Johannes Schiller Umweltprobleme und Zeit

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Inhaltsangabe zu „Umweltprobleme und Zeit“ von Johannes Schiller

Umweltprobleme entstehen an den Schnittstellen einer Wirtschaft mit den sie umgebenden natürlichen Ökosystemen. Veränderungen der natürlichen Umwelt durch ökonomische Aktivität werden zu Umweltproblemen, wenn die Veränderungen von Menschen als negativ beurteilt werden entweder aus individueller Betroffenheit oder aus ethischen Prinzipien heraus, z.B. im Rahmen der Nachhaltigkeit. Sowohl Wirtschaften als auch Ökosysteme sind dynamisch. Sie verändern sich auf unterschiedlichen Zeitskalen, etwa durch Auf- und Abbau von Kapitalbeständen oder die Veränderung des Weltklimas. Umweltprobleme als Schnittstellen-Phänomen weisen daher eine komplexe Dynamik auf. Ein analytischer Zugang zu dieser Dynamik stellt eine Voraussetzung für langfristig erfolgreiche Umweltpolitik dar.
Das vorliegende Buch beleuchtet diesen Problemkomplex aus drei Perspektiven: auf grundlagentheoretische Weise, im Rahmen von Fallstudien und mit Hilfe eines ökonomischen Modells. Es beschäftigt sich mit typischen Strukturen der Entwicklung von Wirtschaftssystemen im Zusammenhang mit Umweltproblemen. Die Arbeit versteht sich als Forschungsbeitrag zur ökologischen Ökonomik.
Der erste Teil untersucht Strukturen ökonomischer Dynamik grundlagentheoretisch. Das Konzept des Bestandes spielt dabei eine zentrale Rolle als Analyseinstrument. Bestände sind dauerhaft und fungieren als Träger des Einflusses, den die Vergangenheit auf Gegenwart und Zukunft eines Systems ausübt. Kapitalbestände wirken als Trägheitsmomente auf ökonomische Entwicklung; Wissensbestände treiben ökonomische Dynamik voran. Ökonomische Entwicklung wird als Interaktion von Beständen aufgefaßt und ist evolutionär. Sie wird entscheidend beeinflußt durch das aus thermodynamischen Gründen allgegenwärtige Phänomen der Kuppelproduktion. Kuppelproduktion bildet genau die Eigenschaft eines realen Wirtschaftssystems ab, die die potentielle Ursache von Umweltproblemen darstellt die Entstehung unintendierter Outputs und damit die Mehrdimensionalität ökonomischer Aktivität.
Der zweite Teil des Buches enthält zwei Fallstudien zur Entwicklung der Soda- und Chlorindustrie sowie der Zementindustrie, in denen die vorher allgemein abgeleiteten Strukturen ökonomischer Dynamik konkretisiert werden. So waren das Kuppelprodukt Chlorwasserstoff und die dadurch hervorgerufenen Umweltprobleme entscheidend für die Entwicklung der Soda- und Chlorindustrie bis in die heutige Zeit. Die Entwicklung der Zementherstellung zeigt die Interaktion von Beständen an der Koevolution der Zementindustrie mit dem Transportsektor. Der am Ende des Buches vorgestellte Modellansatz studiert die Interaktion von Beständen an einem artifiziellen System und greift so die Ergebnisse aus den vorangegangenen Teilen des Buches auf.
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