Johannes Ulbricht Sumerland 1

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Inhaltsangabe zu „Sumerland 1“ von Johannes Ulbricht

"Die Sumerland-Saga ist ein großer Lesegenuss, sie sei hiermit herzlich empfohlen"
Takis Würger in DER SPIEGEL

Nur wenige Eingeweihte wissen, dass unsere Zivilisation nichts als eine kollektive Illusion ist, in der die Menschen gefangen gehalten werden. In Wahrheit tobt ein geheimer Krieg in der phantastischen Realität hinter der Scheinwelt unseres Alltags. Auf der einen Seite steht der babylonische Stadtkegel von Waylhaghiri, in dem alle Zivilisationsepochen der Menschheit übereinander geschichtet sind. Diese einzige Stadt auf der Welt lebt von der Perfektionierung der zivilisatorischen Ästhetik. Glamour, Moden und kalkulierte Manipulation sind bis in die Intimsphäre allgegenwärtig. In diesem System müssen die Bewohner ihren sozialen Status jeden Tag aufs Neue verteidigen. Auf der anderen Seite steht die umgebende Wildnis des Sumerlandes, in der Tiermenschen leben, die verspielt und kindlich, aber auch unberechenbar und grausam sind. Die jahrhundertealten, doch ewig kindlichen Herrscher beider Reiche, Prinz Zazamael und Prinzessin Serisada, kämpfen erbittert um die Vorherrschaft. Zazamael benötigt für die endgültige Dominanz seines Reiches – die in Form einer Emulsion von Traum und Wirklichkeit namens „große Fusion“ erfolgen soll – den „wilden Wein“ als rettendes Elixier. Auf der Suche nach dem „wilden Wein“ dringt er unter ständiger Bedrohung durch die sumerländischen Tiermenschen ins Herz von Serisadas Reich vor. Auf dieser Reise werden alle seine Gefährten einer nach dem anderen hingemeuchelt, wobei der Prinz das eigentliche Ziel des Attentäters zu sein scheint. Erst einen Schritt vor dem Ziel angekommen erkennt Zazamael, wer der Mörder ist. Währenddessen gelingt es Serisada, als Spionin in Waylhaghiri einzudringen. Dort hat sie die schwierige Aufgabe, sich in der Zivilisation zu behaupten, ohne enttarnt zu werden. Zunächst gelingt ihr eine beachtliche Karriere als Designerin, bis es zu einem der regelmäßigen Zusammenbrüche der ästhetischen Muster in Waylhaghiri kommt, wodurch – wie jedes Mal – ein Teil der Stadt untergeht, indem er von dem tödlichen Silber bedeckt wird. Leider ist es der Teil der Stadt, den Serisada designt hat und in dem sie lebt.

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

— Amber144

Leider konnte mich Sumerland 1 nicht überzeugen. Gute Grundidee, aber insgesamt zu langatmig und zu viele offene Fragen.

— LisaLiebeskind

Blasse und unsympathische Charaktere konnten nicht überzeugen, für mich ergab sich keine Verbindung zu den Welten, in denen Sie lebten.

— Bücherfüllhorn-Blog

Tolles Cover mit Schmuckrücken

— carmelinchen

Tolles Konzept, gute Geschichte.

— HappySteffi

kreatives Konzept und tolle App

— Tante_Joya

Interessante Geschichte, aber irgendwie schwierig reinzukommen.

— bea76

Ungewöhnliche Fantasy, die unseren Blick auf die Welt auf den Kopf stellt

— Daniela-Walch

Fantasy-Story mal anders! Im positiven Sinn :)

— Roxy_Sissi

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  • Sumerland kombiniert Roman & App zum LeseErlebnis 2.0

    Sumerland 1

    Laecheln86

    12. December 2017 um 18:51

    Die zweiteilige Sumerland-Reihe kombiniert Lesestoff und digitalen Inhalt zu einem neuen Leseerlebnis. Die Reihe schildert die Geschehnisse zweier Realitäten und verbindet so unterschiedliche Genres: Auf dem Buchrücken prangt zwar der Schriftzug „Fantasy“, doch hält die anspruchsvolle Story allerhand Überraschungen auf vielen verschiedenen Ebenen bereit. Ergänzt werden die Bücher durch die „Apparatu Memoria“-App, die ihr kostenlos im Play- bzw. Appstore herunterladen könnt.  Was passiert?  Prinz Zazamael herrscht über die  kegelförmige Stadt Waylhaghiri, die einzige Stadt seiner Welt. Sie umgibt das wilde und naturbelassene Sumerlands, an dessen Grenze seine Soldaten seit Urzeiten im Krieg mit den trickreiche Tierwesen des Sumerlands liegen; beide Seiten erfahren schmerzliche Verluste, doch keine dieser Mächte vermag sich durchzusetzen. Doch beschränken sich Prinz Zazamaels Probleme nicht auf das Sumerland: Auch in Waylhaghiri gibt es Unruhen. Alle Versuche, die „Große Fusion“ herbeizuführen, scheiterten. Für den Prinzen gibt es nur eine Lösung: Er muss sich auf die gefährliche Suche nach dem wilden Wein des Sumerlands begeben. Doch die Reise an der Seite seiner treusten Ritter verläuft anders als erwartet.  Die kindliche Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland. Auch sie sorgt sich aufgrund der vielen Opfer der Kämpfe gegen die Soldaten des Prinzen. Um ihrerseits den Krieg zu beenden, beschließt sie, nach Waylhaghiri zu reisen um im Inneren der Stadt eine Revolte anzuzetteln. Allein begibt sie sich auf die Reise in eine Stadt, die völlig anders ist als ihre Heimat. Die dort lauernden Verlockungen und Gefahren unterschätzt sie völlig.  Die namenlose Ich-Erzählerin ist Eingeweihte einer Geheimgesellschaft; sie vermag es ins Sumerland, die geheime Realität, zu blicken. Das Sumerland ist ihre Flucht aus dem tristen Büroalltag der Marketingfirma, für die sie arbeitet. Sie verfolgt die Abenteuer der Herrscher und schaut sich so manche Technik ab: Das in Waylhaghiri praktizierte Zwecklügnertum zur Geschäftsmaximierung beschert ihr einen Karriereaufschwung, während ein mysteriöser Verfolger ihre Laune dämpft. Wer ist Andi, der Schatten ihrer Vergangenheit, der ihr Handeln zu beobachten scheint?  Worum geht´s?  Die Balance. Sumerland handelt von zwei Welten, die einander beeinflussen. Die Ich-Erzählerin bezieht Informationen über das Prinzip des „maximierten Geschäftssinnes“ sowie Verhaltenstechniken aus Waylhaghiri, die auch in ihrer Welt Erfolg zu haben scheinen. Beruhen also beide Welten auf den gleichen Prinzipien? Andersherum scheinen die Eingeweihten die Geschehnisse im Sumerland nicht beeinflussen können. Die Frage ist also: Wie genau hängen die Welten zusammen?  Unter dem Strich war mir die Detailliertheit, mit der die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgestellt wurden, aber zu viel des Guten. In der Sumerland-Reihe hagelt es Kontraste, die es nicht immer leicht machen, den Lesefluss aufrecht zu erhalten: Stadt vs. Natur, Fantasie vs. Vernunft, Vision vs. Realität - im wilden Wechsel. Die verschachtelte Story über zwei Realitäten, Perspektiven und zahlreiche Schauplätze, die ganz eigenen Gesetzen folgen, bremst die Unterhaltung immer wieder aus. Ähnlich wie Sumerland hier fehlt es also an Balance.  …und die App zum Roman?  In der Theorie: Die Apparatu Memoria-App bietet die Möglichkeit, die Yin & Yang ähnelnden Sumerland-Symbole mit der Smartphone-Kamera zu scannen und so Rätsel in der App freizuschalten. Die Symbole sind Orten in ganz Deutschland versteckt. In einer Art Schnitzeljagd geht es von Rätsel zu Rätsel, bis durch Lösung aller Rätsel die Aufnahme in die Geheimgesellschaft abgeschlossen wird.  In der Praxis: Leider sind die Symbole in Deutschland noch eher rar gesät; nahe meines Wohnortes gab es keine. Die Symbole zwischen den Absätzen des Romans erkennt die App nicht, darum druckte ich sie mir von der Website aus. Bereits bei den ersten Rätseln fällt mir auf: Die Reihenfolge, in der die Rätsel zu lösen sind, ist unabhängig von ihrem Erscheinen im Roman. Sie greifen sogar dem Text voraus und spoilern wichtige Ereignisse. Also verschob ich das Knobeln auf die Zeit nach der Lektüre. Leider sind die Rätsel sehr schwer; manches riet ich und noch immer sind Rätsel ungelöst.  Positiv ist aber, dass die App die Romane um zahlreiche wunderschöne Illustrationen ergänzt, die so detailliert gezeichnet sind, dass man bis ins Kleinste herein zoomen kann.  Wie war´s? Schwer zu lesen. Sumerland ist eine wahre Herausforderung, selbst für Leser, die gern etwas tiefer in ihren Lesestoff einsteigen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich auch Wochen nach der Lektüre häufig ans Sumerland dachte, wenn mir die ein oder andere Werbestrategie zu Ohren und Augen kam. Die Fantasy-Reihe hat also einen nachhaltigen Eindruck auf mich hinterlassen, was ich sehr mag. Im Vergleich zu gängigeren Fantasy-Romanen bietet Sumerland leider wenig Lesespaß, dafür aber eine einzigartige Langzeitwirkung für Leser, die durchhalten.  [Ausführliche Rezi auf meinem Blog.] Vielen Dank an Autor Johannes Ulbricht für die Rezi-Exemplare.

