Iphigenie auf Tauris

von Johann Wolfgang von Goethe 
3,1 Sterne bei385 Bewertungen
Iphigenie auf Tauris
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

B

Ich bin kein Freund von Goethe, aber dafür ist es ganz okay.

loveisfriendships avatar

Ein Plädoyer für den Humanismus.

Alle 385 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Iphigenie auf Tauris"

Nachdruck des Originals von 1839.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783846029688
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:108 Seiten
Verlag:Salzwasser-Verlag
Erscheinungsdatum:31.03.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.03.2003 bei Patmos erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne29
  • 4 Sterne99
  • 3 Sterne160
  • 2 Sterne69
  • 1 Stern28
  • Sortieren:
    fastreaders avatar
    fastreadervor 4 Jahren
    Tolles Buch

    Ich liebe Mythologie und wenn man die ganze Vorgeschichte und alles kennt, ist das Buch wirklich gut... Eines der wenigen Schulbücher, die mir gefallen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    maggy17s avatar
    maggy17vor 5 Jahren
    lästige Schullektüre

    Iphigenie auf Tauris ist ein Drama von Goethe, welches in der Antike kurz nach der erfolgreichen Belagerung Trojas durch die Griechen spielt. Iphigenie dient im Dianentempel auf Tauris und bewahrt seit ihrer Ankunft alle Fremden vor der Opferung im Dianentempel. 

    Dies ist jedoch nur möglich, da der Taurenkönig Thoas in sie verliebt ist. Nach einem Streit mit ihm über Iphigenies wahre Herkunft aus dem verfeindeten Geschlecht Agamemnons, welches Thoas' Sohn umbrachte, ist es ihr nicht mehr möglich, alle Fremden / Gefangenen vor dem Opfertod zu bewahren. Nachdem Iphigenies Bruder Orest und dessen Freund Pylades gefangen genommen worden sind, eskaliert die Lage und Iphigenie fleht Thoas an sie gehen zu lassen. 


    Naja, das Buch hat sich mein Deutschlehrer damals ausgesucht um seine Schüler zu quälen, jedenfalls habe ich so das Gefühl. Das Drama ist zwar einfach und verständlich geschrieben, aber für Schüler, die zum Großteil nur Romane lesen, ist es einfach nur langweilig. 

    Es ist schon 2-3 Jahre her, dass ich das Drama gelesen habe und kann mich daher auch nicht mehr so gut an kleinere Details erinnern, aber ich kann sagen, dass es mir nicht geschadet hat, aber nochmal muss ich sowas nicht haben. 

    Kommentare: 1
    19
    Teilen
    Buechermaus96s avatar
    Buechermaus96vor 6 Jahren
    Kurzmeinung: In wunderschöne Wörter verpackt, ist ein Appell an die Menschlichkeit entstanden, das sich viel mehr Menschen zu Herzen nehmen sollten.
    Wundervoll geschrieben!

    Goethe hat es geschafft sein Anliegen - an die Menschlichkeit zu appellieren - in wundervolle Worte zu fassen, sodass man das Lesen einfach nur genießen kann.

    Kommentieren0
    15
    Teilen
    Sariis avatar
    Sariivor 7 Jahren
    Rezension zu "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe

