Johann Wolfgang von Goethe Die Geschwister. Die Laune des Verliebten

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Inhaltsangabe zu „Die Geschwister. Die Laune des Verliebten“ von Johann Wolfgang von Goethe

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  • Rezension zu "Die Geschwister. Die Laune des Verliebten" von Johann Wolfgang von Goethe

    Die Geschwister. Die Laune des Verliebten
    Heike110566

    Heike110566

    17. January 2010 um 19:57

    Dieses kleine Büchlein enthält zwei kurze unterhaltsame Stücke des jungen Goethe. 1. "Die Geschwister" Dieser kleine unterhaltsame Einakter entstand am 28. und 29. Oktober 1776. Die Uraufführung, in der Goethe selbst den Wilhelm spielte, fand am 21. November des gleichen Jahres am Weimarer Liebhabertheater statt. Wilhelm ist ein Kaufmann. Einst war er in die Witwe Charlotte verliebt, die dann aber starb. Sie hinterließ eine kleine Tochter, Marianne, die er bei sich behielt und die er, wie auch den Rest der Welt, in dem Glauben erzog, sie sei seine Schwester. Aber im Laufe der Jahre wuchs Marianne zu einer schönen jungen Frau heran und Wil- helm verliebte sich in sie. Sein Freund Fabrice ist auch verliebt in das Mädchen, wohlwissend, dass sie "ihren Bruder" über alles liebt. Er beschließt dennoch sich ihr zu offenbaren. Marianne, völlig überrumpelt davon, sagt ihm, dass er mit ihrem Bruder sprechen solle. Er nimmt das als Ja an und wendet sich an den Bruder, um die Hand von Marianne zu erbitten. Wilhelm lehnt ab. Als Fabrice eine Erklärung will, gesteht er, dass er nicht Mariannes Bruder und auch, dass er selbst in sie verliebt ist. - Fabrice verläßt die Szenerie. Marianne ist völlig verwirrt, weil sie fürchtet, dass Fabrice ihr Gespräch falsch deutet. Sie will ihn nicht heiraten. Sie fleht Wilhelm an, nicht zuzustimmen. Dabei gesteht sie ihm, dass sie nur ihn, "ihren Bruder", liebt und keinen anderen Mann will als ihn. Da kehrt in diesem Moment Fabrice zurück ... In Prosa geschrieben, ist diese wunderschöne kleine Liebesgeschichte eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Lektüre für zwischendurch. Die Lesezeit beträgt etwa eine halbe Stunde. Einfach entzückend! 2. "Die Laune des Verliebten" Dieses "Schäferspiel in Versen und einem Akte" schrieb der junge, gerade mal 18 Jahre alte Goethe zwischen Februar 1767 und April 1768. Es ist ein unterhaltsames kleines Stück um Liebe und Eifersucht. Uraufgeführt wurde das kleine Bühnenstück erst über 10 Jahre später - am 20. Mai 1779. Goethe spielte dabei die Rolle des Eridon selbst. Die Mädchen Egle und Amine sind beide in junge Schäfer verliebt. Während die Beziehung zwischen Egle und ihrem Lamon von gegenseitiger Achtung, Freiräumen für die Vorlieben des anderen und Harmonie geprägt ist, ist die Verbindung zwischen Amine und Eridon von der Eifersucht des Liebhabers gekennzeichnet. Amine ist ein Mädchen, dass gern tanzt, unter Menschen ist und Spaß hat mit ihnen. Eridon hält davon gar nichts, zumal er hinter jedem Mann, der mit Amine in Kontakt kommt, einen Nebenbuhler zu erblicken glaubt. Er macht Amine deshalb ständig Vorwürfe. Vorwürfe, dass sie die anderen dazu ermuntere und ihm untreu sei. - Sie soll nur für ihn da sein, für sonst niemanden. Er geht sogar soweit zu verlangen, dass sie die anderen Männer hassen solle. Egle, Lamon und Amine wollen auf ein Fest gehen. Eridon ist sauer, macht Amine eine Szene. Statt mitzugehen und so gemeinsam Spaß zu haben, bringt er Amine dazu, dass sie auf das Fest verzichten will. - Nachgeben, so wie sie immer nachgibt und ihm seine Eifersuchtsszenen verzeiht, darauf setzt Eridon. Aber Egle ist damit gar nicht einverstanden. Sieht sie doch genau, wie diese Tyrannei von Eridon ihrer Freundin Amine zu schaffen macht. Sie beschließt Eridon zu bekehren und ihm klarzumachen, dass Amine seine Geliebte und nicht seine Sklavin ist. Das kleine Schauspiel ist in einem flüssig lesbaren, unterhaltsamen Stil geschrieben und so auch für ungeübte Klassiker-Leser gut geeignet.

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