In diesem 184 Seiten starken Buch zeigt der gelernte Kartograf Johann Orth (1921-2004) seine Passion: Landkarten.
Für Unterrichtzswecke legt er die Inhalte von Karten mehrerer Epochen übereinander und zeigt z.B. den Verlauf der Donau vor der ersten Regulierung in den Jahren 1870-1875.
Als angefragt wird, ob er eine Karte für Dr. Albert Schweitzer eine Karte für sein Urwaldspital in Lambarene zeichnen kann, ist Johann Orth sofort Feuer und Flamme.
Interessant ist auch die Geschichte der Ausbildung und des Zeichenvorgangs an sich.
Heute werden (staatliche) Landkarten natürlich digital erzeugt. Das beginnt schon bei der Datenerfassung mittels digitalem Orthophoto und endet mit der Bildbearbeitung am PC. Lediglich die Reambulierung zur Aktualisierung von Änderungen werden von Kartografen in der Natur durchgeführt.
Johann Orth hat sich bis ins hohe Alter seine Neugier erhalten und Interesse an den modernen Hilfsmittels zum Karten zeichnen bekundet.
Als leidenschaftlicher Sammler jeder Karte bzw. von Vermessungsinstrumenten hat er großen Anteil an der Ausstellung im Bezirksmuseum von Wien-Floridsdorf.
Johann Orth war 47 Jahre im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) in Wien tätig. Ich durfte ihn noch kennen lernen.


