Johann Wolfgang von Goethe Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten

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Inhaltsangabe zu „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ von Johann Wolfgang von Goethe

Zum Kanon bedeutender Klassiker und großer Weltliteratur gehört unbestritten Johann Wolfgang von Goethes berühmte Novellensammlung bestehend aus den Geschichten Die Sängerin Antonelli, Die schöne Krämerin oder Bassompierres Geschichte von der schönen Krämerin, Der Prokurator, Ferdinand/Ferdinands Schuld und Wandlung, Das Märchen mit der Rahmenhandlung um den Ausbruch der Französischen Revolution und ihre Auswirkungen auf Deutschland. Der Originalausgabe folgend dürfte dieses Meisterwerk dank seiner Authentizität einen ganz besonderen Reiz ausüben. In den Bann geschlagen kann nicht zuletzt werden, wer Handlung und Sujets auf sein Leben und die heutige Gesellschaft projiziert. Diese vollständige und ungekürzte Ausgabe ist vorgesehen für alle, die Literatur lieben, für Theater-Schauspiel, als Filmvorlage und für die Schule mit Zeilennummerierung. Lassen Sie sich faszinieren von einem Werk, das auch heute noch aktueller denn je ist.§Ebenfalls beim AtheneMedia Verlag vom selben Autoren sind u. a. erschienen: Faust. Eine Tragödie: Der Tragödie erster Teil, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, Iphigenie auf Tauris, Torquato Tasso, Die Laune des Verliebten, Die Mitschuldigen, Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand, Claudine von Villa Bella, Clavigo, Egmont, Erwin und Elmire, Stella, Der Triumph der Empfindsamkeit, Der Groß-Cophta, Der Bürgergeneral, Mahomet, Hermann und Dorothea, Die natürliche TochterTrauerspiel, Tancred, Gedichte. Ausgabe letzter Hand, West-östlicher Divan, Xenien, Reineke Fuchs, Wilhelm Meisters theatralische Sendung, Die Leiden des jungen Werther, Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten, Wilhelm Meisters Lehrjahre, Wilhelm Meisters Wanderjahre oder die Entsagenden ...§Lesen Sie auch Werke von Friedrich Schiller, Gotthold Ephraim Lessing, William Shakespeare, Johann Gottfried Herder, Hugo von Hofmannsthal, Frank Wedekind, Aristophanes, Georg Büchner, Molière, E.T.A. Hoffmann, Joseph von Eichendorff, Franz Kafka, Heinrich von Kleist, Theodor Fontane, Platon, Henrik Ibsen u. v. a.:§Nähere Informationen zu diesen und weiteren Werken der Reihe Klassiker der Weltliteratur berühmter Schriftsteller-Größen finden Sie unter www.athene-media.de oder www.athenemedia-verlag.de.

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  • Aufgrund der Erzählform einfach zu lesen. Das Märchen begeistert!

    Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2014 um 17:37

    Das Werk "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" ist ein Novellenzyklus in Prosaerzählung und 7 Kapiteln von Johann Wolfgang von Goethe, erschienen 1795. Es handelt sich um eine Rahmenhandlung und sechs kurze Erzählungen, die sukzessive in Schillers Zeitschrift "Die Horen" veröffentlicht wurden. Inhalt Die Rahmenhandlung erzählt von einer deutschen adligen Flüchtlingsfamilie, die nach dem Einfall der Franzosen ihren Besitz samt Gefolge verlässt und über den Rhein flieht. Die Baronesse von C. möchte verhindern, dass in dieser Zeit größter Not die guten Manieren, die gute Erziehung und die Vernunft gegen niedere Triebe ersetzt werden. Sie erläßt nach einer Auseinandersetzung ein "Gesetz", das ab diesem Zeitpunkt in ihrer Gemeinschaft gelten soll. Da sie die Geselligkeit vermisst, verlangt sie von jedem einzelnen äußerste Höflichkeit, der gute Ton soll sich wieder einstellen. "Bietet all eure Kräfte auf, lehrreich, nützlich und besonders gesellig zu sein..." Das Gesetz der Baronesse verbietet es, über andere im Haus zu lästern. Um sich die Zeit nützlich zu vertreiben, fängt der Geistliche, ein alter Freund der Familie, an, eine Geschichte zu erzählen. So fangen immer mehr Leute der Gesellschaft an, eine Geschichte vorzutragen. Insgesamt findet man sechs Erzählungen, welche abwechselnd vom Geistlichen, von Luises Bruder Friedrich und von Vetter Karl erzählt und mit der Rahmengeschichte verflochten werden. Bei den kurzen Erzählungen handelt es sich um zwei Schauernovellen, ein erotisches Abenteuer aus der Zeit, in der die Pest wütete, die Erzählung eines Betrugsfalles eines Ehemannes, eine moralische Erzählung über Verlangen und Verzicht und die Erzählung über Ferdinand, einen jungen Mann, der aufgrund der Liebe zu seiner Ottilie den Vater bestiehlt, sein Handeln jedoch später als falsch einsieht und alles zurückbezahlen möchte. Aus der Erzählung ausgeschlossen und als abschließendes Kapitel hintangestellt ist Goethes Kunstmärchen über die schöne grüne Schlange und die schöne Lilie. Unzählige Menschen haben sich an ihrer Interpretation versucht und tun es noch bis heute. Fazit: Aufgrund der Erzählform einfach und flüssig, einige Geschichten ohne Spannung und deshalb anstrengend zu lesen. Das "Märchen" besitzt eine Magie, die den Leser durch seine ausufernde, fantastische, bilderreiche Sprache in Besitz zu nehmen vermag. Das Märchen ist es wert, öfter gelesen zu werden. Mich persönlich hat es nicht mehr losgelassen.

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  • Rezension zu "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" von Johann Wolfgang von Goethe

    Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten

    Heike110566

    07. December 2010 um 18:54

    Die "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" entstanden ab Herbst 1794 bis Frühjahr 1795. Erschienen sind sie noch im gleichen Jahr in Schillers Zeitschrift "Die Horen". Goethe verfasste diese Novellensammlung unter dem Eindruck der Ereignisse in Frankreich (Französische Revolution, Jakobinerdiktatur) und deren Auswirkungen auf Deutschland (Einfall der Französischen Revolutionstruppen im Rheingebiet, Herbst 1792). Die Rahmenhandlung spielt im Frühling 1793. Die Französischen Revolutionstruppen werden zunehmend von deutscher Seite zurückgedrängt, Mainz belagert. Flüchtlinge kehren wieder in die Heimatgebiete zurück. Auch die Familie der Baronesse von C. flüchtete nach dem Einmarsch der Franzosen von ihren Gütern, die in Feindes Hände fielen. Nachdem sich nun aber das Blatt gewendet hat, kehren auch sie wieder auf eines ihrer Güter zurück. Ebenfalls auf das Gut kommt der Geheimerat von S. und seine Familie, die mit der Baronesse freundschaftlich verbunden ist. Gemeinsam wollen sie auf die Fortschritte der Befreiung warten. Aber es kommt zum Streit. Der Vetter der Baronesse, Karl, der die Französischen Verhältnisse befürwortet und sich sogar für den Einsatz der Guillotine ausspricht, und der Geheimerat, der sich für die Wiederherstellung der alten Ordnung stark macht, geraten in einen heftigen Disput. Am Ende der Auseinandersetzung verlässt die Gastfamilie das Anwesen der Baronesse. Die Dame ist verärgert. Sie erwartet, dass zukünftig derartig strittige Themen nicht in der allgemeinen Gesellschaft diskutiert werden und nur noch ihren Platz unter Gleichgesinnten haben sollen. Da aber vieles strittige Themen sind und vieles dazu werden kann, sollen Geschichten im gesellschaftlichen Kreis erzählt werden. Einer der Anwesenden, ein alter Geistlicher, enthüllt, dass er seit längerem Geschichten sammelt und gern bereit ist, diese zum besten zu geben. Am Abend, nachdem die Baronesse bereits auf ihr Zimmer gegangen ist, erzählt er seine erste. Es ist eine Geschichte, in der geisterhafte Erscheinungen auftreten. Und auch in der Gesellschaft passiert etwas Ungewöhnliches. Ein Mahagoni-Schreibtisch im Zimmer zerspringt plötzlich. Zeitgleich sehen sie Flammen in der Ferne. Dort, wo es brennt, befindet sich das Anwesen einer Verwandten, die den Zwilling vom Tisch ihr eigen nennt. Wie sich später herausstellt, ereignete sich zeitgleich der Tod der miteinander verwandten Möbelstücke. Nun richtig in Stimmung erzählen Friedrich, der Sohn der Baronesse, und Karl weitere kurze Geschichten. Erst spät in der Nacht trennt sich die Runde. Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück folgen weitere Novellen und abschließend "Das Märchen". "Das Märchen" selber fällt dabei schon optisch aus dem Rahmen. Es ist die einzige Geschichte, die durch Überschrift klar und deutlich gekennzeichnet ist. Sie steht so losgelöst am Ende der Sammlung. Die Rahmenerzählung wird nicht mehr fortgesetzt danach. Auch gattungsmäßig ist es eine Ausnahmeerscheinung innerhalb dieser Sammlung. Die anderen Erzählungen sind im Novellenstil gehalten. Dass die Binnenerzählungen keine Überschriften/Titel tragen, sondern direkt in den Handlungsablauf eingebettet sind, hat seine Ursache darin, dass Goethe so den Fluss des geselligen Berichts nicht unterbrechen wollte. Es gibt daher oft keine eindeutigen Anfänge der Erzählungen und noch weniger ein klares Ende. Gelegentlich gibt es Unterbrechungen der Novellenerzählung, da die Anwesenden über die Inhalte diskutieren. Interessant ist die Reihenfolge. Vom gespenstischen Anfang steigern sich die Novellen über sexuelle und moralische Geschichten hin zu "Das Märchen", welches selbst als Höhepunkt den Anbeginn einer neuen Zeit bietet. Allen gemeinsam ist aber: immer wieder geht es um das Thema Entsagung. Bei der Reihenfolge ist noch etwas bemerkenswert: Die Geschichten 1 bis 5 sind keine Erfindungen Goethes, sondern er griff hierzu auf andere Stoffe zurück, die er nur entsprechend bearbeitete. Die sechste Novelle, die den Titel "Ferdinand" trägt, und das abschließende "Das Märchen" sind komplette Eigenkreationen des Dichterfürsten. Übrigens: Bei der Rahmenhandlung soll Friedrich von Schiller auch einige Spuren hinterlassen haben.

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