Johannes Ulbricht Sumerland 2

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Inhaltsangabe zu „Sumerland 2“ von Johannes Ulbricht

"Die Sumerland-Saga ist ein großer Lesegenuss, sie sei hiermit herzlich empfohlen" Takis Würger in DER SPIEGEL Serisada ist verschwunden, als das flüssige Silber ihr Stadtviertel überflossen hat. Damit gilt ihr Tod als hundertprozentig gewiss, denn das Silber ist der geheime Schrecken und das schmutzige Geheimnis hinter der glamourösen Fassade der Stadt. Das Silber wartet unten im Stadtkegel, um früher oder später alles aufzunehmen, was die Zivilisation von Waylhaghiri produziert. Prinz Zazamael ist seit jeher von Prinzessin Serisada besessen, weil nur sie für ihn ein gleichwertiges Gegenüber sein kann und keine Marionette – nur durch sie kann er den „wilden Wein“ erlangen und die große Fusion zur Verschmelzung von Traum und Realität herbeiführen. Die Nachricht vom Tod von Prinzessin Serisada führt dazu, dass er sich selbst und sein Königreich verkommen lässt. Serisada hat aber entgegen alle Wahrscheinlichkeit überlebt. Stockwerk für Stockwerk, Zivilisationsepoche für Zivilisationsepoche kämpft sie sich den Stadtkegel empor und schafft es schließß - lich, in Waylhaghiri eine Revolution auszulösen. Sie endet im Zweikampf mit Zazamael. Die Stadt geht in einer unkontrollierten großen Fusion unter und Sumerland und Waylhaghiri, Wirklichkeit und Traum, Natürlichkeit und Ästhetik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit. Beide Königskinder finden sich in einer menschenleeren Welt auf der anderen Seite des Silberspiegels wieder und entdecken dort, was aus all den Dingen und Leuten geworden ist, die im Lauf der Jahrhunderte in das flüssige Silber gestürzt sind. Die Entwicklungen in den beiden phantastischen Königreichen haben spürbare Auwirkungen auf unsere alltägliche Zivilisation, die ja nichts anderes als ein Zerrbild der dahinterliegenden eigentlichen Wirklichkeit ist. Ob spielende Kinderbanden in den Sommerferien oder eine vierzigjährige Single-Frau auf der Suche nach der einen großen Liebe – wir alle spüren die Wahrheit von Sumerland und Waylhaghiri tief in unserem Blut. Das Wissen um die dahinterliegende Wirklichkeit von Sumerland und Waylhaghiri liefert die Erklärung für Vieles in unserer Gesellschaft, das bei genauerer Betrachtung weniger selbstverständlich ist als eigentlich sogar ziemlich sonderbar.

Als multimediales Projekt eine nette Idee, die leider an der Umsetzung scheitert

— Wortmagie

Sumerland 2 gefiel mir im Gegensatz zum Vorgänger schon besser, da viele Fragen beantwortet werden. Sumerland bleibt leider undurchsichtig.

— LisaLiebeskind

Ich bin begeistert!

— Tante_Joya

Gelungener 2 Band

— carmelinchen

Fand ich persönlich noch ein wenig runder als den ersten Teil aber gesamt ein tolles Duo

— HappySteffi

Sumerland und ich werden keine Freunde, aber es gibt sicher andere die es klasse finden. Nicht schlecht, aber es hat mich nicht umgehauen

