Elisabeth von Thüringen, eine der bekanntesten Frauengestalten des Mittelalters in Thüringen, ist die Hauptperson in diesem Roman. Erzählt wird ihr Leben als Frau des Thüringer Landgrafen, ziellos, ohne Sinn, bis sie sich schließlich zur Armenfürsorge berufen sieht. -- Das Buch wird noch heute in Thüringer Buchhandlungen angeboten und verlegt, der Stoff ist ein Klassiker der Thüringer Landesgeschichte. Doch irgendwie konnte mich die Umsetzung der in Sonneberg 1930 geborenen Johanna Hoffmann nicht überzeugen. Die Sprache bleibt spröde, unbeschwingt. Nur hin und wieder wirkt die Erzählung "rund", macht Spaß zu lesen. Der Autorin gelingt nur zur Hälfte des Buches eine saubere, dynamische und lebendige Erzählweise, die Lust auf das Weiterlesen macht. Schade, denn der Stoff gibt für sich gesehen viel her für eine opulente Mittelalter-Saga.
Rezension zu "Die verratene Heilige" von Johanna Hoffmann



