Johanna Hohnhold

 4.5 Sterne bei 8 Bewertungen

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Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen

Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen

 (8)
Erschienen am 31.08.2017

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Rezension zu "Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen" von Johanna Hohnhold

Nach einer wahren Geschichte Hiroshimas
Bibliomaniavor 4 Monaten

Dies ist die Geschichte von Sadako. Sie ist ein Kind, das gerade zwei Jahre alt war, als die Atombombe auf Hiroshima abgeworfen wurde. Ihre Großmutter hat sie dadurch verloren und mit 12 Jahren stellen die Ärzte fest, dass Sadako an der "Atombombenkrankheit" leidet: Leukämie.

Sadakos beste Freundin erzählt ihr von der Legende der tausend Kraniche und Sadako bastelt viele Kraniche, um sich ihre Heilung wünschen zu können.
Dieses Buch ist nach einer wahren Begebenheit für Kinder aufgearbeitet. Es ist eine sehr traurige und gleichzeitig Mut machende Geschichte. Ich hätte am liebsten von der ersten Seite an weinen mögen und musste dieses aufkommende Gefühl eigentlich das ganze Buch über unterdrücken.
Mir tut Sadako sehr Leid. Und sie steht natürlich stellvertretend für alle Menschen, die durch die Atombombe ihr Leben verloren haben. Viel zu viele hatten nicht einmal die Chance zu kämpfen, sie starben sofort, quasi per Knopfdruck.
Ich finde es ein sehr gelungenes Kinderbuch, doch muss man sich auch immer vor Augen halten, dass es ein sehr schlimmes Vergehen gegen die Menschheit darstellt. Die Spätfolgen waren lange nicht abzuschätzen. Den zusätzlichen historischen Hintergrund, den die Autorin eingearbeitet hat, finde ich deshalb auch wichtig und gut. Auch Kinder verstehen meiner Meinung nach, was dieses Buch sagen möchte: Atombomben gehören mit zum schlimmsten, was man einem Volk antun kann. Auch wenn man erst einmal überlebt, ist die Chance durch Spätfolgen zu sterben äußerst hoch. ABER es lohnt sich immer zu kämpfen und man sollte nicht einfach aufgeben. In Sadakos Fall steht das Papierkranichfalten für den Frieden, und das ist genau das, was sich das junge Mädchen gewünscht hat. Eine sehr berührende Geschichte mit zusätzlich niedlichen Illustrationen.

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killmonotonys avatar

Rezension zu "Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen" von Johanna Hohnhold

Rezension: Sadako
killmonotonyvor einem Jahr

Nachdem ich Jean-Marc Cecis „Herr Origami“ gelesen hatte, habe ich mich nach der Lektüre mit der Legende der tausend Kraniche befasst. Diese besagt, dass man einen Wunsch erfüllt bekommt, wenn man 1000 Papierkraniche gefaltet hat. Um diese Legende herum fußt auch die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte um Sadako Sasami in „Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen“. Sadako ist ein kleines Mädchen, das als Kind relativ nahe von Hiroshima gelebt hat und auch von der Druckwelle der Atombombe, die damals fiel, erfasst wurde. Sie lebte ein normales Leben, bis eines Tages, nachdem sie nach einem Sportlauf zusammenbricht, Leukämie bei ihr festgestellt wurde. Ihre beste Freundin Chizuko will das Schicksal Sadakos nicht akzeptieren und erzählt ihr also von der Legende der tausend Kraniche. Sadako beginnt eifrig zu falten und selbst als sie wieder nach Hause darf, hört sie nicht mehr mit dem Falten auf. Ob sie ihr Werk vollenden kann und ihren Wunsch erfüllt bekommt, wissen Kenner dieser Geschichte zwar bereits, aber ich als Unwissende hatte mein Vergnügen mit diesem Buch und war äußerst berührt von der Erzählung.


»Warum willst du jetzt aufgeben? Da draußen sitzt unsere ganze Schule. Sie wollen dich laufen sehen. Deswegen sind sie hier. Sie glauben, dass du es schaffen kannst.«

»Und wenn sie sich irren?«, fragte Sadako zögerlich.

»Du hast mir selbst erzählt, dass nicht mal die Atombombe dir etwas anhaben konnte. Du musst einfach schneller laufen als die Angst.«


Der Erzählstil ist einfach gehalten, schließlich handelt es sich hier um ein Kinderbuch, dennoch schafft Johanna Hohnhold es, auch große Leser zu fesseln und Emotionen zu wecken. Angesichts der Länge des Buches war mir auch von vornherein bereits klar, dass irgendwo in der Geschichte auch Abstriche gemacht werden mussten, und die sind ganz klar erkennbar bei den Charakteren. Alle Charaktere, die Protagonistin eingeschlossen, werden lediglich mit wenigen Strichen skizziert, aber für die Vermittlung der Geschichte genügt dies auch. Ich hätte mir aber ein wenig Tiefe und Detail schon gewünscht. Die Illustrationen, die sich durch das Buch ziehen und viele Seiten schmücken, sind wunderschön und stellen allerhand Szenen und Elemente der Geschichte dar. Besonders schön fand ich die Erklärung von Chizuko, wie man Kraniche faltet, was es mit der Legende der tausend Kraniche auf sich hat und, dass die chinesischen Schriftzeichen gezeigt wurden. Im Anhang des Buches findet der Leser dann auch eine detaillierte Anleitung, wie er selbst einen kleinen Papierkranich falten kann. Den Einband finde ich auch sehr ansprechend gestaltet, die Bleistiftzeichnungen aus dem Innenteil haben auf dem Umschlag an Farbe gewonnen und bezaubern durch ihre Schönheit. „Sadako“ hat also eine tolle Ausstattung!


Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de

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Julia_Hauss avatar

Rezension zu "Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen" von Johanna Hohnhold

Trotz die traurige Ende, ist das Buch sehr schön...
Julia_Hausvor einem Jahr

Da ich die japanische Kultur und die Mentalität sehr mag, ist dieses Buch mir direkt in die Augen gesprungen. Genau so wie ein interessantes Cover.
Es ließt sich ziemlich leicht. Da kommen aber die japanische Begriffe (ich kannte nicht alle), die man am Ende des Buches nachschlagen kann (habe an Handy gelesen, für mich war es mit dem Nachschlagen leider nicht so bequem). Die Illustrationen passen sehr zur Erzählung.
Am Ende gibt es auch ein Anleitung für den Kranich (um selbst nachzumachen), plus die Adresse, wo man die gesammelte Kraniche auch geschickt werden können (zu den Denkmal in Japan). Diese Idee fange ich sehr gut und mache auch ganz gerne mit.
In großen und ganzen bringt das Buch sehr zum Nachdenken was für Auswirkung die Atombomben haben. Sehr ehrlich für das Kinderauge.

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