Johannes Hauck

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Rezension zu "Typen des französischen Prosagedichts" von Johannes Hauck

Rezension zu "Typen des französischen Prosagedichts" von Johannes Hauck
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Joseph Hauck setzt sich mit einer Gattung auseinander, die nicht einfach zu fassen ist. Das Prosagedicht ist kaum beschreibend abgrenzbar. Hauck selbst betitelt die Zuordnungen frei von stilistischer Gegebenheit und hält fest, dass man auch Texte zum Prosagedicht zählen muss, die schlichtweg vom Kontext, das heißt, zum Beispiel von der Zuorndung des Autors, in ihrer Gattung bestimmt werden.
Vielleicht muss man sich auch nicht so sehr mit den Zuordnungsproblematiken beschäftigen, denkt der Leser, aber natürlich ist es wichtig, abzustecken, woran man sich orientiert und worüber man sein Buch überhaupt schreibt.
Das tut Johannes Hauck mit erstaunlicher Genauigkeit und einem Stil, der zwar manchmal ein wenig zu gestelzt ist, aber doch immer dem wohlwollenden Leser klar macht, wie der wissenschaftliche Stand ist.
1994 ist dieses Buch erschienen und mir persönlich erscheint es nicht so, als seien hier noch grundlegend andere Sichtweisen hinzu gekommen.
Hauck verweist auf andere Arbeiten zu den Prosagedichten von Baudelaire beispielsweise, verweist grundlegend auf Nies, der die Verbandelung von Aloysius Bertrand und Charles Baudelaire mit umfassender Beschreibung analsysiert hat, und Barbara Johnson, die eine dekonstruktivistische Lesart an Baudelaires Werk angelegt hat, von der Hauck allerdings nicht umfassend überzeugt ist.
Johannes Hauck legt hier ein wichtiges Buch für den deutschspragigen Wissenschaftsraum vor, das die Prosagedichtgattung vor allem thematisch analysiert und die Kontexte von Baudelaires Arbeit miteinbezieht, seine Einflüsse von Hugo oder Poe zum Beispiel, denn ohne die Intertexte, so Hauck, könne man Baudelaires Werk nicht vollständig verstehen.
Aber natürlich geht Hauck noch weiter und beschreibt die Gattung des Prosagedichtes auch nach Baudelaire. Doch eindeutig muss man festhalten, dass er im baudelaireschen Teil seine Stärken zeigt, die einem auch das Lesen der Prosagedichte "Spleen de Paris" deutlich erhellen können.

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