Johanna Thydell

 3.9 Sterne bei 71 Bewertungen

Lebenslauf von Johanna Thydell

Johanna Thydell, geb. 1980, lebt und arbeitet in Stockholm. Bereits mit 17 Jahren schrieb sie Kolumnen für eine lokale Zeitung, mit 23 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Jugendbuch. Neben ihrer Tätigkeit als freie Autorin arbeitet Johanna Thydell als Rezensentin und als Dozentin für Kreatives Schreiben.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Johanna Thydell

Cover des Buches An der Decke leuchten die Sterne (ISBN: 9783789148033)

An der Decke leuchten die Sterne

 (34)
Erschienen am 01.02.2005
Cover des Buches Ich werde weiterleben. Für dich. (ISBN: 9783841500632)

Ich werde weiterleben. Für dich.

 (10)
Erschienen am 26.09.2011
Cover des Buches Was bleibt, wenn du gehst (ISBN: 9783789148040)

Was bleibt, wenn du gehst

 (3)
Erschienen am 01.07.2007
Cover des Buches Blödes Bild! (ISBN: 9783956143274)

Blödes Bild!

 (2)
Erschienen am 11.09.2019
Cover des Buches Ein Schwein im Kindergarten (ISBN: 9783407761842)

Ein Schwein im Kindergarten

 (2)
Erschienen am 04.07.2019

Neue Rezensionen zu Johanna Thydell

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Rezension zu "Blödes Bild!" von Johanna Thydell

Ein wundervolles Bilderbuch, eine zauberhafte Geschwistergeschichte.
Gwhynwhyfarvor 8 Monaten

Manchmal nerven Geschwister – manchmal ist man von sich selbst genervt – manchmal findet man alles nur blöd, den ganzen Tag lang. Minze ist sauer! Alles gelingt ihrem Bruder besser. 


»… dass Max drei Jahre älter ist, sagt Mama immer. Aber das macht es kein bisschen besser. DREI JAHRE. Das holt sie niemals auf! Nicht wie drei große Schritte oder drei Löffel Müsli oder drei Felder beim Mensch-ärgere-Dich-nicht.«


Max sitzt am Tisch, verrät nicht, was er dort malt, hält die Hand davor, damit Minze es nicht abmalt. Aber sie hat keine Idee, was sie malen könnte. Mist! Sie läuft herum, macht dies und das, überlegt. Draußen fällt Schnee! Den malt sie jetzt. Weißes Blatt, weißer Schnee. Blödes Bild! Und obendrauf ein blöder Bruder, der alles besser weiß. Und blöde Katze, die dann auch noch die Vase umwirft und das Bild durchnässt. Minze steigert sich immer weiter in ihre Wut hinein, platzt. Sie regt sich ab, föhnt das nasse Bild. Dann geht es wieder los mit einem Missgeschick – sie ist wieder sauer und elendig traurig – bis großer Bruder …


Ein wundervolles Bilderbuch, eine zauberhafte Geschwistergeschichte. Ideenfindung, Selbstzweifel, Geduld, Durchhaltevermögen, man hat es nicht leicht als kleiner Geschwisterteil. Warum kann man das alles nicht, was die Großen können oder die Erwachsenen. Eigentlich will man kreativ sein, aber es fällt einem nichts ein – wie blöd! Und wenn man etwas probiert, dann kommt nichts dabei raus, es wird auch noch verhunzt! Selbstzweifel – ich kann nichts – andere sind besser. Wut über die eigene Unfähigkeit und Missgeschicke. Auch damit muss man lernen, sich auseinanderzusetzen, nicht aufzugeben. Geschwister können nerven – aber gleichzeitig können sie ausgleichen und unterstützen, dem anderen Geschwisterteil eine Freude machen. Ein facettenreiches Kinderbuch. 


Die Grafik ist schnörkellos, zurückhaltend – mit Zeichenstift in wenigen Strichen wohltemperiert, der Hintergrund ist weiß. Zarte Farben beleben das Wesentliche. Die Mimik der Kinder ist mit kurzer Strichführung ausdrucksstark und kann von bereits kleinen Kindern gelesen werden. Die Steigerung von Wut und Frust ist neben der Mimik in der Gesichtsfarbe zu erkennen. Grafisch klasse gelöst. Die Altersempfehlung 3-6 Jahre finde ich passend.


