Johannes Anyuru Ein Sturm wehte vom Paradiese her

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Inhaltsangabe zu „Ein Sturm wehte vom Paradiese her“ von Johannes Anyuru

Johannes Anyuru hat einen fesselnden, berührenden Roman über seinen Vater geschrieben – und darüber, wie ein Mensch von den Stürmen der Geschichte erfasst und gezwungen werden kann, alles zu riskieren, um dem Tod zu entfliehen. Es ist ein Buch über persönlichen Mut, das zeigt, wie eine einzige Entscheidung ein ganzes Leben verändern kann. Es erzählt von der Tragik eines Menschenlebens, das exemplarisch für das Leben so vieler Getriebener und Vertriebener im 20. Jahrhundert steht.

Roman über das Schicksal eines Menschen, dessen persönliche Zukunft durch dGeschichte brutal verändert wird. Fesselnd. Lesempfehlung!

— stadtschreiber
stadtschreiber

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    Ein Sturm wehte vom Paradiese her
    stadtschreiber

    stadtschreiber

    23. December 2016 um 17:49

    Angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme ist die Thematik in „Ein Sturm wehte vom Paradiese her“ aktueller denn je: Johannes Anyuru erzählt die Geschichte seines Vaters, der über zahlreiche Stationen aus Uganda nach Schweden floh und doch nirgendwo eine Heimat fand. Der Inhalt Ein Mann sitzt im Zug. Er weiß weder, was er dort macht, noch was er erlebt hat. Lediglich der Vollmond, der gerade über dem Horizont steht, ruft einen Schimmer Erinnerungen hervor. Seine eigene Geschichte kennt er aber immer noch nicht. Der Mann ist der Vater des Autors. Er wollte Kampfpilot in der ugandischen Luftwaffe werden und durchlief in den ausgehenden 1960er Jahren in Athen eine entsprechende Ausbildung. Doch kurz vor seinem Examen putschte sich Idi Amin 1971 an die Macht in Uganda. Seine Herrschaft sollte sich als eines der blutigsten Regimes in Afrika erweisen. Nun trifft der junge Mann eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen: Entgegen den Befehlen kehrt er nicht nach Uganda zurück, sondern flüchtet nach Somalia, wo er schließlich aufgegriffen und auf brutale Weise verhört wird. Schließlich führt ihn seine persönliche Odyssee nach Schweden. Doch Heimatgefühl stellt sich nie ein. Wenn der Sturm der Geschichte persönliche Schicksale hinwegfegt Der Autor nutzt mehrere Zeitebenen, um die Geschichte seines Vaters zu erzählen, der selbst ohne Vater aufgewachsen ist. Seine einfühlsamen berühren mich als Leser. Doch Johannes Anyuru erzählt mehr als seine Familiengeschichte, mit der er auch einen Teil seiner persönlichen Vergangenheit aufarbeitet. Er vermittelt mir als Leser ein Gefühl dafür, wie Flüchtlinge den Verlust von Heimat und persönliche Einsamkeit empfinden. Mich beeindruckt, wie sehr es Johannes Anyuru schafft, aus der Distanz zu schreiben, obwohl er einen Teil seiner persönlichen Vergangenheit schildert. Mein Fazit Ein fesselnder und berührender Roman über das Schicksal eines Menschen, dessen persönliche Zukunft durch den Lauf der Geschichte brutal verändert wird. Leseempfehlung! Autor der Rezension ist Harry Pfliegl. Er ist Autor im Pool von [Der Mann für den Text] Detlef Plaisier.

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    Ein Sturm wehte vom Paradiese her
    skywatcher

    skywatcher

    02. June 2016 um 15:13

    Johannes Anyuru ist ein schwedischer Schriftsteller und zählt zu den Autoren der schwedischen Einwandererliteratur.Mit "Ein Sturm wehtem vom Paradiese her" hat er einen sehr einfühlsamen, bewegenden Roman über seinen eigenen Vater geschrieben, der aus Uganda, über viele Umwege, Stationen und qualvolle Erfahrungen, in Schweden gelandet ist, um dort doch nicht anzukommen.Der Vater hatte nur einen Traum: Pilot werden und fliegen. Die Ausbildung absolvierte er in Athen, wollte wegen des Putsches von Idi Amin nicht nach Uganda zurückkehren, sondern nach Sambia flüchten und wurde aufgegriffen und abgehört. In Nairobi lernte er eine Schwedin kennen, mit der die Beziehung zwar nicht lange hielt, aber aus der zwei Söhne hervorgingen. Mit der Ankunft in Schweden stellte sich jedoch auch dort kein Heimatgefühl ein."Ein Sturm wehte vom Paradiese her" ist ein sehr berührendes Buch, das die Einsamkeit und Heimatlosigkeitsgefühle vieler Flüchtlinge erspüren lässt. Besonders gut gefallen hat mir, dass das der Sohn die Geschichte seines Vaters beschrieben hat und eigentlich aus der Distanz über die einzelnen Stationen seines Vaters berichten konnte. Es ist ein sehr aktuelles Buch, und mit den Gebieten Afrika/Schweden auch anders als zB "Ohrfeige" von Abbas Khider, der als irakischer Flüchtling in Deutschland angekommen ist.Sehr empfehlenswert!

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