Voller Liebe und Humor beschreibt Johanna Herz die Monate, in denen sie ihre todkranke Mutter in der Zeit des ersten Lockdowns zuhause pflegt: Berührende Anekdoten, zärtliche Beschreibungen und viel Tatkraft machen dieses Buch vor allem für pflegende Angehörige zu einer tröstenden Lektüre! Herzensempfehlung!
Johanna Herz
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Ein Gehirntumor wird genau am ersten Tag des Lockdowns diagnostiziert. Die Krankenhäuser machen dicht und die Mutter der Erzählerin wird nun von der Familie zur Betreuung und Pflege nach Hause genommen. Alle helfen zusammen so gut es geht, doch die Krankheit schreitet rasch voran. Bald ist es nur mehr möglich über Zwinkern mit dem Augenlidern zu kommunizieren.
Sehr einfühlsam und ehrlich beschreibt die Autorin diese letzte gemeinsame Zeit, die Bemühungen, alles bestmöglich zu machen, aber auch die Schwierigkeiten und die Fehler, die passiert sind. Sie setzt sich mit dem Thema Sterben auseinander, und dem Tabu, darüber zu sprechen. Das Buch ist kein Ratgeber. Trotzdem habe ich sehr viel mitnehmen können für den Fall, dass ich auch einmal in eine ähnliche Situation komme. Hauskrankenpflege und Sterbebegleitung werden durch den Pflegekräftemangel in Zukunft sicherlich öfter vorkommen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Manchmal kommt noch durch, dass es Aufzeichnungen aus einem Tagebuch waren, stört aber nicht. Man merkt, wieviel Herzblut in diesem Buch steckt. Noch dazu ist es ein Zeitdokument über den ersten Lockdown, ohne "Ich will raus"-Gejammer. So traurig die Story auch ist, es kommt sehr viel Positives mit.
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