Johannes Mario Simmel Und Jimmy ging zum Regenbogen

(52)

Lovelybooks Bewertung

  • 61 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(13)
(24)
(13)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Und Jimmy ging zum Regenbogen“ von Johannes Mario Simmel

Spionagegeschichte im Wien des Kalten Krieges. Ein argentinischer Chemiker, Rafael Aranda, wird von einer Frau vergiftet, die sich danach selbst tötet. Sein Sohn Manuel sucht nach den Mördern. Er stößt auf Verwicklung des Vaters in die Geheimdienste der Supermächte. Es geht um die Nazi-Zeit, um Liebe, Glück, Verrat – und um Massenvernichtungswaffen.

Spionage in den 60ern mittels Telefonkette. So altmodisch, dass es schon wieder Spaß macht.

— Buchliese
Buchliese

Stöbern in Romane

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Eine Reise bei der Michele sein eigenes "Ich" wiederfindet. Ein sehr schönes Hörbuch

Kuhni77

Dann schlaf auch du

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

Seehase1977

Drei Tage und ein Leben

Ein beinahe poetisch anmutendes Psychodrama

Bellis-Perennis

Und es schmilzt

Selten so ein langweiliges Buch gelesen. 22 Euro hätten besser angelegt werden können. Leider.

Das_Blumen_Kind

Underground Railroad

Tief bedrückendes Portrait einer Gesellschaft! Das Buch war nicht immer schön, aber immer lesenswert.

Linatost

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Improvisation pur... kein Tiefgang, kein gar nichts... Schade!

herrzett

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Und Jimmy ging zum Regenbogen" von Johannes Mario Simmel

    Und Jimmy ging zum Regenbogen
    miramio

    miramio

    30. July 2010 um 21:51

    Wiemn 1969 Der Vater von Manuel Aranda wurde von der Buchhändlerin Valerie Steinfeld ermordet, die danch Selbstmord began. MAnuel reist nach Wien und wird seit seiner Ankunft von Spionen der USA, Russland und Frankreicht beobachtet. Unwissend entgeht eher mit Glück den ersten Anschlag und findet schon bald raus, dass seiner Vater in gefährlichen Geschäften verwickelt war. Mit der Zeit taucht er immer mehr in die Geschichte von Valerie Steinfeld ein und erfährt ziemlich zum Schluss den Grund für den Mord an seinen Vater, wo es doch so schien als hätten die zwei sich nie gekannt.

    Mehr
  • Rezension zu "Und Jimmy ging zum Regenbogen" von Johannes Mario Simmel

    Und Jimmy ging zum Regenbogen
    Amigo

    Amigo

    25. October 2009 um 21:34

    Der Argentinier Manuel Aranda kommt Anfang 1969 in das winterliche Wien, weil dort sein Vater, ein bedeutender Chemiker, von einer gewissen Valerie Steinfeld vergiftet wurde. Steinfeld beging nach der Tat Selbstmord. Auf dem Friedhof begegnet Aranda Irene Waldegg, der vermeintlichen Nichte der Selbstmörderin, und kommt ihr erwartungsgemäß rasch näher. Während die beiden Hinterbliebenen gemeinsam nach der Ursache für den Zweifach-Todesfall fahnden, stehen sie ohne ihr Wissen unter der ständigen Beobachtung durch Agenten des sowjetischen und amerikanischen Geheimdienstes sowie des französischen, deren Agent etwas zu ergaunern versucht, das die anderen bereits haben. Bald wird klar, dass Arandas Vater in illegale Geschäfte verwickelt gewesen ist. Die Spur führt zu einem Banksafe mit enthüllenden Dokumenten und in das anrüchige Etablissement der gelähmten Bordellchefin Nora, die Valerie Steinfeld während des Krieges in einer Notlage zur Seite stand. In Rückblenden entfaltet der Roman nun einen zweiten, den gelungeneren Handlungsstrang. Darin schildert Simmel den verzweifelten Kampf einer jungen Frau, deren jüdischer Ehemann vor den Nazis fliehen musste und die nun mit allen Mitteln und der Hilfe mutiger Verbündeter versucht, ihren Sohn Heinz per Gerichtsentscheid als Arier anerkennen zu lassen. Die Heuchelei, mit der sie sich öffentlich von ihrem Mann zu distanzieren gezwungen ist, hat jedoch unabsehbare Folgen. Spannung und hoher Unterhaltungswert um jeden Preis: Simmels große Stärke ist immer auch seine große Schwäche gewesen. Hier nun geht sein Hang zur Überstrapazierung der Handlungselemente endgültig mit ihm durch. "Und Jimmy ging zum Regenbogen" ist zweifellos eines seiner schwächsten Bücher. Vieles von dem, worauf sich der Autor in anderen Werken wie "Liebe ist nur ein Wort" oder "Alle Menschen werden Brüder" meisterhaft versteht, misslingt hier: der Mix aus fundierter Recherche und Kolportage, die Verwebung unterschiedlicher Handlungsstränge mit zig Nebenfiguren zu einem gefälligen Ganzen, zu einem bei aller Gewolltheit am Ende doch immerhin fesselnden Stoff. Bei dem wilden Gewebe um Geheimdienste und Geheimcodes, chemische und bakteriologische Kampfstoffe, Frevel und Verbrechen der Nazi-Diktatur hat man als Leser fortwährend das Gefühl durchdrehender Räder, als gebe jemand Vollgas in einem aufgebockten Wagen. Es ist von allem immer genau die eine Prise zu viel, die aus einem Spannungs- einen Schundroman macht: zu viele Zeitsprünge, zu viele Prozesse, zu viele Geheimdienste, Killer und Spione und nicht zuletzt zu viel abstoßendste Pornografie in den Bordell-Szenen, mit denen Simmel dem gewandelten Zeitgeist Ende der Sechziger einfach zu viel Tribut zollt. Glaubwürdig ist bei solch einer Gemengelage trotz der brisanten, politisch relevanten Thematik am Ende nichts mehr und die Haupthandlung im verschneiten Wien, die sich auf wenige Wochen im Januar 1969 beschränkt, von Einzelszenen abgesehen auch nicht besonders packend. 700 Seiten Handlung, die sich zumeist im Kreise dreht.

    Mehr