Götz von Berlichingen

von Johann Wolfgang von Goethe 
3,4 Sterne bei159 Bewertungen
Götz von Berlichingen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (70):
Liz_zs avatar

Lässt sich gut lesen, ein guter Goethe.

Kritisch (31):
Riley14s avatar

Überhaupt nicht mein Fall...war aber auch eine Schullektüre.

Alle 159 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Götz von Berlichingen"

Ziel der Reihe ist es, Schülerinnen und Schülern möglichst benutzerfreundliche Ausgaben traditioneller und neuer Schullektüren vorzulegen.§Die Textausgaben enthalten den Primärtext mit Zeilenzählern und einen ausreichend breiten Rand für Notizen; Worterklärungen befinden sich jeweils unten auf den Seiten.§An den Primärtext schließen sich einige ausgewählte, im Unterricht einsetzbare Sekundärtexte an, die den Schülerinnen und Schülern das Verständnis des Primärtextes erleichtern. Zum Teil werden auch methodische Hilfen gegeben, zum Beispiel zu Möglichkeiten der Textanalyse, zu Charakterisierungen und anderen Aufsatzformen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783123525773
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:113 Seiten
Verlag:Klett
Erscheinungsdatum:18.01.2010
Das aktuelle Hörbuch ist bei ZYX Music erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Heike110566s avatar
    Heike110566vor 8 Jahren
    Rezension zu "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe

    Goethe studierte, bevor er die Arbeiten am "Götz von Berlichingen" aufnahm, die Autobiographie des Ritters, die 1731 erstmals unter dem Titel "Lebensbeschreibung des Herrn Götzens von Berlichingen" erschien. 1771 hatte der Autor auch eine Urfassung fertig, den "Urgötz", den aber nur wenige Auserwählte, wie Herder und Lenz, zu lesen bekamen. Erst in der "Ausgabe letzter Hand" der Goethe-Werke wurde die Urfassung 1832 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
    Bevor die uns bekannte erste Druckfassung des "Götz von Berlichingen" 1773 erschien, überarbeitete Goethe den "Urgötz" noch einmal reichlich. Er schrieb Szenen um und neu und wurde auch sprachlich entschärft. Dennoch bot dieses Stück, dass Goethe zusammen mit seinem Freund Mercks im Selbstverlag auf eigene Kosten herausgab, genügend Zündstoff für Diskussionen.
    Es ist zwar auf dem ersten Blick ein historisches Drama, aber Goethe hat in diesem historischen Gegenstand seine Kritik an der Gegenwart dargeboten. - So betrachtet ist es ein Charakter- und Gesellschftsdrama mit zeitgenössischem Bezug.
    Der Ritter Götz von Berlichingen, der dem Kaiser und ansonsten niemanden zur Treue verpflichtet ist, befindet sich in Fehde mit dem Bischof von Bamberg. Dieser hat Götzens Sohn in seine Gewalt gebracht und versucht den Ritter unter Druck zu setzen. Berlichingen wehrt sich aber und er unterstützt diejenigen, die ebenfalls etwas gegen den Bamberger und dessen Vasallen haben.
    Zudem ist sein früherer bester Freund, Weislingen, zum Bischof übergelaufen und unterstützt diesen nun im Kampf gegen den Ritter Götz.
    Der Bischof sieht in Götz Zügen gegen des Bischofs Verbündete ein Verspotten des Kaisers und damit auch einen Bruch der Treue des von Berlichingen gegenüber dem Kaiser.
    Im Auftrag des Bischofs reist Weislingen zu seinem alten Freund, um diesen aufzufordern der Fehde abzuschwören. Berlichingen lehnt ab und er scheint sogar Weislingen überzeugt zu haben, dass er wieder auf Berlichingens Seite wechseln sollte. Zumal der ehemalige Freund die Schwester des Ritters, Maria, heiraten will.
    Der Bischof lockt aber Weislingen zurück nach Bamberg, wo die schöne Adelheid derzeitig residiert. - Weislingen fällt auf diese Verlockung herein, verrät Berlichingen erneut.
    Der Ritter hat auch mit Nürnberg Fehde, weil von da der Verrat an seinen Sohn erfolgte. Er raubt daher Nürnberger Kaufleute aus. Diese werden beim Kaiser vorstellig und erbitten Hilfe. Weislingen unterstützt dieses Ansinnen und insistiert beim Kaiser Maximilian. Über Berlichingen wird die Acht verhängt. Die Reichsexekutive marschiert gegen den Ritter, den es aber in Unterzahl gelingt fast das gesamte Heer aufzumischen. Sein Schloss wird daraufhin belagert. Auf die Kapitulationsaufforderung reagiert er mit: "Er aber, sag's ihm, er kann mich ..."
    Der Ritter ist bereit für seine Ideale, die Freiheit des Menschen, einzutreten, dafür zu kämpfen und notfalls auch zu sterben. - Da bieten die Reichstruppen ihm freien Abzug an. Er fällt darauf herein und wird geschlagen.
    In Heilbronn muss er vor Gericht erscheinen. Vorgeworfen wird ihn der Treuebruch gegenüber dem Kaiser. Er weist darauf hin, dass er dem Kaiser nicht untreu ist, sondern nur Fehde mit Bamberg und Co hat. Er soll darauf in den Turn. - Da erscheint sein getreuer Franz von Sickingen mit 200 Mann vor Heilbronn und nimmt die Stadt ein. Götz kann auf sein Schloss zurück, steht aber weiter unter Bann.
    Dieser Bann trifft ihn hart. Der immer aktive Ritter ist zur Untätigkeit verdammt. - Da beginnt im Schwabenlande ein Bauernkrieg. Einige Anführer locken Berlichingen herbei und zwingen ihn ihr Hauptmann zu werden. Unter diesem Zwang wird er bann- und wortbrüchig. Zudem zerstreiten sich die Anführer untereinander. Weislingen führt die Truppen gegen Götz. Er nimmt den Ritter gefangen. Der ehemalige Freund könnte nun obenauf sein, aber er bekommt Gewissensbisse. Er zerreißt sogar das verhängte Todesurteil. Zu spät allerdings seine Reue, denn Adelheid, die inzwischen seine Frau geworden war, lässt ihn vergiften.
    Adelheid wird daraufhin zum zweifachen Tod durch Strang und Dolch verurteilt. Götz und seine Gemahlin landen im Turn. Dort baut er physisch immer mehr ab, verliert auch psychisch an Energie und stirbt als er vom Tode seiner getreuesten Gefährten erfährt.
    Sein Kampf ist gescheitert. Er ist gescheitert. - Götz von Berlichingen war nicht bereit Kompromisse einzugehen, stand mit Leidenschaft zu dem, wofür er eintrat, von dem er überzeugt war. Er versuchte als Selbsthelfer gegen das Establishment anzugehen. Im Grunde war er unter der Konstellation zum Scheitern verurteilt.
    Das Drama erlangte vor allem als Lesedrama Bedeutung. Mit 56 Einzelszenen, ständig wechselnden Handlungsorten, jeder Menge Personalien und teilweise sehr kurzen Szenen war dieses Stück de facto unspielbar für zeitgenössische Bühnen.
    Dennoch wurde es ein Meilenstein, ein Initiationsdrama für den Sturm und Drang. Und es ist noch heute ein bemerkenswertes Stück.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Rezension zu "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe

