Johanna Sinisalo

 3.9 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Troll: Eine Liebesgeschichte, Finnisches Feuer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Johanna Sinisalo

Troll: Eine Liebesgeschichte

Troll: Eine Liebesgeschichte

 (18)
Erschienen am 02.07.2007
Finnisches Feuer

Finnisches Feuer

 (3)
Erschienen am 19.07.2014
Iron Sky

Iron Sky

 (2)
Erschienen am 23.03.2019
Iron Sky: Renate und die Mondnazis

Iron Sky: Renate und die Mondnazis

 (1)
Erschienen am 23.03.2019
Glasauge

Glasauge

 (0)
Erschienen am 03.09.2007
Birdbrain

Birdbrain

 (0)
Erschienen am 01.04.2011

Neue Rezensionen zu Johanna Sinisalo

Neu

Rezension zu "Iron Sky" von Johanna Sinisalo

Bedrückende Satire
raveneyevor 9 Tagen

In der Mondfestung, im Vierten Reich, leben die Nachfahren von Nazis, die es am Ende des Krieges geschafft hatten, die Erde zu verlassen. Aber natürlich wollen sie irgendwann zurück auf die Erde um ihre „frohe“ Botschaft zu verbreiten.


Ich habe damals den Film gesehen und bin mir bis heute nicht sicher ob er einfach nur genial war oder auf meine Liste des größten Humbug den ich je gesehen habe, gehört. Vielleicht ja auch beides. Wie auch immer, es führte auf jeden Fall dazu, dass ich dieses Buch lesen wollte, aber es war anders als erwartet.


Wenn eine Geschichte sowohl als Buch als auch als Film existiert, neigt man unweigerlich dazu beide miteinander zu vergleichen und eine gewisse Erwartungshaltung zu haben. So erwartete ich beim Buch dementsprechend etwas überspitztes, Karikaturartiges, das sich den Anschein des Ernsten gibt ohne diesen wirklich zu erreichen. Dies klang beim Lesen auch durchaus an, aber hauptsächlich traf ich auf einen bedrückend, melancholischen Ton, der die Ereignisse auch mal hinterfragt und in allem recht ernsthaft ist.

Dies wird noch dadurch unterstrichen, dass die ganze Geschichte aus den Rückblicken und Tagebucheinträgen von Renate erzählt wird, die wehmütig auf die Ereignisse zurückblickt.


Nichts desto trotz bietet das Buch gute Unterhaltung und regt auch den Leser durchaus zum Nachdenken an.

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Rezension zu "Iron Sky: Renate und die Mondnazis" von Johanna Sinisalo

Was tun, wenn die Mondnazis kommen, um die Erde zu erobern?
kreszenzvor einem Monat

2018: Renate träumt davon, den offenen Himmel zu sehen und davon Regen zu spüren. Doch das wird wohl niemals passieren. Denn: Renate lebt auf dem Mond. Genauer gesagt: auf der dunklen Seite des Mondes, in der Festung Schwarze Sonne, die größtenteils unterirdisch angelegt ist. Dort haben sich die Nachfahren der Nazis nach dem Großen Krieg eingerichtet und warten darauf, irgendwann die Erde zurück zu erobern.

Renate ist aber nicht irgendjemand. Geboren als Tochter von Herrn Doktor Richter, einem hochrangigen Wissenschaftler, zählt sie zur Upper Class der Mondgesellschaft. Im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Anneliese macht sie sich nichts aus den Jungmännern und strebt eigentlich ein Leben als ledige Lehrerin an. Doch dann beginnt sich ausgerechnet der schneidige Informationstechnikoberführer Klaus Adler für Renate zu interessieren und beantragt einen Erbgutvergleich. Während ihr Vater vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen ist, versucht Renate Klaus beim anschließenden Kompabilitätstest klarzumachen, dass sie in Wirklichkeit so gar nicht zusammenpassen. Als dieser die Testergebnisse daraufhin manipuliert, wird Renate langsam klar, dass in der Schwarzen Sonne nicht alles so abläuft, wie es dem Volk vorgegaukelt wird.

Aber noch bevor sich Renate weitere Strategien zurechtlegen kann, strandet ausgerechnet ein schwarzer Weltraumtourist auf dem Mond und macht das Chaos perfekt!

Das Buch erzählt Renates Erlebnisse rückwirkend in Tagebuchform. Inzwischen ist es das Jahr 2047 und wir erfahren, dass in der Zwischenzeit ein Krieg stattgefunden haben muss, die Schwarze Sonne allerdings Flüchtlinge von der Erde aufgenommen hat. Auch hat sich das Leben auf dem Mond in diesen knapp 30 Jahren anscheinend grundlegend geändert. Immer wieder fügt sie alte Einträge ihres Kindertagebuchs und Schulungsunterlagen mit ein und kommentiert diese aus der „heutigen“ Sicht.