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  • Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

    Sumerland 1

    Amber144

    12. November 2017 um 11:46

    Die Gestaltung des Buchcovers und des Buchrückens haben mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext hört sich sehr interessant an.Der Schreibstil hat mir gut gefallen und das Buch lässt sich grundsätzlich auch gut lesen. Allerdings fand ich die beschriebenen Charaktere sehr abstrakt und oft nicht nachvollziehbar. Dies hat mich irgendwann gelangweilt, da man so die Charaktere nicht verstehen konnte, was ich sehr schade fand.Die Idee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, allerdings ist die Umsetzung nicht so richtig gelungen. Die Charaktere sind, wie schon beschrieben, nicht nachvollziehbar und doch so wichtig für eine Geschichte.Auch hat das Buch wie ich finde einige unnötige Längen, die nicht hätten sein müssen.Ich vergebe noch 3 Sterne.

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  • Buchverlosung zu "Sumerland 1" von Johannes Ulbricht

    Sumerland 1

    Literaturtest

    Liebe Lovelybooksleserinnen und -leser,

    wir verlosen 4 Sets bestehend aus den beiden Teilen von "Sumerland" von Johannes Ulbricht.

    Um am Gewinnspiel teilzunehmen, teilt uns einfach mit, warum ihr die Bücher gerne gewinnen möchtet!

    Viel Spaß! :-)

    • 76
  • Sumerland 1

    Sumerland 1

    Blaustern

    11. September 2017 um 12:24

    Die Menschen wissen nicht, wo sie leben, nämlich in einer Scheinwelt. Die Realität ist, dass es nur eine einzige Stadt auf der Welt gibt und die heißt Waylhaghiri. Nur einige können es sehen. Je nachdem, wie sie ihre Aufgaben erfüllen, werden sie leben. Luxus oder Abgrund oder was dazwischen. Die Stadt steht unter Prinz Zazamaels Einfluss, und es wird schon lange nach der großen Fusion gestrebt. Da das bisher noch nicht gelungen ist, begibt sich seine Armee nun Richtung Sumerland. Er benötigt dazu den Wilden Wein, doch dabei geht einer nach dem anderen seiner Leute drauf. Wer steckt dahinter?Eine wirklich phantasievolle Idee der Geschichte. Gerade anfangs ist es allerdings sehr schwer hineinzufinden. Phantasie und Wahrheit wechseln ständig, sodass es nicht immer leicht ist zu unterscheiden. Eine sehr opulente Geschichte, bei der der es drei Hauptstränge gibt. Eine unbekannte Erzählerin lebt in der heutigen Welt und geht ihrer Arbeit nach. Dabei kann sie auf Sumerland blicken. Sumerland wird von Prinzessin Serasida beherrscht. Sie ist auf eine Revolution aus aufgrund gewisser Vorkommnisse. Prinz Zazamael ist auf der Suche nach dem Wilden Wein, um seine Stadt zu retten. Sympathiefiguren sind sie alle nicht und letztere für ihr jahrhundertealtes Leben völlig naiv und kindlich. Die Atmosphäre in der Stadt jedoch ist spannend zu lesen, und die Sozialkritik ist nicht zu verkennen. Ein Ende gibt es hier nicht wirklich, deshalb sollte gleich im Anschluss Band 2 erfolgen.

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  • Gesellschaftskritik als Spiel für Bücherwürmer

