Johanna Adorján Eine exklusive Liebe

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Inhaltsangabe zu „Eine exklusive Liebe“ von Johanna Adorján

Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen. Zwei Menschen, die miteinander alt geworden sind, beschließen, sich das Leben zu nehmen. Er ist schwer krank, sie will nicht ohne ihn sein. An einem Sonntag im Herbst 1991 setzen sie ihren Plan in die Tat um. Sie bringen den Hund weg, räumen die Wohnung auf, machen die Rosen winterfest, dann sind sie bereit. Hand in Hand gehen Vera und István in den Tod, es ist das konsequente Ende einer Liebe, die die ganze übrige Welt ausschloss, sogar die eigenen Kinder. 16 Jahre später erzählt Johanna Adorján die berührende Geschichte ihrer Großeltern.

hat mich total begeistert...eine große Liebe bis in den Tod

— patrick2804
patrick2804

Eine berührende Familiengeschichte, spannend in Etappen erzählt.

— derkleinemaulwurf
derkleinemaulwurf

Auf eine spezielle Art romantisch.

— SaniHachidori
SaniHachidori

Traurig-schöner könnte ein Leben zu zweit nicht sein. Still und unauffällig und gleichzeitig die ganz große Liebe des Lebens.

— DieSchwarzeKathatze
DieSchwarzeKathatze

Eine wahre Geschichte. Schwere Kost, aber das Romantischste, was ich je gelesen habe.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein Buch, das von der Geschichte, die es erzählt, getragen wird,Tiefgang hat & sich zügig liest. Es bewegt, macht Vergangenheit gegenwärtig.

— Helles_Leuchten
Helles_Leuchten

Ein sehr bewegendes Buch, es macht betroffen.

— Maralis
Maralis

Das Buch hat mich tief beruehrt, als Bettlektuere fast schon zu schwer... Es macht auf das Wesentliche im Leben aufmerksam: Die Liebe!

— Diniz
Diniz

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    Eine exklusive Liebe
    SaniHachidori

    SaniHachidori

    01. March 2016 um 08:49

    Dieses Buch ist etwas speziell, da es keine verklärte und abgrundtief romantische Geschichte ist. Es ist vielmehr ein Bericht einer Enkelin über die außergewöhnliche Liebe ihrer Großeltern, die im Buch beide sehr exzentrisch erscheinen. Was mich an dem Buch besonders fasziniert hat, ist die wahre Geschichte hinter dem Buch. Das war aber am Ende auch der große Grund, warum man das Buch schlussendlich mag. Wäre es keine wahre Geschichte, hätte es mich wenig gefesselt. Das Buch brauchte seine Zeit, um mich zu beeindrucken. Fazit: Im Rückblick auf jeden Fall ein Buch, das man mal lesen kann. Etwas speziell, aber nett.

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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    • 734
  • Eine Liebe bis in den Tod!

    Eine exklusive Liebe
    Fay1279

    Fay1279

    27. October 2013 um 23:17

    " zwei Menschen, die miteinander alt geworden sind, beschließen, sich das Leben zu nehmen." ( erster Satz des Klappentextes ) Johanna Adorján erzählt hier die Geschichte ihrer Großeltern. Sie beschreibt das Leben, welches sie als ungarische Juden geführt haben. Von ihrer ersten Begegnung bis hin zum letzten Tag. Sie beschreibt einfühlsam den Lebensweg ihrer Großeltern und was sie alles durchmachen mussten. Sie berichtet von ihrer eigenen Kindheit, wie sie die Großeltern erlebt hat und von ihrer Recherche zu diesem Buch. Und in einem dritten Erzählstrang beschreibt sie wie sich der letzte Tag ihrer Großeltern ereignet haben muss. Diese Buch hat mich trotz seiner Kürze so gefesselt und berührt, da man mit den Großeltern mitfühlt und leidet. Wie groß muss eine Liebe sein, dass man ohne seinen Mann keinen einzigen Tag leben möchte. Dadurch, das die Autorin die Vergangenheit der Großeltern bewusst darstellt, ohne das es brutal wirkt, kann man den Entschluss des Großvaters verstehen. Sie beschreibt die Flucht aus Ungarn und was sie im KZ gesehen hat. " ich habe das KZ überlebt, denn ich möchte bestimmen wann ich sterbe." Das denkt der Großvater auch wenn er nie über das Erlebte spricht. Dieses Buch ist so bewegend, das ich doch ein paar Taschentücher brauchte. Es liest sich so leicht und doch hallt es lang nach.....

