Johannes Mario Simmel

 4 Sterne bei 789 Bewertungen

Lebenslauf von Johannes Mario Simmel

Die Eltern von Johannes Mario Simmel stammen beide aus Hamburg. Gingen gemeinsam nach Wien, wo Simmels Mutter Lisa als Lektorin bei einer Filmgesellschaft arbeitete und sein jüdischer Vater als Chemiker. Simmel wuchs in England und Österreich auf. Sein Abitur machte er in Wien und absolvierte abschließend eine Ausbildung zum Chemie - Ingenieur. Sein Vater floh vor den Nationalsozialisten nach England. Johannes blieb mit seiner Schwester und seiner Mutter in Wien, wurden aber sehr oft von der Gestapo verhört. Fast die ganze Verwandschaft Simmels, väterlicherseits starb im zweiten Weltkrieg in Konzentrationslagern. Nach dem zweiten Weltkrieg arbeitete Simmel als Journalist und Dolmetscher für die amerikanische Militärregierung in Österreich. Er schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und Drehbücher. 1949 erschien sein erster Roman "Mich wundert dass ich so fröhlich bin" der sofort ein voller Erfolg wurde. 1950 siedelte er nach München über und arbeitete für verschiedene Zeitschriften unter anderem für "Quick." Für diese Zeitschrift verfasste er auch die Reihe "Es muss nicht immer Kaviar sein" die er später zu einem Roman machte. Durch diesen großen Erfolg beschloss Simmel nur noch als Schriftsteller tätig zu sein. Ab 1963 widmete er sich ganz dem Schreiben. Simmel war bekannt für seine ausgefeilten Recherchen, vor allem an Brennpunkten. In seinen Bücher nimmt er immer wieder gefährliche Themen auf wie Drogenhandel, Genmanipulation oder Ausländerfeindlichkeit. Johannes Mario Simmel war dreimal verheiratet und hatte zahlreiche Geliebte. Seine zweite Frau Lulu, war seine große Liebe zu der er auch nach einer Scheidung wieder zurückkam und bei ihr blieb bis zu ihrem Tod. Am 1. Januar 2009 starb Johannes Mario Simmel in Zug in der Schweiz.

Alle Bücher von Johannes Mario Simmel

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Es muß nicht immer Kaviar sein

Es muß nicht immer Kaviar sein

 (132)
Erschienen am 01.10.2015
Und Jimmy ging zum Regenbogen

Und Jimmy ging zum Regenbogen

 (61)
Erschienen am 15.11.2010
Liebe ist nur ein Wort

Liebe ist nur ein Wort

 (54)
Erschienen am 15.11.2012
Doch mit den Clowns kamen die Tränen

Doch mit den Clowns kamen die Tränen

 (55)
Erschienen am 12.03.1990
Niemand ist eine Insel

Niemand ist eine Insel

 (48)
Erschienen am 09.12.2004
Der Stoff, aus dem die Träume sind

Der Stoff, aus dem die Träume sind

 (45)
Erschienen am 15.11.2012
Bis zur bitteren Neige

Bis zur bitteren Neige

 (32)
Erschienen am 02.05.1966
Die Antwort kennt nur der Wind

Die Antwort kennt nur der Wind

 (30)
Erschienen am 01.09.1977

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Neue Rezensionen zu Johannes Mario Simmel

