Johannes Anyuru

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Johannes Anyuru

Johannes Anyuru wurde 1979 in Schweden geboren und gilt als einer der wichtigsten Jung-Autoren seines Landes. Er schreibt Gedichte und Romane. Sein Vater, dessen Schicksal er in seinem viel prämierten Roman "Ein Sturm wehte vom Paradiese her" (Herbst 2015 bei Luchterhand erschienen) verarbeitet, stammt aus Uganda.

Alle Bücher von Johannes Anyuru

Johannes AnyuruEin Sturm wehte vom Paradiese her
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Ein Sturm wehte vom Paradiese her
Ein Sturm wehte vom Paradiese her
 (3)
Erschienen am 28.09.2015
Johannes AnyuruEin Sturm wehte vom Paradiese her
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Ein Sturm wehte vom Paradiese her
Ein Sturm wehte vom Paradiese her
 (0)
Erschienen am 11.09.2017
Johannes AnyuruStorm Blew in from Paradise
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Storm Blew in from Paradise
Storm Blew in from Paradise
 (0)
Erschienen am 12.03.2015

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Rezension zu "Ein Sturm wehte vom Paradiese her" von Johannes Anyuru

Aktuell: So brutal zerstört Geschichte die eigenen Lebenspläne
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme ist die Thematik in „Ein Sturm wehte vom Paradiese her“ aktueller denn je: Johannes Anyuru erzählt die Geschichte seines Vaters, der über zahlreiche Stationen aus Uganda nach Schweden floh und doch nirgendwo eine Heimat fand.

Der Inhalt
Ein Mann sitzt im Zug. Er weiß weder, was er dort macht, noch was er erlebt hat. Lediglich der Vollmond, der gerade über dem Horizont steht, ruft einen Schimmer Erinnerungen hervor. Seine eigene Geschichte kennt er aber immer noch nicht.


Der Mann ist der Vater des Autors.  Er wollte Kampfpilot in der ugandischen Luftwaffe werden und durchlief in den ausgehenden 1960er Jahren in Athen eine entsprechende Ausbildung. Doch kurz vor seinem Examen putschte sich Idi Amin 1971 an die Macht in Uganda. Seine Herrschaft sollte sich als eines der blutigsten Regimes in Afrika erweisen. Nun trifft der junge Mann eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen: Entgegen den Befehlen kehrt er nicht nach Uganda zurück, sondern flüchtet nach Somalia, wo er schließlich aufgegriffen und auf brutale Weise verhört wird. Schließlich führt ihn seine persönliche Odyssee nach Schweden. Doch Heimatgefühl stellt sich nie ein.

Wenn der Sturm der Geschichte persönliche Schicksale hinwegfegt
Der Autor nutzt mehrere Zeitebenen, um die Geschichte seines Vaters zu erzählen, der selbst ohne Vater aufgewachsen ist. Seine einfühlsamen berühren mich als Leser. Doch Johannes Anyuru erzählt mehr als seine Familiengeschichte, mit der er auch einen Teil seiner persönlichen Vergangenheit aufarbeitet. Er vermittelt mir als Leser ein Gefühl dafür, wie Flüchtlinge den Verlust von Heimat und persönliche Einsamkeit empfinden. Mich beeindruckt, wie sehr es Johannes Anyuru schafft, aus der Distanz zu schreiben, obwohl er einen Teil seiner persönlichen Vergangenheit schildert.

Mein Fazit
Ein fesselnder und berührender Roman über das Schicksal eines Menschen, dessen persönliche Zukunft durch den Lauf der Geschichte brutal verändert wird. Leseempfehlung!

Autor der Rezension ist Harry Pfliegl. Er ist Autor im Pool von [Der Mann für den Text] Detlef Plaisier.

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Rezension zu "Ein Sturm wehte vom Paradiese her" von Johannes Anyuru

Eine andere Flucht-Geschichte
skywatchervor 2 Jahren

Johannes Anyuru ist ein schwedischer Schriftsteller und zählt zu den Autoren der schwedischen Einwandererliteratur.
Mit "Ein Sturm wehtem vom Paradiese her" hat er einen sehr einfühlsamen, bewegenden Roman über seinen eigenen Vater geschrieben, der aus Uganda, über viele Umwege, Stationen und qualvolle Erfahrungen, in Schweden gelandet ist, um dort doch nicht anzukommen.
Der Vater hatte nur einen Traum: Pilot werden und fliegen. Die Ausbildung absolvierte er in Athen, wollte wegen des Putsches von Idi Amin nicht nach Uganda zurückkehren, sondern nach Sambia flüchten und wurde aufgegriffen und abgehört. In Nairobi lernte er eine Schwedin kennen, mit der die Beziehung zwar nicht lange hielt, aber aus der zwei Söhne hervorgingen. Mit der Ankunft in Schweden stellte sich jedoch auch dort kein Heimatgefühl ein.
"Ein Sturm wehte vom Paradiese her" ist ein sehr berührendes Buch, das die Einsamkeit und Heimatlosigkeitsgefühle vieler Flüchtlinge erspüren lässt. Besonders gut gefallen hat mir, dass das der Sohn die Geschichte seines Vaters beschrieben hat und eigentlich aus der Distanz über die einzelnen Stationen seines Vaters berichten konnte. Es ist ein sehr aktuelles Buch, und mit den Gebieten Afrika/Schweden auch anders als zB "Ohrfeige" von Abbas Khider, der als irakischer Flüchtling in Deutschland angekommen ist.
Sehr empfehlenswert!

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Zusätzliche Informationen

Johannes Anyuru wurde am 23. März 1979 in Boras (Schweden) geboren.

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