Johanna Wiesner Nebelgrund

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Inhaltsangabe zu „Nebelgrund“ von Johanna Wiesner

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  • Rezension zu "Nebelgrund" von Johanna Wiesner

    Nebelgrund

    steffi_schaaf

    20. February 2013 um 20:59

    Jaque Buchner hat den Ersten Weltkrieg überstanden und kehrt auf Wunsch des heimischen Paters in sein Heimatdorf zurück. Doch in der alten heruntergekommenen Familienvilla plagen ihn bald die Erinnerungen aus seiner Kindheit. Vor 20 Jahren kamen seine Schwester und zwei weitere Mädchen grausam ums Leben. Fremde Stimmen und Visionen im Kopf deuten darauf hin, dass sich das fürchterliche Verbrechen wiederholen wird. Die Witwe Anna unterstützt ihn im Kampf gegen das Monster, welches seit Jahrzehnten nur auf diesen Moment gewartet hat. Die Autorin Johanna Wiesner bat mich um die Rezension zu diesem Buch. Zunächst war ich ein bisschen skeptisch, als ich historischer Schauerroman las. Für Schauer bin ich gern zu haben, historische Geschichten sind nicht so wirklich mein Gebiet. Aber diese Mischung interessierte mich und ich tauchte ein in das Geschehen Anfang der 1920er Jahre. Bereits nach den ersten Seiten hatte mich der bayrische Winter gefangen, ebenso die Sorgen der Menschen nach dem Ersten Weltkrieg. Hunger und Inflation werfen einen dunklen Schatten auf das Leben. Jaque ist mittellos, mit nur wenig Geld in den Taschen und ohne Job macht er sich daran sein Leben wieder aufzubauen, für sich und seine Nichte. Viel Unterstützung bekommt er nicht im Dorf, hat viele Leute im Nacken sitzen, die ihm nicht gut gesinnt sind und ihm seinen Umgang zu der Anna verbieten wollen, die ein dunkles Geheimnis mit sich trägt. Einfach hat er es nicht, ich konnte sehr gut mitfühlen, seine Ängste und Sorgen gut verstehen, will er doch nur das Beste. Und dann setzen die Stimmen und Visionen ein, die ihn von der Realität entfernen in eine andere, mystische Welt voller Okkultismus. Für mich als Leser war es sehr interessant soviel zu erfahren über Runen, das Alphabet Futhark und die unterschiedlichen Bedeutungen, die sich hinter den Zeichen verbergen. Hier merkt man deutlich, wie sehr sich die Autorin damit befasst hat und wie viel Wert sie auf richtige Recherchen legt. Das Buch fesselte mich gerade deswegen wahnsinnig, es hatte alles zu bieten, was das Herz begehrt. Schwierige Familienverhältnisse, Herzschmerz und Liebesgeschichte, historische und mystische Elemente, sowie die richtige Portion an Horror, Schauer und Blut. Zum Ende hin sollte sich der Leser aber sehr stark konzentrieren, denn es geht weit weg von der Realität, tiefer ins Okkulte hinein. Hier könnte man leicht den Faden verlieren, doch dranbleiben lohnt sich. Und wer meint, das Ende zu kennen, der wird eine Überraschung erleben. Fazit: Ein sehr tolles Buch, mit sehr starken Persönlichkeiten, die alle auf ihre Weise berührten, faszinierten oder schockierten. Die Geschichte ist sehr gut gelungen und recherchiert. Die Autorin hat sicherlich sehr viele Stunden über diverser Literatur gehangen. Ganz großes Lob hier an die Ausdauer und die ausführlichen Erklärungen. Für mich ein großartiges Werk, das ich sehr gerne weiterempfehlen möchte, gerade dann, wenn man mal etwas anderes lesen möchte, vor allem weil es sehr kreativ und ausgefeilt ist. Meine Erwartungen hat es weit übertroffen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Schriftstellerin. Sie hat mir wirklich sehr interessante und spannende Stunden geboten.