Johanna Thydell, 1980 geboren, hat eine ganze Reihe erfolgreicher Jugendromane verfasst. Gleich ihr erstes, 2003 erschienenes Buch, »An der Decke leuchten die Sterne«, wurde mit dem renommierten August Prize ausgezeichnet, auch »Blödes Bild!« war für diesen Preis nominiert. Thydells erstes Bilderbuch, »Ein Schwein im Kindergarten«, hat sich in Schweden über 60.000 Mal verkauft und ist in 16 Ländern erschienen.

Emma AdBåge, 1982 geboren, hat Illustration studiert. Sie ist Autorin und Illustratorin zahlreicher Kinderbücher. Inspirieren lässt sie sich bei ihrer Arbeit von Kindern, ihrer Sprache und ihren Einfällen.


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W

Rezension zu "Blödes Bild!" von Johanna Thydell

Warmherzig erzählte und witzig illustrierte Geschichte über Lust und Frust des kreativen Schaffens
WinfriedStanzickvor einem Jahr


 

Die in Schweden sehr bekannte und erfolgreiche Schriftstellerin für Jugend- und Kinderbücher hat in ihrem hier in der deutschen Übersetzung von Maike Dörrie vorliegenden zweiten Bilderbuch eine schöne Geschichte erzählt, die allen kleinen Schwestern, größeren Brüdern und allen anderen Kindern, die manchmal etwas so richtig blöd finden, sicher gefallen wird.

 

Dazu tragen auch die witzigen und originellen Illustrationen von Emma Adbage bei, die die Geschichte auf ihre eigene Weise erzählen.

 

Das Buch handelt von der kleinen Minze. Wir wissen nicht ganz genau, wie alt sie ist, nur eins steht fest: ihr Bruder Max ist drei Jahre älter als sie. Und deshalb kann er auch vieles besser und schöner als Minze, zum Beispiel Malen.

 

Minze möchte auch so schön malen wie ihr Bruder, doch als sie, wohl an einem Wintertag, zusammen am Küchentisch sitzen, fällt ihr noch nicht einmal etwas ein, während ihr Bruder konzentriert an seinem Bild arbeitet, um das er seinen Arm wie eine Mauer legt, dass Minze nichts abschauen kann.

 

Doch dann hat Minze eine Idee: sie könnte doch Schnee malen. Doch weiß auf weiß geht nicht. Und dann geht alles schief. Kater Klas springt auf den Tisch und stösst die Blumenvase um. Während Max sein Bild rechtzeitig weggenommen hat, ist das von Minze klatschnass. Nachdem Minze es mit dem Fön getrocknet hat, sieht es furchtbar aus und aus lauter Wut knüllt sie es zusammen und schneidet mit ihrer Schere in den Papierball hinein.

 

Sie findet alles blöd, und schaut wütend aus dem Fenster, als ihr Bruder sie ruft und ihr zeigt, was aus dem zerschnittenen Papierball geworden ist: eine perfekte Schneeflocke. Max zeigt ihr sein Bild, ein schönes Porträt von Minze.

 

Und dann machen sie noch mehr Schneeflocken, die sie ans Fenster hängen. Und Minze zeigt ihren großen Bruder, wie es geht.

 

„Blödes Bild“  ist nicht nur eine warmherzig erzählte und witzig illustrierte Geschichte über Lust und Frust des kreativen Schaffens, sondern auch das wunderbare Porträt einer kleinen Schwester, die gerne alles so gut können möchte wie ihr Bruder und die sehr, sehr wütend wird, wenn nichts so gelingt, wie sie sich das vorstellt. Und es ist das sympathische Beispiel eines älteren Bruders, der seine Schwester sehr lieb hat und ihr am Ende ein große Freude macht, indem er ihr zeigt, dass sie viel mehr kann, als sie glaubt.

 

 

 

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S

Rezension zu "An der Decke leuchten die Sterne" von Johanna Thydell

Rezension - An der Decke leuchten die Sterne von Johanna Thydell
Sandra_Lessigvor 3 Jahren

Informationen zum Buch:


- Titel: An der Decke leuchten die Sterne
- Autor: Johanna Thydell
- Seiten: 255
- Verlag: Oetinger
- Reihe: /
- Ersterscheinung: 2005 (in Deutschland)
- ISBN: 9783789148033
- Format: Hardcover
- Preis: 17,00 €
- Originaltitel: I taket lyser stjärnorna
- Sprache: auf Deutsch gelesen
- Genre: Roman
- Altersfreigabe: ab 12 Jahre

Der Autor:


Johanna Thydell, geboren 1980 im schwedischen Småland, studiert Film und Literatur an der Universität Stockholm. Für hren Romandebüt An der Decke leuchten die Sterne wurde sie mit dem renomierten schwedischen August-Preis ausgezeichnet.

