Gott, der sie nach seinem Bilde erschaffen hatte.  Der Auszug aus Ägypten und später dann die Vertreibung aus der Heimat und die lange Zeit im babylonischen Exil.

Auch Jesus und seine Jünger werden als Heimatlose beschrieben, die durchs Land ziehen auf der Suche nach dem neuen Reich Gottes.

Es sind wunderbare und prägnante Nacherzählungen und damit immer auch Interpretationen, mit denen Johann Hinrich Claussen auch den Bibelkundigen dieses alte Buch noch einmal völlig neu aufschließt und zugänglich macht, insbesondere für diejenigen Leser, die selbst, vielleicht schon ihr ganzes Leben lang, auf der Suche sind nach auch spiritueller Heimat.
Claussen folgt dem roten Faden, der die ganze Bibel durchzieht und der so konsequent und durchgängig bisher kaum wahrgenommen wurde. Es ist ein Buch voller Geschichten über den Untergang und den Verlust von Heimat, über Flucht und Exil und die nie verlöschenden Sehnsucht nach der Rückkehr in das gelobte Land, die Heimat. All das, so Claussen überzeugend, prägt die Geschichten des Alten und Neuen Testamentes, aber auch das prophetische Reden und die Lieder der Psalmen.
In knappen Erläuterungen zeigt er, welche realen historischen Erfahrungen von Zerstörung, Flucht und Exil den Texten zugrunde liegen. So erweist sich die Bibel als ein Produkt traumatischer Erfahrungen. Ihre Geschichten, Lieder, Gebote und Theologien wurden Verfolgten und Vertriebenen zur neuen, unverlierbaren Heimat – und sind es für viele Menschen bis heute.

Die Theologie des Paulus, die dem Christentum seine Prägung gab, bezeichnet er als „Geburt der Theologie aus Heimatlosigkeit“, ein faszinierender Ansatz, der mich seitdem nicht mehr loslässt.

Das für alle an der biblischen Botschaft interessierte Menschen sehr empfehlenswerte Buch ist illustriert mit 44 ausgewählten Fotografien aus den Jahren 1860 bis 1950, die auf bewegende Weise zeigen, wie Menschen überall auf der Welt durch Kriege und Verfolgung heimatlos werden. Hier hätte ich mir auch einige Fotografien von Flüchtenden aus den letzten Jahren gewünscht.





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Rezension zu "Gottes Häuser" von Johann Hinrich Claussen

Rezension zu "Gottes Häuser" von Johann Hinrich Claussen
WinfriedStanzickvor 8 Jahren

Wer hat nicht schon einmal folgende Erfahrung gemacht: man ist im Urlaub und im Rahmen des Bummels durch die Stadt XY besucht man auch die eine oder andere mehr oder weniger berühmte Kirche. Staunend geht man schweigend durch die kühlen Räume, steht fassungslos vor den riesigen Säulen, Mauern und Kapitellen und fragt sich: wie haben die das damals alles so hin bekommen?

Aber auch: was hat das alles zu bedeuten? Zu welcher Zeit gehört diese Kirche jetzt: ist das Romanik, Gotik oder Barock? Krampfhaft sucht man nach Erinnerungen an den Kunstunterricht in der Oberstufe, wenn überhaupt, und meistens verlässt man dann die Kirche zwar beeindruckt, aber genauso unwissend wie vorher.

Das vorliegende Buch des Hamburger Hauptpastors und Privatdozenten für Systematische Theologie Johann Hinrich Claussen will Jugendlichen und Erwachsenen bei diesen Fragen eine gut lesbare und verständliche Hilfestellung geben. Es geht um „die Kunst, Kirchen zu bauen und zu verstehen“ und er folgt der Kirchengeschichte vom frühen Christentum bis heute.
An neun Kirchenbauten exemplifiziert er seine „kirchenarchitektonische Theologiegeschichte“ wie ich das nennen möchte:

• Die Hauskirche und die Anfänge des Christentums
• Die Grabeskirche zu Jerusalem und die Basilika
• Die Hagia Sophia und die Kirchen des Ostens
• Der Dom zu Speyer und die Romanik
• Die Kathedrale von Amiens und die Gotik
• Der Petersdom zu Rom und die katholische Kirche
• Die Dresdner Frauenkirche und der protestantische Kirchenbau
• Die Hauptkirche St. Nikolai zu Hamburg und der Historismus
• Die Kathedrale von Brasilia und der moderne Kirchenbau

Ein Rundgang durch die Einrichtungen einer Kirche am Ende des Buches sollte von allen, die sich in Kirchen nicht so gut auskennen, vielleicht zuerst gelesen werden.

Auf jeden Fall werden Sie nach der Lektüre dieses Buches in ihrem nächsten Urlaub Kirchen anders anschauen und auch erleben können.

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