Johanna Darka Die Wunde in mir. Misshandlung auf Krankenschein: Ein Bericht

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Inhaltsangabe zu „Die Wunde in mir. Misshandlung auf Krankenschein: Ein Bericht“ von Johanna Darka

Johanna Darka erzählt die Geschichte eines ärztlichen Kunstfehlers mit all ihren rechtlichen, sozialen und sonstigen Konsequenzen. Keine leichte Lektüre, dafür aber umso packender und spannender. Der Stoff gleicht einem Kriminalroman, aber die Autorin musste die Geschichte selbst erleben. Über zwölf Jahre lang klagte sie gegen die beteiligten Ärzte und gewann vor dem Land- und vor dem Oberlandesgericht. Aber bis heute hat sie keinen Schadensersatz erhalten.Johanna Darka hat bis zu ihrer Fehlbehandlung als Journalistin und Dokumentarfilmerin gearbeitet. Sie begriff: Wenn ihr so etwas passierte, dann bedeutete das, dass sie es aufschreiben musste. Sie entdeckte, dass Deutschland sozial und rechtlich gesehen immer noch eine Wüste ist, was die vorhandenen Strukturen zur Bewältigung eines Behandlungsfehlers angeht. Die PatientInnen erleben die Lage, in die sie durch einen ärztlichen Fehler gebracht werden, nicht nur als äußerst schmerzvoll und vielfach ihr gesamtes Leben umkrempelnd. Sie werden vollkommen allein gelassen, bewegen sich in einem gesellschaftlichen Tabubereich, in dem nicht sein kann, was nicht sein darf. Das Dickicht möglicher Fallstricke ist unüberschaubar. Die Wunde in mir ist ein aufwühlendes, mitreißendes Buch. Es ist eine Geschichte, die das Fürchten lehren kann, weil sie jeder/jedem von uns jederzeit passieren kann. Aber es ist zugleich ein Plädoyer für die Menschlichkeit. Es sollte zur Pflichtlektüre für MedizinstudentInnen, Ärzte, Juristen und Therapeuten erklärt werden. Berühren wird es jeden Leser. Johanna Darka: »Es bleibt eine Geschichte, in der ich gelernt habe, bedingungslos, ohne Wenn und Aber, zu mir selbst zu stehen. Daher ist sie - wie alles, was uns im Leben begegnet - dazu angetan, mehr über uns selbst und über unsere Mitmenschen zu lernen. Ich glaube, es ist ein Buch, das neben allem Entsetzen Mut macht. Den Mut zu leben.«

Ein Bericht, der fassungslos macht, wie ein einziger Albtraum.

— Buchdaisy

Selbstmitleid, Pauschalisierung und Unglaubwürdigkeit der Autorin.

— KyraCade

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  • Ein mutiges Buch

    Die Wunde in mir. Misshandlung auf Krankenschein: Ein Bericht

    Buchdaisy

    16. September 2015 um 20:55

    "Die Wunde in mir" ist ein mutiges Buch einer starken Frau. Noch immer bin ich regelrecht fassungslos, was diese Frau erleben musste - und noch erlebt - und doch nicht verzweifelt ist. Es gehört unendlich viel Kraft dazu, in solch einer Situation aufzuschreiben, was wann wo und wie passiert ist. In mancher Familie wird es Kenntnis über Behandlungsfehler geben, doch die wenigsten kämpfen so um ihr Recht als Patient und MENSCH wie Johanna Darka. Der sehr gefällige, flüssige Stil macht es einerseits leicht, das Buch zu lesen. Was jedoch darin offenbart wird, hat mich zu mancher Lesepause gezwungen, um das alles erst einmal sacken zu lassen. Dieses hilflose Ausgeliefertsein ist ein einziger Albtraum. Ich wünschte wirklich, dass viele Ärzte, aber auch Rechtsanwälte und Richter, dieses Buch lesen würden, um sich in ihre Patienten bzw. Klienten besser hineinversetzen zu können. Ich hoffe sehr, dass Johanna Darka mit ihrer Petition Erfolg hat und sich etwas ändert in der Rechtsprechung bezüglich der Beweislast bei Behandlungsfehlern! 5 Sterne sind für dieses Buch mehr als verdient!