— bea76

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— Daniela-Walch

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    Sumerland 2

    Wortmagie

    31. August 2017 um 11:55

    +++ Hinweis: Diese Rezension bespricht sowohl „Prinzessin Serisada“ als auch „Prinz Zazamael“ +++ Im April 2017 erhielt ich eine E-Mail, in der mir der Zweiteiler „Sumerland“ von Johannes Ulbricht zur Rezension angeboten wurde. Das Besondere an diesem Projekt ist seine multimediale Ausrichtung: neben den beiden Büchern „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“, existiert eine Augmented Realtiy – App, die eine Schnitzeljagd inszeniert. Ich war sofort Feuer und Flamme. Ich wollte die Kombination aus moderner Technik und klassischer Literatur unbedingt austesten und ließ mir beide Bände zuschicken. Mitten in der ungezähmten Wildnis des Sumerlands thront der Stadtkegel Waylhaghiri, ein prekäres, babylonisches Konstrukt zahlloser Etagen. Regiert vom unsterblichen, ewig kindlichen Prinz Zazamael und dem geheimen Rat der Wirtschaftsweisen, herrscht in der einzigen Stadt der Welt ein empfindliches System gesellschaftlicher Herausforderungen, das die Menschen subtil lenkt und manipuliert. Kaum jemand ahnt, dass die Bevölkerung Waylhaghiris in einer Illusion gefangen ist: unsere Realität ist nicht mehr als ein Traum, die uns die Kontrolle des Zentralcomputers vergessen lässt. Prinz Zazamael und der Rat streben nach Perfektion, nach der vollkommenen Fusion von Realität und Illusion, benötigen dafür allerdings den wilden Wein, der irgendwo im Sumerland versteckt ist. Das Sumerland ist das Reich der unsterblichen, ewig kindlichen Prinzessin Serisada, für die Waylhaghiri ein unerträglicher Makel in der wilden Schönheit ihres Landes ist. Während Prinz Zazamael und seine Okkupationsarmee auf der Suche nach dem wilden Wein ins Sumerland eindringen, schleicht sich Serisada in den Stadttrichter, um eine Revolution auszulösen und Waylhaghiri endgültig vom Antlitz der Welt zu tilgen. Der Krieg der Königskinder schlägt gewaltige Wellen, die bis in unsere Realität zu spüren sind. Wird die große Fusion gelingen oder werden Traum und Wirklichkeit in sich zusammenstürzen? Diese Rezension ist aus zwei Gründen anders als meine üblichen Besprechungen. Erstens habe ich mich entschieden, „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“ gemeinsam zu rezensieren, weil ich sie für eine untrennbare Einheit halte, die nur zusammen die Geschichte „Sumerland“ erzählen können. Zweitens möchte ich euch an dieser Stelle nicht nur einen Eindruck meiner Leseerfahrung anbieten, sondern auch eine Einschätzung meiner Erlebnisse mit der App. Ich hoffe, dass ich diese Aufgabe meistern kann, denn ich habe noch nie eine Rezension zu einer App geschrieben. Seid also ein wenig nachsichtig mit mir. ;) Bereits vor der Lektüre von „Sumerland“ war ich äußerst neugierig, wie die Verbindung einer Augmented Reality – App mit einem klassischen Printmedium funktionieren würde. Meine Vorstellungen orientierten sich stark an meinen Erfahrungen mit Pokémon GO, da diese Spiele-App mit dem gleichen Prinzip arbeitet: über die Kamera des Smartphones wird die wahrnehmbare Realität durch computergenerierte Bilder in Echtzeit erweitert. Als ich „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“ aus dem Regal nahm, beschloss ich, mich zuerst mit der App auseinanderzusetzen. Diese hatte ich mir schon beim Eintreffen der Bücher von der Website (www.endederwelt.de) kostenlos heruntergeladen. Die Idee hinter der App ist eine Art Schnitzeljagd. Da unsere Realität laut Johannes Ulbricht nicht mehr als eine Illusion ist, sollen die Leser_innen durch die App Hinweise auf die Wirklichkeit des Sumerlands und Waylhaghiris hinter dieser Scheinwelt entschlüsseln. Dafür müssen mit der App Symbole eingescannt werden, die auch in den Büchern wiederholt auftauchen. Diese schwarz-weiß gehaltenen Yin und Yang – Zeichen schalten dann Rätsel, Illustrationen und Auszüge aus den Büchern frei. Löst man alle Rätsel, wird man in die „Geheimgesellschaft der Wissenden“ aufgenommen. Auf der Website wird versprochen, dass die Symbole über ganz Deutschland verteilt und schier überall zu finden sind, an Unis, in Einkaufszentren, in Fußgängerzonen. Das kann ich leider nicht bestätigen. Es ist wahr, dass die Symbole deutschlandweit versteckt sind, doch um jedes einzelne einzuscannen, müsste man schon einmal quer durchs Land reisen. Die integrierte Deutschlandkarte der App zeigte mir zum Beispiel, dass sich in meiner Heimatstadt Berlin bloß ein einziges Symbol befindet. Die beiden nächsten Symbole sind im brandenburgischen Oranienburg verborgen, was von mir etwa 50 Kilometer entfernt ist. Wie soll man so alle Symbole vor Ort einscannen können? Ich finde das sehr enttäuschend, weil sich der ursprüngliche Reiz der App somit in Luft auflöste. Ich hatte erwartet, mit meinem Smartphone durch Berlin zu tingeln und fleißig Symbole abhaken zu können. Da das nicht möglich war, musste ich auf eine Auflistung der Symbole zurückgreifen, die auf der Website zu finden ist. Schade. Nichtsdestotrotz wollte ich die App nicht sofort abschreiben. Ich scannte die Symbole über den Bildschirm meines Laptops ein. Dabei fiel mir auf, dass die App ärgerlicherweise ziemlich instabil ist. Sie stürzt oft ab. Als ich alle Rätsel freigeschaltet hatte, widmete ich mich der ersten Aufgabe. Es handelt sich um ein Suchbild; die Nutzer_innen sollen die Stelle des Bildes berühren, an der sich Prinz Zazamael befindet. Ich wusste natürlich noch nicht, wo er sich versteckt, weil ich mit der Lektüre ja noch nicht begonnen hatte und riet einfach drauf los. Ich tippte die Stelle an, klickte auf „Weiter“ und gelangte so zu einem Auszug des ersten Bandes „Prinzessin Serisada“. Ich dachte, ich hätte das Rätsel gelöst und hielt die Textpassage für meine Belohnung. Beim Lesen der Passage dämmerte mir, dass ich mich, würde ich weitere Rätsel lösen, vermutlich heftig spoilern würde. Ich besuchte noch einmal die Website und suchte nach einer Anleitung, die mir erklären würde, wie die Nutzung der App in die Lektüre der Bücher zu integrieren sei und fand… nichts. Es gibt keine Hinweise darauf, wie beides unter einen Hut zu bringen ist. Ich blätterte durch die Seiten der Romane, in der Hoffnung, dort eine Aufforderung zu entdecken, die App einzuschalten. Fehlanzeige. Offenbar ist das Projekt dann doch nicht so multimedial, wie ich angenommen hatte. Bücher und App existieren parallel, haben aber außer der Geschichte keine Verbindung. Sie sind unabhängig voneinander. Erneut enttäuscht beendete ich die App und beschloss, mich den Rätseln zu widmen, wenn ich die Lektüre abgeschlossen hatte. Ich weiß nicht genau, was ich von „Sumerland“ erwartet hatte, vermutlich eine etwas… durchschnittlichere Leseerfahrung, aber garantiert keine Geschichte, die dermaßen vollgestopft ist mit metaphorischer und handfester Gesellschaftskritik. „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“ kritisieren, betonen und beschreiben all die Mechanismen unserer Realität, die getrost als Verrücktheiten bezeichnet werden können – mal ernsthaft, mal mit einem amüsierten Augenzwinkern. Die beiden Romane rücken die Lächerlichkeit der Entwicklung der Menschen und der Welt, in der wir leben, schonungslos ins Licht und demaskieren die ritualisierten Strukturen der alltäglichen, künstlichen Zwänge, denen wir uns selbst aussetzen. Laut Johannes Ulbricht sind die Prozesse unserer Realität ein Abbild der Lebensweise der Menschen in Waylhaghiri, die Hamstern im Laufrad gleich permanent Rituale und Herausforderungen durchlaufen, um ihren sozialen Status anhand verschiedenster Faktoren zu verbessern oder zu zementieren. Die Trichterstadt ist ein einziges, gigantisches, allumfassendes, nahezu perfektes, kompliziertes Konkurrenzsystem, das ganz eindeutig den Gesetzen des Kapitalismus folgt. Begierden und Bedürfnisse werden künstlich erzeugt; Selbstbestimmtheit ist eine Illusion; alle Lebensbereiche werden ökonomisch instrumentalisiert. Auf mich wirkte Waylhaghiri beinahe wie ein lebendiger, atmender Organismus, der sich immer wieder selbst verschlingt und erneuert. Sie ist ein Irrgarten ohne Ausweg, weil die Bevölkerung gar nicht merkt, dass sie vom regierenden Prinzen Zazamael, dem geheimen Rat der Wirtschaftsweisen und dem Zentralcomputer gnadenlos manipuliert und ausgebeutet wird. Die Menschen träumen ohne Unterlass. Sie träumen unsere Realität. Waylhaghiri ist die einzige Stadt der Welt, außerhalb des Turms existiert lediglich die unendliche Weite des wilden Sumerlands. Dadurch erreicht Johannes Ulbricht einen unmittelbaren, harten Kontrast zwischen Technologie und Natur, zwischen Ordnung und Chaos, zwischen kühler Kalkulation und leidenschaftlicher Emotionalität. Waylhaghiri ist alles, was das Sumerland nicht ist und umgekehrt. Erstaunlicherweise sind die Oberhäupter der beiden Domänen allerdings weniger verschieden, als man meinen sollte. Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael sind beide seit Jahrhunderten etwa 13 Jahre alt und schrecklich einsam. Beide haben keine Spielgefährten, sondern nur Untergebene, die im Gegensatz zu ihnen durchaus sterblich sind. Ich habe intensiv darüber nachgedacht, warum sich der Autor entschied, Herrscher und Herrscherin als Kinder darzustellen. Ich glaube, dass Ulbricht sich bei Michael Ende bediente und seine eigenen Versionen der kindlichen Kaiserin aus „Die Unendliche Geschichte“ erschuf. Die kindliche Kaiserin regiert als personifizierte Fantasie und Unschuld über Fantasien. Weder Serisada noch Zazamael sind unschuldig, doch sie verkörpern gewiss unterschiedliche Spielarten der Fantasie. Serisadas Fantasie ist rein imaginär ist und findet Wege, sie über lange Zeiträume hinweg allein zu beschäftigen. Das Sumerland ist voller Spielzeug, das sie irgendwann einmal liegen ließ. Zazamaels Fantasie hingegen ist konkret und greifbar. Seine Vorstellungskraft formt Waylhaghiri. Neue Ebenen werden nach seinen Ideen gebaut. Es kann kein Zufall sein, dass die Königskinder wie die zwei Seiten derselben Münze wirken, da sich dieses Motiv durch die ganze Geschichte zieht. Arbeit und Freizeit, Gier und Großzügigkeit, Gesellschaft und Individuum – all diese Faktoren sind lediglich Aspekte eines menschlichen Lebens, keine Konstanten, die sich wechselseitig aussschließen. Die Kunst besteht darin, das Gleichgewicht zu finden. So langsam werdet ihr euch wahrscheinlich fragen, warum ich für das Gesamtwerk „Sumerland“ bloß zwei Sterne vergebe, obwohl ich eine Menge Positives darüber zu berichten habe. Es ist wahr, „Sumerland“ ist wahnsinnig kritisch und extrem intelligent. Ich erkenne das und ich respektiere Johannes Ulbricht dafür, dass er in der Lage war, seine hochabstrakten Gedankengänge auszuformulieren und in eine verrückte Fantasy-Geschichte zu transformieren. Für meinen Geschmack ist die Dilogie nur leider zu verkopft. Es war mir zu viel. Der ständig präsente doppelte Boden der Geschichte, die vielen Nuancen, die zwischen den Zeilen stehen, haben mich überfordert. Ich suchte permanent nach den Analogien zu unserer Realität; ich konnte mich nie einfach zurücklehnen und genießen. Es war ermüdend, auslaugend. Vieles erschien mir irritierend und verwirrend. Allein schon die Erzählstruktur empfand ich als mühselige Fleißarbeit, weil vier verschiedene Handlungsstränge parallel laufen und sich im Grunde kaum berühren, was in ein ausschweifendes Gesamtbild resultiert. Neben Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael folgen die Leser_innen einer anonymen Ich-Erzählerin in unserer Realität, deren Wert für die Geschichte meines Erachtens nach marginal ist, weil man nie genug über sie erfährt. Sie verdeutlicht lediglich die Prozesse, die sich von Waylhaghiri aus in der Scheinwelt fortsetzen. Ich hätte diese Verständniskrücke nicht gebraucht. Zusätzlich stellt sie uns Susanne vor – ein junges Mädchen, das behauptet, das Sumerland und Waylhaghiri durch das Erzählen einer Geschichte erfunden zu haben und prompt ihren eigenen Handlungsstrang erhält. Mir schwirrte der Kopf, denn ich verstand irgendwann nicht mehr, in welcher Beziehung diese Erzählstränge zueinanderstehen. Mir hätten Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael vollkommen ausgereicht. Die beiden Bücher vermitteln keine Leichtigkeit, keine Freude am Erzählen und für mich unglücklicherweise auch keinen Spaß an der Lektüre. „Prinz Zazamael“ fiel mir zwar leichter, da das Tempo im zweiten Band deutlich anzieht und die Handlung im Gegensatz zum ersten Band endlich aus dem Knick kommt, doch ich musste mich zum Lesen zwingen. Es war keine schöne Leseerfahrung. Ich fühlte mich nicht wohl. Trotzdem kämpfte ich mich durch, primär aus Prinzip, aber auch, weil ich hoffte, irgendwann für meine Mühen belohnt zu werden. Vergebens. Das Ende von „Sumerland“ ist nahezu eine Antiklimax, weil die Moral bzw. die Botschaft des Ganzen schon lange vorher offensichtlich sind. Ich empfand es als flach und unbefriedigend. Ich war erleichtert, als ich „Prinz Zazamael“ schließlich zuschlagen konnte. Nachdem die Lektüre von „Sumerland“ eine eher enttäuschende Angelegenheit war, muss ich zugeben, dass ich keine große Lust hatte, mich noch einmal mit der dazugehörigen App zu beschäftigen. Ich wollte dieses Experiment hinter mir lassen und mich neuen Geschichten widmen. Ich wusste aber, dass ich keine umfassende Rezension würde schreiben können, wenn ich mich vor dieser Aufgabe drückte. Also riss ich mich ein letztes Mal zusammen und stellte mich den Rätseln. Ich frage mich ernstlich, wer sich diese Rätsel ausgedacht hat. Kann man überhaupt alle lösen? Ist das möglich? Die Fragen fokussieren teilweise winzige Details der Handlung von „Sumerland“, die in den Büchern gar nicht besprochen werden. Über der Aufgabe, einzugeben, welche drei Tierkreiszeichen Serisada in welcher Reihenfolge berühren musste, um ein bestimmtes Schmuckstück aus ihrer Nachttischschublade nehmen zu können, bin ich verzweifelt, denn in der entsprechenden Szene wird meines Wissens nach nie auch nur erwähnt, dass sie überhaupt einen Mechanismus auslösen muss. Ich habe das sogar nachgelesen. Raten fällt bei 12 möglichen Tierkreiszeichen leider aus. Ich weiß nicht, woher ich die Lösung nehmen soll, wenn sie nicht in den Büchern steht. Ebenso unerfreulich sind alle Rätsel mit Suchbildern. Erinnert ihr euch, dass ich dachte, ich hätte die erste Aufgabe, Prinz Zazamael auf einem Bild zu lokalisieren, gelöst? Irrtum. Ich habe die Aufgabe offenbar nicht gelöst; es fehlt das grüne Häkchen, das mir einen Erfolg anzeigt. Keines der Suchbilder scheint korrekt zu funktionieren, denn egal, wie oft ich mit dem Finger darauf herumtippe, es passiert gar nichts. Die Textpassage, die ich für meine Belohnung hielt, ist immer zugänglich, ob man ein Rätsel nun knackt oder nicht. Da versagt mutmaßlich die Technik. Letztendlich konnte ich mit Müh und Not (und ein bisschen Raten) acht von zwölf Rätseln bewältigen. Damit werde ich nicht in die „Geheimgesellschaft der Wissenden“ aufgenommen. Aber wisst ihr was? Es ist mir egal. Die App hat mich insgesamt mehr frustriert als unterhalten und von mir aus können sich die Entwickler ihre Geheimgesellschaft an den Hut stecken. Angeblich erhält man ja irgendeinen gratis Song, der extra für das Projekt von „der renommierten Künstlergruppe QNTAL“, (von der ich vorher noch nie gehört habe) produziert wurde, wenn man alle Rätsel knackt und dann einen Registrierungscode an die Entwickler schickt. Bedenkt man all meinen Missmut, wäre ein einziger Song ohnehin ein schmaler Trost. Ihr könnt ihn behalten, ich will ihn nicht, vielen Dank. Meiner Ansicht nach ist „Sumerland“ als multimediales Projekt nicht mehr als eine tolle Idee, die an der Umsetzung scheitert. Die App und die Romane „Prinzessin Serisada“ und „Prinz Zazamael“ bilden längst nicht die Einheit, die ich erwartet hatte und interagieren überhaupt nicht miteinander. Die Rätsel sind aufgrund mangelnder Anhaltspunkte sowie unzuverlässiger Technik eher verwirrend statt unterhaltsam und haben mir keinerlei Mehrwert geboten. Die freigeschalteten Textpassagen sind überflüssig, liest man die Bücher, was mir allerdings auch keine Freude bereitete. Für mich ist die App daher nicht mehr als verschwendeter Speicherplatz auf meinem Smartphone und wird entfernt, sobald diese Rezension online ist. Die Geschichte, die Johannes Ulbricht in „Sumerland“ erzählt, ist definitiv ein kluges Stück tiefgehender Gesellschaftskritik. Der subtile Appell, unsere Welt zu hinterfragen, statt alles klaglos zu schlucken, ist unmissverständlich bei mir angekommen. Trotz dessen bin ich der Meinung, dass er das Ziel, seine Leser_innen zu unterhalten, vollkommen aus den Augen verlor. „Sumerland“ ist langatmig, hochgradig abstrakt und unverhältnismäßig strapaziös. Ulbricht verlangt zu viel und verlässt sich zu sehr auf die intellektuelle Ebene seiner Geschichte. Intelligenz ist eben nicht alles und vermag mich alleinstehend nicht zu fesseln. Zusammengefasst muss ich euch demzufolge davon abraten, mein Experiment mit „Sumerland“ selbst zu wiederholen. Das Projekt hält einfach nicht, was es verspricht – weder technisch, noch systematisch, noch literarisch. Vielleicht waren die Ambitionen von Autor und Entwicklern dann doch ein wenig hochgestochen. Gesellschaftskritik als Spiel für Bücherwürmer – in der Theorie ein netter Gedanke, in der Praxis die reinste Quälerei. Vielen Dank an den Verlag Panini und Literaturtest für die Bereitstellung dieser Rezensionsexemplare im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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  • Leider enttäuschend