    Sumerland 1

    Wortmagie

    31. August 2017 um 11:50

    +++ Hinweis: Diese Rezension bespricht sowohl „Prinzessin Serisada“ als auch „Prinz Zazamael“ +++ Im April 2017 erhielt ich eine E-Mail, in der mir der Zweiteiler „Sumerland“ von Johannes Ulbricht zur Rezension angeboten wurde. Das Besondere an diesem Projekt ist seine multimediale Ausrichtung: neben den beiden Büchern „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“, existiert eine Augmented Realtiy – App, die eine Schnitzeljagd inszeniert. Ich war sofort Feuer und Flamme. Ich wollte die Kombination aus moderner Technik und klassischer Literatur unbedingt austesten und ließ mir beide Bände zuschicken. Mitten in der ungezähmten Wildnis des Sumerlands thront der Stadtkegel Waylhaghiri, ein prekäres, babylonisches Konstrukt zahlloser Etagen. Regiert vom unsterblichen, ewig kindlichen Prinz Zazamael und dem geheimen Rat der Wirtschaftsweisen, herrscht in der einzigen Stadt der Welt ein empfindliches System gesellschaftlicher Herausforderungen, das die Menschen subtil lenkt und manipuliert. Kaum jemand ahnt, dass die Bevölkerung Waylhaghiris in einer Illusion gefangen ist: unsere Realität ist nicht mehr als ein Traum, die uns die Kontrolle des Zentralcomputers vergessen lässt. Prinz Zazamael und der Rat streben nach Perfektion, nach der vollkommenen Fusion von Realität und Illusion, benötigen dafür allerdings den wilden Wein, der irgendwo im Sumerland versteckt ist. Das Sumerland ist das Reich der unsterblichen, ewig kindlichen Prinzessin Serisada, für die Waylhaghiri ein unerträglicher Makel in der wilden Schönheit ihres Landes ist. Während Prinz Zazamael und seine Okkupationsarmee auf der Suche nach dem wilden Wein ins Sumerland eindringen, schleicht sich Serisada in den Stadttrichter, um eine Revolution auszulösen und Waylhaghiri endgültig vom Antlitz der Welt zu tilgen. Der Krieg der Königskinder schlägt gewaltige Wellen, die bis in unsere Realität zu spüren sind. Wird die große Fusion gelingen oder werden Traum und Wirklichkeit in sich zusammenstürzen? Diese Rezension ist aus zwei Gründen anders als meine üblichen Besprechungen. Erstens habe ich mich entschieden, „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“ gemeinsam zu rezensieren, weil ich sie für eine untrennbare Einheit halte, die nur zusammen die Geschichte „Sumerland“ erzählen können. Zweitens möchte ich euch an dieser Stelle nicht nur einen Eindruck meiner Leseerfahrung anbieten, sondern auch eine Einschätzung meiner Erlebnisse mit der App. Ich hoffe, dass ich diese Aufgabe meistern kann, denn ich habe noch nie eine Rezension zu einer App geschrieben. Seid also ein wenig nachsichtig mit mir. ;) Bereits vor der Lektüre von „Sumerland“ war ich äußerst neugierig, wie die Verbindung einer Augmented Reality – App mit einem klassischen Printmedium funktionieren würde. Meine Vorstellungen orientierten sich stark an meinen Erfahrungen mit Pokémon GO, da diese Spiele-App mit dem gleichen Prinzip arbeitet: über die Kamera des Smartphones wird die wahrnehmbare Realität durch computergenerierte Bilder in Echtzeit erweitert. Als ich „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“ aus dem Regal nahm, beschloss ich, mich zuerst mit der App auseinanderzusetzen. Diese hatte ich mir schon beim Eintreffen der Bücher von der Website (www.endederwelt.de) kostenlos heruntergeladen. Die Idee hinter der App ist eine Art Schnitzeljagd. Da unsere Realität laut Johannes Ulbricht nicht mehr als eine Illusion ist, sollen die Leser_innen durch die App Hinweise auf die Wirklichkeit des Sumerlands und Waylhaghiris hinter dieser Scheinwelt entschlüsseln. Dafür müssen mit der App Symbole eingescannt werden, die auch in den Büchern wiederholt auftauchen. Diese schwarz-weiß gehaltenen Yin und Yang – Zeichen schalten dann Rätsel, Illustrationen und Auszüge aus den Büchern frei. Löst man alle Rätsel, wird man in die „Geheimgesellschaft der Wissenden“ aufgenommen. Auf der Website wird versprochen, dass die Symbole über ganz Deutschland verteilt und schier überall zu finden sind, an Unis, in Einkaufszentren, in Fußgängerzonen. Das kann ich leider nicht bestätigen. Es ist wahr, dass die Symbole deutschlandweit versteckt sind, doch um jedes einzelne einzuscannen, müsste man schon einmal quer durchs Land reisen. Die integrierte Deutschlandkarte der App zeigte mir zum Beispiel, dass sich in meiner Heimatstadt Berlin bloß ein einziges Symbol befindet. Die beiden nächsten Symbole sind im brandenburgischen Oranienburg verborgen, was von mir etwa 50 Kilometer entfernt ist. Wie soll man so alle Symbole vor Ort einscannen können? Ich finde das sehr enttäuschend, weil sich der ursprüngliche Reiz der App somit in Luft auflöste. Ich hatte erwartet, mit meinem Smartphone durch Berlin zu tingeln und fleißig Symbole abhaken zu können. Da das nicht möglich war, musste ich auf eine Auflistung der Symbole zurückgreifen, die auf der Website zu finden ist. Schade. Nichtsdestotrotz wollte ich die App nicht sofort abschreiben. Ich scannte die Symbole über den Bildschirm meines Laptops ein. Dabei fiel mir auf, dass die App ärgerlicherweise ziemlich instabil ist. Sie stürzt oft ab. Als ich alle Rätsel freigeschaltet hatte, widmete ich mich der ersten Aufgabe. Es handelt sich um ein Suchbild; die Nutzer_innen sollen die Stelle des Bildes berühren, an der sich Prinz Zazamael befindet. Ich wusste natürlich noch nicht, wo er sich versteckt, weil ich mit der Lektüre ja noch nicht begonnen hatte und riet einfach drauf los. Ich tippte die Stelle an, klickte auf „Weiter“ und gelangte so zu einem Auszug des ersten Bandes „Prinzessin Serisada“. Ich dachte, ich hätte das Rätsel gelöst und hielt die Textpassage für meine Belohnung. Beim Lesen der Passage dämmerte mir, dass ich mich, würde ich weitere Rätsel lösen, vermutlich heftig spoilern würde. Ich besuchte noch einmal die Website und suchte nach einer Anleitung, die mir erklären würde, wie die Nutzung der App in die Lektüre der Bücher zu integrieren sei und fand… nichts. Es gibt keine Hinweise darauf, wie beides unter einen Hut zu bringen ist. Ich blätterte durch die Seiten der Romane, in der Hoffnung, dort eine Aufforderung zu entdecken, die App einzuschalten. Fehlanzeige. Offenbar ist das Projekt dann doch nicht so multimedial, wie ich angenommen hatte. Bücher und App existieren parallel, haben aber außer der Geschichte keine Verbindung. Sie sind unabhängig voneinander. Erneut enttäuscht beendete ich die App und beschloss, mich den Rätseln zu widmen, wenn ich die Lektüre abgeschlossen hatte. Ich weiß nicht genau, was ich von „Sumerland“ erwartet hatte, vermutlich eine etwas… durchschnittlichere Leseerfahrung, aber garantiert keine Geschichte, die dermaßen vollgestopft ist mit metaphorischer und handfester Gesellschaftskritik. „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“ kritisieren, betonen und beschreiben all die Mechanismen unserer Realität, die getrost als Verrücktheiten bezeichnet werden können – mal ernsthaft, mal mit einem amüsierten Augenzwinkern. Die beiden Romane rücken die Lächerlichkeit der Entwicklung der Menschen und der Welt, in der wir leben, schonungslos ins Licht und demaskieren die ritualisierten Strukturen der alltäglichen, künstlichen Zwänge, denen wir uns selbst aussetzen. Laut Johannes Ulbricht sind die Prozesse unserer Realität ein Abbild der Lebensweise der Menschen in Waylhaghiri, die Hamstern im Laufrad gleich permanent Rituale und Herausforderungen durchlaufen, um ihren sozialen Status anhand verschiedenster Faktoren zu verbessern oder zu zementieren. Die Trichterstadt ist ein einziges, gigantisches, allumfassendes, nahezu perfektes, kompliziertes Konkurrenzsystem, das ganz eindeutig den Gesetzen des Kapitalismus folgt. Begierden und Bedürfnisse werden künstlich erzeugt; Selbstbestimmtheit ist eine Illusion; alle Lebensbereiche werden ökonomisch instrumentalisiert. Auf mich wirkte Waylhaghiri beinahe wie ein lebendiger, atmender Organismus, der sich immer wieder selbst verschlingt und erneuert. Sie ist ein Irrgarten ohne Ausweg, weil die Bevölkerung gar nicht merkt, dass sie vom regierenden Prinzen Zazamael, dem geheimen Rat der Wirtschaftsweisen und dem Zentralcomputer gnadenlos manipuliert und ausgebeutet wird. Die Menschen träumen ohne Unterlass. Sie träumen unsere Realität. Waylhaghiri ist die einzige Stadt der Welt, außerhalb des Turms existiert lediglich die unendliche Weite des wilden Sumerlands. Dadurch erreicht Johannes Ulbricht einen unmittelbaren, harten Kontrast zwischen Technologie und Natur, zwischen Ordnung und Chaos, zwischen kühler Kalkulation und leidenschaftlicher Emotionalität. Waylhaghiri ist alles, was das Sumerland nicht ist und umgekehrt. Erstaunlicherweise sind die Oberhäupter der beiden Domänen allerdings weniger verschieden, als man meinen sollte. Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael sind beide seit Jahrhunderten etwa 13 Jahre alt und schrecklich einsam. Beide haben keine Spielgefährten, sondern nur Untergebene, die im Gegensatz zu ihnen durchaus sterblich sind. Ich habe intensiv darüber nachgedacht, warum sich der Autor entschied, Herrscher und Herrscherin als Kinder darzustellen. Ich glaube, dass Ulbricht sich bei Michael Ende bediente und seine eigenen Versionen der kindlichen Kaiserin aus „Die Unendliche Geschichte“ erschuf. Die kindliche Kaiserin regiert als personifizierte Fantasie und Unschuld über Fantasien. Weder Serisada noch Zazamael sind unschuldig, doch sie verkörpern gewiss unterschiedliche Spielarten der Fantasie. Serisadas Fantasie ist rein imaginär ist und findet Wege, sie über lange Zeiträume hinweg allein zu beschäftigen. Das Sumerland ist voller Spielzeug, das sie irgendwann einmal liegen ließ. Zazamaels Fantasie hingegen ist konkret und greifbar. Seine Vorstellungskraft formt Waylhaghiri. Neue Ebenen werden nach seinen Ideen gebaut. Es kann kein Zufall sein, dass die Königskinder wie die zwei Seiten derselben Münze wirken, da sich dieses Motiv durch die ganze Geschichte zieht. Arbeit und Freizeit, Gier und Großzügigkeit, Gesellschaft und Individuum – all diese Faktoren sind lediglich Aspekte eines menschlichen Lebens, keine Konstanten, die sich wechselseitig aussschließen. Die Kunst besteht darin, das Gleichgewicht zu finden. So langsam werdet ihr euch wahrscheinlich fragen, warum ich für das Gesamtwerk „Sumerland“ bloß zwei Sterne vergebe, obwohl ich eine Menge Positives darüber zu berichten habe. Es ist wahr, „Sumerland“ ist wahnsinnig kritisch und extrem intelligent. Ich erkenne das und ich respektiere Johannes Ulbricht dafür, dass er in der Lage war, seine hochabstrakten Gedankengänge auszuformulieren und in eine verrückte Fantasy-Geschichte zu transformieren. Für meinen Geschmack ist die Dilogie nur leider zu verkopft. Es war mir zu viel. Der ständig präsente doppelte Boden der Geschichte, die vielen Nuancen, die zwischen den Zeilen stehen, haben mich überfordert. Ich suchte permanent nach den Analogien zu unserer Realität; ich konnte mich nie einfach zurücklehnen und genießen. Es war ermüdend, auslaugend. Vieles erschien mir irritierend und verwirrend. Allein schon die Erzählstruktur empfand ich als mühselige Fleißarbeit, weil vier verschiedene Handlungsstränge parallel laufen und sich im Grunde kaum berühren, was in ein ausschweifendes Gesamtbild resultiert. Neben Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael folgen die Leser_innen einer anonymen Ich-Erzählerin in unserer Realität, deren Wert für die Geschichte meines Erachtens nach marginal ist, weil man nie genug über sie erfährt. Sie verdeutlicht lediglich die Prozesse, die sich von Waylhaghiri aus in der Scheinwelt fortsetzen. Ich hätte diese Verständniskrücke nicht gebraucht. Zusätzlich stellt sie uns Susanne vor – ein junges Mädchen, das behauptet, das Sumerland und Waylhaghiri durch das Erzählen einer Geschichte erfunden zu haben und prompt ihren eigenen Handlungsstrang erhält. Mir schwirrte der Kopf, denn ich verstand irgendwann nicht mehr, in welcher Beziehung diese Erzählstränge zueinanderstehen. Mir hätten Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael vollkommen ausgereicht. Die beiden Bücher vermitteln keine Leichtigkeit, keine Freude am Erzählen und für mich unglücklicherweise auch keinen Spaß an der Lektüre. „Prinz Zazamael“ fiel mir zwar leichter, da das Tempo im zweiten Band deutlich anzieht und die Handlung im Gegensatz zum ersten Band endlich aus dem Knick kommt, doch ich musste mich zum Lesen zwingen. Es war keine schöne Leseerfahrung. Ich fühlte mich nicht wohl. Trotzdem kämpfte ich mich durch, primär aus Prinzip, aber auch, weil ich hoffte, irgendwann für meine Mühen belohnt zu werden. Vergebens. Das Ende von „Sumerland“ ist nahezu eine Antiklimax, weil die Moral bzw. die Botschaft des Ganzen schon lange vorher offensichtlich sind. Ich empfand es als flach und unbefriedigend. Ich war erleichtert, als ich „Prinz Zazamael“ schließlich zuschlagen konnte. Nachdem die Lektüre von „Sumerland“ eine eher enttäuschende Angelegenheit war, muss ich zugeben, dass ich keine große Lust hatte, mich noch einmal mit der dazugehörigen App zu beschäftigen. Ich wollte dieses Experiment hinter mir lassen und mich neuen Geschichten widmen. Ich wusste aber, dass ich keine umfassende Rezension würde schreiben können, wenn ich mich vor dieser Aufgabe drückte. Also riss ich mich ein letztes Mal zusammen und stellte mich den Rätseln. Ich frage mich ernstlich, wer sich diese Rätsel ausgedacht hat. Kann man überhaupt alle lösen? Ist das möglich? Die Fragen fokussieren teilweise winzige Details der Handlung von „Sumerland“, die in den Büchern gar nicht besprochen werden. Über der Aufgabe, einzugeben, welche drei Tierkreiszeichen Serisada in welcher Reihenfolge berühren musste, um ein bestimmtes Schmuckstück aus ihrer Nachttischschublade nehmen zu können, bin ich verzweifelt, denn in der entsprechenden Szene wird meines Wissens nach nie auch nur erwähnt, dass sie überhaupt einen Mechanismus auslösen muss. Ich habe das sogar nachgelesen. Raten fällt bei 12 möglichen Tierkreiszeichen leider aus. Ich weiß nicht, woher ich die Lösung nehmen soll, wenn sie nicht in den Büchern steht. Ebenso unerfreulich sind alle Rätsel mit Suchbildern. Erinnert ihr euch, dass ich dachte, ich hätte die erste Aufgabe, Prinz Zazamael auf einem Bild zu lokalisieren, gelöst? Irrtum. Ich habe die Aufgabe offenbar nicht gelöst; es fehlt das grüne Häkchen, das mir einen Erfolg anzeigt. Keines der Suchbilder scheint korrekt zu funktionieren, denn egal, wie oft ich mit dem Finger darauf herumtippe, es passiert gar nichts. Die Textpassage, die ich für meine Belohnung hielt, ist immer zugänglich, ob man ein Rätsel nun knackt oder nicht. Da versagt mutmaßlich die Technik. Letztendlich konnte ich mit Müh und Not (und ein bisschen Raten) acht von zwölf Rätseln bewältigen. Damit werde ich nicht in die „Geheimgesellschaft der Wissenden“ aufgenommen. Aber wisst ihr was? Es ist mir egal. Die App hat mich insgesamt mehr frustriert als unterhalten und von mir aus können sich die Entwickler ihre Geheimgesellschaft an den Hut stecken. Angeblich erhält man ja irgendeinen gratis Song, der extra für das Projekt von „der renommierten Künstlergruppe QNTAL“, (von der ich vorher noch nie gehört habe) produziert wurde, wenn man alle Rätsel knackt und dann einen Registrierungscode an die Entwickler schickt. Bedenkt man all meinen Missmut, wäre ein einziger Song ohnehin ein schmaler Trost. Ihr könnt ihn behalten, ich will ihn nicht, vielen Dank. Meiner Ansicht nach ist „Sumerland“ als multimediales Projekt nicht mehr als eine tolle Idee, die an der Umsetzung scheitert. Die App und die Romane „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“ bilden längst nicht die Einheit, die ich erwartet hatte und interagieren überhaupt nicht miteinander. Die Rätsel sind aufgrund mangelnder Anhaltspunkte sowie unzuverlässiger Technik eher verwirrend statt unterhaltsam und haben mir keinerlei Mehrwert geboten. Die freigeschalteten Textpassagen sind überflüssig, liest man die Bücher, was mir allerdings auch keine Freude bereitete. Für mich ist die App daher nicht mehr als verschwendeter Speicherplatz auf meinem Smartphone und wird entfernt, sobald diese Rezension online ist. Die Geschichte, die Johannes Ulbricht in „Sumerland“ erzählt, ist definitiv ein kluges Stück tiefgehender Gesellschaftskritik. Der subtile Appell, unsere Welt zu hinterfragen, statt alles klaglos zu schlucken, ist unmissverständlich bei mir angekommen. Trotz dessen bin ich der Meinung, dass er das Ziel, seine Leser_innen zu unterhalten, vollkommen aus den Augen verlor. „Sumerland“ ist langatmig, hochgradig abstrakt und unverhältnismäßig strapaziös. Ulbricht verlangt zu viel und verlässt sich zu sehr auf die intellektuelle Ebene seiner Geschichte. Intelligenz ist eben nicht alles und vermag mich alleinstehend nicht zu fesseln. Zusammengefasst muss ich euch demzufolge davon abraten, mein Experiment mit „Sumerland“ selbst zu wiederholen. Das Projekt hält einfach nicht, was es verspricht – weder technisch, noch systematisch, noch literarisch. Vielleicht waren die Ambitionen von Autor und Entwicklern dann doch ein wenig hochgestochen. Gesellschaftskritik als Spiel für Bücherwürmer – in der Theorie ein netter Gedanke, in der Praxis die reinste Quälerei. Vielen Dank an den Verlag Panini und Literaturtest für die Bereitstellung dieser Rezensionsexemplare im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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  • tolle Idee, nicht ganz gelungenen Umsetzung