Neu

Rezension zu "Der Stoff aus dem die Träume sind" von Johannes Mario Simmel

Fängt stark an und lässt dann nach.....
Maccaronivor 5 Monaten

Lange fragte ich mich, warum war Simmel früher ein Bestsellerautor? irgendwie hatte sich in meinen Bücherstapel "Der Stoff aus dem die Träume sind" angefunden und diesen Winter hatte ich endlich die Zeit es zu lesen:
Es spielt in der Nachkriegszeit. In Heide gibt es ein Flüchtlingslager für minderjährige Flüchtlinge. Ein Reporter einer bekannten Illustrierten will eine Reportage über einen tschechischen Flüchtlingsjungen schreiben, dessen Vater auf der Flucht erschossen wurde. Im Lager gibt es einen Zwischenfall, ein ca. 18 jähriges Flüchtlingsmädchen will aus dem Heim fliehen um zu seinem Verlobten nach Hamburg zu kommen, mit den Fluchthelfern gibt es einen Schusswechsel und der kleine Junge wird versehentlch erschossen. Der Reporter nimmt sich des jungen Mädchens an und will mit ihr gemeinsam den Verlobten in Hamburg suchen.
In Hamburg stellen sie fest, dass der Verlobte bereits anderweitig verlobt ist , der Roman entwickelt sich zu einer Spionagegeschichte.......
Anfangs fand ich die Geschichte fesselnd geschrieben, es gibt verschiedene Erzählstränge, auch eine Fürsorgerin des Heims aus der Heide spielt eine Rolle und erählt die Geschichte aus ihrer Sicht.
In Hamburg entwickelt sich die Story zu einer Spionagegeschichte mit vorhersehbarem Ende.
Für mich war interessant, die Beschreibung des Alltäglichen, was von dem Leben heute nach 60-70 Jahren schon erheblich unterscheidet,

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Rezension zu "Doch mit den Clowns kamen die Tränen" von Johannes Mario Simmel

Super Thematik mit schwachen Charakteren in schlechter Handlung
Janine2610vor einem Jahr

Darum geht's:

Doch mit den Clowns kamen die Tränen ... dabei war das Rund des Zirkus eben noch erfüllt vom glücklichen Lachen der Kinder über zwei wundervolle Spaßmacher. Nun haben die beiden plötzlich Maschinenpistolen in den Händen und feuern brutal in die wehrlose Menge. Dem grauenhaften Blutbad fallen auch der berühmte Genforscher Martin Gellhorn, seine Frau und seine kleinen Töchter zum Opfer. Eine andere Besucherin, Norma Desmond, international anerkannte Reporterin, versucht vergebens, ihren Sohn in Sicherheit zu bringen. Nach dem Verlust des geliebten Kindes sieht Norma nur mehr einen Sinn in ihrem Leben: Sie muss herausfinden, warum all dies geschah. Die Spur führt sie schnell in Gellhorns Institut, wo ein Team junger Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern an höchst riskanten Experimenten arbeitet.

Meine Meinung:

Und hier haben wir es wieder: eine Journalistin/Reporterin, die geheimen Machenschaften auf den Fersen ist, diesmal allerdingt einen ganz persönlichen Grund hat, warum sie sich durch ihre Schnüffelei in Gefahr begibt: ihr Sohn wurde von den Verantwortlichen ermordet. Irgendwie kommt mir dieses Szenario aus einigen meiner zuletzt gelesenen Büchern sehr bekannt vor. Aber durch keines davon war ich so wenig überzeugt von der Story wie durch diese ...

Die Protagonistin Norma Desmond ist mir leider bis zum Schluss durch und durch unsympathisch geblieben. Sie war mir einfach zu wenig greifbar, ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren. Mein Freund, mit dem ich das Buch gemeinsam gelesen habe, hat sie als persönlichkeitslos beschrieben und ich finde, das passt auch sehr gut zu ihr. Darüberhinaus fanden wir es relativ realitätsfern, dass sie als Journalistin überall mithin genommen, beispielsweise auch zu Polizeieinsätzen, und ständig beschützt wurde.
Normas Gedanken gingen manchmal auch einfach überhaupt nicht, viel zu platt und kitschig und überhaupt kam das daher. – So auf die Art: »Jan, oh Jan, nein, nein, ich kann nicht!«

~ Die Angst. Das Misstrauen. Die Wurzel allen Übels. ~
(S. 322)

Die Story ganz allgemein betrachtet, konnte uns nicht überzeugen. Sie wirkte oft wie ein vorhersehbarer Krimi, in dem es eine "böse" und eine "gute" Seite gab, die aber trotzdem beide irgendwie von Hass getrieben waren. Und am Ende die noch unvermeidliche Entführung, um nochmal so ein bisschen zusätzliche Spannung reinzubringen. Meiner Meinung nach war das alles viel zu gewollt.
Nicht zu vergessen: es gab natürlich auch noch einen Verräter, um den sich alles dreht und den man aufspüren mag, aber durch Simmels Art, die Geschichte zu erzählen (zu der ich gleich noch was sage), interessiert es einen einfach nicht mehr/ist es einem egal, wer der Verräter ist.

