Johannes Saltzwedel

 3.5 Sterne bei 13 Bewertungen

Alle Bücher von Johannes Saltzwedel

Johannes SaltzwedelWas wir heute wissen müssen: Von der Informationsflut zum Bildungsgut - Ein SPIEGEL-Buch
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Was wir heute wissen müssen: Von der Informationsflut zum Bildungsgut - Ein SPIEGEL-Buch
Johannes SaltzwedelDas Ende des Römischen Reiches
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Ende des Römischen Reiches
Das Ende des Römischen Reiches
 (4)
Erschienen am 18.04.2011
Johannes SaltzwedelSPIEGEL GESCHICHTE 4/2013: Das Leben im Mittelalter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
SPIEGEL GESCHICHTE 4/2013: Das Leben im Mittelalter
Johannes SaltzwedelDie Aufklärung
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Aufklärung
Die Aufklärung
 (1)
Erschienen am 28.08.2017
Johannes SaltzwedelDas Gesicht der Welt
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Das Gesicht der Welt
Johannes SaltzwedelGötter, Helden, Denker
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Götter, Helden, Denker
Götter, Helden, Denker
 (0)
Erschienen am 14.07.2010
Johannes SaltzwedelGanz und gar aus dem Leben heraus
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ganz und gar aus dem Leben heraus
Ganz und gar aus dem Leben heraus
 (0)
Erschienen am 07.08.2006
Johannes SaltzwedelFinderglück
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Finderglück
Finderglück
 (0)
Erschienen am 22.09.2010

Neue Rezensionen zu Johannes Saltzwedel

Neu
M

Rezension zu "Die Aufklärung" von Johannes Saltzwedel

Umfassende und abwechslungsreiche Darstellung
michael_lehmann-papevor einem Jahr

Umfassende und abwechslungsreiche Darstellung

„Das Licht der Vernunft soll leuchten“.

Dieser eine Satz Johann Gottfried Herders hat die Kraft, den gesamten „Antrieb“ der Aufklärung durch ihre Entwicklungen von den Anfängen bis eben zu Herder hin auf eine griffige Formel zu prägen.

Wobei Herder am Ende einer Kette in Teilen auch sehr aggressiv und kontrovers ausgetragener „Ring-Kämpfe“ um die Verbindung von Verstand, Mensch, Religion, Bestimmung und, nicht zuletzt, tiefsitzenden traditionellen Gesellschaftsformen steht. En Ringen, dass im gesamten Buch verdeutlicht, dass „Die Aufklärung“ nicht ein einzelnes Ereignis ist, nicht eine „Erfindung“ weniger Personen und nicht ein historisch klar verortbares Moment darstellt, sondern im Gegenteil in Form eines dynamischen Prozesses verlief, der mit dem Ende der „Epoche“ der Aufklärung bei Weitem nicht abgeschlossen ist.

Gerade diese Dynamik, das Ringen um immer wieder die Stellungen von Verstand, Wissenschaft, Religion, Determination, im Gesamten eben um das „humanistische Menschen- und Weltbild“ ist, einmal auf den Weg gesetzt, ein sich immer wieder reflektierender, reproduzierender Prozess. Nichts anderes zeigt sich ja in der gegenwärtigen, weltweiten Diskussion um Werte, um eine belastbare Haltung zur Welt und zur politischen Gestaltung der Gesellschaften, um das Ringen zwischen „Verstand und Gefühl“, das in beide Richtungen je sorgsam ausgetragen werden muss, um aus der Enge „persönlicher Empfindungen“ (mit ihrem oft einhergehenden Anspruch auf „So ist das allgemein!“) zu einem Blick über den Tellerrand subjektiver Prägung heraus zu gelangen.

Was übrigens gerade Herder (sehr verständlich und anregend im Kapitel im Buch beschrieben“ sich „auf die Fahnen“ geschrieben hatte. Die Verbindung von „Vernunft und Einfühlung“, mithin von „Verstand und Gefühl“. Aus dem Wissen gespeist, dass der Mensch nicht nur dem Verstand gegen sein Gefühl auf Dauer heraus zu folgen vermag. Der Versuch einer Synthese, die zu seiner Zeit im 18. Jahrhundert auf wenig fruchtbaren Boden fiel.

„Nüchternere Zeitgenossen stieß so viel Enthusiasmus ab“.

Und doch hat kaum ein Vertreter der Aufklärung das Fundament derselben, den Menschen, so griffig geschildert, wie Herder: „Der Mensch…..immer im Gange, unruhig, ungesättigt“.
Eine „Unruhe“, die durch klare Argumente und dem Verstand einsichtige Schlüsse allerdings in die „richtige Richtung“ geleitet werden muss.

„Weltverbesserung“. „Progression“. Kernpunkte aufklärerischen Denkens, die von Beginn an mitschwangen und im Laufe der Entwicklung alles erfassten. Auch die Religion, Gott.

„Keine Ruhe ist in der Schöpfung, denn eine müßige Ruhe wäre der Tod“.

Was zum einen das Wesen des „zur Erkenntnis drängenden Menschen“ beschreibt, aber eben auch wenig entspannt klingt und, zudem, der „Kritik an der Vernunft“ durch Kant wenig Rechnung trägt.

Von den ersten „Ideen“ zur „Herrschaft der Vernunft“ über Glauben, Aberglauben und jedwede unkritische Haltung ab 1680 durch Piere Bayle bis hin zur „aufgeklärten Ästhetik“ zum Ende des 18. Jahrhunderts hin reicht die thematisch Breite und differenzierte Darstellung im Buch.

Verständlich und flüssig geschrieben, portraitierend und mit einer „Ideenkunde“ versehen, werden die Linien der Aufklärung in ihrer Entwicklung und in den hervorstechenden Personen, den „Leuchttürmen“ der Aufklärung, dem Leser nahegebracht.

Auch wenn sich die Aufklärung immer wieder einer eindeutigen und klaren Definition widersetzt, die Bedeutung dieser Epoche für das Gesamte, was man die „westliche Gesellschaft“ nennen kann, wird konkret fassbar und nachvollziehbar vorgelegt. Und damit auch geklärt, was auf dem Spiel steht, wenn mit Antworten von Gestern die Welt von heute und morgen gestaltet werden soll.

So gilt auch für das Jetzt: „Das Licht klarer Vernunft strahlte mancherorts anscheinend noch nicht sehr hell; weiterhin gab es reichlich zu tun“.

Eine „aktivistische Stimmung“, die weiterhin anhält und die nicht verloren gehen sollte. Denn „Progression“ ist (und bleibt) der „Motor der Aufklärung“.

Eine empfehlenswerte Lektüre.

Kommentieren0
6
Teilen
mcallonnecs avatar

Gute Zusammenstellung von Artikeln im Stil des "Spiegel", alle im größeren Zusammenhang von Bildung und Wissen. Und bei den Testfragen am Ende des Buches konnte ich immerhin 50 von 60 korrekt beantworten.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 16 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Worüber schreibt Johannes Saltzwedel?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks