Johann Wolfgang von Goethe Die Wahlverwandtschaften

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(2)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Wahlverwandtschaften“ von Johann Wolfgang von Goethe

Eduard und Charlotte leben einträchtig und zurückgezogen auf ihrem Landgut und genießen ihr spätes Glück in zweiter Ehe. Doch als sie Eduards Freund, den in Not geratenen Hauptmann Otto, und Charlottes verwaiste Nichte Ottilie bei sich aufnehmen, wird ihre Beziehung auf die Probe gestellt. Die rational veranlagte Charlotte fühlt sich bald zum pragmatischen Hauptmann hingezogen, während der gefühlvolle Eduard dem Charme Ottilies erliegt. Was bei beiden als harmlose Schwärmerei beginnt, führt unweigerlich zur Katastrophe. Mit bestechender Klarheit und großem Einfühlungsvermögen führt Helmut Griem durch das fragile Beziehungsgeflecht zwischen Goethes Figuren. Ungekürzte Lesung mit Helmut Griem 1 mp3-CD | 10 h 2 min

Stöbern in Klassiker

Die Physiker

Schullektüre

rightnowwearealive

Unterm Rad

Eine zeitlose Geschichte. die sich auch auf heutige Verhältnisse fabelhaft übertragen lässt.

DieseAnja

Krieg und Frieden

Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte (wenn man viel zeit und ein gutes Gedächtnis hat!)

Kinanira

Meine Cousine Rachel

Ein Roman ganz nach meinem Geschmack: Tolle Erzählweise, spannende Figuren und Handlung, schöne alte Sprache.

Jana_Stolberg

Die Blechtrommel

Ein dezent verstörendes Meisterwerk!

RolandKa

Stolz und Vorurteil

einer meiner liebsten Romane!

sirlancelot

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wehe, wenn die Liebe losgelassen

    Die Wahlverwandtschaften
    Schelmuffsky

    Schelmuffsky

    27. February 2015 um 19:34

    Während des Germanistikstudiums machte ich meist einen großen Bogen um den ollen Goethe. Zu Schulzeiten geplagt und geschädigt durch das unsägliche Reimgeklapper von Faust (Vier Fäuste für eine Halleluja ist ja soviel besser!!), suchte und fand ich radikalere Autoren und Texte wie z. B. Karl Philipp Moritz, Heinrich von Kleist, Georg Büchner... Einzig die Lektüre von Die Wahlverwandtschaften erschütterte schon damals meine Goethe-Phobie. Die Geschichte ist bekannt und muss hier nicht nacherzählt werden. In einem großen Experiment, tabufrei wie kaum ein Autor heutzutage, spielt Goethe in diesem Roman alle Gefühls- und Liebeslagen durch, stellt Fragen, die bis heute aktuell sind, alles in einer Sprache, die mich jetzt beim Hören von Wachtveitels ruhiger Lesung wieder überraschte und manchmal einfach sprachlos machte. Was ein großartiger Text! Eingestreut oft Dutzende von Aphorismen, jeder für sich ein kleines Erkenntnisinstrument, alleine dafür müsste man schon dankbar sein, wie viel mehr aber für diese feinsinnige Beschreibung der Liebe in all ihren Facetten, wie man sie so allenfalls in Roland Barthes' Fragmente einer Sprache der Liebe findet, dort allerdings als Wörterbuch, während sie hier in sehr unterschiedlichen Charakteren personifiziert wird, aber keines von Barthes' Stichworten auslässt. Leidenschaft, Sehnsucht, Übereilung, Liebeswahn, Vernunft, Treue ...: in den Wahlverwandschaften findet man alles. Und ich bin sehr versucht, Goethe noch einmal eine Chance zu geben. Wer so großartig schreibt, bei dem muss noch mehr zu finden sein.

    Mehr
  • Von Naturgesetzen und menschlichen Beziehungen...

