Johannes Gunsenheimer Liliths Schergen erzählen: Kleine Schauergeschichten aus der Anderswelt

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Inhaltsangabe zu „Liliths Schergen erzählen: Kleine Schauergeschichten aus der Anderswelt“ von Johannes Gunsenheimer

Wenn einer mehrere tausend Jahre alt ist, wie zum Beispiel ein Dämon, dann weiß er einiges zu erzählen. Falls sich die Situation nun auch noch so gestaltet, dass sich unter den Zuhörern ein evangelischer Pfarrer befindet, können sich daraus durchaus interessante Zwiegespräche ergeben. Schließlich sieht ein protestantischer Theologe manche Dinge ein bisschen anders als ein Dämon.

Pfarrer Horst Kitz befindet sich als Gefangener in der düsteren und tristen Unterwelt der sadistischen und dennoch charismatischen Urvampirin Lilith. Gebannt lauscht er am Lagerfeuer den Erzählungen seiner dämonischen Bewacher. Und manchmal gibt er seinen menschlich-moralischen Senf dazu.

Denn auch ein lutherischer Pfarrer hat so manche Geschichte zu erzählen.

Da wäre zum Beispiel die Beichte der unbedarften Janice, die einer seltsamen Feier beigewohnt hat. Demgegenüber stehen Geschichten über Zombies, Geisterschiffe, uralte Lobgesänge, Halbgötter und Vampire.

Eine Kurzgeschichtensammlung der etwas anderen Art aus Liliths Anderswelt, pünktlich herausgegeben zum Lutherjahr. Denn Martin Luther hat an die Existenz von Hexen und dergleichen geglaubt, wenn auch nirgends überliefert ist, ob er Gruselgeschichten mochte.
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    Liliths Schergen erzählen: Kleine Schauergeschichten aus der Anderswelt

    Der_Buchdrache

    30. March 2018 um 23:55

    Nun, tatsächlich hat diese Sammlung keinen schlechten Ansatz. Mir gefällt es, dass der Autor verschiedene Stoffe aus verschiedenen Mythologien rund um die Welt eingeflochten hat und das ganze in eine Rahmengeschichte bettete. Selbige hat jedoch etliche Schwächen, darunter vor allem die, dass Lilith ihren Gefangenen Horst (HORST!) foltert, indem sie ihm beispielsweise die Füße mit Salz bestreicht und diese dann von Ziegen ablecken lässt. Nur wenige Sätze später sitzt Horst wieder gemütlich am Feuer und lässt sich von ebenjener Lilith und ihren Schergen munter Geschichten erzählen. Eigentlich sollte hier eine Stimmung der Bedrohung aufkommen, der Horst nur durch das Geschichtenerzählen entkommen kann. Stattdessen ist es nicht mehr als das: eine gemütliche Lagerfeuerrunde mit skurril wirkenden Folterrunden. Auch die Qualität der Geschichten schwankt und hat mitunter ähnliche Kapriolen wie diese. Da der Autor viel Mythologie mit einfließen ließ, fällt es dann umso mehr auf, wenn er von Hochdeutsch statt Standard spricht. Das ist ein ziemlich peinlicher Fauxpas. Genauso wie ein Dialekt, der irgendwo zwischen Fränkisch und Schwedisch liegen soll. Kleine Info: Dazwischen liegen für den Dialektologen halbe Welten. Am Ende wurden hier gute Ansätze ziemlich derb gegen die Wand gefahren.

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