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  • Ja.Die wahre Liebe gibt es!

    Eine exklusive Liebe
    Kleines91

    Kleines91

    09. October 2013 um 21:49

    Ein wunderbares Buch über zwei Menschen die bereit sind nicht nur Ihr Leben zusammen zu verbringen sonder sogar soweit gehen, den Tod zu teilen. Ich lese eigentlich nicht gerne Bücher die so dünn sind - aber die Autorin sagt alles was zu sagen ist und jede weitere Seite wäre zu viel gewesen! Wünderschön ehrlich geschrieben. Eines meiner Lieblingsbücher - erinnert von der Art her etwas an Romeo&Julia ist meiner Meinung nach aber um einiges romantischer und echter und keineswegs kitschig! ... Sehr zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. February 2013 um 11:10

    "Dieses Buch erzählt die Geschichte von Vera und Istvan, die als ungarische Juden den Holocaust überlebten, 1956 während des Aufstandes von Budapest nach Dänemark flohen und sich 1991 in Kopenhagen das Leben nahmen. Man fand sie Hand in Hand in ihrem Bett. Es ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Die Geschichte meiner Großeltern." Lange hat sich die Journalistin Johanna Adorjan danach an das Gebot ihrer Familie gehalten, nach dem über den Tod der Großeltern, aber auch über all das, was diesem Doppelselbstmord vorausging, nicht gesprochen werden durfte. Doch ähnlich wie schon andere Kinder und Enkel der Generation der Holocaust - Überlebenden vor ihr ( vgl. vor allem die Bücher von Lizzie Doron aus Israel) hat sich auch Johanna Adorjan irgend wann darüber hinweg gesetzt, auch deswegen, weil sie spürte, dass sie diese jüdischen Wurzeln in sich trägt und sie nicht verkümmern lassen will. In einem faszinierenden und bewegenden Buch hat sich Johanna Adorjan auf die Suche gemacht nach der Geschichte ihrer Großeltern und etwas herausgefunden, was sie sicher vor Beginn ihrer Recherchen spürte, sonst hätte sie sie nicht begonnen: die Geschichte und das Schicksal ihrer Großeltern haben viel zu tun mit ihr selbst und mit ihrem bisherigen Leben. Sensibel und mit einer fast poetischen Sprache folgt sie dem Ablauf des letzten Tages ihrer Großeltern auf dieser Welt und lässt die beiden sich erinnern. Hier benutzt sie viele Informationen, die sie während ihrer Recherchereisen gesammelt hat, bei denen sie mit Menschen sprach und Quellen studierte, die ihr von dem Geschehen berichten konnten. Sie erzählt von einem Ehepaar, das aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. Beide siezen sich bis an ihr Lebensende und wollen bis zum Schluss nicht über ihre Vergangenheit sprechen. Als ungarische Juden hatten sie beide den Holocaust überlebt, mussten aber 1956 aus Budapest fliehen, weil dieses Mal im Namen des Kommunismus, dessen Anhänger sie nach 1945 geworden waren, Juden verfolgt wurden in dem Land, das sie doch so liebten. Sie fingen in Dänemark eine neue Existenz an und verdrängten wie so viele Überlebende die Vergangenheit. Noch Johanna Adorjans Eltern halten sich an das Familiengebot, doch die Enkelin muss es brechen, will sie ihrerseits überleben. Herausgekommen ist das Porträt eines exzentrischen Liebespaares und eine Liebesgeschichte, die aufwühlt und betroffen macht. Es ist die Biografie zweier Menschen, die den Holocaust überlebten und den Ungarnaufstand und gleichzeitig ein Bild einer Epoche, der Vera und Istvan noch ganz verhaftet waren. Es ist die Aufteilung in zwei Stränge, die das Buch auszeichnet. Zum einen die genaue ( vorgestellte) Darstellung des letzten Tages der Großeltern und zum anderen die in Rückblicken eingeblendeten Erinnerungen der beiden. Ein Buch voller Poesie und Kraft. Es ist zu hoffen, dass Johanna Adorjan nach diesem wirklich bemerkenswerten Buchdebüt ihre erzählerische Kraft noch zu weiteren belletristischen Büchern nutzt.