    Sumerland 1

    Steiniline

    28. July 2017 um 21:06

    ╔═★══════╗Vorab╚══════★═╝Wow.. was für ein Buch! Ich weiß noch immer nicht so ganz was ich dazu schreiben soll. Zum einen weil die Idee einfach nur groß ist, und das meine ich wortwörtlich so, zum anderen aber, weil doch ein paar Kritikpunkte waren.Aber lest selbst:╔═★══════════════════╗Cover & innere Gestaltung╚══════════════════★═╝Dieses Buch war auf jeden Fall Liebe auf den ersten Blick. Zum einen, einfach weil es so aussieht wie es ist und zum anderen, weil der babylonische Turm abgebildet ist und mich alles darum schon immer absolut fasziniert hat. ╔═★═══════╗Meinung╚═══════★═╝Der Anfang ist schon recht verwirrend. Dort erzählt uns eine namenslose Frau ihren Alltag zwischen der "Wirklichkeit" und der Wirklichkeit, sowie von einem ominösen Andi, mit dem sie die ganze Zeit spricht, ohne das es ihn gibt. Oder vielleicht ja doch, aber man weiß es eine ganze Weile nicht.Es wirkt als ob man mitten in der Geschichte ist und man einfach nur verpasst hat den Anfang zu lesen. Es ist ein komisches Gefühl und es hat auch noch eine ganze Weile angehalte. Ich muss gestehen die Geschichte um Prinz Zazamael und Prinzessin Serisada finde unglaublich gut und gelungen, wohingegen der Teil mit der Frau und ihrem Andi.. nun ja, es ist irgendwie verwirrend, nicht so klar greifbar und einfach komisch, bis hin zu nervig, denn ich konnte schon nach kurzer Zeit nichts mehr von diesem Andi hören.. Auch war ich bei diesen Teilen emotional immer weiter weg, als bei dem vom Prinzen und der Prinzessin. Diese beiden könnte mich absolut fesseln, in ihren Bann schlagen und begeistern. Ganz davon abgesehen ist der Schreibstil bzw. so wie erzählt wird recht wirr. Es folgt schon einer Linie, ist einheitlich, aber dennoch wirkt es als ob es kurze Momentaufnahmen sind, die aneinandergereiht wurden. Auch folgt die Art und Weise nicht den üblichen Erzählgewohnheiten eines Romans, es ist anders. Es fühlte sich ungefähr so an: An sich wird uns alles von dieser Frau erzählt. Zum einen ihre Geschichte und wenn sie über die Wirklichkeit redet, wird sie zur Erzählerin darüber. Aber egal bei welchem Teil fühlt es sich so an als ob irgendjemand erzählt und den Leser dabei auf Distanz hält. Es wird schon lebendig und nachvollziehbar erzählt, aber auf der anderen Seite so, dass man sich nicht dabei fühlt. Sondern so, dass man wirklich nur Beobachter ist und das aus reichlich Entfernung. Aber als dann endlich Prinzessin Serisada die Bühne betreten wird es auf einmal spannender und vor allem auch zusammenhängender. So richtig weiß man auch nach einer Weile noch nicht Bescheid, doch das ist ab einem gewissen Punkt nicht mehr so schlimm, da man nun wenigstens das Gefühl hat, dass es einen Sinn hinter all dem gibt.Allgemein haben mir die Teile der Geschichte, in der wir uns in der Wirklichkeit befinden, wesentlich besser gefallen. Die Wirklichkeit ist hier das Geschehen hinter unserer Welt, die wir für die "Wirklichkeit" halten, die es aber nicht ist. Das klingt jetzt vielleicht etwas wirr, aber das ist etwas was man recht schnell versteht. Man weiß noch nicht alles, aber im Verlauf der Geschichte erfährt man immer neue Einzelheiten und es ist einfach nur der Wahnsinn! Diese Idee ist einfach nur riesig und unfassbar unglaublich. Und ja, diese Superlative hat das Sumerland auf jeden Fall mehr als verdient. Doch leider wurde an so einigen Stellen viele Sympathiepunkte verschenkt.Noch kurz zur Wirklichkeit, dass ihr an der Stelle noch einen besseren Einblick erhaltet:Die wirkliche Wirklichkeit ist ein ganz anderes Konstrukt als wir es kennen. Der Prinz hat nach und nach alle unsere Epochen in einem Turm auf einander gebaut (und ja, der Prinz ist sehr sehr alt). Ganz unten sind die alten, nahezu vergessenen Epochen und ganz oben wartet die strahlende Zukunft. Doch nicht nur das unsere Welt, wie wir sie kennen, in einen Turm verfrachtet ist und wir das Unwirkliche sind. Nein, die Gesellschaft um den Prinzen herum ist auch ganz anders. Sie leben anders, was man untere anderem daran merkt, dass sie nicht zwischen Kind und Erwachsenen oder Arbeit und Freizeit unterscheiden - dies fließt alles in einander. Oder die Weltbevölkerung ist wesentlich geringer in der Anzahl und diese wird den Menschen in der "Wirklichkeit" nur vorgespielt. Denn nicht alle in die in der Turmstadt leben wissen das und erleben es, sondern manche sind in unserer Zeit gefangen und bekommen von diesem wirren Treiben nichts mit. Übrigens gibt's ein Spiel zum Buch. Obwohl es heißt ein Buch zum Spiel. Doch das Spiel ist leider recht enttäuschend. Auch hier muss ich sagen: Die Idee ist gut gedacht, man kann durch den Schleier unserer "Wirklichkeit" in die wahre Wirklichkeit schauen. Doch dies geht zum einen an nur wenigen Orten in Deutschland (wobei man die Markierungen dafür auch aus dem Buch fotografieren kann un das somit nicht der Punkt ist), aber dann kommen nur ein paar wenige Rätsel die für mich kein richtiges Spiel ausmachen und ohne das Buch für mich ohne Sinn wären und mich nicht hätten in diese tolle Welt entführen können. Dafür bekommt man hier dann einige zusätzliche Bilder zu sehen, die die Welt unglaublich gut einfangen - dafür lohnt sich ein Blick in die kostenlose App also schon.╔═★══════╗Kurzum╚══════★═╝Würde es rein nach der Story gehen, wäre dieses Buch mein absolutes Lieblingsbuch, doch leider ist der Schreibstil dafür nicht gut genug. Es ist alles etwas zu wirr (obwohl ich es im Normalfall mag, wenn man eine Weile brauch, um die Dinge zu durchschauen) und den Storybogen der "Wirklichkeit" mochte ich auch nicht so gerne. Auch wenn er notwendig war um den Rest zu verstehen.Eine grandiose Story also, die an anderen Stellen aber viel Potenzial verschenkt hat.╔═★═══════════════════╗Wem würde ich es empfehlen╚═══════════════════★═╝Puh.. Womöglich Fans der High Fantasy, vor allem wenn es auch mal etwas technischer und moderner sein darf. Allgemein vielleicht Lesern, die etwas Besonderes suchen. Aber hier muss man einfach schauen ob es einem zusagt oder nicht.╔═★════════╗Bewertung╚════════★═╝An sich würde ich nur 2,5 Sterne vergeben, aber da ich die Idee der Geschichte so phänomenal fand gibt es doch 3 Sterne.╔═★═════════╗Dankeschön╚═════════★═╝Herzlichen Danke an die Agentur LOM (Literatur Online Marketing) für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.Herzlichst,eure Franzy

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  • Hin und her gerissen!

    Sumerland 1

    Sirene

    24. July 2017 um 23:16

    Der erste Band der Duologie ist eine Hassliebe für mich gewesen.Mir fehlte eine Sprache, die mich umschmeichelt und anzieht, denn es war zu nüchtern und dünn ausgeschmückt gewesen. Das Einzige, was mich anlockte war die Handlung, die ich versuchte zu durchblicken und einen gewissen Reiz bietet.Wir haben hier verschiedene Sichtweisen, die hier versuchen einen Roman zu erzählen und es war mir immer zu wenig gewesen, mir fehlten Infos, mehr Beschreibungen, mehr Emotionen bei jeder Figur und mehr Hintergründe. Man fühlt sich so unbefriedigt bis zum Ende hin, weil kein einziger Handlungsstrang abgeschlossen wird und der zweite Band notwendig ist.Die Idee gefällt mir.Man kann sehr viel hinein interpretieren, was ich jetzt nicht machen werde und meiner Meinung nach hätte man mehr daraus machen können. Es wurde immer wieder Spannung aufgebaut, aber an Stellen abgebrochen, die ich schon als gemein empfand. Oft wollte ich einen Abschnitt überspringen um dem einen Handlungsstrang zu folgen und gerne hätte ich mehr von der Welt erfahren in der wir uns befinden. Wie ist sie entstanden? Wie sind die Bewohner außerhalb der Stadt? Warum sind die beiden Herrscher nahezu unsterblich? Es gibt viele unentdeckte Mysterien und ich hoffe der zweite Band bringt alles zum Vorschein! Denn trotz der holprigen Sprache, werde ich den Abschluss lesen. Trotz seiner Mängel ist der Roman in der Hinsicht interessant, weil man wissen will, wie sich die Geschichte auflöst.Der erste Band der Sumerland Dilogie ist für jeden, der was ausprobieren will, sich nicht schnell abschrecken lässt und gerne entdeckt.

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  • Sumerland

    Sumerland 1

    Blacksally

    24. July 2017 um 10:06

    CoverIch könnte dieses Cover wohl ewig anschauen und immer wieder neue, kleine Details entdecken. Ich find es einfach Hammermäßig. Die Babylonische Stadt, die nach oben hin immer moderner wird, fesselt mich einfach voll und ganz. ProtagonistenDieses Buch wird von einer unbekannten Erzählerin aus erzählt. Diese war mir überhaupt nicht sympathisch, denn sie scheint eine sehr unzuverlässige Person zu sein, die ständig mit ihrem toten Freund Andy spricht. Aber sie hat die Gabe sich ins Sumerland zu träumen und zu sehen was dort aktuell passiert. Das wiederum fand ich sehr interessant, auch wenn sie meiner Meinung nach lieber etwas mehr in der Realität sein sollte, denn auch während der Arbeit träumt sie sich ins Sumerland. Im Allgemeinen ist raus zu bekommen das sie wohl zwischen 35 und 45 Jahre alt ist und alleine Lebt, wenn man Andy nicht mitzählt. Aber sonst gibt es nicht viel über sie zu erzählenPrinzessin Serisada war mir ebenfalls sehr unsympathisch, denn sie ist zwar schon Jahrhunderte alt, sieht und denkt dennoch wie eine 13jährige. Sie ist sehr kindlich und sieht die Menschen in ihrer Stadt als kleine Ameisen, bei denen es egal ist wenn sie sterben, denn es kommen ja immer neue. Puh, da musste ich erstmal schlucken. Kein wunder das sie sich versteckt und niemals rauskommt aus ihrem Tempel.Prinz Zazmael ist der letzte im Bunde und ebenfalls kein sympathieträger. Er ist auf der Suche nach dem Wilden Wein, der für ihn die Lösung (Achtung Wortwitz!) für alles ist. Er tut alles dafür ihn zu finden und ist ein sehr grausamer Mensch. Trotzdem fand ich es spannend ihn in der Geschichte zu verfolgen.SchreibstilDer Schreibstil ist etwas ganz besonderes und ich bin am Anfang nur sehr holprig ins Buch gekommen. Mir war nicht bewusst wie das ganze ständig zwischen den Realitäten wechselt und man ist auch als Leser des öfteren durcheinander gekommen, was nun wahr ist und was nicht. Außerdem ist mir aufgefallen, das bis etwa Seite 90 überhaupt keine Wörtliche Rede vorkommt. Das war wirklich seltsam für mich und hab ich so auch noch nie in einem Buch gelesen, trotzdem hatte ich keine Probleme damit, es war eben nur etwas anders.Der Plot und die Idee zur Geschichte finde ich wirklich grandios, der Autor hat sich hier etwas ausgedacht, was unfassbar groß werden kann. Allein die Idee zur Babylonischen Stadt finde ich super, auch wenn ich die Protagonisten nicht mag.AutorenDr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert.EinzelbewertungenSchreibstil 5/5Charaktere 1/5Spannung 3/5Ende 4/5Cover 5/5FazitAuch wenn ich die Protagonisten allesamt nicht mag, war es dennoch eine wirklich gute Geschichte, die mich gepackt hat.