    Die Wahlverwandtschaften
    parden

    parden

    VON NATURGESETZEN UND MENSCHLICHEN BEZIEHUNGEN... Auf diesen 1809 erschienenen Roman von Johann Wolfgang von Goethe bin ich aufmerksam geworden, nachdem ich im vergangenen Jahr "Vogelweide" von Uwe Timm gelesen habe und bei Besprechungen zu diesem Buch immer wieder auf die Parallelen zu Goethes 'Wahlverwandtschaften' gestoßen wurde. Dieses Hörbuch in vollständiger Lesung mit Udo Wachtveitl erschien mir das geeignetes Medium, mich diesem Werk anzunähern... Eduard und Charlotte konnten erst über Umwege und in fortgeschrittenem Alter ein Ehepaar werden, nachdem ihre vorherigen Ehepartner beide verstorben waren. Ihre Ehe beruht inzwischen vor allem auf einer tiefen Freundschaft, weniger auf einer großen Leidenschaft. Nun leben sie gutsituiert in einem Schloss mit großem Anwesen und verbringen viel Zeit mit der sorgfältigen und durchdachten Landschaftsgestaltung. Da kommt es geradezu gelegen, als ein befreundeter Hauptmann beschließt, sie bis zu seiner nächsten Anstellung mit seiner Anwesenheit zu beehren, ist er doch sehr versiert darin, Landschaften zu vermessen. Die Tage vergehen arbeitsreich und zufriedenstellend, und abends sitzt man stets noch lange gemütlich beisammen, bei geistreichen Gesprächen und dem gemeinsamen Lesen von Büchern. An solch einem Abend kommt das Gespräch auch auf die 'Wahlverwandtschaften.' Als sie zu dritt beisammen sitzen, schneidet der Hauptmann das Thema Naturwissenschaften an und erläutert, was man in der Chemie als Wahlverwandtschaften bezeichnet. Der Begriff bezieht sich auf zwei chemische Verbindungen, die sich auflösen, wenn sie zusammengebracht werden und sich dann über Kreuz neu verbinden. Denken Sie sich ein A, das mit einem B innig verbunden ist, durch viele Mittel und durch manche Gewalt nicht von ihm zu trennen; denken Sie sich ein C, das sich eben so zu einem D verhält; bringen Sie nun die beiden Paare in Berührung: A wird sich zu D, C zu B werfen, ohne dass man sagen kann, wer das andere zuerst verlassen, wer sich mit dem andern zuerst wieder verbunden habe. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass diese Naturgesetze nun auch auf die zwischenmenschlichen Beziehungen Anwendung finden sollen. Denn gleich darauf zieht auch Ottilie ins Schloss, ein Mündel Charlottes, die ihr in allerlei Haushaltsdingen zur Hand gehen soll. Es kommt, wie es kommen muss: Eduard nähert sich Ottilie an, und auch der Hauptmann und Charlotte kommen sich zusehends näher. Vor allem Eduard ist von der Idee der 'Wahlverwandtschaften' überzeugt und glaubt, sie auf zwischenmenschliche Beziehungen übertragen zu können. Dabei bedenkt er jedoch nicht das enge Korsett der gesellschaftlichen Normen, die zu jener Zeit vorherrschten. Natur vs. Normen, Emotionalität vs. Vernunft - der Stoff, aus dem Tragödien geschrieben werden. Und so mutet das Ende denn auch an wie der Tradition einer griechichschen Tragödie verpflichtet... Obwohl der Roman nun schon über 200 Jahre alt ist, fand ich ihn faszinierend. Die Geschichte an sich verlief sehr ruhig und war doch voller innerer Dramatik, und was Goethe 'nebenher' an Ausgestaltung anmerkt, bietet ein Füllhorn an Informationen, um sich wahrhaftig ein Bild machen zu können. Obgleich Zeit und Raum der Handlung nicht näher bezeichnet werden, ist die Geschichte natürlich im Rahmen der damaligen Zeit anzusiedeln. Architektur, Literatur, das damalige Verständnis der Naturwissenschaften, Kirche und Obrigkeit, Stände, Kleiderordnung, Speisen und Tränke, Raumschmuck, Landschaftsgestaltung - alles kommt hier zur Sprache und bietet einen umfassenden Einblick in die gesellschaftlichen Zustände zur Zeit Goethes. Interessant fand ich auch die Anmerkung, dass vieles von dem, was Goethe hier an zwischenmenschlichen Verwirrungen skizzierte, ihm durchaus nicht fremd war. Udo Wachtveitl liest den vollständigen Roman sehr ruhig und getragen, aber keineswegs langweilig, sondern dem langsamen Lesefluss angemessen. Für mich ein interessanter Ausflug in vergangene Zeiten - und sicher nicht mein letzter! © Parden

    Mehr
    • 8
    Floh

    Floh

    10. October 2014 um 04:57
  • Rezension zu "Die Wahlverwandtschaften" von Johann Wolfgang von Goethe

    Die Wahlverwandtschaften
    tvb

    tvb

    25. August 2008 um 16:00

    Auch hier zeigt Goethe, dass ihm nichts menschliches fremd ist