Johannes Ebert Menschenrechte und Kultur

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Inhaltsangabe zu „Menschenrechte und Kultur“ von Johannes Ebert

Im Zeitalter der Globalisierung hat das Thema der "kulturellen Identität" neue Brisanz gewonnen und bestimmt die Diskussion über die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte.§Unter anderen hinterfragt der Philosoph Georg Lohmann das Verhältnis von Menschenrechten und Kultur auf der Grundlage der internationalen Vereinbarungen; Heiner Bielefeldt berichtet aus der Praxis des UN-Sonderberichterstatters über gelebte kulturelle Vielfalt in Sierra Leone; Navid Kermani erzählt vom Leben mit und in verschiedenen Kulturen; Achille Mbembe entwickelt die Vision der kulturellen Identität der Zukunft. Und Irina Bokova berichtet über die Arbeit der UNESCO und den Dialog der Kulturen.§Die Verwirklichung der Menschenrechte ist nicht nur eine Frage von Verträgen, sie ist eine zivilgesellschaftliche Aufgabe. Davon handelt das zentrale Kapitel mit Beispielen aus dem Sport (zum Mädchenfußball in islamischen Gesellschaften), den Künsten (über das irakische nationale Jugendorchester), der politischen Bildung (von Schulbüchern, Wissenstransfer) sowie der Arbeit der Kulturinstitutionen.

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  • Globale „Kulturrechte“

    Menschenrechte und Kultur
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    16. December 2014 um 12:12

    Globale „Kulturrechte“ Neben den oft primär verhandelten Themen wie Bürgerrechte, Rechtsprechung, menschenwürdiges Leben und anderen kommt, zumindest in der öffentlichen Diskussion, das Verhältnis der Menschenrechte zur Kultur oft zu kurz. In diesem Band der Reihe „Perspektive Außenkulturpolitik“ stellen die Herausgeber und Autoren die „kulturellem Identität“ mit in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen und dies zu Recht gerade im Blick auf die wieder wachsende Regionalisierung in der Sorge des Verlustes kultureller Identität. Neben den „universalen“ Menschenrechten tritt so die Bewegung regionaler Werteschärfung und Werterhaltung und spricht aktuell mit „lauterer Stimme“. „So einfach ist das nicht mit der Universalität“ (der Menschenrechte), wie die Herausgeber angesichts dieser Situation betonen. Und so ist es gut, dass im Buch die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ in vollem Wortlaut ebenfalls mit abgedruckt vorliegt, um den alltäglich doch oft verkürzten Darstellungen ein stückweit entgegen zu wirken. Wie nun ist das mit dem „universellen Anspruch“ und den ganz realen Erfahrungen vor Ort im Blick auf die aktuell drängenden Fragen der Gegenwart was Wachstum, Unrechtserfahrungen, Kampf gegen Ungerechtigkeit und die konkreten Handlungsaufforderungen aus den Menschenrechten heraus angeht? Diesem wendet sich der erste, grundlegende Teil des Bandes zu, bevor die Formen und Möglichkeiten kultureller Identität im „kosmopolischen Licht“ beleuchtet werden. Wie sich Künste, Bildung und Kultur zu und mit den Menschenrechten verhalten ist Thema des dritten Hauptteils, bevor abschließend die UNESCO auch als „Brücke“ gewürdigt wird, um die Menschenrechte mit ihrem universellen Anspruch in einer „Welt der Vielfalt“ zu fördern. Das Verbindende zu sehen,. In den einzelnen kulturellen Feldern zu verstehen, dafür einzustehen und das ohne die „Vielfalt“ zu bedrohen, die Beiträge dieses Bandes bieten vielfältige Ansätze zur Diskussion und zum Weiterdenken, beide Seiten der Medaille im Sinn zu behalten und dennoch an der Allgemeinverbindlichkeit der Menschenrechte keine Abstriche hinzunehmen. Eine interessante und im Einzelnen wichtige Lektüre, gerade angesichts der starken Kräfte zur „Regionalisierung des Lebens“ mit dann ganz eigenen Wertegefügen (islamische, russische, afrikanische, asiatische, europäische Wertsysteme). Lässt man hier die Zügel zu sehr schleifen besteht, wie aktuell am Zustand mancher Regionen abzulesen, nicht nur die Gefahr von „Sonderwegen“, sondern zudem die Gefahr der Regression, was die Wertschätzung anderer Kulturen als der je eigenen betrifft. Christenverfolgung, Annexion von Gebieten anderer Staaten, Säbelrasseln, wirtschaftliche Sanktionen, die Gefahr einer Isolation und Absonderung ist drängend. Hier bietet das Werk wichtige Beiträge zur Diskussion.

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