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  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    Gargoyle

    Gargoyle

    07. February 2013 um 17:18

    Im Herbst 1991 setzen Vera und Istvan ihrem Leben ein Ende. Alles ist organisiert, der Hund bei den Nachbarn, Päckchen mit Geschenken für Kinder, Enkel, Freunde stehen hübsch verpackt auf dem Wohnzimmertisch. Gemeinsam mit dem Brief, der genau so, wie es das praktische Handbuch "Final Exit" vorgibt, darauf hinweist, dass kein Gewaltverbrechen vorliegt, sondern ein Doppelselbstmord. Die Enkelin Johanna Adorján geht der Geschichte dieses ungewöhnlichen Todes nach. Vera und Istvan waren ihre Großeltern. Ungarische Juden, die in Dänemark lebten. Von den Wirren des Jahrhunderts hatte es sie dorthin verschlagen. Dort lebten sie seit 1956, dort liebten sie sich. Ob sie auch glücklich wurden, bleibt unklar. Zu verschwiegen, zu verschlossen waren die beiden. Die Geschichte einer Familie, die Geschichte einer Liebe, die Geschichte der Enkeltochter auf der Suche nach sich selbst, nach ihrer Identität. Es ist in der Tat ein bewegendes Buch und wurde von vielen gelobt. Mich läßt es dennoch etwas unbefriedigt zurück. Die Geschichte dieses Liebespaares bekommt der Leser erzählt. Stationen ihres Lebens sind auch die Stationen der Geschichte Europas, wie sie in den Büchern steht. Holocaust, Krieg, sozialistische Diktatur, kalter Krieg. Die Autorin arbeitet heraus, warum ihre Großeltern vermutlich zu dem geworden sind, was sie waren. Mit der Geschichte der Liebe ist es schon schwieriger. Hier muss die Autorin mutmaßen. Sie befragt Freunde und Weggefährten, flicht eigene Erinnerungen ein. Ganz auf den Grund kommt sie dem Liebespaar aber nicht. Vielleicht fehlt ihr dazu die Distanz. Nicht weil sie die Enkelin der beiden ist. Vielmehr weil sie dabei immer auch auf der Suche nach sich selbst ist. Die Passage in der sie sich in ihrer Großmutter wiederentdeckt, die sich nie geliebt, ja allein fühlte, läßt das sehr deutlich werden. Dieses Gefühl ist Adorjáns Schlüssel für den gemeinsamen Tod. Die Großmutter wollte, konnte ohne den Großvater nicht weiterleben. Die Enkelin Johanna ist immer noch auf der Suche nach dem EINEN der sie allein liebt und der ihr das tiefsitzende Gefühl der Einsamkeit nimmt. Sie überträgt diese Sehnsucht nach der einen großen Liebe auf das Ehepaar. Genau das ist es aber, was mir gegen den Strich geht. Die Großeltern hatten gute Gründe für ihre verschworene Zweisamkeit. Im Laufe ihres Lebens kommen sie immer wieder in existens- und lebensbedrohliche Situationen. Es ist der Gedanke an den anderen, die gemeinsame Liebe die Kraft gibt. Für mich sehr nachvollziehbare Gründe, warum man am Ende seines Lebens beschließt, nicht mehr voneinander zu lassen und gemeinsam den letzten finalen Schritt zu gehen. Es ist wunderbar, wenn man jemanden gefunden hat, mit dem man sich vorstellen kann, alt zu werden. Ich persönlich würde mir immer wünschen, dass der andere auch ohne mich weiterlebt. Was hätte alles andere für einen Sinn? Wahrscheinlich ist dieser Gedanke mein Hauptproblem mit dem Buch. Natürlich ist es irgendwie tragisch-romantisch, wenn sich ein Paar in seiner Liebe in den Tod begibt. Aber es ist auch abstoßend, diese Bedingungslosigkeit. Fazit: Trotz meines Unbehagens empfehle ich das Buch, denn zweifellos hat es mich sehr zum Nachdenken gebracht. Es ist ein interessanter und sehr persönlicher Blick auf eine Familie in Europa. Sprachlich gibt es nichts zu mäkeln. Johanna Adorján versteht ihr Handwerk.