So wird ein ziemlich trostloses Szenario gezeichnet. Systematische Verpartnerungen, eine strikte Geburtenkontrolle, limitierte Lebensmittelvorräte sowie diverse Erkrankungen durch den allgegenwärtigen Mondstaub prägen das Mondleben. Zugleich staunt man sprachlos über die unendliche Naivität der jungen Renate, die vollkommen im System aufgeht und schüttelt über die nationalsozialistischen Interpretationen von Filmen wie „Der blaue Engel“ oder „Der große Diktator“ belustigt den Kopf. Gleichzeitig führt uns das karge Mondleben aber auch ernsthaft vor Augen, wie sorglos wir Menschen auf der Erde mit unseren begrenzten Ressourcen umgehen.

Gekonnt verwurstet Johanna Sinisalo in ihrer schwarzhumorigen Satire fast alle Verschwörungstheorien rund um Mondnazis und fliegende Untertassen und liefert in sich logische Hintergründe und Erklärungen. Insgesamt ein wirklich großer Spaß, der aber auch aufzeigt, wozu schamlose Machtgier und verkorkste Ideologien im schlimmsten Fall führen können.

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Rezension zu "Iron Sky" von Johanna Sinisalo

Irgendwie nicht meins...
SvMovor einem Monat

Wenn Größenwahn und Absurdität aufeinander treffen, landet man bei den letzen Mondnazis, die sich nach ihrer Kapitulation zu Zeiten auf der Erde, später dann auf die dunkle Seite des Mondes in ihre Hakenkreuzfestung "Schwarze Sonne" zurückgezogen haben, um sich in der anstehenden finalen Schlacht die Weltkugel wieder unter den Nagel reißen zu können. - So weit, so gut... Aber, wie geht es weiter und wie war es zwischendurch? Der Rest vom Schützenfest, sprich die Mondnazis, Nachfahren der 1945 geflohenen "echten" Nazis, leben in stumpfsinniger Einfalt und dem Bestreben, stets auf Perfektionismus getrimmt, in wahrhaft dunklen Zeiten. Renate Richter, die Ich-Erzählerin der Geschichte, schreibt ihrer Tochter Obi in Tagebuchform ihr Leben und den Werdegang als Nazibraut auf. Renate weiß, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt und so lässt sie die letzten 30 Jahre Revue passieren. Als sittsame und fleißige Tochter eines großen Wissenschaftlers klettert sie eher ungewollt die Leiter der Selbstverwirklichung und Emanzipation rauf, um sich schließlich, ebenfalls ungewollt, ihrer Vergangenheit und dem nicht gewolltem Fortbestehen der Nazis zu stellen. Ihre Reise führt sie zurück auf die Erde, natürlich sind die Amerikaner mit in die Sache involviert und wollen ebenfalls die Herrschaft und mehr, ihr Eigen nennen. Wird Renate das Ruder herum reißen können oder kommt am Ende doch alles ganz anders...?

Eine Rezension, die mir irgendwie nicht leicht von der Hand gehen will...

Nun, die finnische Autorin Johanna Sinisalo hat eine ziemlich bekloppte Geschichte um ein düsteres Kapitel der deutschen Vergangenheit konstruiert, auf das man erst einmal kommen muss. Das die Story auch verfilmt worden ist, habe ich bis dato nur am Rande mitbekommen. Für mich lag der  Reiz, das Buch zu lesen, im Klappentext - wie kann man aus einem heiklen Thema um die Nazizeit eine Satire machen, ohne dabei den Ernst der Sache zu vernachlässigen? Naja, das geht, wenn man sich so ziemlich aller Klischees bedient, die einem dazu einfallen - egal, ob dabei die Deutschen, Amerikaner oder auch andere ihr Fett wegbekommen.  In Bezug auf die Nazis war´s dann manches mal ein bisschen zu viel versucht-witzige Darstellung vom Bekannten und hatte irgendwann echt Nerv-Charakter, für meinen Geschmack wäre da manches mal weniger mehr gewesen. Auch die Hauptprotagonistin Renate hätte ich in einigen Situationen am liebsten wach gerüttelt, ihre zum Teil trottelige Gutgläubigkeit ging mir manches mal echt gegen den Strich und hat das Buch bzw die Geschichte teilweise sehr zäh werden lassen, leider. Auch waren manche Abläufe für mich nicht immer schlüssig nachzuvollziehen - klar, dass soll witzige Sci-Fi sein, dennoch so humorig, wie gedacht, kam das Buch bei mir insgesamt nicht an oder ich habe einfach ein anderes Verständnis davon.

Natürlich gab es hier und da witzig-skurrile Szenarien, auch der Lesefluss war soweit ok, allerdings hat mir teilweise doch etwas die Motivation gefehlt, das Buch interessiert weiter bzw zu Ende zu lesen, schade. Dennoch gebe ich 3 Sterne, denn die Grundidee ist gut und auch so manches, dass die Protagonisten auf der Erde erleben, spiegelt den modernen Menschen gut wieder bzw hält einem selbigen vor.

Sollte es eine Fortsetzung geben, (so wie bei der Verfilmung) werde ich diese allerdings nicht weiter verfolgen.

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