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  • Schlimme Geschichte, aber unglaubwürdig und übertrieben

    Die Wunde in mir. Misshandlung auf Krankenschein: Ein Bericht

    KyraCade

    Johanna hat Schmerzen und stellt eine Schwellung an ihrem Po fest. Eine Perianalthrombose, wie wenig später ihr Hausarzt feststellt, der dann auch daran herumdoktert und scheinbar alles nur noch schlimmer macht. Nach Wochen im Krankenhaus, herumgereicht von Arzt zu Arzt und von Suizidgedanken geplagt, weil die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind, tritt doch eine leichte Verbesserung ein. Doch Johanna fühlt sich verraten, misshandelt und verstümmelt und beginnt einen Kampf gegen die Ärzte, die ihr das angetan haben. Es könnte ein Krimi sein, der irgendwie dann doch eine Art Happy End hat. Aber das, was Johanna Darka beschreibt, ist alles andere als fiktiv, es ist ihre eigene Geschichte, die sie auf Anraten ihrer Anwältin aufgeschrieben hat, damit auch ja nichts in Vergessenheit gerät. Leider versagt die erfahrene Journalistin in meinen Augen bereits beim Vorwort, das vor Selbstmitleid und Pseudodramatik nur so trieft und jeder Emanze den Rang abläuft. Männer tun Frauen sowas mit Absicht an und haben keine Ahnung vom anderen Geschlecht und wie es da unten, zwischen den Beinen aussehen sollte. Männer sind schlechte Ärzte, haben keine Ahnung von nichts und Frauen sind ihnen schutzlos ausgeliefert. Die Justiz hat eh einen an der Waffel, spricht nur Unrecht und spinnt rum, weil sie sich gar nicht für die Opfer interessiert. Darunter fallen auch die Versager von Rechtsanwälten – auch Männer, auch total doof. Abstoßend ist das ständige Ausrufezeichen, das in Klammern gesetzt ist, hinter für die Autorin super wichtigen Dingen. Die weitere Lektüre gestaltet sich ähnlich qualvoll. So ist der Stil zwar gut und man kann das Buch recht schnell durchlesen, aber für mehr als ein warmes Feuerchen im Winter reicht es meiner Meinung nach nicht. Das liegt nicht daran, dass man schnell Partei ergreift, was man automatisch tut: Entweder pro oder contra Darka. Was das Buch zu einem nichtlesenswerten Haufen Papier macht, ist die Pauschalisierung, dass mal alle schlecht sind, außer diese Kräuterhexen-Ärzte, die mit Homöopathie rumspielen. Ja, darauf kann man schwören und darauf vertrauen, keine Frage. Aber in einem angeblich sachlichen Bericht, wie die Autorin selbst in ihrer Sintflut-Werbung auf Facebook propagiert, erwartet man anderes. Auch kommen immer wieder unqualifizierte Kommentare vor, beispielweise wollten sich die behandelnden Ärzte nur an ihr bereichern, hat einer derselben doch eben ein viertes Kind bekommen von seiner zweiten Frau. „Eines seiner vier Kinder ist behindert, das verschlingt eine Menge Geld“ (S. 54). Wohlgemerkt ist Darka mit dem Arzt per Du und kennt ihn seit zwei Jahrzehnten. Um ehrlich zu sein, hätte ich das Buch nach dem Vorwort bereits zur Seite gelegt, wenn es nicht ein Rezensionsexemplar und damit eine gewisse Verpflichtung verbunden gewesen wäre. Natürlich passieren Ärzten Fehler und es ist schrecklich, was da alles schieflaufen kann bzw. in diesem Fall auch schiefgelaufen ist. Seine Tochter aber immer als Tränendrüsenmittel zu benutzen, um Mitleid zu bekommen, das man durchweg zu erheischen sucht, wie es scheint, ist mies. Ich erkenne die Stärke der Autorin aufgrund der Schmerzen an, sicherlich ist das Buch für manche ebenfalls Betroffenen eine Bestätigung und Stütze, der Beweis, nicht allein zu sein. Ansonsten kann ich diesem Werk gar nichts abgewinnen und im Zusammenhang mit der inflationären Werbung auf Facebook scheint die Autorin einen auf armes Opferlamm machen zu wollen, das lediglich Geld rausschlagen will – und für mich an Glaubwürdigkeit verliert. War es denn wirklich so schlimm oder ist das nur die Darstellung, um an Geld zu kommen? Kleine Schlussbemerkung: Das zugesprochene Schmerzensgeld war Darka zu wenig. Wir sind halt doch nicht in Amerika, wo man Millionen für eine Verbrühung an einem offensichtlichen Heißgetränk bekommt. Johanna Darka ist das Pseudonym einer Journalistin, Dokumentarfilmern und nun auch Schriftstellerin.

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