Die ersten Sätze:


Mama muss dir etwas erzählen.
Genau so hatte sie es gesagt, mit genau dieser Stimme. So einer Erwachsenenstimme. Jenna hatte auf der Schwelle zu Mamas Schlafzimmer gestanden, unterm Arm ihr Kuscheltier Ragnar. Auf dem Bett dort drinnen lag Mama, in eine verfilzte Decke gewickelt. Sie machte ein ernstes Gesicht.
Mama muss dir etwas erzählen.
Genau so hatte sie es gesagt, und Jenna hatte geantwortet was denn oder vielleicht sag schon oder irgendwas anderes, sie erinnert sich nicht mehr. Es ist so lange her.
Schon sieben Jahre, vier Monate und sechzehn Tage.
Es hatte in den Dielen geknackt, als Jenna es schließlich gewagt hatte, ihre Füße in den Mickymausstrümpfen ins Zimmer zu setzen. Vorsichtig schlich sie zu Mamas Bett und hockte sich auf die weiche Kante. Mama nahm Jennas Hand und draußen schneite es. Die Schneeflocken zerplatzten an der Fensterscheibe. Jenna fragte sich, ob das wohl wehtat.
Jenna, sagte Mama und fing Jennas Blick ein, der sich in dem großen Zimmer ein wenig verloren hatte. Jenna, hörst du zu?
Jenna nickte und presste Ragnar ganz fest an sich.
Du verstehst, Jenna, fuhr Mama fort, dass ich krank bin. Ja, also, nicht nur so, dass ich brechen muss wie du zu Ostern, oder so was Ähnliches. Nein, ich bin nicht auf diese Weise krank. Ich war heute beim Doktor und ...
Mama wartete.
Jenna wartete.
Ragnar wartete.
Und die Schneeflocken zerplatzten am Fenster.
Jenna, sagte Mama. Ich habe Krebs. Ich habe Krebs in der Brust bekommen.

Die Buchrückseite:

An der Decke kleben selbst leuchtende Sterne. Die Sterne erwachen zum Leben, wenn es dunkel wird. Immer wenn Jenna im Bett liegt und nicht schlafen kann, schaut sie zu ihnen hoch, zum Sternenhimmel. Früher kam Mama jeden Abend herein und streckte sich neben ihr aus. Dann haben sie dagelegen und geredet, ganze Ewigkeiten lang, über alles und nichts, über Wichtiges und Unwichtiges. Das war früher. Jetzt ist Jennas Bett zu weich für Mamas kranke Glieder. Sie hat Brustkrebs. Jennas Alltag wird von der Krankheit der Mutter bestimmt. Gleichzeitig wünscht sie sich ein normales und unbeschwertes Teenagerleben.

Inhalt:


Als Jenna in der Schule ein Gedicht über die Liebe schreiben soll, schreibt sie nicht über Zacke, den sie heimlich liebt, sondern über ihre Mutter, die Krebskrank ist.

Jenna wünscht sich ein ganz normales Leben. So wie Vicki es hat. Vicki, die auf den ersten Blick zwar schrecklich oberflächlich wirkt, mit ihren Partys, Jungsgeschichten und weiten Ausschnitten, die dann aber für Jenna da ist, als das geschieht, was nicht geschehen darf. In Vicki findet Jenna jemanden, der sie wirklich versteht.



Meine Meinung:



Das Buch ist sehr traurig, da es um den Tod der Mutter geht, aber auch schön, wenn man liest, wie Jenna Freunde findet, die ihr in ihrer schlimmen Situation beistehen und helfen.

Fazit:


Wegen dem überkindlichen Schreibstil bekommt das Buch von mir "nur" 4 Sterne.

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Zusätzliche Informationen

Johanna Thydell wurde am 01. Januar 1980 in Småland (Schweden) geboren.

Community-Statistik

in 127 Bibliotheken

auf 16 Wunschzettel

von 2 Lesern aktuell gelesen

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