    Sumerland 2

    ThePassionOfBooks

    11. August 2017 um 16:14

    Bereits beim ersten Band ist der Klappentext ziemlich ausführlich und sowas mag ich ja gar nicht. Ich finde es total doof, wenn ich die halbe Geschichte dadurch bereits im Vorfeld kenne. Hier ergeht es einem ähnlich. Den Schreibstil kannte ich dieses Mal ja bereits, wodurch der Einstieg deutlich leichter fiel. Dennoch habe ich mir schwer getan mit der Geschichte und hatte ähnliche Probleme wie im ersten Band. Es findet ständig ein Wechsel zwischen Fiktion und Realität statt und ich wusste oftmals nicht was nun gerade real und was unwirklich ist. Bezüglich der Protagonisten hat sich zum ersten Band nichts groß geändert und wirklich sympatisch ist mir immer noch niemand. Die Figuren bleiben oberflächlich und es fehlt ihnen an Tiefe und Glaubwürdigkeit. Das finde ich sehr schade, hier wäre wirklich viel Potenzial vorhanden gewesen. Insgesamt war der zweite Band für mich schwächer als sein Vorgänger und ich bin leider überhaupt nicht von der Geschichte überzeugt. Die Grundidee ist wirklich gelungen, aber es hapert an vielen Stellen an der Umsetzung. Die vielen Perspektivwechsel und das permanente Hin und Her zwischen Traum und Wirklichkeit, machen es schwer dem Geschehen zu folgen und alles gut zu verstehen. Die Handlungen wirken wirr und unverständlich und werden dadurch ziemlich langweilig. Ich bin leider recht enttäuscht von diesem zweiten Band und noch einmal würde ich diesen wohl auch nicht lesen. 

