Johannes Ralph

 3 Sterne bei 1 Bewertungen

Lebenslauf

Ein depressiver, des Lebens müder Arzt erleidet in jungen Jahren einen Schicksalsschlag und entdeckt daraufhin das Leben neu. Dr. med. Johannes Ralph arbeitet bis zum Umfallen: Bis zu 100 Stunden/Woche erst Arzt im Krankenhaus, dann Gutachter für Implantate. Schließlich macht er sich selbständig. Weil er so über seine Zeit wenigstens frei verfügen kann. Eine Woche danach fällt er tatsächlich um: Er gönnt sich einen Schlaganfall. Wahrscheinlich, weil er gerade etwas Zeit übrig hat. Überraschenderweise hat er dann noch mehr Zeit. Und zwar für sich, für sein neues Leben. Um seinen Dachschaden zu flicken, schreibt er sich alles von der Seele. Seine Empfindungen zu Beginn, folgende Hoffnungen und Frustrationen, seine Depression davor und schließlich die Überwindung seiner Gottesgabe. Aus vielen Anekdoten entsteht über Jahre eine tragikomische Arzt-Patienten-Geschichte. Sie ist Aufhänger für beißende Kritik an unserem Medizin- und Gesundheitssystem, der „Schulmedizin“ und alternativen Heilverfahren. Gewürzt mit einer Prise Lebensphilosophie und eingestreuten Absurditäten des Lebens. Fortgeschrittenen Realitätsopfern kann Mut gemacht werden - es sei denn … Warnhinweis: Enthält Ironie, Sarkasmus und Zynismus in nicht unerheblichen Mengen, sowie "Anhalter"-Zitate!

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Johannes Ralph

Cover des Buches Kleinhirn an Großhirn: ICH HABE FERTIG! (ISBN: 9783000705311)

Kleinhirn an Großhirn: ICH HABE FERTIG!

(1)
Erschienen am 16.04.2025
Cover des Buches Warum Regenwürmer Dreirad fahren (ISBN: 9783942427715)

Warum Regenwürmer Dreirad fahren

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Erschienen am 29.08.2013

Neue Rezensionen zu Johannes Ralph

Cover des Buches Kleinhirn an Großhirn: ICH HABE FERTIG! (ISBN: 9783000705311)
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Rezension zu "Kleinhirn an Großhirn: ICH HABE FERTIG!" von Johannes Ralph

Das_Leseding
oha

Inhalt:
Wenn ein Arzt ins Krankenhaus muss, dann hinterfragt man viel und dieses Buch ist das Ergebnis, um mit den ganzen Eindrücken zurechtzukommen ...

Meinung:
Dieses Buch ist kein stilles Leseerlebnis. Im Gegenteil. Es wirkt wie ein innerer Monolog unter Hochspannung, ein permanenter Dialog zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, zwischen Verstand und impulsivem Handeln. Inhaltlich begleitet man eine Figur, die ins Krankenhaus muss und sich in einem Geflecht aus Beobachtungen, Zweifeln und gesellschaftlicher Überforderung verliert. Große Handlung im klassischen Sinne gibt es kaum – stattdessen entsteht die Dynamik aus Erfahrungen und Gedanken.
Auffällig ist der Stil. Kurze, abgehackte Ein-Wort-Sätze stehen neben langen, verschachtelten Gedankenkonstruktionen, die sich fast überschlagen. Dies erzeugt ein Tempo, das gleichzeitig antreibt und ermüdet. Man spürt beim Lesen die Frustration, die sich durch jede Seite zieht. Die Ironie, die der Autor einstreut, wirkt selten leicht oder befreiend – vielmehr hat sie etwas Angespanntes, fast krampfhaftes. Es ist kein humorvolles Augenzwinkern, sondern eher ein hysterisches Lachen, das jederzeit kippen könnte. Genau darin liegt aber auch die Stärke des Buches: Es fühlt sich ehrlich an. Ungefiltert. Roh.
Allerdings liest es sich nicht einfach. Der Stil kann anstrengend sein, gerade weil er keine Ruhephasen bietet. Wer eine klare Handlung oder klassische Erzählstruktur erwartet, wird schnell an Grenzen stoßen. Gleichzeitig passt diese Form perfekt zum Inhalt: Die Zerrissenheit der Figur spiegelt sich direkt in der Sprache wider.

Fazit:
Dieses Buch ist ein intensives, unbequemes Buch, das mehr über ein Gefühl als über eine Geschichte funktioniert. Es fordert Geduld und Bereitschaft, sich auf einen ungewöhnlichen Stil einzulassen. Wer genau das sucht, wird hier etwas Eigenwilliges und Eindringliches finden. Ich vergebe 3 Sterne, weil der Roman nicht leicht, sondern stellenweise frustrierend ist (so wie die Situationen halt wirklich sind). Es ist einfach ein fieses Schicksal, sehr zynisch dargestellt.

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