Mir persönlich war einiges zu viel: zu viele Handlungsstränge, auf die man sich hätte konzentrieren sollen, zu viele Personen(namen) und zu viele besuchte Orte, die ich mir nicht merken konnte. Dafür, dass das eigentlich Trivialliteratur und so schlecht geschrieben war, war es mir viel zu komplex. Hinzu kamen andauernd diese kurzen Sätze, die beim laut Vorlesen das Gefühl vermittelt haben, einen abgehackten Text zu lesen. Dadurch kommt der Lesefluss halt überhaupt nicht in Schwung und es macht keinen Spaß.

Es war so Vieles unnötiges Geschreibsel mit dabei, das den Fall überhaupt nicht weitergebracht hat und oft habe ich mich deswegen beim Lesen ja noch nicht mal wirklich drauf konzentriert, was ich gelesen habe. Erstens ist mein Freund dabei eingeschlafen und dann war das irgendwie so: der eine schläft und die andere liest einfach nur mehr Buchstaben vor. Und das soll es nicht sein!

~ Wer Frieden will, muss Grenzen öffnen und nicht Mauern bauen! ~
(S. 299)

So, bevor ich jetzt nur Negatives über meinen ersten Roman von Johannes Mario Simmel schreibe, will ich gerne auch noch was Positives loswerden: Die Geschichte ist durchaus gesellschaftskritisch, aber dafür ist Simmel auch bekannt. Leider fehlt ihm ein bisschen das Talent zu unterhalten. Seine Recherchen in den Nebenstorys waren echt gut und vor allem interessant. Man merkte, dass der Autor sich mit der Thematik ausreichend auseinandergesetzt hat. Beispielsweise ging es um geschichtliche Hintergründe verschiedener realer Personen, die Atombomben gebaut haben. Aber auch um Beschreibungen über die DNA/die Vererbungslehre, die ich ziemlich spannend fand.
Also es gab sie, diese Stellen, die sehr interessant und verfolgenswert waren, das kann ich nicht leugnen. Das war es dann aber leider auch schon mit Positivem.

Grundsätzlich hätte Simmel den Charakteren mehr Persönlichkeit geben sollen, vieles Unnötiges Gelaber weglassen und das Buch somit um ein Drittel kürzen können, dann wäre meine Bewertung schon mal ein wenig besser ausgefallen. Dafür, dass das Buch eigentlich eine sehr spannende Thematik behandelt und dadurch auch eine spannende Handlung hätte geschaffen werden können, hat es in mir leider nicht sonderlich viel Spannung erzeugt.

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L

Rezension zu "Der Schulfreund" von Johannes Mario Simmel

Hörspiel
Liebes_Buchvor einem Jahr

Der Schulfreund wurde 1960 vom Rundfunk vertont.
Die Schauspieler kannte ich alle nicht. 
Ludwig Fuchs schickt seinem alten Klassenkameraden Göring einen Brief mit der Aufforderung, den Krieg zu beenden!
Tatsächlich zeigt sich Göring seinem Schulfreund verbunden-aber anders als der sich wünschte... er lässt Fuchs für geisteskrank erklären, um ihn vor Strafe zu schützen.
Doch nach dem Krieg bleibt die grosse Gerechtigkeit aus.
Das Verhalten der Menschen und der Apparat der Bürokratie werden hervorragend dargestellt.
Ich weiss nur nicht, ob es schlüssig ist, weil Geisteskranke im 3. Reich gar nicht sicher waren. Da fehlt mir das Wissen, um das zu beurteilen.
Sonst die Geschichte ist wirklich eine genaue Beobachtung, wie sich Menschen verhalten. 
Ich vermute, fast alle, die mit Ende des Krieges auf Gerechtigkeit hofften, wurden enttäuscht.
Die Schlussworte, die Simmel Fuchs sprechen lässt, haben mich überrascht.
Sehr interessantes Hörspiel, gut vertont.

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Zusätzliche Informationen

Johannes Mario Simmel wurde am 07. April 1924 in Wien (Österreich) geboren.

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