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  • Sumerland 2

    Sumerland 2

    Blaustern

    27. July 2017 um 12:03

    Waylhaghiri ist die einzige Stadt auf der Welt. Sie ist riesengroß und drumherum gibt es das Sumerland und auch noch einige kleine Ortsteile. Die Bewohner sehen das nicht. Fiction und Realität ist völlig vermischt. Seit Jahrhunderten herrscht Prinz Zazamael über die Stadt. Er und seine Stadt plant die große Fusion, und nach etlichen Fehlversuchen zieht er nun mit seiner Armee nach Sumerland, um den wilden Wein zu finden, der dafür unabdingbar ist. Doch seine Armee wird nach und nach massakriert. Durch wen? Prinzessin Serisada lebt ebenfalls seit Jahrhunderten, doch in ihrem Palast und herrscht über Sumerland. Sie erfährt von der Armee und muss den Prinz daran hindern. Dann gibt es noch eine Ich-Erzählerin, die in einer Werbeagentur arbeitet, die die beiden und ihre Machenschaften beobachten kann und sich mit ihrem Freund im Jenseits unterhält. Der Roman hat drei unterschiedliche Handlungsstränge zwischen denen immer wieder gewechselt wird, die aber alle miteinander verbunden sind und doch auch angepasste unterschiedliche Erzählstile haben. Das erhöht die Spannung, denn so erfährt man von den vielen Charakteren viel mehr. Hier hat mir die Geschichte um Prinzessin Serisada und Prinz Zazamael am meisten zugesagt. Zu Beginn des Buches ist es jedoch erst einmal schwierig, überhaupt in das Geschehen hineinzufinden. Die Welten sind sehr umfassend. Außerdem ist es da etwas langwierig und auch verwirrend. Meistens fragt man sich, was ist Fiction, was Realität. Man muss viel nachdenken, zwangsläufig über unsere Welt. Trotzdem ist es eine tolle Fantasy-Unterhaltung mit einer ganz besonderen Idee, denn zu den Büchern gehört eine Webseite und eine App, Apparatu Memoria App, wo man sich versuchen kann.

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  • Ein guter Abschluss!

    Sumerland 2

    Sirene

    24. July 2017 um 23:24

    Der zweite Band, hier auch der Abschlussband, hat noch einiges raushauen können, nachdem ich so verunsichert war vom Sumerland: Prinzessin Serisada.Ohne viel Umschweifen knüpft die Geschichte an Band 1 an und wir befinden uns wieder Mitten drin in der Handlung. An der Stelle ist es wichtig zu erwähnen, dass der erste Band der Duologie zwingend erforderlich ist für das Verständnis und evtl. Spoiler anfallen könnten, für alle, die die Reihe nicht kennen.In "Sumerland 2: Prinz Zazamael" dringen wir tiefer in die Stadt ein und sehen neue Seiten von ihr, die mich begeistern konnten, durch ihre Idee selbst und Beschreibungen.Diesmal waren die Ebenen für mich klar und deutlich gewesen, durch den ersten Band. Doch trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht zu entdecken, zu verknüpfen und zu rätseln.Einerseits lag es daran, dass die Spannung sehr gut aufgebaut wurde und anderseits weil die Ereignisse mich immer wieder überrascht haben und die Verknüpfungen zu unserer Welt waren in diesem Teil, für mich, viel deutlicher zu erkennen gewesen.Was mich überrascht hat, ist, dass das Buch nach dem Prinzen benannt wurde, Zazamael, aber eigentlich folgen wir die meiste Zeit der Prinzessin Serisada und er kommt mir mehr wie ein Nebencharakter vor an ihrer Seite. Ihre Persönlichkeit wurde viel mehr Beachtung geschenkt und sie wird auch sympatisch dargestellt, wobei ich bei ihm immer wieder schwanke.Die Ich-Erzählerin nimmt ebenfalls wieder ihre Rolle ein und hier hat sich viel getan. Sie schien mir immer passiv oder handelte eher mit Widerwillen, jetzt aber ist sie viel aktiver und ihre Geschichte wurde viel interessanter.Da ich mich an den Schreibstil bereits gewöhnt habe und ja, daran muss man sich gewöhnen, kam ich diesmal leichter rein und wiedermal lag die Handlung/Ereignisse über den Beschreibungen, wobei es diesmal Stellen gab, die besser ausgeschmückt waren.Am ersten Teil hatte ich ein paar Anmerkungen, aber der Abschluss hat diese wieder aufgehoben. Es ist mehr Spannung da, die Welt wurde näher beleuchtet und neue Orten kamen dazu, aber auch einige Fragen wurden beantwortet, was für mich wichtig ist. Trotzdem bleibt am Ende die Möglichkeit einiges zu interpretieren, es mit unserer Welt zu vergleichen und nachzudenken.Mein Fazit bleibt, wie beim ersten Band: für jeden, der was ausprobieren will, sich nicht schnell abschrecken lässt und gerne entdeckt.

