Johann Kräftner Gartenparadiese

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Inhaltsangabe zu „Gartenparadiese“ von Johann Kräftner

Gärten sind Paradiese von Menschenhand: Natur und Architektur werden eins. Von den Gärten der Antike ausgehend, präsentiert dieser in jeder Hinsicht opulente Bildband die großen historischen Gartentypen der nördlichen Hemisphäre: den italienischen – die Wiedergeburt Arkadiens –, die „geordnete Natur“ des französischen und die inszenierten Landschaften des englischen Gartens. Die Wunderwelt des chinesischen Gartens sowie die japanische Gartenkunst, deren Abstraktion eine Einladung zur Meditation ist.
Die spektakulären Fotografien von Johann Kräftner lenken den Blick auf die dazugehörigen grünen, gläsernen und steinernen Architekturen und erlauben auch Einblicke in kleine private Gärten und verborgene royale Hofgärten. Den Abschluss bilden Gärten der Moderne, die auf die neuen urbanen und ästhetischen Bedingungen seit der Gründerzeit stimmige Antworten gefunden haben. Das Ortsregister im Anhang ist wie ein Reiseführer zu den großartigsten, spektakulärsten und gelungensten Gartenparadiesen der Welt zu lesen.

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  • Rezension zu "Gartenparadiese" von Johann Kräftner

    Gartenparadiese

    HeikeG

    10. November 2012 um 17:25

    Von Arkadiens erster Wiedergeburt bis hin zu Oasen des Alltags . "Man muss auf den Hügel mit den alten Linden steigen und sich auf die alte Granitbank setzen, dann den Blick über die Schilfwiese zum Tal der Neiße schweifen lassen, kurz bei den drei Pappeln auf der Schlosswiese verweilen, um schließlich am Südflügel des Schlosses just auf den Fenstern, hinter denen die Gemächer des Fürsten lagen, hängen zu bleiben. Dahinter zeichnete ein Besessener Gartenpläne, schrieb feurige Liebesbriefe, dinierte mit den Großen seiner Zeit, grübelte über Schuldscheinen, machte großartige Reisepläne und verfasste Weltliteratur: Hermann Fürst von Pückler-Muskau." So gelesen auf der Homepage des exzentrischen Lebenskünstlers, Schriftstellers und leidenschaftlichen Gartengestalters. Hinterlassen hat er zwei bedeutende gärtnerische Meisterwerke, den Landschaftspark in Bad Muskau, der sich an der Neiße über deutsches und zum Großteil über heutiges polnisches Territorium erstreckt, und den Branitzer Park bei Cottbus. Inmitten der prachtvollen Gärten aus der ganzen Welt, die in dem vorliegenden schwergewichtigen, opulenten und fantastischen Bildband vereint wurden, nimmt er sich fast unscheinbar aus. Doch geschmälert wird sein Wert dadurch keineswegs. Er ist und bleibt genau wie die anderen vorgestellten grünen Oasen in gewissem Sinne eine "Erinnerung an das verlorene Paradies", das die Menschheit seit ewigen Zeiten in der Religion, der Poesie, der bildenden Kunst und der Wissenschaft beschäftigt. Der Garten fungiert dabei als irdisches Abbild dieser Projektionsfläche für Wünsche und Sehnsüchte. . Das in zwölf Kategorien unterteilte Buch offenbart einen beeindruckenden Überblick über die Formenvielfalt sowie die geschichtliche Integration und Entwicklung der verbindenden Elemente zwischen Garten und Architektur bzw. Artefakten, über das Wechselspiel und die Einheit von Natur und Menschenwerk. Beginnend mit dem italienischen Garten und seinen antiken Vorbildern schlendert der Leser und Betrachter entspannt in die geordnete Natur des französischen, flaniert durch den von Fels und Wasser geprägten chinesischen, bevor er im japanischen unweigerlich an Abstraktion und Meditation denkt und flugs hinübergleitet in die inszenierte Landschaft eines englischen Gartens. Dabei muss man keineswegs die Landes- oder europäischen Grenzen überwinden. Finden sich doch solch herrliche "Anschauungsobjekte" auch ganz in der Nähe wie zum Beispiel das Pompejanum in Aschaffenburg, ein typisch französischer Park zwischen dem Oberen und Unteren Belvedere in Wien oder eben jener eingangs erwähnte Pückler-Park mit seinen typisch englischen Anleihen in Bad Muskau. . Der studierte Architekt Johann Kräftner, der sich auf Kunstgeschichte und Konservierung spezialisierte und seit 2011 Direktor der Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein, Vaduz-Wien ist, widmet zudem drei Kapitel ausschließlich Follies, Pavillons, Orangerien, Lauben und Pergolas. Ein weiterer Abschnitt befasst sich mit Topiari, wie der Formschnitt an Pflanzen bezeichnet wird, bevor das Buch sich von Räumen mit Himmel inspirieren lässt und Einblick in wunderschöne Hofgärten gewährt. Um den großartigen grünen Bombast letztendlich doch noch zu erden, schließt dieses einzigartige Kompendium mit beschaulichen, zum Teil auch ungewöhnlichen Oasen des Alltags in kleinen Gärten und startet schlussendlich noch einen Dialog zwischen Tradition und Moderne. Jedem Thema setzt Johann Kräftner einleitende, interessante Artikel zum jeweiligen Thema voran, die die nachfolgenden prachtvollen Fotografien kenntnisreicher und informativer betrachten lassen. . So schlägt man die letzte Seite dieses außergewöhnlichen Buches zu und sinniert über den unnachahmlichen Reiz, der einem beim Betrachten der Aufnahmen erfasste. Dieser lag zweifelsohne nicht nur an der Schönheit der von Menschenhand geschaffenen Naturkompositionen, sondern zu einem großen Teil auch an der Darstellung des Wandels eines Gartens, den jener durch Wetter, Lichtstimmung, Jahreszeit und Vegetation erfährt. Und genau auf diesen Faktor der Veränderlichkeit lenkt das Buch immer wieder hin. "Ein Garten von Versailles ist nicht nur für die Bildpostkartenstimmung mit knallbunt blühenden Parterreblumen und klarem blauen Himmel geschaffen worden.", erläutert der Autor. "Wie beeindruckend ist doch dieselbe Situation mit den niedrig dahinstürmenden Wolkenbänken im Herbst oder mit den Buchspflanzen in ihrer im Winter ganz anderen Farbigkeit. Wie beeindruckend ist ebendort die Orangerie mit ihren unbepflanzten Ornamenten, die wie auf einem der Kupferstiche des 18. Jahrhunderts anmuten." Dieser Wandel wiederum, das Sterben im Herbst und das neue Keimen im Frühjahr, dieser Reigen der ewigen Wiederkehr, deutet unnachahmlich auf den Garten als Erinnerung an das verlorene Paradies hin. Womit sich das Buch als harmonisches Ganzes offenbart und eindrücklich empfohlen werden darf.

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