Johanna Adorján

 4.1 Sterne bei 128 Bewertungen
Autorin von Eine exklusive Liebe, Meine 500 besten Freunde und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Johanna Adorján

Johanna Adorján wurde 1971 in Stockholm geboren und wuchs in München auf. Dort studierte sie Theater- und Opernregie und arbeitete als Journalistin. Ihr 2009 erschienener Debütroman „Eine exklusive Liebe“ ist in sechzehn Sprachen übersetzt. Heute lebt Johanna Adorján in Berlin und schreibt für die Feuilletonredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Neue Bücher

Männer

Erscheint am 22.03.2019 als Hardcover bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Johanna Adorján

Eine exklusive Liebe

Eine exklusive Liebe

 (104)
Erschienen am 17.09.2012
Meine 500 besten Freunde

Meine 500 besten Freunde

 (11)
Erschienen am 09.03.2015
Geteiltes Vergnügen

Geteiltes Vergnügen

 (7)
Erschienen am 26.10.2017
Männer

Männer

 (0)
Erschienen am 22.03.2019
Die Lebenden und die Toten

Die Lebenden und die Toten

 (0)
Erschienen am 01.10.2004
Eine exklusive Liebe

Eine exklusive Liebe

 (6)
Erschienen am 16.02.2009
Meine 500 besten Freunde

Meine 500 besten Freunde

 (0)
Erschienen am 08.03.2013
An Exclusive Love

An Exclusive Love

 (0)
Erschienen am 20.01.2012

Neue Rezensionen zu Johanna Adorján

Neu
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Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

Dem Holocaust entkommen
Waschbaerinvor einem Jahr

Johanna Adorjan erzählt in diesem Hörbuch "Eine exkluxive Liebe" die Geschichte ihrer Großeltern. Vera und Istgvan, die als ungarische Juden den Holocaust überlebten und als sie dachten, sich ein neues Leben aufbauen zu können, 1956 aus Ungarn fliehen mussten. Sie wären erneut ihres Lebens nicht mehr sicher gewesen.

Nur weil sie einen netten Dänen kennengelernt hatten, entschlossen sie sich dazu, sich in Dänemarkt nierderzulassen. Am Anfang taten sie sich schwer mit der Sprache, doch irgendwann verstand Istgvan die Nachrichten. Er, der Arzt, fand in einer Klinik eine Anstellung und seine Frau Vera führte ein Leben wie sie es in Ungarn nie getan hätte. Sie hatte keine Köchin mehr und musste nun lernen selbst zu kochen, die Wäsche zu waschen und einen Garten zu pflegen. Irgendwann gab sie sogar ein Kochbuch mit ungarischen Rezepten heraus, die sie übersetzt hatte.

Vera und Istgvan waren noch Menschen vom alten Schlag, wie man sich ehemals Aristokraten vorstellte. Sie sprachen sich gegenseitig bis ans Ende ihres Lebens mit SIE an. Beide hielten eine Fassade aufrecht und erlaubten nur wenigen Menschen, dahinter zu blicken. Als sie später Budapest wieder einen Besuch abstatteten, hielten sie regelrecht Hof im Hotel, wo sie ihre früheren Freunde und Bekannte empfingen.

Schon früh sagte Vera, dass sie ohne ihren Mann nicht weiterleben will. Istgvan, der Arzt, der vielen Patienten half, wurde im Alter selbst krank und hatte neben der Couch ein Sauerstoffgerät stehen, das ihm beim Atmen half und in seiner Pein etwas Erleichterung verschaffte. Also fingen sie an und interessieren sich dafür, wie man am besten einen schnellen Selbstmord durchführt. Er als Arzt verstand sich darauf Knochenbrüche zu operieren, Patienten gesund zu machen, aber er wusste nichts davon, wie man seinem Leben ein schnelles Ende setzte. Im Grunde ist das makaber. Am letzten Tag ihres Lebens brachten sie ihren Hund in eine gute Pflege, da sie angeblich nach München fliegen wollten, sich eine andere Wohnung anschauen. Doch zu Hause bereiteten sie akribisch alles vor, um diese Welt in Frieden verlassen zu können.  Am Ende tranken sie gemeinsam ihre Tablettencocktails, legten sich nebeneinander in die Betten und hielten sich an den Händen. So fand man sie 2 Tage später.