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  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    21. June 2011 um 23:38

    Diese Buch wurde mir von einer Fremden in der Buchhandlung in die Hand gedrückt, ich sähe so glücklich aus und sie fände es schön, wenn ich ein gutes Buch läse, sagte sie und verschwand. Ich tapperte zur Kasse und kaufte dieses Buch. Erst zu Hause habe ich mich näher damit befaßt und meine Ansprüche an dieses offenbar hochgelobte Büchlein stiegen immer weiter. Jetzt nachdem ich es gelesen habe bin ich ein wenig enttäuscht, ja eine interessante Liebesgeschichte, ja zwei tragische Lebensgeschichten und dabei trotzdem immer irgendwie etwas Besonderes zwischeinander bewahrt. Aber die Figuren blieben mir überraschend fern, der Autorin gelang es trotz recht angenehmer Sprache nicht, in mir Sympathien für ihre Großeltern zu wecken, im Gegenteil die oft schwierige Großmutter ging mir an so mancher Stelle ein wenig auf die Nerven und während des ganzen Buches konnte ich mich des Eindrucks nicht erwähren, daß es sich hier nicht um eine Liebe, sondern um eine Abhängigkeit voneinander handelt, die im Buch beschönigt und verdreht wird. Außerdem habe ich mich ernsthaft gefragt, wie ich es finden würde, wenn meine Enkelkinder irgendwann meine Lebensgeschichte in all ihrer Intimität so vor anderen Menschen ausbreiten würden und ich dabei so häufig eher schlecht als angenehm wegkäme, wie die Großmutter der Autorin in diesem Buch. Sicherlich ist es kein schlechtes Buch, ganz im Gegenteil, es bezaubert und fasziniert, aber irgendwie bleibt ein fader Beigeschmack. Ein schlechtes Gewissen zu neugierig gewesen zu sein und seine Nase zu tief in die Angelegenheiten Fremder gesteckt zu haben. Trotzdem gehört es wohl zu den Büchern, die einen ganz wunderbar zur Nachdenklichkeit animieren und einem hunderte von Themen im Kopf herumwirbeln, es ist also leider nicht so leicht in Sternen oder Bewertungen auszudrücken, wie gut oder schlecht dieses Buch ist. Es wird auf jeden Fall in Erinnerung bleiben, leider nicht in der wunderbaren, die ich erhofft hatte.

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  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    Buecherlady

    Buecherlady

    07. June 2011 um 12:05

    " Eine exklusive Liebe " von Johanna Adorjan Inhalt: Zwei Menschen, die miteinander alt geworden sind, beschließen, sich das Leben zu nehmen. Er ist schwer krank, sie will nicht ohne Ihn sein. An einem Sonntag im Herbst 1991 setzen sie ihren Plan in die Tat um. Sie bringen den Hund weg, räumen die Wohnung auf, machen die Rosen winterfest, dann sind sie bereit. Hand in Hand gehen Vera und Istvan in den Tod, es ist das konsequente Ende einer Liebe, die die ganze übrige Welt ausschloss, sogar die eigenen Kinder. 16 Jahre später erzählt Johanna Adorjan die berührende Geschichte ihrer Großeltern. Ich habe dieses Buch in 1 Tag verschlungen, ok es hat auch nur 185 Seiten, aber dennoch...ich konnte es nicht wirklich aus der Hand legen. Nicht weil es so spannend ist, sondern weil es so gut geschrieben ist. Johanna lässt einem so richtig an ihren Recherchen teilhaben und man hat dabei das Gefühl, sie sässe einem gegenüber und würde einem alles persönlich erzählen. Man merkt auch sofort, das es autobiographisch geschrieben ist und es war auch sehr interessant, Einblicke in die Kindheit und das Erwachsen werden der Großeltern zu bekommen. Es gab auch Momente, wo man über etwas sehr schmunzeln musste, aber meistens machte einen das Buch doch sehr nachdenklich und man erkennt vielleicht sogar das ein oder andere an einem selber wieder. Ich selber bin zwar Single, aber ich habe dabei oft an meine Eltern gedacht und manchmal machte es einen auch ziemlich traurig....also auf jeden fall sollte man sich Taschentücher bereit legen...und auch nicht unbedingt das Ende am Abend lesen, es könnte zu einem schlechten Einschlafen verhelfen;-)...ich hatte mir extra gleich noch ein neues Buch rausgesucht, was ich zumindest 10 Seiten angefangen habe, nachdem ich mit diesem Buch fertig war..einfach damit ich nicht mit einer Traurigkeit ins Bett gehe. Das soll aber jetzt nicht abschrecken...ganz im Gegenteil, das Buch ist es einfach Wert, das man es gelesen hat...wirklich eines der schönsten Bücher der letzten Jahre...wie Elke Heidenreich schreibt. Also ich kann es jedem nur empfehlen, aber ihr solltet Euch bewusst sein, das es ein trauriges Buch ist..

