Johannes Höflich , Robert Hofrichter Bedrohte Paradiese

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Inhaltsangabe zu „Bedrohte Paradiese“ von Johannes Höflich

Die Galápagos-Inseln, der Golf von Mexiko, Thailand oder die Adria: Wahre Naturparadiese bezaubern Jahr für Jahr Tausende Urlauber. Doch viele dieser Paradiese sind bedroht - u. a. durch Naturkatastrophen, Überfischung, Giftmüll und Abholzung. Dieser Bildband nimmt den Leser mit auf die Reise zu den Naturschönheiten, aber auch den Schattenseiten der »bedrohten Paradiese«. Dabei erfährt man, was vor Ort für die Natur getan wird und wie nachhaltiges Reisen möglich ist. Dieser Band vereint brillante Bilder und informative Texte und richtet sich an alle, die unsere Erde schützen und nachhaltig bereisen wollen - unter Wasser und an Land.
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  • Rezension zu "Bedrohte Paradiese" von Johannes Höflich

    Bedrohte Paradiese
    HeikeG

    HeikeG

    14. July 2012 um 13:58

    Naturschutz ist kein unnötiger Luxus . Feinkörnig-weiße, von Palmen beschattete Sandstrände, farbenprächtige Unterwasserlandschaften, märchenhafte Inseln mitten im Ozean... Viele Menschen suchen zur Erholung Sonne, Strand und eine unberührte (Unterwasser)Natur. Es gibt sie noch, diese Paradiese auf Erden, mit ihren zahlreichen Naturwundern unter wie über Wasser. In Thailand zum Beispiel, auf den Kanarischen Inseln, den Malediven oder den Seychellen, aber auch auf den Balearen, in Ägypten oder den griechischen Inseln. Doch diese Paradiese sind bedroht: Hotelbauten verändern die Landschaft, immer mehr Müll gefährdet das zumeist empfindliche Ökosystem dieser Gegenden, insbesondere die Korallenriffe, die wie Dämme die Inseln vor Überschwemmungen schützen. Das Mittelmeer zum Beispiel, mit seiner einst prächtigen Unterwasserwelt, gleicht stellenweise jetzt schon einer öden, leblosen Wüste. . "Raubbau an der Natur wird viel zu selten durch nachhaltiges Wirtschaften ersetzt.", stellen Johannes Höflich und Robert Hofrichter treffend fest. In Anlehnung an die TV-Umweltserie des WDR "Bedrohte Paradiese" haben die beiden Autoren das Thema in Buchform aufgegriffen und herausgebracht. Keineswegs mit erhobenem Zeigefinger soll gedroht und Umweltsünden "mit Schaum vor dem Mund" anprangert werden. Vielmehr liegt ihnen am Herzen, anhand ausgewählter Ziele, die bei Europäern besonders beliebt sind, auf die Einzigartigkeit und Schönheit der Natur und dringend erforderliche Schutzmaßnahmen hinzuweisen. "Sieben Reisen in sieben Länder, die unter teilweise recht abenteuerlichen Umständen stattfanden", beschreiben Johannes Höflich, der seit mehr als 20 Jahren als Journalist, Regisseur und Kameramann für namhafte deutsche Fernsehanstalten arbeitet und der österreichische Zoologe, Meeresbiologe und Naturfotograf Robert Hofrichter. Das Buch wurde nicht als wissenschaftliches Werk konzipiert. Sondern sehr persönlich gehaltene Texte in Form von "Reisereportagen", kombiniert mit wunderbaren, zum Teil großformatigen Aufnahmen zeigen dem Leser eindringlich, was unser "blauer Planet" (noch) zu bieten hat. Bereichert werden die einzelnen Kapitel durch Exkurse bzw. Kästen mit spannenden Themen über Haie, Cyanidfischen, Neptungras, Meeresschildkröten, Waltiere, Mönchsrobben u.v.m. . So kann man auf der einen Seite eine Mangrovenqualle im Roten Meer bewundern, deren Besonderheit darin besteht, dass sie mit dem Schirm nach unten und den Tentakeln nach oben schwimmt. Auf einer anderen lauert ein Petermännchen im Sand vergraben auf Beute, während die 13 cm große, schwarz-gelbe Variable Sternschnecke mit ihren blauen Stielaugen imposant auf dem Meeresgrund des Atlantiks entlanggleitet. Auch das weltberühmte traumhaft schöne Panorama von Santorini ist zu bestaunen. Als krasses Gegenstück steht die Müllinsel der Malediven - Thilafushi. Äußerst kontrastreich wirkt die einfache Schönheit eines einsam im Wasser treibenden Blattes, zu den ein paar Seiten zuvor gezeigten abgeschnittenen Haiflossen auf einem Bootsdeck. Und wenn man die Müllberge sieht, die Touristen auf Thailand zurücklassen, nachdem sie die allerorts bettelnden Makaken gefüttert haben, fragen sich nicht nur die beiden Autoren, "auf welcher Seite eigentlich die größeren Affen stehen..." . Fazit: "Nur kluges, verantwortungsvolles Handeln kann verhindern, dass wir die letzte oder vorletzte Generation werden, die die bedrohten Paradiese noch in ihrer vollen Schönheit und mit der gegebenen Artenvielfalt erleben kann.", mahnen Höflich und Hofrichter. Es wäre zu wünschen, wenn sich der ein oder andere vor oder während einer Reise wieder etwas mehr Gedanken macht und nicht einfach unüberlegt alles konsumiert, was die klassische Tourismusindustrie anbietet. Dieses gelungene Buch jedenfalls, gibt einen ersten, zweiten, dritten... Anstoß dazu. . "Die (...) Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält." (Leo N. Tolstoi)

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