    „Um Guts zu tun, braucht’s keiner Überlegung“
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Iphigenie, welche von ihrem Vater Agamemnon geopfert wurde, lebt in Taurin als Priesterin und fühlt sich in ihrer neuen Heimat fremd. Thoas, König von Taurin, empfindet gegenüber der Priesterin Verherhrung, sodass er sie zur Frau nehmen möchte. Iphigenie lehnt dieses ab und nennt Thaos ihren Familienfluch. Als Iphigenie auf Diane verweist, welche das Recht hat ihr Leben zu bestimmten will Thaos das Menschenopfer wieder einführen, d.h. jeder Fremde soll der Göttin geopfert werden. Die ersten Fremden sind Orest, Iphigenies Bruder, und dessen Freund Pylades, welche die Identität der Priesterin nicht kennen. Orest, der ebenfalls dem Familienfluch unterliegt will den Tod annehmen. Der Fluch soll durch die Heimführung der Schwester aufgehoben werde, sodass er das Abbild Dianes nach Delphi überführen will. Pylades trifft auf Iphigenie und gibt sich als Kämpfer Trojas aus und erzählt im Gesprächsverlauf von den Mord an ihren Eltern. Iphigenie will Pylades und Orest retten und möchte deren Schicksal abwenden, sodass sie Orest in ihre Pläne einbezieht. Dieser erzählt ihr Näheres über das Schicksal der eigenen Familie. Aufgrund ihres emotionales Verhaltens gibt sich Orest zu erkennen. Iphigenie bedankt sich bei der Götter für das Wiedersehen, jedoch ändert sich die Situation für den Bruder nicht. In einem längeren Monolog erwacht Orest aus einer Art Ohnmacht und äußert seine Todessehnsucht, da er inmitten der Verstorbenen Frieden und Freude empfindet und fühlt sich somit versöhnt. Jedoch scheint der Fluch somit erst nach dem Tode auflösbar. Iphigenie betet zu der Göttin um ihren Bruder zu heilen und Pylades redet in klaren Worten auf Orest sein, sodass dieser aus seinem Traum erwacht. Iphigenie kämpft mit dem eigenen Wissen, da sie den König anlügen muss, da der Bruder sonst nicht gerettet werden kann. Diese Unsicherheit wird durch den königlichen Boten Arkas beschleunigt, da dieser eine schnelle Opferung herbeisehnt Iphigenie entgegnet diesem mit dem Willen der Göttin, welche diese Opfer nicht fordert. Die Entscheidung ist demnach den Göttern überlassen und Thaos soll über den weiteren Verlauf entscheiden. Gleichzeitigt bereut sie es gelogen zu haben, angestiftet durch Pylades, und bekennt sich des Betrugs schuldig. Pylades will Iphigenies Zweifel ausräumen, da nur sie neue Hoffnung in Orest geschöpft hat, welcher so geheilt werden konnte. Um die Abreise zu beschleunigen entwendet Pylades das Bild der Göttin, jedoch will Iphigenie den König nicht weiterhin belügen. Iphigenie hadert mit ihrem eigenen Schicksal, da sie im Zwiespalt zwischen der Freude über den Bruder und der Lüge steckt. Sie erinnert sich an das Lieb der Schicksalsgöttinen aus ihrer Kindheit. Thaos entdeckt jedoch die Fremden und ordnet die Suche nach dem Schiff an. Iphigenie erzählt Thaos das gesamte Vorhaben, welcher sich von der Priesterin betrogen fühlt, und appelliert an dessen Verstand. Letztlich scheint ein Kampf zwischen beiden Seiten unausweichlich, jedoch kann Iphigenie Thoas besänftigen, sodass er zum Waffenstillstand rät und am Ende die Griechen ziehen lässt, da er die Identität Orests anerkennt. Der Abschiedsgruß „Leb wohl!“ beendet das Drama und ermöglicht Iphigenie einen Abschied in Frieden und Freundschaft.
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Das Drama ist ein klassisches geschlossenes Fünf- Akt Drama und vertritt die Merkmale der Klassik, indem die Humanität durch die Figuren und insbesondere durch Iphigenie selbst auftritt. Des Weiteren ist der Kontext in das antike Bild der griechischen Mythologie eingebunden, sodass es teilweise es schwer ist anfangs den Beziehungen zu folgen, jedoch legt sich dies nach und nach. Die Handlungen sind wirklich gut durchdacht und erzeugen so eine spannenden und interessante Geschichte.
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Fazit: Ein zu recht klassisches und hochgelobtes Drama.

    Kommentieren0
    24
    Teilen
    JessSouls avatar
    JessSoulvor 8 Jahren
    Rezension zu "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe

    Ich fand es etwas verwirrend, aber dennoch fesselnd. Wirklich schwere griechische Kost des Trunkenbolds Goethe.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Tillabackes avatar
    Tillabackevor 8 Jahren
    Rezension zu "Iphigenie auf Tauris" von Johann W. von Goethe

    Hat mir gut gefallen. Vor allem Goethes Abwandlung im Vergleich zur Griechischen Mythologie.
    Das beste Zitat war hier: „Niemand wird gut oder böse geboren…“.

