Johannes Gönner

 3 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor*in von Nichts ist vergessen, Der brennende Kelch und weiteren Büchern.
Autorenbild von Johannes Gönner (© privat / Quelle: Styria Books)

Lebenslauf

geb. 1959, ist Pfarrer der Canisiuskirche in Wien und schreibt nebenher Kirchenkrimis. Im St. Benno Verlag erschienen Die Michelangelo-Verschwörung, Die Prophetin der letzten Tage, Der brennende Kelch und Das geheimnisvolle Kloster.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Kreta sehen und sterben (ISBN: 9783746266039)

Kreta sehen und sterben

Erscheint am 31.07.2024 als Gebundenes Buch bei St. Benno.

Alle Bücher von Johannes Gönner

Cover des Buches Nichts ist vergessen (ISBN: 9783222134500)

Nichts ist vergessen

 (3)
Erschienen am 30.06.2014
Cover des Buches Der brennende Kelch (ISBN: 9783746257150)

Der brennende Kelch

 (1)
Erschienen am 29.04.2020
Cover des Buches Die Michelangelo-Verschwörung (ISBN: 9783746262925)

Die Michelangelo-Verschwörung

 (0)
Erschienen am 15.12.2022
Cover des Buches Kreta sehen und sterben (ISBN: 9783746266039)

Kreta sehen und sterben

 (0)
Erscheint am 31.07.2024

Neue Rezensionen zu Johannes Gönner

Cover des Buches Nichts ist vergessen (ISBN: 9783222134500)
A

Rezension zu "Nichts ist vergessen" von Johannes Gönner

Kirche modern
Anna_Resslervor 3 Jahren

Inhalt: Seltsame Dinge ereignen sich in diesem Sommer in der Wiener Canisiuskirche. Großzügige Geschenke erreichen die Pfarre, andererseits ereignen sich auch einige Sabotageakte. Dann stürzt ein Mann vom Kirchturm. Ist es Zufall oder Mord? Die Mitglieder der Gemeinde verhalten sich jedenfalls seltsam. Grund genug für Pfarrer Stefan Katzner seine Schäfchen genau im Auge zu behalten.

Meine Meinung: Der Pfarr-Krimi wurde durchgängig aus der "Ich"- Perspektive erzählt, womit ich vor allem durch den häufigen Personenwechsel Probleme hatte. Diese Sprünge zwischen den vielen Mitwirkenden empfand ich als äußerst anstrengend. 

Der Schreibstil war in Ordnung, konnte mich aber leider nicht fesseln. Die Ereignisse reihten sich aneinander und ich konnte keinen roten Faden erkennen. Nach gut der Hälfte des Buches war immer noch nichts Gravierendes passiert und ich spielte sogar mit dem Gedanken es abzubrechen - habe es aber dann doch durchgezogen. Endlich kam dann etwas Schwung und Leben in die Geschichte und es gab durchaus ein paar spannende Momente. Wobei ich vom Ende enttäuscht war. Die Wechsel zwischen Wien und Kreta leben vor allem durch die Ortsbeschreibungen, die bei mir Reiselust wecken. 

Die Protagonisten, für mich ist nicht ganz klar wer hier aller dazugehört, hatten zwar ein paar Ecken und Kanten, schafften es aber nicht mich zu begeistern. Sie blieben mir fremd.

Ich würde das Buch definitiv nicht als Krimi einordnen, es war für mich eher eine Erzählung. Der Autor hatte ein paar witzige Einfälle und mich auch öfter zum Schmunzeln gebracht, dennoch - überzeugen konnte er mich nicht.

Fazit: Ich gebe dem Buch 2,5 Sterne für originelle Einfälle und dem Traumziel Kreta. 

Cover des Buches Nichts ist vergessen (ISBN: 9783222134500)
nicolecarinas avatar

Rezension zu "Nichts ist vergessen" von Johannes Gönner

Erfrischend anders
nicolecarinavor 10 Jahren

Gerade in religiösen Kreisen ist oft von Vergebung die Rede. Doch in der Wiener Pfarre Canisius scheint ein Schäflein das Vergeben noch ein bisschen üben zu müssen: “Nichts ist vergessen” ist ein neuer Krimi von Johannes Gönner und offenbar das Motto eines Spray-Attentäters, der seine knallroten Spuren immer drastischer in und um die Kirche hinterlässt.

Auch die äußerst spendablen Geschenke, die der Gemeinde neuerdings anonym zugespielt werden, geben Pfarrer Stefan Rätsel auf. Als dann noch ein Mann vom Kirchturm fällt, ist das Maß voll – die Polizei ermittelt in lle Richtungen. Und muss dafür bis nach Kreta reisen.

