Johannes Sachslehner

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Zwei Millionen ham'ma erledigt

Zwei Millionen ham'ma erledigt

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Erschienen am 20.10.2014
Unterirdisches Österreich

Unterirdisches Österreich

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Erschienen am 14.11.2013
Wien anno 1683

Wien anno 1683

 (1)
Erschienen am 01.01.2006
Schicksalsorte Österreichs

Schicksalsorte Österreichs

 (1)
Erschienen am 20.06.2016
Das nationalsozialistische Wien

Das nationalsozialistische Wien

 (1)
Erschienen am 03.04.2017
Napoleon in Wien

Napoleon in Wien

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Erschienen am 20.11.2008
Waldviertel

Waldviertel

 (1)
Erschienen am 01.04.2002

Neue Rezensionen zu Johannes Sachslehner

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Rezension zu "Alle, alle will ich - Arthur Schnitzler und seine süßen Wiener Mädel" von Johannes Sachslehner

Arthur Schnitzler, der Sexprotz
Gunglvor 2 Jahren

KLAPPENTEXT: Toni, Fifi, Minni, Jenny, Dilly, Mizi I und Mizi II, Poldi schon im zärtlichen Diminutiv liegt eine ganze Welt : Leichtlebigkeit und Lebenslust schwingen mit, aber auch Respektlosigkeit und das beruhigende Wissen, dass der Trennungsschmerz sich in Grenzen halten wird. Arthur Schnitzler schätzt die Mädchen aus der Vorstadt und kann nicht genug von den Wiener Weiberln bekommen. Alle, alle will ich , vermerkt er am 19. März 1896 in seinem Tagebuch. Es sind naiv-erotische Spiel- und Lustobjekte, austauschbar, wenn die Beziehung zu langweilig wird, gleichzeitig aber eifersüchtig gehütet. Der Schriftsteller tobt über ihre Untreue, ergeht sich in wilden Beschimpfungen die Vorwürfe reichen von Vorstadtflitscherl und Komödiantenhure bis zur verdorbensten Kreatur der Welt und sogar sadistischen Anwandlungen. Johannes Sachslehner rückt in seiner detaillierten biografischen Studie das Schicksal dieser Frauen in den Mittelpunkt und zeigt, dass sich hinter der sanften literarischen Verklärung in Schnitzlers berühmten Texten eine oftmals erschreckende Realität offenbart.

LESEREINDRUCK: Seit meiner Jugend begleiten mich die Werke von Arthur Schnitzler und der Titel der vorliegenden Biographie war dementsprechend verlockend. 
Ganz profan reiht sich eine junge Frau an die nächste, oft ist Schnitzler mit drei Damen zugleich liiert und jongliert die Verabredungen wie ein Zirkusartist. Das erotische Tagebuch des Herrn Schnitzler scheint einzig dem Zweck gedient zu haben, sich der eigenen Manneskraft zu vergewissern. Im Zuge der Lektüre tut einem der Mann fast leid, weil er das, was er sucht, niemals finden wird, wäre da nicht die Kälte, mit der er beispielsweise eine seiner Geliebten in Krankheit und Not im Stich lässt, Frauen "gegen ihren Willen" besitzt und offenbar auch schlägt. 
Wiederholt musste ich mich daran erinnern, dass in diesem Buch ein Teilaspekt Schnitzlers Persönlichkeit beschrieben wird und hätte mir gewünscht, es wäre mehr auf die sozialen Gegebenheiten der Zeit und auf die persönlichen Lebensumstände Schnitzler eingegangen worden, um dieses Bild etwas abzurunden. Dennoch ist es ein fesselndes Sittenbild zum Fin de Siècle und absolut lesenswert.

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M

Rezension zu "Alle, alle will ich - Arthur Schnitzler und seine süßen Wiener Mädel" von Johannes Sachslehner

Die „andere Seite“ Arthur Schnitzlers
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Die „andere Seite“ Arthur Schnitzlers

Gestörter Narzisst, Verführer, Ausnutzer, Egozentriker, kalter Herzensbrecher.

Das sind Strichworte und Eindrücke, die nach dieser Lektüre vom „privaten“ Arthur Schnitzler verbleiben. Wobei „privat“ nicht unbedingt „abgetrennt“ heisst, denn viele der Spuren und Haltungen des „Frauenverbrauchers“ Schnitzler lassen sich durchaus, wie Sachslehner fundiert aufzeigt, auch in der literarischen Tätigkeit Schnitzlers wieder entdecken.