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  • Landschaften wirkten „leblos“, die Charaktere zu flach. Hauptprotagonisten erschienen wie Statisten.

    Sumerland 1

    Bücherfüllhorn-Blog

    23. July 2017 um 21:17

    Mir hat sich das Buch leider nicht erschlossen. Bereits die ersten 20 Seiten waren verwirrend, und selbst auf Seite 73 angelangt, hätte ich am liebsten mit dem Lesen aufgehört. Dennoch quälte ich mich weiter durch, getragen von der Hoffnung, dass sich alles irgendwie noch wenden würde. Auf Seite 174 habe ich endgültig abgebrochen, ich musste mir eingestehen, das ist einfach nicht mein „Ding“.   Woran lag das? Denn eigentlich mochte ich doch diese Idee von den zwei Welten, Sumerland und Waylhaghiri. Aber oft waren es nur seitenweise Beschreibungen dieser Welt, ohne dass was passierte. Die Interaktion fehlte, um mir diese Landschaft Nahe zu bringen. Am allerwenigsten konnten mich die Charaktere überzeugen. Prinzessin Serisada blieb charakterlich absolut blass und erschien eher wie eine Hintergrundfigur, jedenfalls war das bis Seite 174 so. Prinz Zazamael war da agiler, aber leider überhaupt nicht stark im Vordergrund. Beide Charaktere erschienen mir kindisch, obwohl sie schon Jahrhunderte alt waren. Dazu kam mir Prinz Zazamael wie ein Kind vor, das Krieg mit den Soldaten spielte. So unecht, so aufgesetzt. Zwischendurch musste ich durch diese Kindlichkeit der Protagonisten kurz an das Aussehen von Manga-Animationen denken.   Das Buch ist ja eigentlich Prinzessin Serisada gewidmet. Aber viel mehr erfährt der Leser da über die unbekannte Erzählerin, die in einer Werbeagentur arbeitet und durch Zufall hinter das Geheimnis der Parallelwelten kam. Aber auch ihre Berichte über das Leben dass sie führt, sind eher verwirrend.   Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht in den Bann ziehen, obwohl ich durchaus das Potenzial erkennen kann. Die Idee mit dem zusätzlichen Augmented Reality Spiel finde ich klasse, aber auch hier konnte mich die Preview für das Spiel auf der Internetseite nicht überzeugen. Ich verstand nicht, sind die Zeichen wirklich irgendwo angebracht, oder ist es wie bei Pokemon go, das die Zeichen überall erschienen können? Zudem erinnerte es mich vage an einen Mystery-Geocache.    Alles in allem: Die Geschichte konnte mich trotz guten Willen bis Seite 173 durchzuhalten, nicht überzeugen. Die Landschaften wirkten „leblos“ und die Charaktere waren einfach zu flach. Die Hauptprotagonisten wirkten wie austauschbare Statisten.   Sterne-Bewertung: Ich tendiere zwischen 1 und 2 Sternen. Zwei Sterne und mehr würde ich gerne noch für die Beschreibungen der beiden Welten und hauptsächlich der Idee vergeben. Aber die Charaktere von Serisada und Zazamael erschlossen sich mir leider überhaupt nicht und konnten im Zusammenspiel mit den Welten auch nicht auf mich wirken. Auch die Erzählerin, von der es tiefere Einblicke gibt, blieb eher verwirrend für mich. Zwei Sterne und mehr hat sicherlich das Augmented Reality Spiel verdient, auch wenn es nicht „mein Ding“ ist. Also, da ich das Buch abgebrochen habe, kann ich eigentlich nur einen Stern vergeben, was mir dennoch schwer fällt.

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  • Auf geht`s

    Sumerland 1

    carmelinchen

    02. July 2017 um 14:41

    Hier muss ich als erstes einmal das Cover erwähnen, dieses ist wunderschön gestaltet mit Schmuckrücken und passt prima zur Geschichte. Diese wiederum ist ein Fantasyabenteuer und macht beim lesen Laune, den es ist flüssig und verständlich in Worte gefasst, so das man mühelos in die Geschichte abtauchen kann. Dort findet man ein wenig von allem und es ist schwer eine Pause einzulegen um Atem zu holen. Aber dennoch vermisse ich etwas, das ich auf Anhieb nicht benennen kann.

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  • [Rezension] Sumerland 1: Prinzessin Serisada von Johannes Ulbricht

    Sumerland 1

    HappySteffi

    18. June 2017 um 17:42

    Taschenbuch: 352 Seiten Verlag: Panini Erscheinungstermin: 22. August 2016 Genre: Fantasy ISBN-10: 3833233559 Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren Klappentext Nur wenige Eingeweihte wissen, dass unsere Zivilisation nichts als eine kollektive Illusion ist, in der die Menschen gefangen gehalten werden. In Wahrheit tobt ein geheimer Krieg in der phantastischen Realität hinter der Scheinwelt unseres Alltags. Auf der einen Seite steht der babylonische Stadtkegel von Waylhaghiri, in dem alle Zivilisationsepochen der Menschheit übereinander geschichtet sind. Diese einzige Stadt auf der Welt lebt von der Perfektionierung der zivilisatorischen Ästhetik. Glamour, Moden und kalkulierte Manipulation sind bis in die Intimsphäre allgegenwärtig. In diesem System müssen die Bewohner ihren sozialen Status jeden Tag aufs Neue verteidigen. Auf der anderen Seite steht die umgebende Wildnis des Sumerlandes, in der Tiermenschen leben, die verspielt und kindlich, aber auch unberechenbar und grausam sind. Die jahrhundertealten, doch ewig kindlichen Herrscher beider Reiche, Prinz Zazamael und Prinzessin Serisada, kämpfen erbittert um die Vorherrschaft. Zazamael benötigt für die endgültige Dominanz seines Reiches – die in Form einer Emulsion von Traum und Wirklichkeit namens „große Fusion“ erfolgen soll – den „wilden Wein“ als rettendes Elixier. Auf der Suche nach dem „wilden Wein“ dringt er unter ständiger Bedrohung durch die sumerländischen Tiermenschen ins Herz von Serisadas Reich vor. Auf dieser Reise werden alle seine Gefährten einer nach dem anderen hingemeuchelt, wobei der Prinz das eigentliche Ziel des Attentäters zu sein scheint. Erst einen Schritt vor dem Ziel angekommen erkennt Zazamael, wer der Mörder ist. Währenddessen gelingt es Serisada, als Spionin in Waylhaghiri einzudringen. Dort hat sie die schwierige Aufgabe, sich in der Zivilisation zu behaupten, ohne enttarnt zu werden. Zunächst gelingt ihr eine beachtliche Karriere als Designerin, bis es zu einem der regelmäßigen Zusammenbrüche der ästhetischen Muster in Waylhaghiri kommt, wodurch – wie jedes Mal – ein Teil der Stadt untergeht, indem er von dem tödlichen Silber bedeckt wird. Leider ist es der Teil der Stadt, den Serisada designt hat und in dem sie lebt. Autor Dr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert. Cover Das Titelbild zu Sumerland 1 finde ich sehr stimmungsvoll. Aus der Ferne blickt man auf eine Stadt, die ähnlich wie ein Turm einzelne Ebenen aufeinander gebaut hat. Rings herum sieht man im Hintergrund plattes Land und den blauen Himmel. Alles wirkt schon hier Fantasylastig und macht mir persönlich Lust auf den Inhalt des Buches. Meinung Auf diese Duologie war ich sehr gespannt. Nicht nur das sich hier der Klappentext äußerst vielversprechend anhört, auch die Tatsache, das die Bücher auf einem Online Spiel beruhen fand ich toll. So könnte die Geschichte – sollte sie gefallen – noch über die Bücher hinaus begeistern. Da der Klappentext schon einen guten Überblick über das Buch gibt, möchte ich hier bewusst auf eine Wiedergabe des Inhaltes verzichten, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Ebenso vielschichtig wie der Klappentext ist auch das Buch selber aufgebaut. So findet sich der Leser zwischen drei wechselnden Welten wieder, deren Wechsel einen gelungenen Spannungsbogen kreieren, sobald man sich auf den häufigen Perspektivenabschlag eingestellt hat. Drei Welten bringen ebenso eine Menge Charaktere mit sich. Das nicht auf jeden einzelnen von ihnen zur Gänze eingegangen werden kann ist verständlich, dennoch wurden die Hauptcharaktere und ihre jeweilige Situation gut ausgearbeitet und verständlich beschrieben. Sie handeln in ihrem Handlungsfeld nachvollziehbar und authentisch. Der Schreibstil des Autors ist relativ einfach gehalten, gewinnt aber durch den Austausch von Perspektive, Welt und Erzählstil an Komplexität, was mir sehr gefallen hat. Man muss schon aufmerksam bleiben und hat dennoch nicht das Gefühl, der Autor bauscht hier unnötig auf. Ich habe den ersten Teil der Sumerland-Duologie sehr genossen und bin schon gespannt auf den zweiten Teil, den ich direkt im Anschluss lesen werde. Fazit Johannes Ulbricht hat mit Sumerland 1 einen soliden Auftakt geliefert, der mich mit komplexen Welten und spannenden Wechseln überzeugen und neugierig auf den zweiten Teil machen konnte.  

