Johannes Hartl Gott ungezähmt

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Inhaltsangabe zu „Gott ungezähmt“ von Johannes Hartl

Das spirituelle Bedürfnis und Interesse ist so hoch wie selten. Johannes Hartl zeigt, wie wir das Staunen vor Gott wiederfinden können: Wir müssen raus aus unserer religiösen Komfortzone, um einen authentischeren und erfüllenderen Glauben zu finden. Das Buch ist eine Absage an ein Wohlfühlchristentum mit einer klaren Botschaft: Wenn wir unseren Glauben ernst nehmen wollen, müssen wir Gott ernst nehmen. Auch wenn der manchmal unbequem ist.

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  • von Ehrfucht und Staunen

    Gott ungezähmt

    SeilerSeite

    12. August 2016 um 10:01

    Hartls Buch beinhaltet viel theologische Sprengkraft und hebt sich angenehm vom Mainstream der harmonisierenden "Kuscheltheologie" ab. Doch trotz seines Plädoyers für eine neue Ehrfurcht vor Gott verfällt der katholische Theologe keineswegs in ein werkgerechtes Weltbild, wonach der Mensch in ständiger Angst vor der willkürlichen Strafe Gottes lebt und versucht, mit seinen eigenen Werken diesen bedrohlichen Herrscher gnädig zu stimmen. Vielmehr hat ein Bewusstsein der verschiedenen Facetten Gottes einschließlich seiner Macht, Herrlichkeit und Unberechenbarkeit für Hartl eine befreiende Wirkung auf den Menschen. In der Anerkennung seiner begrenzten Möglichkeiten als Geschöpf vermag der Glaubende seine Wege der Selbstabsicherung aufzugeben und sein Vertrauen von Neuem ganz auf den allmächtigen Gott zu setzen.Hartl spricht in seiner theologischen Gegenwartsbetrachtung zahlreiche große Themen an. Die Frage der Theodizee kommt ebenso in den Blick wie Schöpfung, Erlösung, moderne Anthropologie oder biblische Bundestheologie. Die Gedankengänge des mit summa cum laude promovierten Doktors der Theologie sind ebenso vielschichtig wie komplex. Mit nachvollziehbaren Beispielen aus dem eigenen Leben wahrt er jedoch stets die Bodenhaftung und vermeidet eine rein spekulative Betrachtung des Wesens Gottes. Besonders das letzte Kapitel "Exodus" beeindruckt durch seine explizite Forderung an jeden einzelnen, seine Gottesvorstellung zu überdenken und sich auf den ungezähmten Gott einzulassen. Ein Gebet des Autors hilft, dies auch im Alltag umzusetzen.Dennoch bleiben Fragen offen. Hartl möchte Mut dafür machen, aus dem System des ständigen Leistungsdenkens auszusteigen und seinen Selbstwert nicht mehr in der Anerkennung durch Menschen zu suchen. Die Aufgabe des Menschen, so Hartl, besteht darin, Gott die Ehre zu geben und ihn anzubeten. Und doch bekomme ich in meinem Alltag ernsthafte Probleme, wenn ich bestimmte Punkte auf der To-Do Liste nicht erfülle, die nun mal Anforderungen von Menschen an mich sind. Das positive Anliegen Hartls liegt im Hinterfragen der letzten Beweggründe für das eigene Handeln, und diese sollen eben nicht das Streben nach eigener Macht oder Sicherheit sein. Trotzdem besteht dieses Leistungssystem, und nicht jeder kann sich daraus zum 24-Stunden-Gebetsdienst ins Gebetshaus Augsburg zurückziehen. Hier fehlt meines Erachtens die Bestärkung, dass mit der Grundhaltung des Gebets nicht die notwendige Arbeit nivelliert wird, sondern dass das Gebet helfen kann, den Absolutheitsanspruch der Arbeit mit Blick auf die Beziehung zu Gott zu relativieren.Positiv ist schließlich noch die ökumenische Perspektive Hartls hervorzuheben. Geprägt von dem großen katholischen Lehrmeister Thomas von Aquin bezieht er sich mit Hans Urs von Balthasar ebenso auf die katholische Theologie des 20. Jahrhunderts und, was besonders das protestantische Herz erfreut, rezipiert mit Karl Barth auch einen der bedeutendsten evangelischen Theologen der neueren Zeit.

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