Einer, der mit „krankhafter Eifersucht“ zudem geschlagen war, der, auch als reines Machtmittel im Übrigen, vor allem auf seine „Vorgänger „bei dem jeweiligen „Mädel“ diese Eifersucht austobte und mit heftigen Szenen weder gegen sich selbst ankam, noch den gerade aktuellen Gespielinnen eine Chance zum atmen ließ.

Akribisch geplant, akribisch im Tagebuch festgehalten, der billige Stolz des Verführers, der kühl fallen lies, sobald in ihm sich kein rechtes sexuelles Entspannen in, natürlich nur für ihn, bester Weise einstellte. Der sich oft und oft aus Beziehungen, romantisch feurigen „Lieben“, die er vorgaukelte, wie ein Dieb in der Nacht davon stahl. Einen menschlichen Trümmerhaufen hinter sich lassend.

Vielfach aus privaten Notizen Schnitzlers herausgelesen und in den biographischen Portraits der „Mädel“ und der „Lieben“ herausgearbeitet, legt Sachslehner das Bild eines durchaus widerlichen Umgangs und eines absolut nur auf sich bezogenen Mannes vor, dem die „Eroberung“, das „Besitzen“ über alles ging, der dabei aber innerlich keine Verpflichtung spürte, sondern ging, wenn es ihm einengend oder langweilig erschein. Und oft genug am gleichen Tag zu eben einer anderen seiner „Mädels“ sich hin verflüchtigte.

Hier wird kein „Bonvivant“ oder ein „Charmeur“ augenzwinkernd vorgestellt, sondern nicht anderes als ein kranker Mann und ein Soziopath im Blick auf die Liebe und die Frauen. Wobei auch „Frauen“§ es nicht wirklich trifft, denn erwachsene, gestandene Frauen, die kamen Schnitzler kaum unter. Nein, seinem abfälligen Denken entsprechend, dass sich überall in seiner erniedrigenden Sprache verriet, ging es um „Mädels“, „Weiber“, getreu seinen ersten Erfahrungen eigentlich um „käufliche Frauen“, die nun nicht Geld als Gegenwert erhielten, sondern die Gnade seiner persönlichen Gegenwart und sexuellen Vielfältigkeit.

„Mädels“, die privat von ihm bewertet, in Form fast einer „Leistungstabelle“ festgehalten wurde. So sehr, dass es im Lauf der Lektüre wirkt, als wäre die Schriftstellerei Schnitzlers nur „Nebenbetrieb“ gewesen inmitten der eigentlichen einzigen „Hauptsache“ seines Lebens, der Erotik.

„Mein Blut tanzt Cancan“.
„Am liebsten wäre mir ein Harem“
„Es ist wahr, ich habe ein lebhaftes Bedürfnis, jedes Mädel, in unserem gesellschaftlich, moralischen Sinn tief zu verderben“.

Zwar wird der Reigen der „Mädels“ stark strapaziert du auf Dauer ein wenig eintönig, aber fundiert und akribisch liest sich aus diesem Werk das „Eigentliche“ Schnitzlers dennoch präzise und treffend heraus.

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W

Rezension zu "Zwei Millionen ham'ma erledigt" von Johannes Sachslehner

Leistet inen wichtigen Beitrag zur innerösterreichischen Aufarbeitung der NS-Zeit
WinfriedStanzickvor 4 Jahren


 

 

Der in Österreich sehr bekannte Publizist Johannes Sachslehner verfolgt in seinem neuen Buch die mörderischen Spuren eines der brutalsten und gewissenlosesten SS – Schergen. Der 1904 in Kärnten geborene SS-Brigadeführer Odilo Globocnik stieg, protegiert von Heinrich Himmler, sehr schnell in der Karriereleiter des NS-Regimes auf.

 

Als fanatischer Judenhasser entwickelt er sehr früh Pläne, die Juden im Osten durch massenhaften Einsatz von Gas vom Erdboden zu tilgen. Millionenfacher Massenmord und der systematische Raub jüdischen Eigentums werden zu seinem alltäglichen Geschäft. Mit der von Globocnik geleiteten ‚Aktion Reinhardt‘ erreicht der industrielle Massenmord eine bisher noch nie da gewesene Dimension. ‚Globus‘, wie er von seinen Freunden genannt wird, kennt keine Rücksicht und keine Reue.

 

Stellenweise für den Leser, selbst für den über den Holocaust gut informierten, kaum zu ertragen, zeichnet Johannes Sachslehner das Leben dieses Unmenschen nach, und leistet auch mit diesem Buch einen wichtigen Beitrag zur innerösterreichischen Aufarbeitung der NS-Zeit.

 

 

 

 

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