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  • Idee gut, Umsetzung naja..

    Sumerland 1

    Elfendy

    10. June 2017 um 02:41

    Das Buch beleuchtet vier verschiedene Perspektiven. Aus der einer unbekannte Erzählerin, die in der Realität lebt und über ihren Alltag und ihren Job berichtet. Außerdem wird sie nach einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit von Schuldgefühlen geplagt. Sie kann in eine Art Parallelwelt blicken und dort die Ereignisse im sogenannten Sumerland beobachten. Ihre Nichte Susanne behauptet Sumerland erfunden zu haben, weil sie die Spielzeughersteller boykottieren wollte, in dem sie eine Beschäftigung für Kinder ganz ohne Gegenstände erschafft. Ihr Spiel sei jedoch außer Kontrolle geraten und hätte auf die ganze Welt übergegriffen. Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland, welches sich mit den Einwohnern des babylonischen Stadtkegels von Waylhaghiri im Krieg befindet. Serisada begibt sich als Spionin in den Turm, um dort eine Revolution zu entfachen. Dessen Herrscher Zazamael ist auf der Suche nach dem “Wilden Wein”, der seine Stadt retten soll. Außerdem sieht er in Serisada seine Seelenverwandte. Diese Charaktere sind unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Allerdings wirkt vor allem die unbekannte Erzählerin in ihren Ausführungen sehr wirr und gleichzeitig langweilig. Serisada und Zazamaels Geschichte ist sehr interessant und auch spannungsgeladen. Im Buch wird Wirklichkeit und Fiktion bunt gemischt und man fragt sich oft, was jetzt tatsächlich real ist. Das ist stellenweise sehr verwirrend. Die Geschichte ist jedoch sehr phantasie- und facettenreich. Sie enthält auch einiges an Gesellschaftskritik, denn Waylhaghiri ist unserer Welt sehr ähnlich, doch wird diese maximal überspitzt dargestellt. Leider hatte ich große Schwierigkeiten beim Lesen. Mich hat das Buch einfach nicht gepackt. Die Idee der Story fand ich sehr gut, aber für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Die ständigen Wiederholungen empfand ich als störend und überflüssig. Die Story wird aus mehreren Perspektiven nahezu ähnlich berichtet. Daraus resultieren einige Längen, die das dran bleiben echt schwer machen. Als besonders unbefriedigend kann man auch das Ende bezeichnen, welches einfach mitten in der Handlung endet. Gut, dass ich direkt den zweiten Teil zur Hand hatte.

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  • Sumerland 1

    Sumerland 1

    angeltearz

    01. June 2017 um 18:30

    Ein Buch zu einer App bzw. zu einem Spiel. Das fand ich schon unglaublich spannend, als ich den Klappentext gelesen habe.Heute spiele ich seit langer Zeit "Ingress". Das ist ähnlich dem "Pokemon Go". Also im Prinzip ähnlich dem Hintergrund des Buches. Also war es gleich doppelt so spannend für mich dieses Buch zu lesen. Wenn zwei Hobbies miteinander vereint werden, kann es ja nur gut werden... Eigentlich!Leider schreibt der Autor sehr schwer. Die Sätze sind teilweise sehr abgehackt und kurz. Das macht es schwer wieder in den Lesefluß reinzukommen. Wenn man aber erst mal drin ist, dann lässt es sich gut lesen. Es ist aber somit kein Buch, dass man immer mal wieder weglegen kann.Der Vorteil ist allerdings, dass in den Kapiteln immer wieder zwischen den "Ebenen" gesprungen wird. Davon sind 4 Stück zu lesen. Die namenlose Unbekannte, die in der Realität lebt. Ihre Nichte Susanne, die sich gerne Spiele ausdenkt und dann noch die beiden Fantasyebenen mit der Prinzessin Serisada und dem Prinzen Zazamel. Oft sind die Ebenen gut miteinander verbunden. Gerade, wenn die Unbekannte wieder spielt und in eine der Fantasyebenen springt.Man muss wirklich sehr aufpassen und vor allem mitdenken. Was ist jetzt Realität? Was Fiktion? Und was ist Fantasy? Und das kann wirklich sehr verwirren.Ich selber spiele unheimlich gerne OnlineGames und musste auch schon erfahren, was es heißt, wenn das Spiel die Realtität bestimmt. Nicht einfach da wieder rauszukommen!Über die Unbekannte erfahren wir so gut wie gar nichts. Aber so ist die Anonymität des Spieles einfach. Über den User erfährt man nichts bzw. halt nur das, was andere User mitbekommen. Einerseits vielleicht etwas nervig, aber andererseits ist es einfach so. Aber auch Susanne kann man schwer einschätzen. Mich würde mal brennend interessieren, wie alt sie ist.Die Fantasywelten und ihre Bewohner sind der Realität gar nicht so unähnlich. Ich finde es toll, wie der Autor es schafft, das hinzubekommen. Aber es wirklich so, wenn man mit einer App spielt.Das Buch endet offen. In jeder der 4 "Ebenen". Man sollte definitiv Band 2 bereits da haben. Sehr Unbefriedigend!Ich kann eigentlich gar nicht richtig in Worte fassen, wie ich das Buch finde. Einerseits genial umgesetzt, andererseits echt sehr schwer zu lesen.Ich war nach gut 100 Seiten kurz davor abzubrechen, konnte es aber einfach nicht. Weil mich das Buch doch gefesselt und irgendwie fasziniert hat. Deswegen fällt mir die Bewertung auch sehr schwer.Empfehlung? Also wenn man schon mal gespielt hat, dann ja. Weil man sich in das Buch einfühlen kann. Sonst eher nicht.Das Cover: Auf dem Cover gibt es viel zu entdecken, das finde ich richtig toll. Super finde ich auch den Buchrücken, wo die Bücher nebeneinander ein Bild ergeben. Ich würde sagen, dass da wohl mehrere verschiedene Bücher zu einer Bücher-Reihe gehören.Fazit: Sehr schwer zu lesen und man muss sich einfühlen. Es ist kein Buch für Zwischendurch. Man muss viel aufpassen und mitdenken. Andererseits fesselt das Buch und die Charaktere sind toll. Auch wenn man nicht viel zu wissen bekommt.

