Johann Zaller

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Johann ZallerUnser täglich Gift
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Unser täglich Gift
Unser täglich Gift
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Erschienen am 12.03.2018

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kassandra1010s avatar

Rezension zu "Unser täglich Gift" von Johann Zaller

Wo führt das alles hin?
kassandra1010vor 6 Monaten

Als Allergiker schaut man wahrscheinlich ein wenig mehr auf Lebensmittel und auf die Umwelt. Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, stellt in letzter Zeit doch vermehrt fest, dass es immer weniger Randstreifen auf unseren Feldern gibt, kaum noch Fasane den Weg queren und das gehäuft große landwirtschaftliche Traktoren ihre Felder und Weinberge bespritzen. Wo sind die vielen Vögel und Tiere hin und brauchen unsere Lebensmittel wirklich alle diese Spritzmittel?

Johann G. Zaller hat mit seinem Sachbuch „Unser täglich Gift“ einen für die Menschheit bedauernswerten Zustandsbericht über unser Verhalten gegenüber der Biodiversität und gegenüber unserer Gesundheit abgeliefert.

Betrachtet werden die Pestizide im Alltag, die weltweiten Folgen die daraus entstehen und natürlich die erstklassige Lobbyarbeit der mittlerweile nur noch aus sechs großen Chemiekonzernen bestehenden Herstellern.

Wir erleben tagtäglich die Szenen über Dürre, verhungernde Menschen und über die traurigen Berichte der WHO über den Hunger der Welt und sind trotz moderner Technik scheinbar nicht in der Lage, diesem entgegenzuwirken. Oder wollen wir vielleicht gar nicht?

Zaller beleuchtet kurz und knapp alle Arten an Spritzmitteln, deren scheinbare Wirksamkeit und deren angebliche Verträglichkeit. Berichtet von Studien neutraler Institute und von noch viel besseren hauseigenen Studien der mächtigen Chemiekonzerne. Erschrocken war ich über die Art und Weise, wie heute in der dieser Industrie Lobbyarbeit geleistet wird. Sind wir schon so weit gekommen?

Dieses Buch soll die Menschen aufrütteln und natürlich gleichzeitig dafür sorgen, dass man sich über seine täglich verzehrten Lebensmittel mehr Gedanken macht, unser Wegwerfverhalten durch ein neues Einkaufsverhalten verbessert und über den Sinn von Biodiversität und dem dadurch verringerten Einsatz von Pestiziden macht.

Mein Garten hat schon immer Bioqualität. Gegen Blattläuse hilft ein fester Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch und gegen nervige Insekten meine treuen Gartenvögel. Umso mehr hoffe ich, dass in Zukunft unsere Nachkommen für einen Fasan, eine Feldmaus oder gar ein Rebhuhn nicht in den Zoo müssen.

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Rezension zu "Unser täglich Gift" von Johann Zaller

Sehr einseitige Betrachtung, aber dennoch informativ
Faancyvor 7 Monaten

Pestizide? Was genau ist das, wo kommt es her und was bedeutet der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft für uns Menschen? Das sind die Fragen, mit denen sich der Autor Johann G. Zaller in seinem Buch "Unser täglich Gift" beschäftigt. Er erläutert die Hintergründe, die Verwendung und die Auswirkungen. Alles basierend auf seinem Wissen als Ökologe und durchgeführten Studien. Die Quellenangaben sind alle hinten aufgeführt, sodass man sich als Leser bei Bedarf noch weiter informieren könnte. Der Inhalt wurde also wirklich gut recherchiert und man erhält den Eindruck, dass der Autor wirklich Ahnung von der Materie hat. 

Es werden viele Hintergrundinformationen geliefert. Manchmal ein wenig zu viel. Es gab Seiten, da bestand gefühlt jedes zweite Wort aus einem Fachbegriff, Pestizidnamen oder aus Zahlen. Da habe ich schnell die Orientierung verloren. Diese Stellen waren sehr schwer zu lesen. Manchmal habe ich mich in den Chemieunterricht zurückversetzt gefühlt. Das lässt sich aber wohl kaum vermeiden bei diesem Thema. Augen zu und durch.
Ich habe mich vorher noch überhaupt nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt. Ich kannte nur, was man in den Nachrichten so hörte. Aber wirklich Ahnung hatte ich keine. Ich muss allerdings sagen, dass sich das Buch nicht für "Einsteiger" in die Thematik anbietet. Teilweise wird schon einiges an Wissen vorausgesetzt. Manche Dinge habe ich noch nie gehört und konnte daher stellenweise kaum folgen. Man erhält zwar wirklich guten Einblick, allerdings ist es eine sehr einseitige Betrachtung des Ganzen. Wenn man, wie ich, vorher keine Ahnung hat und dieses Buch liest, dann wird man direkt in eine bestimmte Richtung bzw. Meinung gedrängt. Man sollte jedoch alles von zwei Seiten betrachten. Das Buch ist also gut, um sich zu informieren. Um sich aber eine Meinung zu bilden, sollte man definitiv noch mehr Literatur dazu lesen. Auch die Tonalität im Buch ist sehr aggressiv und abwertend. Vielleicht ist das bei diesem Thema angebracht, vielleicht aber auch nicht. Ich sehe es kritisch, wenn ein Autor eines Sachbuchs so eindeutig versucht, den Lesern seine eigene Meinung aufzudrängen. Es liest sich teilweise sogar wie eine Verschwörungstheorie. Ich möchte Johann Zaller nicht vorwerfen, dass er übertreibt oder Unrecht hat. Aber ich finde, ein Sachbuch sollte neutral gehalten sein und einfach nur informierend und nicht wertend sein. 
Es kommt hinzu, dass ich mir irgendwie erhofft hatte, zu erfahren, was ich als Konsument denn dagegen machen kann. Im Grunde liegt es aber bei der Wirtschaft, Politik und Landschaft. Wir als Konsumenten können nur einen Bruchteil gegen die Verwendung von Pestiziden tun. Und das stellt sich der Autor ziemlich leicht vor, wie es mir vorkam. Ich sehe die Hinweise kritisch, weil sie meiner Meinung nach nicht von jedem umsetzbar sind. Das Buch lässt mich also ein bisschen deprimiert zurück.

Nichtsdestotrotz ist "Unser täglich Gift" auf jeden Fall ein informatives und hilfreiches Buch, um einen Einblick in das Thema Pestizide zu erhalten. Es sensibilisiert einen für die Thematik. Man sollte allerdings weitere Literatur hinzuziehen, um sich seine eigene Meinung zu bilden. Vielleicht muss man auch die erwähnten Studien hinzuziehen und selbst betrachten, denn es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. 

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