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  • Rezension zu "Nebelgrund" von Johanna Wiesner

    Nebelgrund

    Arthanis

    17. December 2012 um 14:39

    Sehr informativ und spannend

  • Rezension zu "Nebelgrund" von Johanna Wiesner

    Nebelgrund

    lord-byron

    02. December 2012 um 19:31

    Jaque Buchner wird von seiner Wirtin darauf hingewiesen, dass ein Pater Anselm sich mit ihm im Münchner Bürgerbräu treffen möchte. Was will der Freund seines Ein ganz herzliches Dankeschön an die Autorin für das Rezensionsexemplar Vaters, mit dem er schon vor Jahren gebrochen hatte, von Ihm? Neugierde und Hunger treiben ihn zu dem vorgeschlagenen Treffpunkt und er findet den Pater auch bald. Doch im Bürgerbräu ist die Hölle los. Die Herren Hilter, Ludendorff, Seißer und Lossow setzen die Regierung ab. Als Jaque und der Pater das Bürgerbräu verlassen wollen, wird Jaque als Kommunist erkannt und in Haft gesteckt. Pater Anselm lässt seine Beziehungen spielen und der junge Buchner wird unter der Bedingung frei gelassen, dass er München sofort verlässt und zurück in sein Heimatdorf Wulferbach geht um sich um seine Nichte Marie zu kümmern, die außer ihm keinen Verwandten mehr hat. Jaques Vater ist schwer krank und seit einiger Zeit verschwunden. Die Dorfbewohner sind sich sicher, dass der alte Buchner Selbstmord begangen hat. Doch es gibt einen ganz anderen Grund für das Verschwinden des alten und kranken Mannes. Vor vielen Jahren verschwanden 3 Mädchen aus dem Dorf und wurde brutal getötet aufgefunden. Das Gleiche scheint sich jetzt zu wiederholen und nur der Pater und der alte Buchner haben eine Idee, wie man die Gefahr vielleicht abwenden kann. Im Mittelpunkt stehen eine alte Handschrift und eine Reliquie, die in der Lage sein sollen, das Böse abzuwenden. Ganz ehrlich? Ich hatte große Probleme mit dieser Geschichte, was wahrscheinlich hauptsächlich daran lag, dass ich mehr Grusel und weniger historisches erwartet hatte. Die ersten Hälfte des Buches ist aber ein rein historischer Roman der im Jahre 1923 spielt. Das Geld ist nichts mehr wert, die Leute hungern, haben keine Arbeit und sind verzweifelt. Es ist die Zeit nach dem ersten und vor dem zweiten Weltkrieg. Die Zeit in der ein Mann namens Hitler den Menschen wieder Mut macht und ihnen Arbeit und Brot verspricht. Und der historische Part ist auch wirklich gut geschrieben und recherchiert, aber nicht das, was ich mir erhofft hatte. Hier spielt eine weite Strecke von München entfernt, in dem Dörfchen Wulferbach diese Geschichte von den 3 ermordeten Mädchen und der Gewissheit, dass das Gleiche noch einmal passieren wird. Denn der Mörder war keiner aus Fleisch und Blut. Die germanische Gesinnung der Protagonisten zieht sich durch die ganze Geschichte und mir wäre, ehrlich gesagt, ein weniger politisches Buch lieber gewesen. Denn ich wollte eigentlich einen Schauerroman lesen. Und auch als es dann zu den übernatürlichen Stellen kam, wollte sich bei mir einfach keine Gänsehaut einstellen. Die Geschichte konnte mich einfach nicht packen, was aber zum größten Teil wohl an mir lag, weil ich mit ganz falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Außerdem störten die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler den Lesefluss erheblich. Aber das kann ja noch behoben werden. Ich bin mir sicher, dass das Buch seine Fans haben wird. Aber das werden eher die Freunde des historischen Romans und nicht die Horrorfreunde sein. Die Idee war durchaus gut und der Schreibstil auch schön flüssig, aber diese Geschichte und ich haben einfach nicht zueinander gepasst. Das passiert ab und zu. Ich vergebe für diesen Roman 3 von 5 Punkten und empfehle ihn allen, die sich für diese Anfänge des zweiten Weltkrieges und die Gesinnung des kleinen Mannes zu dieser Zeit interessieren.

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  • Rezension zu "Nebelgrund" von Johanna Wiesner

    Nebelgrund

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. December 2012 um 18:15

    Es gibt sie noch. Bücher, die man beginnt und die dann sofort so fesseln, dass man sie bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen kann. "Nebelgrund" von Johanna Wiesner ist eines dieser Bücher. Außergewöhnlich ist es noch dazu, denn selten findet man eine so gelungene Mischung aus historischem Roman, Krimi und Horror/Mystery-Thriller. Auch Freunde von Kirchen- und Verschwörungsromanen werden auf ihre Kosten kommen. Das politische Geschehen entspricht den Tatsachen; Johanna Wiesner hat hervorragend recherchiert. Die Story ist hervorragend erzählt, sehr spannend und unheimlich. Alle Figuren wirken lebendig und authentisch. Auch das Ende hat es wirklich in sich und wird den Leser noch etwas länger beschäftigen. "Nebelgrund" gehört zu den echten Highlights 2012. Fazit: Unheimlich, spannend, außergewöhnlich. Unbedingte Lesempfehlung.

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