Das Hörbuch ist keine leichte Kost. Die Autorin hat es in zwei sich stets abwechsenden Zeitzonen angelegt. Es wechselt die Erzählweise. Da sind die unterschiedlichen Stationen ihres Lebens, während zwischendrin die Entscheidung und Vorbereitungen zum Freitod ablaufen. Sprachlich zeigt es, dass die Autorin gewöhnt ist, Worte präzise einzusetzen. Jedoch zum Lesen hätte man besser jemand gewählt, der weniger eintönig redet. Ich  muss gestehen, es war wie beim Autogenen Training, an mehreren Stellen bin ich einfach eingeschlafen. Nicht weil das Hörbuch langweilig war, sondern weil mich die Stimme so einlullte. 

Das Buch bekommt von mir auf jeden Fall eine Empfehlung. 

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Rezension zu "Geteiltes Vergnügen" von Johanna Adorján

Ein literarischen Werk, dass Liebe in den Mittelpunkt rückt
Nilvor 2 Jahren

Würde ich nur den Buchumschlag in der Buchhandlung sehen und die Autorin nicht kennen, ich hätte den Roman nicht zur Hand genommen. Hätte ich trotz des Covers, den Klappentext gelesen und die Autorin nicht gekannt, ich hätte das Buch nicht gekauft.

Mein Glück ist, dass ich Johanna Adorján kenne und ihr Debüt ‚Eine exklusive Liebe‘ als Bereicherung empfand und aktiv ‚Geteiltes Vergnügen‘ auswählte. Und wieder bin ich um eine literarischen Schatz reicher!

Geteiltes Vergnügen‘ ist ein Roman in dem es in der Tat kondensiert und ausschließlich um eine zwischenmenschliche Beziehung zwischen einer Frau und einem Mann geht. Auch passiert im engeren Sinne nicht viel. Aber Johanna Adorján beschreibt es so intensiv, real und mitfühlend ohne dramatisch oder melancholisch zu sein, dass es Spaß macht diesen Roman zu lesen.

Beispielsweise auf Seite 16: "Allein und unglücklich in Paris, das sich nirgends so sehr vermissen lässt wie in Paris." Wobei ich hier auch sagen muss, dass nicht einzelne herausragende Sätze den Roman so stilistisch hervorheben sondern der Roman als Gesamtkonstrukt.

Fazit: Für Literaturliebhaber, die gerne die Nuancen zwischen den Zeilen wahrnehmen und sich mit den großen Fragen des Lebens geschäftigen.

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Rezension zu "Meine 500 besten Freunde" von Johanna Adorján

Eine nette Sammlung von Geschichten
Ritjavor 2 Jahren

Eine nette Sammlung von Geschichten, die einen (mal mehr, mal weniger) gut unterhalten.

Es gab Geschichten über die konnte ich herrlich lachen. Sie waren voller Klischees und Macken, Zickereien und Eigenheiten der Charaktere. Man konnte wie bei einem Theaterstück gemütlich von außen zuschauen und sich amüsieren. Hier passte alles gut zusammen, die Figuren, der Humor und die ganze Handlung.

Bei den anderen Geschichten war mir die Handlung zu gestellt und konstruiert. Die Charaktere waren zu blaß und die Handlung leider etwas zu belanglos, um mich zu fesseln. Da fehlte der Funke zum Überspringen. Diese Geschichte kann man jedoch gut überblättern und sich der nächsten Geschichte widmen. 

Es werden aber immer wieder Menschen aus der Kunst-, Literatur- und Theaterwelt dargestellt. Wer sich nicht in den Kreisen bewegt, wird sich wohl so manches Mal wundern oder seine Klischees bestätigt bekommen. Es ist auch ein Abtauchen hinter die Kulissen, die natürlich etwas üebrspitzt dargestellt werden (oder doch nicht?). 

Die Geschichten lassen sich gut lesen, denn die Autorin hat einen schönen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Nur leider waren nicht alle Geschichten gut und amüsant.

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