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  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. January 2010 um 11:23

    Habe das Buch am vergangenen Sonntag gelesen. Johanna Adorján schreibt in einem angenehm zu lesenden und fesselnden Stil über ihre Großeltern, die als Juden den Holocaust überlebten, 1956 während des Aufstands von Budapests von Ungarn nach Dänemark flohen und sich im Herbst 1991 das Leben nahmen. Sie bebildert zwei exzentrische Persönlichkeiten, die sich zeitlebens siezten, aber nicht ohne den anderen leben wollten. Also beschaffen sie sich, als István schwer krank wird, das Skandalbuch "Final Exit", eine Anleitung zum Selbstmord, und planen ihren gemeinsamen Suizid... Was soll oder kann man über solch ein Buch sagen? Irgendwie fehlen mir die Worte. (Rezension vom 21.11.2009)

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  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    Kappa

    Kappa

    02. January 2010 um 03:59

    Ein fesselndes Buch ! Empfehlenswert !
    Hier wird über ein ernstes Thema erzählt, aber keineswegs soll Mitleid erweckt werden. Einfühlsam und originell
    Ein ganz besonderes Buch!

  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    BeateW

    BeateW

    13. November 2009 um 18:43

    "Ihre große Liebe ist die Antwort" teilen die Angehörigen in der Todesanzeige auf die unausgesprochene Frage nach dem Grund für den gemeinsamen Freitod Veras und Istváns mit. Die Beiden blicken auf eine langjährige, intakte Ehe zurück, als István erfährt, dass er wegen einer Herzerkrankung nicht mehr lange zu leben hat. Vera, die mit ihren 71 Jahren eine kerngesunde Frau ist, kommt zu dem Entschluss, dass sie ohne ihren Mann nicht leben kann und will und so beginnen die beiden alten Leute, minutiös ihren Selbstmord zu planen. An alles wird bei den Vorbereitungen gedacht, nichts soll dem Zufall überlassen werden und so erhält die Enkelin und Autorin des Buches anhand der Ordnung in Haus, Garten und Leben der Verstorbenen eine sehr genaue Vorstellung von ihren letzten Stunden. Die als Redakteurin beschäftigte Johanna Adorján deckt sechzehn Jahre nach dem Tod ihrer Großeltern die Hintergründe dieser verzweifelten Tat auf. Wortgewandt und einfühlsam bringt sie dem Leser Vera und István nahe und lässt ein konkretes Bild der Beiden entstehen. Die junge Frau liebte ihre glamouröse Großmutter mit zärtlicher Bewunderung, scheut sich aber nicht, sie gleichzeitig als launisch, unberechenbar und egoistisch zu schildern. Abwechselnd zu dem vermutlichen Verlauf des Todestages berichtet Frau Adorján über die Vergangenheit ihrer Großeltern, erzählt über Gespräche mit Freunden und Verwandten und man bekommt den Eindruck, dass die 1971 geborene Autorin erst viele Jahre nach Veras und Istváns Tod das Bild komplettiert und die Vergangenheit verarbeitet. Dem ernsten Thema zum Trotz handelt es sich keineswegs um eine traurige Familiengeschichte, sondern um einen brillant erzählten, teilweise sogar heiteren und unterhaltsamen Ausflug in die Vergangenheit und Gefühlswelt zweier ungarischer Juden. Ich habe diese biografische Mischung aus Recherche, Realität und Fantasie sehr gern gelesen und ertappte mich dabei, dass ich beim Lesen der letzten Seiten immer langsamer wurde, weil ich nicht wollte, dass die Geschichte zu Ende geht. Eine exklusive Geschichte um eine exklusive Liebe.

