Johannes Becker , Clemens Fuest Der Odysseus-Komplex

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Inhaltsangabe zu „Der Odysseus-Komplex“ von Johannes Becker

Was hat der Euro mit griechischer Mythologie zu tun? Ganz einfach: Wie Odysseus dem Klang der Sirenen, so haben die EU-Mitgliedstaaten der Verführungskraft neuer Schulden zu widerstehen. Im Rahmen der aktuellen Politik werden sie jedoch immer wieder schwach. Der Chef des ifo Instituts, Clemens Fuest, und der Ökonom Johannes Becker fesseln die Eurozone an den Mast. Sie schlagen einen Weg vor, der die demokratische Kontrolle der Staaten stärkt, diese bindend verpflichtet und die Währungsunion damit weniger krisenanfällig macht. Denn trotz Flüchtlingskrise und Terrorangst: Unsere größte Sorge sollte nach wie vor der wirtschaftspolitischen Struktur Europas gelten.

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    Der Odysseus-Komplex

    michael_lehmann-pape

    03. April 2017 um 12:29

    Anstoß zur DiskussionWie bei der Hydra scheint es, stehen die Europäer erstarrt, vor allem uneins, vor den wirtschaftlichen Problemen der Eurozone. Die gemeinhin mit Griechenland in erster Linie verbunden werden, die aber nicht nur eins, sondern mehrere strukturelle Probleme darstellen.Sparen oder Verschuldungsgrenzen lockern? Schuldenerlass oder eiserne Reformen) Ständiges Ausbalancieren eines labilen „Gebäudes“ oder grundlegende Reformen in Europa mit der Gefahr noch mehrerer „Austritte“ von Mitgliedsländern, sei es freiwillig, sei es erzwungen?Ruhig und sachlich nähern sich die beiden prominenten Wirtschaftler des Ifo-Instituts nun aus anderer (aber nicht völlig überraschender oder absolut neuer) Richtung dem europäischen Problem an.Unter „pragmatisch“ verstehen die Autoren vielmehr, das eben auch nicht „der Befreiungsschlag“ im Raum steht, sondern eine Abfolge einzelner Schritte notwendig wäre, bei denen bei jedem der Schritte die Tragfestigkeit dann zunächst geprüft und gesichert werden muss, bevor der nächste Schritt erfolgt.Was im Übrigen durchaus auch dem gesunden Menschenverstand naheliegt, denn in den letzten Jahren haben sich die Haltungen der Mitglieder der Eurozone nicht wirklich einander angenähert, noch sind die virulenten Probleme der Verschuldungen der Mitgliedsländer wirklich gelöst oder wenigstens soweit abgesichert, dass nicht das nächste „Lüftchen“ alles wieder in chaotische Bewegung versetzen würde.Ein Weg, auf dem wieder und wieder im Übrigen die eigenen Regeln gebeugt und gebrochen wurden (alleine schon, was das ständige Defizit mancher Staaten angeht). Hier Verbindlichkeit festzulegen und auch umzusetzen ist einer der wichtigen Schritte, die Becker und Fuest anmahnen. Wozu es andere Entscheidungs-, vor allem aber Kontrollgremien bedarf die eben nicht in ständigen Krisensitzungen der Finanzminister der Eurostaaten sich erschöpfen sollte.Neben vielen „kleineren“ Themen greifen die Autoren (ganz im Sinne der deutschen Haltung, im Übrigen), auch die Haltung der europäischen Zentralbank kritisch auf. Das „Fluten mit Geld“ ist keine tragfähige Lösung auf Dauer, kommt da nicht an, wo es für den Aufbau neuer und besserer Wirtschaftsstrukturen wichtig wäre und gibt der Zentralbank eine Kernstellung im Krisengeschehen, für die diese nicht geschaffen oder gedacht worden ist.So sachlich und überzeugend die einzelnen Maßnahmen im Buch begründet werden, so klar, wie Becker und Fues einen möglichen Weg aufzeigen, umgesetzt wird das wohl eher nicht in absehbarer Zeit. Was nicht an der Kompetenz der Vorschläge um Buch liegt, sondern daran, dass für auch diesen Weg heraus aus der Krise Entscheidungskompetenzen abgegeben werden müssten. Von Staaten an zentrale Einrichtungen, von der Zentralbank an ein Aufsichtsgremium etc.. Und Abgeben von Kompetenzen war noch nie eine Stärke der Mitglieder der Europäischen Union.Doch das die aktuelle, ständige „Subventionierung der Staatsschulden“ überhaupt keine Lösung darstellen und auf Dauer noch nicht einmal die Symptome der Krise übertünchen können, das ist offenkundig. Insofern ist dies ein wichtiges Buch, in dem klare Richtungen von Vernunft gestützt aufgezeigt werden.

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