Johannes Dillinger Kinder im Hexenprozess

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Inhaltsangabe zu „Kinder im Hexenprozess“ von Johannes Dillinger

In zahlreichen Hexenprozessen standen Kinder im Mittelpunkt als Angeklagte und als Zeugen der Anklage. Kinder wurden wegen Hexerei hingerichtet oder brachten selbst Erwachsene in Hexereiverdacht. Johannes Dillinger erklärt, wie Hexenprozesse mit Kindern im Zentrum entstanden und welche Rolle sie während der großen Hexenjagden spielten. Ausführlich geht er auf Fallbeispiele aus ganz verschiedenen Regionen ein. In Hexenprozessen traten Schulkinder, Pfarrerssöhne und Mädchen 'aus bestem Hause' ebenso auf wie vernachlässigte Waisen, Straßenkinder und minderjährige Kriminelle.§Die Schilderung all ihrer Fälle fördert Details zu Tage, die heute grotesk anmuten. Dillinger ordnet die Geschichten in den historischen Kontext ein: Für ihn stehen die Kinder an der Schnittstelle von Erziehung und Magie. Ihre Geschichten zeigen die Wandlungen im Verhältnis von Kindern, Eltern und Schule. Zugleich fügen sie sich ein in eine umfassende Weltsicht, für die die Wirksamkeit von Zauber, die Existenz des Teufels und vieler Geister selbstverständlich war. §

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  • Ein sehr informatives Buch

    Kinder im Hexenprozess

    WinfriedStanzick

    05. December 2013 um 08:28

      Der in Oxford und Mainz lehrende Autor des vorliegenden Buches, der Historiker Johannes Dillinger, gilt als einer besten Kenner der Hexenprozesse. Was landläufig wenig bekannt ist, ist die Tatsache, dass in zahlreichen dieser Prozesse Kinder eine tragende Rolle spielten. Entweder wurden sie selbst der Hexerei bezichtigt, angeklagt und hingerichtet, oder sie traten als Zeugen und Denunzianten auf und brachten somit Erwachsenen in den Verdacht, sich der Hexerei hinzugeben.   Zahlreiche Geschichten und Fälle hat Dillinger sehr gut lesbar in seinem aufschlussreichen Buch dokumentiert, und er ordnet sie ein in einen historischen Kontext, in dem er Kinder stehen sieht an der Schnittstelle zwischen Erziehung und Magie. Sie zeigen die Veränderungen im Verhältnis zwischen Kindern, Eltern und Schule und lassen für den Leser eine Welt wieder auferstehen, in der die Existenz des Teufels und von Geistern und vor allen Dingen die Wirksamkeit von Zauberei etwas ganz Normales war. „Erwachsene machten Kinder zu Kinderhexen. Das gelang besonders leicht, weil die Frühe Neuzeit die Kulturbereiche von Kindern und Erwachsenen weniger scharf trennte als die Moderne. Die konkreten Zugriffsmöglichkeiten Erwachsener auf Kinder wurden dadurch gesteigert, dass viele der verdächtigten Kinder aus problematischen sozialen und familiären Verhältnissen stammten. Viele von ihnen waren arm.“   Dillinger zeigt auch Parallelen auf zu Kinderheiligen, wo ein ähnlicher Prozess in umgekehrter Richtung verlief.   Ein sehr informatives Buch.

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