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  • Sumerland, kreatives Konzept und tolle App

    Sumerland 1

    Tante_Joya

    24. May 2017 um 02:20

    Ich stelle heute nicht nur den ersten Band des Zweiteilers Sumerland vor, sondern auch die dazugehörige App, Daher gliedere ich der Übersichtlichkeit halber meine Rezension in kleinere Abschnitte.Zum InhaltDie Wirklichkeit ist nicht das, was wir tagtäglich sehen. In Wirklichkeit gibt es nämlich nur eine einzige riesige Stadt auf der Welt namens Waylhaghiri, und ihre Bewohner sind sich oft gar nicht bewusst, dass sie eigentlich in dieser Turmstadt leben. Nur wenige Eingeweihte kennen die Wahrheit und können den Schleier der scheinbaren Realität lüften und in die Stadt sehen. Die Stadtbewohner bekommen jeden Tag neue Aufgaben vom Rat zugewiesen, und je nachdem wie erfolgreich sie sind bekommen sie abends einen mehr oder weniger guten Schlafplatz zugewiesen. Je erfolgreicher die Menschen sind, desto höher steigen sie in der Stadt auf und desto mehr Luxus und Glamour bekommen sie. Versagen sie jedoch müssen sie weiter nach unten und verlieren Privilegien und Ansehen. Prinz Zazamael, dem die Stadt offiziell untertan ist, wohnt natürlich ganz weit oben und lässt seine Stadt durch den Rat leiten und lenken. Alle in der Stadt streben nach der großen Fusion, was das ganz genau bedeutet wird allerdings erst nach und nach klarer. Schon viele viele Versuche sind fehlgeschlagen, und nun macht sich der Prinz mit einigen Soldaten auf ins Sumerland, in der Hoffnung, dort die fehlende Zutat zu finden, die das Gelingen der großen Fusion garantiert. Doch das Sumerland scheint gar nicht so friedlich zu sein, ein Attentäter reduziert die Elitesoldaten rund um den Prinzen immer weiter, und es scheint, dass der Prinz immer nur durch Glück und Zufall nicht Ziel des aktuellen Attentates wird. Wer ist der geheime Attentäter, warum kann man ihn nicht erwischen und wird der Prinz die geheime Zutat finden?Zazamaels Gegenspielerin ist Prinzessin Serisada, Herrscherin über das wilde und natürliche Sumerland. Wie der Prinz ist sie Jahrhunderte alt, wirkt aber noch immer wie ein Kind. Durch die immer weiter vorrückende Okkupationsarmee des Prinzen sieht sie sich gezwungen, undercover in die Stadt zu schleichen und dort eine Revolution anzuzetteln, die den Prinzen hoffentlich stoppen wird. Die Stadt ist ganz anders als alles was sie bisher kannte, und sie Serisada muss sich anstrengen um nicht aufzufliegen. Wird es ihr gelingen?Die dritte Erzählperspektive ist eine nicht weiter benannte Ich-Erzählerin, die einen stressigen Job in einer Marketingagentur hat und teilweise in das große Geheimnis eingeweiht wurde. Sie kann hinter den Schleier ins Sumerland und nach Waylhaghiri schauen und beobachtet den Prinzen und die Prinzessin auf ihren jeweiligen Missionen. Dabei führt sie innere Monologe mit einer Person aus ihrer Vergangenheit, die gestorben ist und sie nun scheinbar anklagend und stumm verfolgt wohin sie auch geht. Der Leser erlebt mit, wie die Erzählerin sich in ihrem tristen Alltag schlägt und wie sie zur Halb-Eingeweihten wurde.Augmented RealityIch weiß nicht, ob ich in meinem Alter jenseits der 20er das Wort überhaupt benutzen darf, ich mache es trotzdem: Als ich die Sumerland-Bücher, die Realität und Fiktion miteinander mittels Augmented Reality verbinden, zur Rezension angeboten bekam, war ich sofort gehypt (die korrekte Schreibweise musste ich erstmal nachschlagen, also lass ich das lieber in Zukunft und drücke es anders aus 😋). Zu den beiden Büchern gehört nicht nur eine eigene Webseite ( http://www.endederwelt.de/ ) sondern auch eine faszinierende App, die Apparatu Memoria App (erhältlich in den üblichen Appstores). Mit dieser App, die nebenbei gesagt ganz ohne Werbung oder Datensammelkraken auskommt, kann man sich mittels einer Karte auf die Suche nach bestimmten Symbolen machen und es dann in der App scannen. Hat man keine der Symbol-Orte in der Nähe, kann man auch die Symbole auf der Webseite scannen. Das macht zwar weniger Spaß, ist aber trotzdem sehr faszinierend. Das Symbol scheint beim Scannen auf dem Handy zu zersplittern:In diesem Beispiel ist schon der Turm vom Buchcover zu erkennen, nur dieses Mal hat es den Anschein, als könne man ihn wirklich in der Ferne sehen, er erscheint dreidimensional und wenn das Handy etwas hin und her bewegt wird bewegt sich das Bild mit, als ob man durch ein Fenster schaut. Die Teschnik dahinter hat wohl etwa 200.000 € gekostet und ist das fortschrittlichste Beispiel für Augmented Reality auf dem Markt.Nach dem Scannen wird in der App ein Rätsel freigeschaltet. Die sind mal etwas einfacher wie zum Beispiel etwas auf einem Wimmelbild suchen, mal etwas schwieriger. Manche der Rätsel waren schon ganz gute Kopfnüsse, für mich als Rätselfan echt klasse gemacht. Zwei der 12 Rätsel habe ich bisher nicht lösen können, ich hoffe auf Hinweise dafür im zweiten Band.Wer alle 12 Rätsel gelöst hat wird mit einem Code für ein geheimes Lied von der Band QNTAL belohnt. Dieses Lied ist nicht öffentlich und nur denjenigen zugänglich, die den Code einschicken.Das CoverDas Cover zeigt die einzige Stadt der Welt namens Waylhaghiri inmitten der endlosen Weiten des sommerlichen Sumerlandes. Im unteren Teil der Stadt befinden sich heute nur noch Slums und arme Bezirke, der Stil ist antik. Je weiter man in der Turmstadt nach oben geht, desto moderner und angesehener werden die Stadtbezirke. Ganz oben ist das modernste und neuste "Stadtviertel". Das 'A' im Titel ist das gleiche Symbol, das Prinz Zazamael auch auf seinem Kragen trägt.Meine Meinung zum BuchZugegebenermaßen kam ich am Anfang des Buches eher schwer in die Geschichte rein. Die Ich-Erzählerin scheint mir leicht psychisch gestört zu sein, sie beschreibt konfus ihren Alltag und erst nach und nach wird klar, mit wem sie da eigentlich die ganze Zeit redet. Sie tagträumt lieber vom Sumerland als ihrer Arbeit nachzugehen und beschreibt gefühlsmäßig kalt was sie selbst erlebt hat und was sie plant. Als Leser hatte ich starke Distanz-Gefühle, sympathisch wurde mir die Figur während des ganzen Buches nicht. Nun nimmt sie aber gut ein Viertel des ganzen Buches mit ihren Passagen ein, daher muss man sich wohl oder übel mit ihr auseinander setzen. In der Zeit beschäftigte ich mich öfter mit der oben genannten App und löste ein paar der Rätsel, so wuchs mir die Welt schließlich doch schnell ans Herz. Zum Ende hin fand ich dann auch diese Ich-Erzählerpassagen interessanter, da sich neue Informationen ergaben, die alles auf den Kopf stellen könnten.Ganz anders die Passagen aus dem Sumerland und aus Waylhaghiri, die fand ich nämlich gut geschrieben und recht spannend. Man lernt das Leben in der Stadt näher kennen, erfährt mehr über die seltsame Flüssigkeit des Silbersees, den es sowohl inmitten des Stadtkegels als auch rund um den Palast der Prinzessin gibt. Ich bin sehr gespannt wie es mit den Königskindern weiter geht im nächsten Band, zumal es am Ende des Buches reichlich Cliffhanger gab.Die beiden Bücher erscheinen mir nicht wie zwei Bände einer Buchserie sondern eher wie ein zweiteiliger Film zu sein, es macht keinen Sinn den zweiten Teil zu beginnen ohne den ersten zu kennen. Faszinierend fand ich auch, dass hinter der scheinbar harmlosen Geschichte um die beiden Herrscher reichlich Sozialkritik und Ironie versteckt. Sehr oft hatte ich das Gefühl, dass der heutigen Gesellschaft mit dem Buch ein Spiegel vorgehalten wird, und das in einer spannenden, frischen und ungewöhnlichen Geschichte verpackt.FazitEin interessantes Konzept, eine weitesgehend spannende Geschichte, eine tolle App - ich bin gespannt wie die Geschichte weiter geht. Für die etwas abschreckenden Monologe muss ich allerdings einen Punkt abziehen und vergebe daher 4 von 5 Sternen.

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  • Interssante Geschichte,

    Sumerland 1

    bea76

    20. May 2017 um 13:31

    Ich hab lange kein Buch mehr gehabt, dass es mir soo schwer macht es zu lesen.Zum einen dreht es sich gefühlt endlos um das Leben einer Person die in einer Werbeagentur arbeitet. Und dann geht es um Waylhagiri bzw. Prinzessin Serisada und Prinz Zazamel und die “grosse Fusion“.So ganz steigt man irgendwie nicht durch es ist echt interessant, aber auch verwirrend.Aber um mal zu etwas wirklich schönem zu kommen, dass Cover ist wirklich toll. Es ist mal so ganz anders als viele aktuelle Cover und das lockt schon ziemlich. Im übrigen gibt es zu dieser Geschichte  ein Online Spiel, ich weiss nur nicht was zuerst da war, das Spiel oder das Buch.Bin gespannt ob der zweite Teil leichter zu lesen ist. 

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