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    Heike110566s avatar
    Heike110566vor 8 Jahren
    Rezension zu "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe

    Das Stück bekam seinen letzten Schliff 1787, wähend Goethe sich auf seiner ersten italienischen Reise befand. Begonnen hatte er das Drama noch während seiner Sturm-und-Drang-Zeit. Es ist ein Werk, bei dem Goethe selber so manche Schwierigkeit beim Verfassen hatte. Am 13. Januar 1787 schrieb er an Herder: "Hier, lieber Bruder, die 'Iphigenie' ... Möge es Dir nun harmonischer entgegenkommen. Lies es zuerst als ein ganz Neues, ohne Vergleichung, dann halt es mit dem Alten
    zusammen, wenn Du willst .... Ich habe mich an dem Stück so müde gearbeitet."
    Das Drama ist tatsächlich nicht unbedingt leichte Kost. Goethe richtete es speziell an die gebildete und fortgeschrittene Gruppe des deutschen Bürgertums. Er wollte damit deren moralische Kräfte stärken., die für mehr Menschlichkeit und Freiheit des
    Einzelnen eintraten. Es war kein Stück, das sich an die Volksmassen richtete.
    Zum Ausdruck kommt dies auch in der Form , die er wählte.
    Die "Iphigenie" ist im klassisch-griechischen Stil geschrieben. Analog der Oreste-Trilogie von Aischylos, auf die Goethe auch direkt aufbaut. Die "Oreste" wurde im Jahre 458 v. u. Z. uraufgeführt und besteht aus drei Stücken: 1. "Agamemnon", worin Agamemnon mit Kassandra als Gefangene aus Troja
    heimkehrt und von seiner Frau Klytaimnestra und deren Liebhaber Aigisthos ermordert wird; 2. "Choephoren", worin Oreste, Sohn Agamemnons, von der Untat erfährt und seinen Vater rächt, indem er seine Mutter tötet; und 3. "Die Eumeniden", indem es dann zu guter Letzt um das Schicksal Orests geht. Goethes Stück ist, von der Erzählchronologie, zwischen dem zweiten und dem dritten Teil der "Oreste" einzuordnen.
    Iphigenie ist die Tochter Agamemnons. Als die Griechen unter seiner Führung nach Troja aufbrachen um Helena zu befreien, da setzte die Göttin Diane ihren Segeln starken Wind entgegen. Damit sie wieder freie Fahrt bekommen, erbat sie sich ein Opfer. Agamemnon kam dem nach. Er opferte seine Tochter der Göttin, damit seine Schiffe guten Wind bekamen. Die Griechen reisten weiter und vertraten die Ansicht Iphigenie sei tot. - Aber Diane war nicht so brutal. Sie ließ des Agamemnon Tochter an der Skythen-Insel Tauris stranden, wo König Thoas sie wohlwollend aufnahm, denn er verliebte sich in sie. Sie wurde auf Tauris Priesterin der Diane, hat aber niemals ihre Herkunft dem König offenbart. - Der König hatte ein Schiff aufgebracht und zwei Gefangene gemacht. Als er nach Tauris zurückkehrt macht er der Diane-Priesterin einen heiratsantrag. Sie lehnt ab. Sie will sich, obwohl Thoas sie gut behandelte, nicht auf Tauris binden. Sie hat immer noch Sehnsucht nach ihrem Zuhause. Sie enthüllt Thoas ihre Herkunft. Er will sie trotzdem, aber er ist bereit sie weiterhin Priesterin sein zu lassen, wenn sie stattdessen die Opfer-Zeremonie der beiden Gefangenen vornimmt. Auf Tauris sind Fremde nicht willkommen, werden seit alten Zeiten der Diane geopfert. Iphigenie war eine Ausnahme bis dato. - Die Gefangenen werden ihr zur Vorbereitung des Rituals übergeben. Dabei entpuppen sich die vorgesehenen Opfer als Orest, ihr Bruder, und dessen Jugendfreund Pylades. Sie erfährt was in ihrer Heimat Mykene geschehen ist und dabei auch von der Blutschuld Orests. Er floh nach dem Muttermord und das Orakel von Delphi beauftragte ihn aus Tauris das heilige Bild der Diane zu rauben. - Iphigenie gerät in die Zwickmühle. Was soll sie tun? Orest helfen? Thoas enttäuschen, der ihr wie ein zweiter Vater war? - Sie offenbart sich Thoas, setzt auf seine Vernunft. Ja sie
    geht sogar so weit, dass sie dem König von den Plänen ihres Bruders erzählt. Sie bietet ihr Leben an, wenn er Orest und dessen Mannen ziehen lässt. Thoas aber denkt, dass die Fremden sie belogen haben und nur ihre Güte ausnutzen. Da taucht Orest auf und bietet an, mit jedem der von Thoas benannt wird, um seine Freiheit zu kämpfen. Thoas will selbst gegen ihn antreten. Iphigenie ist dagegen. Sie appelliert an Thoas, an dessen Güte und Menschlichkeit. Und tatsächlich lässt Thoas die Geschwister und deren Getreue mit einem "Lebt wohl!" und Handschlag ziehen.
    Ein wunderschönes Drama, ohne Tote! - So schön dies aber ist, so realitätsfern ist das Ende für die Zeit, in der das Stück spielt, wie auch für die Zeit in der Goethe das Drama schrieb. - Es ist Wunschdenken, was der Dichterfürst hier bietet, aber es ist das für ihn erstrebenswerte Ideal: der vollkommen menschliche Mensch, der von Menschlichkeit geprägt ist.
    Goethe sah in der griechischen Antike die Vollkommenheit, war angetan von deren Werten und Ästhetik. Und er war zu jenem Iphigenie-Zeitpunkt der Ansicht, dass der Mensch in Ansehung der Vollkommenheit zur selbiger emporsteigen kann. Das Stück sollte zur Menschlichkeit erziehen. Die Anlehnung an die griechische Klassik Aischylos', um seine Intention dem Zuschauer näher zu bringen, ist folgerichtig. Und er ist auch in der Gestaltung, Form und Sprache, konsequent.
    Ein faszinierendes Stück deutscher klassischer Literatur.

