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Apfelgruen

vor 1 Jahr

Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Für den Mai haben wir uns einen der wohl berühmtesten deutschen Klassiker ausgesucht: "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe.

Wikipedia meint dazu:

Die Leiden des jungen Werthers lautet der ursprüngliche Titel des  Briefromans, in dem der junge Rechtspraktikant Werther über seine unglückliche Liaison zu der mit einem anderen Mann verlobten Lotte berichtet. Er war nach dem nationalen Erfolg des Dramas Götz von Berlichingen  (1773) Goethes zweiter großer, jetzt sogar europäischer Erfolg (1774) und ist, wie der Götz, ebenfalls der literarischen Strömung des Sturm und Drang zuzuordnen.

Die Erstausgabe erschien im September 1774 zur Leipziger Buchmesse und wurde gleich zum Bestseller. 1787 überarbeitete Goethe den Roman, wobei unter anderem das Genitiv-s im Titel entfiel. Der Roman ließ Goethe 1774 gleichsam über Nacht in Deutschland berühmt werden und gehört zu den erfolgreichsten Romanen der Literaturgeschichte.


Wir lesen hier die überarbeitete Fassung von 1787, wobei ich denke, dass es auch kein Problem sein sollte, in der ursprünglichen Fassung mitzulesen. Ist ja sicher ganz interessant, die Unterschiede zu sehen.


Die Leserunde beginnt am 1. Mai.


Viel Spaß!


Autor: Johann Wolfgang von Goethe
Buch: Die Leiden des jungen Werther

gst

vor 1 Jahr

Ich lese mit/Plauderecke

Ich selbst werde mir das Buch ersparen, bin aber neugierig suf Eure Eindrücke.

Talitha

vor 1 Jahr

Ich lese mit/Plauderecke

Ich lese hier mit und freue mich schon drauf. Ich habe das Buch in der Hamburger Ausgabe mit drin: http://www.amazon.de/Werke-Hamburger-Ausgabe-Bänden-Kassettenausgaben/dp/3423590386/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1461868352&sr=8-1&keywords=goethe+hamburger+ausgabe

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MyriamErich

vor 1 Jahr

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So, sorry, das hat jetzt echt gedauert, aber hier ist jetzt endlich auch meine Rezi:
http://www.lovelybooks.de/autor/Johann-Wolfgang-von-Goethe/Die-Leiden-des-jungen-Werther-142524780-w/rezension/1241061706/

Ambermoon

vor 1 Jahr

Zweites Buch: Dezember 72 bis Ende
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MyriamErich schreibt:
Ich weiß. Das war aber eher darauf bezogen, dass Lotte die Pistole dem Boten überreicht hat. :)

Jap, angeblich bezieht er sich da auf einen seiner Freunde, der aus Liebeskummer suizid begangen hat.

suse9

vor 1 Jahr

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Wie versprochen hier ein paar Zitate aus meiner Ausgabe: Hamburger Lesehefte Verlag 115. Heft

„In Wetzlar traf Goethe einen Bekannten aus seinen Leipziger Studententagen wieder, den Braunschweigischen Legationssekretär Carl Wilhelm Jerusalem. Zusammen mit ihm besuchte er am 9. Juni einen Ball in Volpertshausen, auf dem er die Tochter des verwitweten Amtmanns Heinrich Adam Buff, Charlotte, sowie deren Verlobten kennen lernte, den Hannoverschen Gesandtschaftssekretär Johann Christian Kestner.“

„Am 10. September 1772, also am Vorabend seiner unerwarteten Abreise (eher Flucht vor der unerwiderten Liebe zu Lotte) hatten Goethe, Lotte und Kestner ein Gespräch über die Unsterblichkeit.“

„Am 30. Oktober 1772 verübte Jerusalem Selbstmord aus unglücklicher Liebe zu der Frau eines Legationsrates…“

suse9

vor 1 Jahr

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Zitate aus meiner Ausgabe: Hamburger Lesehefte Verlag 115. Heft

Goethe hatte mit Kestner über den Selbstmord einen Briefwechsel. Unter anderem schreibt Kestner:
„Donnerstags…isset er zu Haus, schickt um 1 Uhr ein Billet an mich…Ich war inzwischen zu Haus gekommen, es mochte ½ 4Uhr sein, als ich das Billet bekam: Dürfte ich Ew. Wohlgeb. wohl zu einer vorhanbenden Reise um Ihre Pistolen gehorsamst ersuchen? J. – Da ich nun von alle dem vorher Erzählten und von seinen Grundsätzen nichts wusste, indem ich nie besonderen Umgang mit ihm gehabt – so, hatte ich nicht den mindesten Anstand, ihm die Pistolen sogleich zu schicken…"

Weiter beschreibt er, was Jerusalem an dem Tag unternahm. Es sind die gleichen Handlungen, die wir bei Werther lesen. Und dann schreibt er:

„Nach diesen Vorbereitungen, etwa gegen 1 Uhr, hat er sich denn über das rechte Auge hinein durch den Kopf geschossen. Man findet die Kugel nirgends. Niemand im Hause hat den Schuss gehört, sondern der Franziskaner Pater Guardian, der auch den Blitz vom Pulver gesehen, weil es aber stille geworden, nicht darauf geachtet hat. Der Bediente hatte die vorige Nacht wenig geschlafen und hat sein Zimmer weit hinten hinaus, wie auch die Leute im Haus, welche unten hinten hinaus schlafen. - Es scheint sitzend im Lehnstuhl vor seinem Schreibtisch geschehen zu sein. Der Stuhl hinten im Sitz war blutig, auch die Armlehnen. Darauf ist er vom Stuhle heruntergesunken, auf der Erde war noch viel Blut… Er war in völliger Kleidung, gestiefelt, im blauen Rock mit gelber Weste. Morgens vor 6 Uhr geht der Bediente zu seinem Herrn ins Zimmer, ihn zu wecken.

…Dr. Held erzählt mir, als er zu ihm gekommen, habe er auf der Erde gelegen, der Puls noch geschlagen; doch ohne Hilfe… Zum Überflusse habe er ihm eine Ader am Arm geöffnet…"

Dann wird erwähnt, dass er vom Wein nur ein Glas getrunken hat, welche Bücher aufgeschlagen dalagen – wie bei Werther – und dass er gegen 12.00 Uhr starb.
Über seine Beerdigung schreibt Kestner:
„…in der Stille mit 12 Laternen und einigen Begleitern; Barbiergesellen haben ihn getragen; das Kreuz ward vorausgetragen; kein Geistlicher hat ihn begleitet.“

Ich hoffe, ich habe alles richtig zitert. Bitte sagt mir, falls ich etwas falsch gemacht habe.

Ambermoon

vor 1 Jahr

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@suse9

Vielen Dank dafür!! Das ist ja interessant. Goethe scheint in dieses Werk alles eingebracht haben was ihn damals so beschäftigte.
Da wundert mich, dass sich Goethe dann doch etwas darüber lustig gemacht hat, indem er mit paar Freunden als Werther durch die Stadt zog und so die Leute schockierte. Vielleicht als Triumph über seine Gefühle? Das er stärker war und nicht in Depressionen verfiel?

suse9

vor 1 Jahr

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@Ambermoon

Galgenhumor?
Also Goethe - nicht du ;-)

Ambermoon

vor 1 Jahr

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suse9 schreibt:
Galgenhumor? Also Goethe - nicht du ;-)

😂😂 na hin und wieder hab ich den ja auch.
Wäre möglich und das macht ihn mir gleich sympathischer 😄

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