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  • Schwächer als Band 1

    Sumerland 2

    Blacksally

    24. July 2017 um 10:13

    CoverAuch hier finde ich das Cover wieder sehr ansprechend und je länger man das ganze ansieht, desto mehr Details fallen einem auf, ich finde sowas wirklich wunderbarProtagonistenDie Protagonisten sind die gleichen wie in Band 1 schon bekannt. Ich finde sie alle immer noch recht unsympathisch, was der Geschichte an sich aber keinen Abbruch tut. Bei diesem Band habe ich eher das Gefühl gehabt, das es mehr um die Prinzessin geht, als um den Prinzen, das war bei Band 1 genau anders herum, weswegen die Untertitel der Bücher eigentlich getauscht gehören. Ich finde etwas schade das wir immer noch nicht wirklich mehr als Oberflächlichkeiten von der Erzählerin erfahren, hier hätte ich mir mehr gewünscht.SchreibstilDiesmal kannte ich den Schreibstil schon und bin viel besser ins Buch gekommen. Es war wieder sehr spannend geschrieben jedoch hatte ich das Gefühl das in diesem Teil viel wiederholt wird, ich musste trotzdem wissen wie das ganze ausgeht. Allgemein finde ich den zweiten Band etwas schwächer als den ersten, was ja eigentlich bei den meisten Reihen so ist. Ich finde es übrigens etwas schade, das der Klappentext des Buches schon sehr viel verrät, das mag ich nicht so, denn ich will die Geschichte selbst erleben.AutorDr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert.EinzelbewertungenSchreibstil 4/5Charaktere 1/5Spannung 4/5Ende 4/5Cover 5/5FazitDer zweite Band konnte mich nicht mehr ganz überzeugen, dennoch bin ich froh ihn gelesen zu haben, denn die Idee zur Geschichte finde ich super

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  • Gelungenes Gesamtkonzept

    Sumerland 2

    Tante_Joya

    14. July 2017 um 17:41

    Das Wichtigste vorab: Wer den ersten Teil "Sumerland: Prinzessin Serisada" noch nicht gelesen hat, der sollte hier jetzt nicht weiter lesen oder zumindest nicht den Abschnitt zum Inhalt und gegebenenfalls sofort zum Fazit springen. Die beiden Bücher gehören untrennbar zueinander und bauen aufeinander auf. Diese Rezension hier könnte also Spoiler für das erste Buch enthalten.Das SpielWie schon in meiner Rezension zum ersten Band möchte ich nochmal kurz das Thema der dazugehörigen App aufgreifen. Die Apparatu Memoria App schickt den Spieler auf die Suche nach geheimen Symbolen und ermöglicht es, hinter den Vorhang unserer Realität und in das Sumerland zu blicken. Wer keine Möglichkeit hat, die Symbole zu suchen, der kann sie auf der Seite endederwelt Punkt de auch so scannen. Wer alle Rätsel lösen kann, darf sich auf einen exklusiven Soundtrack der Gruppe QNTAL freuen und auf die Aufnahme in die Geheimgesellschaft, die ab Sommer diesen Jahres als Fantasy-Rollenspiel starten wird. Ich habe mittlerweile alle Rätsel lösen können und kann sagen, dass es mir Spaß gemacht hat daran zu knobeln. Manche waren eher einfach, andere sehr kniffelig, im Endeffekt sind aber entgegen meiner ursprünglichen Annahme (ja ich bin manchmal zu ungeduldig...) alle lösbar. Und der Spieler erhält durch die App noch mehr Einblick ins Sumerland als allein durch die Bücher. Zumal die Betreiber der oben genannten Seite sowieso die Bücher als "Roman zum Online-Fantasy-Game" bezeichnen. Ich kenne andere Bücher, die auf Spielen basieren, und die sind meistens eher für die Fans der Spiele interessant und eher nicht literarisch herausragend (jedenfalls meiner Meinung nach). Hier ist das anders, Spiel und Bücher greifen ineinander, eins wäre ohne das andere nicht komplett. Die Fusion zwischen Fiktion und Realität, die in den Büchern ja angestrebt wird, ist hier zumindest gut gelungen finde ich.Zum InhaltPrinz Zazamael steht kurz vor seinem Ziel, dem Palast der Prinzessin Serisada, als ihn die Nachricht vom vermeintlichen Tod der Prinzessin erreicht. Tief bestürzt zieht er sich zurück und überlässt die Verwaltung der Stadt dem geheimen Rat. Währenddessen hat Serisada aber doch mithilfe eines alten Freundes überlebt und schwört Zazamael und dem Rat furchtbare Rache, da Ratsmitglied und Mentor Azethot nicht einmal versucht hat ihr zu helfen, und die Stadt einfach so den Tod eines ganzen Viertels in Kauf nimmt, ohne sich darum zu scheren. Auf ihrer Reise durch die untersten Schichten der Turmstadt hinauf zum Palast Zazamaels sammelt Serisada eine Menge Anhänger und zettelt mit deren Hilfe eine Revolution an, die das gesamte System der Stadt ins Wanken bringt. Im großen Finale stehen sich die beiden Königskinder Auge in Auge gegenüber. Wer wird siegen? Was ist die große Fusion und was ist hinter dem Silbersee? Und was hat Susannes Geschichte damit zu tun, ist das Sumerland Fakt oder Fiktion?Auch Band 2 besteht wieder zu einem großen Teil aus den inneren Monologen der unbekannten Singlefrau, die beruflich mittlerweile eine andere Richtung eingeschlagen hat und weiterhin gebannt der Kinderspielgeschichte ihrer Nichte Susanne lauscht. Im Gegensatz zum ersten Band fand ich die Monologe hier allerdings weniger nervend, viel passender und auch spannender. Ich denke immer noch, dass die Frau einen Psychologen besuchen sollte, doch die Geschichte reißt den Leser so sehr mit, dass sich plötzlich alles zusammenfügt. Es gab Stellen, an denen ich unbedingt wissen wollte, wie Susannes Geschichte weiter geht, dann sprang das Buch aber wieder zu Serisada und ich wollte unbedingt wissen, was dort geschieht. Das Buch war so spannend, dass ich es in wenigen Tagen durchgelesen hatte. Die meisten Fragen bekommen zum Ende hin auch eine Antwort, und die leicht kryptisch geschriebene Geschichte bekommt einen sinnvollen Abschluss. Nur eine Frage bleibt offen, und ich fürchte, die muss der Leser selbst interpretieren. Welche das genau ist wird nicht verraten. ;)Das CoverBand 2 zeigt ein Bild aus dem Inneren der riesigen Turmstadt, genauer gesagt den Basar der Tausend und abertausend Güter. Auf der Webseite vom Sumerland gibt es dieses und andere Bilder auch nochmal zum Anschauen. Das Coverbild lädt zum Verweilen und Betrachten ein, immer wieder fallen neue kleine Details auf. Ich finde es passend und gut gewählt für den zweiten Teil der Buchreihe.FazitKurz gesagt: ich bin begeistert. Das Lesen des zweiten Bandes in Verbindung mit dem Handyspiel hat mir viel Spaß gemacht und war beides spannend. Die Sprache im Buch ist manchmal ein wenig abgehoben und kryptisch, trotzdem passt es zur Gesamtstimmung und zum Konzept. Die Geschichte hat mich komplett gepackt und ich kann nicht anders als volle fünf Sterne zu geben. 