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  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    roseF

    roseF

    03. October 2009 um 18:36

    In diesem wunderbaren und ergreifenden Buch beschreibt Johanna Adorjan sensibel und authentisch die Lebens- und Liebesgeschichte ihrer Großeltern, die eines Tages Hand in Hand tot in ihrem Ehebett aufgefunden wurden. Sie begannen zusammen Selbstmord. Johanna beschreibt ihre Recherche und Befragung der Freunde und Verwandten ihrer Großeltern und puzzelt sich so Stück für Stück deren Biografien zusammen. Bei haben als ungarische Juden den 2. Weltkrieg überlebt und sind dann in Folge der Aufstände in Ungarn nach Dänemark geflohen und bauten sich dort ein zweites Leben. Im Laufe der Recherche findet Johanna auch immer mehr Parallelen zwischen sich und ihrer Großmutter, und lernt zu verstehen, was die Gründe für deren Doppelselbstmord waren. Wirklich sehr tolles und ergreifendes Buch, dass auf einer wahren Begegebenheit beruht!

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  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    lilamonalisa

    lilamonalisa

    01. October 2009 um 20:27

    locker und leicht geschrieben,obwohl das thema ein schweres ist.eine enkelin recherchiert das leben ihrer grosseltern,eine grosse liebe in einer zeit voller katastrophen,verfolgung, kz, flucht. am ende steht der gemeinsame selbstmord,der minutiös,fast liebevoll geplant ist.und trotzdem ein schluss ohne bitternis.ein grosses "kleines" buch.

  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    helene

    helene

    31. August 2009 um 15:22

    Eine eindrucksvolle Liebesgeschichte.
    Sie erzählt von Vera und ihrem Mann.
    Keiner von beiden möchte, sollte der Tag kommen, an dem einer von ihnen gehen muss, alleine auf der Welt zurückbleiben...
    Sie gehen zusammen...

  • Rezension zu "Eine exklusive Liebe" von Johanna Adorján

    Eine exklusive Liebe
    Kiara

    Kiara

    24. July 2009 um 12:32

    “Am 13. Oktober 1991 brachten meine Großeltern sich um.” Mit diesen Worten beginnt Johanna Adorjan den Roman über ihre Großeltern Vera und Istvan: zwei Menschen, die nicht ohne einander leben wollen und deshalb gemeinsam Selbstmord begehen. Durch Alltagsbeschreibungen, Gespräche mit Freunden und Verwandten und der Rekonstruktion ihres letzten gemeinsamen Tages, erlaubt sie uns einen Blick auf ein ungewöhnliches Paar: Als ungarische Juden geboren und aufgewachsen, heirateten sie 1941, überlebten den Holocaust, flohen gemeinsamen mit ihren beiden Kindern während des Budapester Aufstandes nach Österreich um schließlich in Dänemark gemeinsam alt zu werden. Sie waren ein extravagantes Paar: Rauchten Kette, siezten sich bis zu ihrem Tod, kleideten und verhielten sich wie Filmstars mit der Welt als ihrem Publikum. Ihre Liebe war so “exklusiv”, dass nur miteinander, aber nie ohne einander leben wollten und deshalb, als es für den schwerkranken Istvan keine Hoffnung mehr auf Genesung gab, den gemeinsamen Tod wählten. Johanna Adorjan erzählt die bewegende Geschichte ihrer Großeltern auf eine leichte, bisweilen amüsante, aber auch ergreifende und anrührende Weise. Doch das Buch bietet noch einiges mehr. Denn es ist zugleich eine Suche nach der eigenen Geschichte und der Identität der Autorin. Und so war ich von Anfang bis Ende gefangen von diesem einzigartigen und besonderen Buch. Mit “Eine exklusive Liebe” ist der 1971 in Stockholm geborenen Journalistin ein außergewöhnliches Debut gelungen.

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