Johannes Bobrowski Levins Mühle

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Levins Mühle“ von Johannes Bobrowski

Bobrowski hat seinen Roman im Westpreußen von 1874, im Kaiserreich, nicht weit von Thorn, angesiedelt. Er erzählt uns von der sehr besonderen Landschaft, von den Wiesen, den Wäldern und den Flüssen; er erzählt von den Tieren dort, den Pferden, den Schweinen und den Vögeln, die allein in unzähligen Arten vorkommen, seien es zarte Schwalben oder fette Gänse. Und er erzählt von den Menschen. Da sind die katholischen Polen, Juden, Zigeuner mit Geige, Vaganten, Kossäten, und natürlich die Deutschen, Baptisten, Adventisten, Methodisten. Ein lebhaftes Durcheinander. Die Geschichte, um die es geht, ist einfach: Der Großvater des Erzählers, Mühlenbesitzer und Deutscher, von dem es heißt, er leide an der Galle, hat das Wasser gestaut und dann die Mühle seines Konkurrenten, des Juden Levin, der wiederum am Herzen leidet, weggespült. Und weil sich der Levin das nicht gefallen lassen will, klagt er vor Gericht in der Stadt. In gemütlichem Tonfall erfahren wir diese spannungsgeladene Geschichte. Schnell sind wir mittendrin, hören den Leuten zu, so wie sie eben reden, maulfaul und redselig zugleich, hören ihren Dialekt und unbekannte, klingende Worte. Vor uns tut sich ein Reichtum an Sprache und Geschichten auf, wie er uns selten begegnet.

Ich habe es zum Fressen gerne, dieses Büchlein.

— LFrank
LFrank

Stöbern in Romane

Der Sommer der Inselschwestern

Typisch Mallery...es macht Lust auf eine Fortsetzung! Ein ganz toller Roman mit viel Gefühl!

Kristall86

Der Junge auf dem Berg

Wenn dich ein Buch verstört, fasziniert und einfach sprachlos zurück lässt...

joojooschu

Ein Gentleman in Moskau

Ein grandioses Meisterwerk, einer vergangenen Epoche,Lebendig und Kraftvoll erzählt

Arietta

Die goldene Stadt

Es benötigt viel Aufmerksamkeit,die Infos aus dem Buch aufzunehmen und in die Handlung einzutauchen,eher an freien Tagen lesen und ausgeruht

Kallisto92

Die Tänzerin von Paris

Streckenweise langatmige Analyse der Lucia Joyce zwischen Fiktion und Wahrheit.

SinjeB

Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein alter (kleiner) Schinken ...

    Levins Mühle
    LFrank

    LFrank

    22. August 2015 um 18:19

    ... aber sowas von lesenswert. Er hat es drauf, der Autor. Ohne Schnörkel und die oft so typischen Verrenkungen mancher Schreiber, die uns wissen lassen möchten, wie hochbegabt und Interletuell sie doch sind. Dafür umso unterhaltsamer, um so liebenswerter. Nicht weniger tiefgründig entführt er uns in eine Zeit, in der die Menschen noch andere Sorgen hatten, als nachzusehen, ob der Akku noch genug Saft hat. Immer wieder gerne Bobrowski.

    Mehr
  • Ein alter (kleiner) Schinken ...

    Levins Mühle
    LFrank

    LFrank

    22. August 2015 um 18:19

    ... aber sowas von lesenswert. Er hat es drauf, der Autor. Ohne Schnörkel und die oft so typischen Verrenkungen mancher Schreiber, die uns wissen lassen möchten, wie hochbegabt und Interletuell sie doch sind. Dafür umso unterhaltsamer, um so liebenswerter. Nicht weniger tiefgründig entführt er uns in eine Zeit, in der die Menschen noch andere Sorgen hatten, als nachzusehen, ob der Akku noch genug Saft hat. Immer wieder gerne Bobrowski.

    Mehr