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  • Lesen macht Spaß

    Sumerland 2

    carmelinchen

    02. July 2017 um 14:38

    Wie auch schon der erste Band fasziniert der zweite mit einem tollen Schmuckrücken und einem super gestalteten Cover. Die Geschichte hat mir um ein wenig besser als der erste Teil gefallen. Wir treffen alte Bekannte wieder und sind auch schnell wieder in der Geschichte drin, so das wir nicht lange überlegen müssen - wie war das? Aber WICHTIG es ist vorher den ersten Band gelesen zu haben, den sonst besteht nur eine schwindend geringe Chance die Geschichte zu verstehen. Viel zu schnell hat man die Geschichte beendet und das Ende naht, man ist schon ein wenig traurig muss ich feststellen.

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  • [Rezension] Sumerland 2: Prinz Zazamael von Johannes Ulbricht

    Sumerland 2

    HappySteffi

    18. June 2017 um 17:43

    Taschenbuch: 368 Seiten Verlag: Panini Erscheinungstermin: 22. August 2016 Genre: Fantasy ISBN-10: 3833233702 Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren Klappentext "Die Sumerland-Saga ist ein großer Lesegenuss, sie sei hiermit herzlich empfohlen"Takis Würger in DER SPIEGELSerisada ist verschwunden, als das flüssige Silber ihr Stadtviertel überflossen hat. Damit gilt ihr Tod als hundertprozentig gewiss, denn das Silber ist der geheime Schrecken und das schmutzige Geheimnis hinter der glamourösen Fassade der Stadt. Das Silber wartet unten im Stadtkegel, um früher oder später alles aufzunehmen, was die Zivilisation von Waylhaghiri produziert. Prinz Zazamael ist seit jeher von Prinzessin Serisada besessen, weil nur sie für ihn ein gleichwertiges Gegenüber sein kann und keine Marionette – nur durch sie kann er den „wilden Wein“ erlangen und die große Fusion zur Verschmelzung von Traum und Realität herbeiführen. Die Nachricht vom Tod von Prinzessin Serisada führt dazu, dass er sich selbst und sein Königreich verkommen lässt. Serisada hat aber entgegen alle Wahrscheinlichkeit überlebt. Stockwerk für Stockwerk, Zivilisationsepoche für Zivilisationsepoche kämpft sie sich den Stadtkegel empor und schafft es schließlich, in Waylhaghiri eine Revolution auszulösen. Sie endet im Zweikampf mit Zazamael. Die Stadt geht in einer unkontrollierten großen Fusion unter und Sumerland und Waylhaghiri, Wirklichkeit und Traum, Natürlichkeit und Ästhetik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit. Beide Königskinder finden sich in einer menschenleeren Welt auf der anderen Seite des Silberspiegels wieder und entdecken dort, was aus all den Dingen und Leuten geworden ist, die im Lauf der Jahrhunderte in das flüssige Silber gestürzt sind. Die Entwicklungen in den beiden phantastischen Königreichen haben spürbare Auswirkungen auf unsere alltägliche Zivilisation, die ja nichts anderes als ein Zerrbild der dahinterliegenden eigentlichen Wirklichkeit ist. Ob spielende Kinderbanden in den Sommerferien oder eine vierzigjährige Single-Frau auf der Suche nach der einen großen Liebe – wir alle spüren die Wahrheit von Sumerland und Waylhaghiri tief in unserem Blut. Das Wissen um die dahinterliegende Wirklichkeit von Sumerland und Waylhaghiri liefert die Erklärung für Vieles in unserer Gesellschaft, das bei genauerer Betrachtung weniger selbstverständlich ist als eigentlich sogar ziemlich sonderbar. Autor Dr. Johannes Ulbricht, geb. 1970 in München, ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Justiziar des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft. Vor der Sumerland-Duologie ist von ihm der Games-Roman „Der Spielemacher“ (CSW-Verlag, 2010) erschienen. Er lebt in Hamburg und verpasst kein Sisters-of-Mercy-Konzert. Cover Schon das Cover zum ersten Teil der Duologie hat mir gut gefallen und dieses steht ihm in keinster Weise nach. Auf dem Titelbild sieht man eine Art Markthalle die auf unterschiedlichen Ebenen aufgebaut ist und neben Verkaufsständen noch allerlei andere Dinge zum Erkunden bereit hält. Ein Cover, in dem man gerne mal ein paar Minuten versinken möchte und dennoch immer wieder etwas neues entdeckt. Meinung Da der erste Band der Duologie mir gut gefallen hat habe ich direkt im Anschluss den zweiten Teil gelesen. Die Entscheidung war auch richtig, denn Prinz Zazamael schließt nahtlos an die Geschehnisse in Prinzessin Serisada an. Da diese Rezension weder den ersten Band spoilern soll, noch zu viel von der Handlung verraten soll, verzichte ich auch aufgrund des umfassenden Klappentextes bewusst auf einen Umriss der Handlungen. Wie in Sumerland 1 ist der Schreibstil von Johannes Ulbricht locker und die Wortwahl relativ einfach gewählt, so das auch hier Jugendliche ab 12 Jahren keine sprachlichen Probleme bekommen dürften. Jedoch machen viele Details und der komplexe Weltenaufbau Sumerland zu einer Duologie, die man nicht zwischen Tür und Angel lesen kann. Bildgewaltige Ausführungen und Spannung haben mich gefesselt und mir genauso wie im ersten Band sehr gefallen. Der Autor bleibt seinem Stil treu und so gibt es auch in Prinz Zazamael wieder unterschiedliche Handlungsfelder und Perspektivenwechsel, viel Spannung und gefährliche Abenteuer in herrlicher Fantasy-Atmosphäre. Die Charaktere bleiben authentisch und auf ihre eigene Art nahbar, so das man ihr Handeln nachvollziehen kann. Fazit Sogar ein wenig besser als Sumerland 1 konnte mich dieser Band überzeugen. Insgesamt finde ich die Duologie sehr unterhaltsam und besonders für Jugendliche im Zusammenhang mit dem Online-Game sehr gelungen.  