    Dieses Drama hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen!
    Götz von Berlichingen ist das erste Sturm und Drang-Drama, das geschrieben wurde, und auch das erste, das ich gelesen habe. Man muss sich ein bisschen darauf einstellen: Es kommen sehr viele Personen vor, manche auch mit ähnlichen Namen, und typisch für diese Epoche hängen die Szenen nur lose aneinander und sind nicht so wohl geordnet. Dies ist der einzige Minuspunkt, da es das Verständnis etwas erschwert. Ein kurzer Überblick im Internet hilft aber Wunder.
    Ein weiteres Merkmal des Sturm und Drang-Dramas ist die natürliche Sprache: Beinahe übertrieben empfindet Goethe die Volkssprache nach (es ist ja auch die Luther-Zeit). Ich persönlich finde dies sehr frisch und wohltuend, eine willkommene Abwechslung zur sonst oft sehr steifen Sprache der Dramen des 18. Jahrhunderts.
    Die Geschichte des Götz von Berlichingen hat mich sehr bewegt und gefesselt. Er ist ein Mann, der dem Hof mit seinen Intrigen und Dünkel, die Ideale von Treue und Freiheit gegenüber stellt und dafür kämpft, dass seine Enkel einmal in Freiheit leben dürfen. Götz will nur dem Kaiser und sonst niemandem dienen. Er und seine Kumpanen kämpfen wacker für diese Ideale und verstricken sich schließlich in den Fängen des Bauernkrieges.
    Das Drama ist sehr spannend und hat mich auch emotional sehr angesprochen, da mir die Figur des Götz ans Herz wuchs und ich vor allem im zweiten Teil richtig mitfieberte, was sonst bei Dramen eher selten der Fall ist. Ich bin richtig begeistert und kann es nur weiter empfehlen!

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    F
    Freaky_Tattoovor 10 Jahren
    Rezension zu "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe

    Goethe eben...Lesenswert!

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    LetterLionas avatar
    LetterLionavor 10 Jahren
    Rezension zu "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe

    das zitat "Ihr könnt mich ...." von götz von berlichingen hat mich sehr erheitert!

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    buch_rattes avatar
    buch_rattevor 11 Jahren
    Rezension zu "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe

    Diesem Buch ist zu verdanken, dass ich nicht auf Klassiker stehe. Es war Pflichtlektüre in der achten Klasse. Welches 14-jährige Kind liest schon gerne Goethe? Ich habe dieses Buch und meinen Deutschlehrer gehasst. Meiner Meinung kein Buch zu dem man Schüler einer achten Klasse zwingen sollte.

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    Laupis avatar
    Laupivor 11 Jahren
    Rezension zu "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" von Johann Wolfgang von Goethe

    Es war interessant zu lesen, aber mir fehlte etwas, das mich mit mehr Sympathie am Geschehen beteiligt hätte, das ich so von einer recht großen emotionalen Distanz beobachtet habe

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    H
    honkwilliamsvor 11 Jahren
    Rezension zu "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe

    In der Urfassung noch schöner!

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    georg_moors avatar
    georg_moorvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Man sage ihm,...
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    Riley14s avatar
    Riley14vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Überhaupt nicht mein Fall...war aber auch eine Schullektüre.
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    Liz_zs avatar
    Liz_zvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Lässt sich gut lesen, ein guter Goethe.
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