    Kommentieren0
    15
    Teilen
    HoneyBunnys avatar
    HoneyBunnyvor 9 Jahren
    Rezension zu "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe

    Es ist reich an innerem Leben, aber arm an äußerem. - Wie Goethe es schon selbst feststellte.

    Kommentieren0
    21
    Teilen
    labellokisss avatar
    labellokissvor 9 Jahren
    Rezension zu "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe

    Iphigenie auf Tauris hat mir als Schullecktüre wirklich gut gefallen, da sie gut verständlich und mit etwas über 60 Seiten schnell gelesen ist. Die Handlung bleibt konstant spannend und kommt nie wirklich ins Stocken, auch wenn Stellen wie das Parzenlied oder Iphigenies ständige Monologe doch etwas zäh sind. Stellenweise hat Goethe es meiner Meinung nach seinen Figuren etwas zu leicht gemacht, aber da die Iphigenie ja als Appell an die Humanität gilt, hätten blutige Kämpfe, Lug und Betrug oder Hinterhalte wohl nicht ganz gepasst.
    Die Iphigenie ist auf jeden Fall nicht umsonst ein Klassiker und man sollte sie unbedingt gelesen haben!

    Kommentieren0
    20
    Teilen
    lucis avatar
    lucivor 9 Jahren
    Rezension zu "Iphigenie auf Tauris" von Johann Wolfgang von Goethe

    Dieses Drama lässt sich überraschend gut und flüssig lesen und man bekommt auch ohne weitere Erläuterungen mit, worum es geht. Es hat wirklich Spaß gemacht es zu lesen, obwohl die ersten Seiten aufgrund des Schreibstils gewöhnungsbedürftig sind.

    Kommentieren0
    20
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks