Urfaust

von Johann Wolfgang von Goethe 
3,6 Sterne bei48 Bewertungen
Urfaust
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Inhaltsangabe zu "Urfaust"

Unter dem «Urfaust» (auch als Faust in ursprünglicher Gestalt bekannt) versteht man Goethes ersten Entwurf für sein späteres Theaterstück Faust. Er entstand, parallel zu Die Leiden des jungen Werthers, 1772 bis 1775 in Frankfurt am Main. Auslöser für die stoffliche Bearbeitung war die Verur-teilung und Hinrichtung der Kindesmörderin Susanna Margaretha Brandt, deren Gerichtsprozess Goethe verfolgt haben muss, wie die nach seinem Tod bei ihm gefundenen Kopien von Prozessakten zeigen. 1775 las Goethe erstmals am Hof zu Weimar, danach unter anderem auch im Erfurter Schloss Stedten, das im Besitz der mit ihm befreundeten Familie Keller war, aus dem Urfaust vor. Das Publikum war von der unkonventionellen Form und Sprache begeistert. Goethe wurde im Anschluss immer wieder auf Fertigstellung des Stückes gedrängt, unter anderem von seinem Freund Friedrich Schiller.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746716367
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:84 Seiten
Verlag:epubli
Erscheinungsdatum:12.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.11.2006 bei SONY BMG Music Entertainment (Austria) erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Heike110566vor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Urfaust" von Johann Wolfgang von Goethe

    Goethe (1749-1832) beschäftigte sich über 60 Jahre mit dem Faust-Stoff. Während der offizielle "Faust I" 1808 veröffentlicht wurde, stammt der "Urfaust" bereits aus dem Jahre 1776 und entstand etwa in den Jahren 1772 bis 1775. Es ist der "Faust in ursprünglicher Gestalt", überliefert durch eine Abschrift der Hofdame Luise von Göchhausen.
    Während der langen Arbeit am Faust hat Goethe auch immer wieder am Text Änderungen vorgenommen, ganze Szenen umgeschrieben und auch immer wieder das Verhältnis Faust vs. Mephistopheles und deren Wette offenbar neu bearbeitet.
    Ein Beispiel: Vergleicht man z. B. die Szene "Auerbachs Keller in Leipzig" des "Urfaust" mit der des "Faust I", so stellt man fest, dass im "Urfaust" Faust aus dem Tisch den Wein herbei bohrt, während im "Faust I" dies Mephistopheles tut. Auch beim Text selber fällt auf, dass Faust im "Urfaust" in dieser Szene Textstellen spricht, die später Mephistopheles durch Goethe in dem Mund gelegt werden, wodurch Faust auch im Grunde charakterlich eine völlig andere Ausrichtung gegeben wird.
    Den Faust des "Urfaust" mit dem späteren Faust zu vergleichen ist, aus meiner Sicht, hochspannend.
    Der "Urfaust" ist dadurch ein interessantes Stück deutscher Literaturgeschichte und seines, aus meiner Sicht, größten Dichters, Johann Wolfgang von Goethe.

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