Das ist der abschließende Teil der Trilogie von Johanna Grillmayer rund um das ‚Ereignis‘ und ihrer Hauptprotagonistin Jola und ihrer Familie sowie ihren Freund*innen.
Seit dem Ereignis in Band 1 sind ca 26 Jahre vergangen. Alle haben sich einigermaßen auf das neue Leben eingestellt und eingelebt – Alltag ist eingekehrt. Die Kinder sind inzwischen erwachsen, für sie ist dieses Leben Normalzustand – auch das für uns ungewöhnliche Familienleben.
Sozialstrukturen bildeten sich heraus: Gesetze wurden geschaffen, Wahlen wurden abgehalten und Tätigkeiten für die Allgemeinheit wurden auf alle verteilt. Es wurde versucht, andere Überlebende im Burgendland, in Slowenien und in Italien zu finden. Konflikte, Krankheiten und Schicksalsschläge forderten die einzelnen Dörfer heraus und andererseits sorgte dies auch für Zusammenhalt.
Es gibt inzwischen kaum noch Dinge aus der Zeit vor dem ‚Ereignis‘. Es fast alles neu erfunden bzw nachgebaut worden.
Unaufgeregt, nahezu realistisch, wird der Alltag in dieser Dystopie erzählt. Über Konfliktendie in Familien und Gemeinschaften dazugehören. Es wird hier nicht apokalyptisch erzählt, sondern versucht darzustellen, wie ein Leben nach einer Katastrophe funktionieren könnte. Ich habe diese Trilogie sehr genossen: Hut ab vor der Autorin, die sich diese funktionierende Welt ausgedacht hat.
Ein mehr als würdiger Abschluss einer ganz besonderen Trilogie, die ich sehr ans Herz legen möchte.