Ein Pfarrer der Krimis schreibt, das hat mich doch interessiert und zumindest in dieser Hinsicht wurde ich nicht enttäuscht: die etwas verarmte Wiener Gemeinde gibt eine so heimelige wie in diesem Fall auch skurille Kulisse für einen komplexen und charmanten Pfarr-Krimi ab. Pfarrer, Mesner, Haushälterin und einige andere höchst originelle Gemeindemitglieder verleihen der Story einen familiären und unterhaltsamen Charakter. Da passen die höchst überraschenden Auflösungen der verschiedensten “Vor-Fälle” prima dazu, keine Frage.

Einzig die Dramaturgie des Autors war mir – zumindest die ersten Kapitel – fast ein bisschen zu anstrengend. Es ist derzeit zwar trendy, dem Leser komprimierte Lesehäppchen vorzusetzen, doch die Aufteilung des Krimis in äußerst kurz gehaltene Kapitel, die zudem aus zwölf wechselnden Perspektiven erzählt sind, ermöglichen natürlich einen ungewöhnlichen und temporeichen Panoramablick aufs Geschehen, sind aber einfach nicht ganz mein Geschmack.

Ich hatte schon befürchtet, der rote Faden wird durch die extrem knappen Kapitel fast völlig zerhackt, doch der versierte Autor führt die verschiedenen Stränge gerade noch rechtzeitig und raffiniert zusammen, das muss man ja auch mal anerkennen.

Ich bin jedenfalls froh, an der Geschichte dran geblieben zu sein, denn Johannes Gönners Pfarr-Krimi entwickelte sich auch für mich zu einem außergewöhnlichen Ermittlungs-Vergnügen mit viel Wiener Schmäh. “Nichts ist vergessen” – erfrischend anders und ganz klar ein Lesetipp. Amen.

Cover des Buches Nichts ist vergessen (ISBN: 9783222134500)
Buecherspiegels avatar

Rezension zu "Nichts ist vergessen" von Johannes Gönner

Ein unterhaltsamer Kriminalroman mit liebevoll gezeichneten Charakteren
Buecherspiegelvor 10 Jahren

Eine Kirchengemeinde in Wien. Kaum noch kommt jemand in die Messe, das Interesse nimmt stark ab. Neue Ideen müssen her, um Einnahmen zu sichern, die die Kirche retten sollen. Wie das Geschehen kann, das bespricht der Gemeinderat. Und so lässt der Autor, Johannes Gönner, jeden der einzelnen Akteure mehrere Kapitel seines Kriminalromans aus deren Sichtweise erzählen. Wobei der Schwerpunkt eher beim Roman als beim Krimi liegt. Nichts wirklich Schlimmes passiert, und das ist ausnahmsweise auch gut so.

Liebevoll charakterisiert der Autor seine Figuren, die von einem Tag zum anderen sich wie verwandelt benehmen. Da verlässt eine Frau ihren Arbeitsplatz und vieles mehr, um ein neues Leben zu beginnen, ein Assistent des Pfarrers lebt plötzlich viel lieber auf einer griechischen Insel, und auch andere aus dem näheren Umfeld des Pfarrers krempeln ihre Leben um. Und dann sind da plötzlich die vielen Geschenke, die der Pfarrer nicht einzuordnen weiß, woher sie kommen und ob auch ja keine böse Absicht dahinter steckt, wie so mancher aus der Gemeinde meint.

Gönner, selbst Pfarrer in Wien, erklärt durch seine Protagonisten, wie schwierig es ist, an Gelder für die Erhaltung einer Kirche zu kommen. So wird die Kirche auch mal so bunt angemalt, dass sie nicht nur zum Stadtgespräch, sondern sogar in den Nachrichten anderer Erdteile erwähnt wird und der Pfarrer nicht mehr zu anderen Dingen kommt, weil er laufend Führungen begleiten muss. Das spült die notwendigen Gelder in den Opferstock, der für dringende Reparaturen benötigt wird, aber für anderes bleibt da keine Zeit. Zum Beispiel, um zu klären, wer ihm die ganzen Geschenke zukommen lässt.

Allerdings wird all das getrübt von mehreren kleineren und Farbanschlägen auf die Kirche und seine Mitglieder, sogar ein Fenstersturz, dramatisch in Szene gesetzt, passiert ausgerechnet dem stärksten Ideengeber zur Rettung der Kirche. Ob tatsächlich ein über hundert Jahre alter Streich eines verbitterten Handwerkers daran schuld ist? Oder doch ein anderer Übeltäter?

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman über die Schwierigkeiten, eine Kirche zu erhalten, die Stärke mancher Menschen ihr Leben nochmal von vorne beginnen zu lassen, mitsamt den Erfahrungen ihres bisherigen, und das am Ende auch mal alles gut sein kann.

 

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