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  • Fortsetzung überzeugt leider nicht

    Sumerland 2

    Elfendy

    10. June 2017 um 02:48

    Das Buch beleuchtet vier verschiedene Perspektiven. Aus der einer unbekannte Erzählerin, die in der Realität lebt und über ihren Alltag und ihren Job berichtet. Außerdem wird sie nach einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit von Schuldgefühlen geplagt. Sie kann in eine Art Parallelwelt blicken und dort die Ereignisse im sogenannten Sumerland beobachten. Ihre Nichte Susanne behauptet Sumerland erfunden zu haben, weil sie die Spielzeughersteller boykottieren wollte, in dem sie eine Beschäftigung für Kinder ganz ohne Gegenstände erschafft. Ihr Spiel sei jedoch außer Kontrolle geraten und hätte auf die ganze Welt übergegriffen. Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland, welches sich mit den Einwohnern des babylonischen Stadtkegels von Waylhaghiri im Krieg befindet. Serisada begibt sich als Spionin in den Turm, um dort eine Revolution zu entfachen. Dessen Herrscher Zazamael ist auf der Suche nach dem “Wilden Wein”, der seine Stadt retten soll. Außerdem sieht er in Serisada seine Seelenverwandte. Diese Charaktere sind unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Allerdings wirkt vor allem die unbekannte Erzählerin in ihren Ausführungen sehr wirr und gleichzeitig langweilig. Serisada und Zazamaels Geschichte ist sehr interessant und auch spannungsgeladen. Im Buch wird Wirklichkeit und Fiktion bunt gemischt und man fragt sich oft, was jetzt tatsächlich real ist. Das ist stellenweise sehr verwirrend. Die Geschichte ist jedoch sehr phantasie- und facettenreich. Sie enthält auch einiges an Gesellschaftskritik, denn Waylhaghiri ist unserer Welt sehr ähnlich, doch wird diese maximal überspitzt dargestellt. Leider hatte ich auch hier große Schwierigkeiten beim Lesen. Mich hat das Buch einfach nicht gepackt. Die Idee der Story fand ich sehr gut, aber für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Die ständigen Wiederholungen empfand besonders in diesem Band als störend und überflüssig. Die Story wird aus mehreren Perspektiven nahezu ähnlich berichtet. Daraus resultieren einige Längen, die das dran bleiben echt schwer machen. Nachdem ich mit dem ersten Band schon nicht warm geworden bin, kann mich auch die Fortsetzung nicht wirklich überzeugen.

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  • Nicht schlecht, aber nicht so ganz meines

    Sumerland 2

    bea76

    06. June 2017 um 12:21

    So nach Teil 1 mit dem ich nicht so recht warm wurde, habe ich dennoch Teil 2 gelesen. Es war etwas besser zu Lesen für mich, aber so richtig meins ist es nicht geworden. Was ich sagen kann und muss ist, dass es wirklich im zweiten Teil direkt weiter geht, das finde ich in dem Fall echt gut. Serisadas Weg durch Walhagiri ist ziemlich steinig, aber sie geht ihn. Sie erlebt sozusagen ihr eigenes Abenteuer. Zazamael ist weiter in seinem Kampf verstrickt und versucht sein Ziel zu erreichen. Die Erzählerin die ich irgendwie nicht wirklich einschätzen kann, wird auch deutlicher und realer. Aber ich werde echt nicht richtig warm mit dieser Geschichte, was nicht heisst, dass sie nicht gut ist. Wenn man sich richtig darauf einlässt ist es toll, es ist wirklich Fantasievoll geschrieben. Wenn man auf phantastische Welten abfährt ist man hier absolut richtig. Zum Glück sind Geschmäcker sehr vielfältig, so dass ich denke es wird echt vielen gefallen.

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  • Sumerland 2

    Sumerland 2

    angeltearz

    01. June 2017 um 18:31

    Band 2 geht fließend da weiter, wo Band 1 endete. Im Prinzip hätte man hier eigentlich keine zwei Bücher erscheinen lassen brauchen. Es macht also überhaupt keinen Sinn Band 2 zu lesen, wenn man Band 1 nicht kennt.Die Geschichte an sich finde ich ja klasse. Ich selber spiele seit langer Zeit "Ingress" (ähnlich dem Pokemon Go) und finde diesen Übergang zwischen Realität und Spiel sehr interessant. Was mich auch veranlasst hat die beiden Bücher zu lesen. Ich kenne also Band 1 schon und konnte Band 2 auch direkt im Anschluss weiterlesen. Bei Band 1 war es schon so, dass die Geschichten bzw. die Ebenen von Realität, Fantasy und Fiktion recht verwirrend waren. Man muss schon sehr mitdenken und gut lesen, damit man alles einigermaßen versteht. So war es in Band 2 auch, allerdings verschwammen die Ebenen miteinander, so dass etwas Klarheit in die Sache kommt.Von den Charakteren erfahren wir auch wieder gar nichts. Klar, die Anonymität der Spieler wird gut rübergebracht. Denn in der Realität ist die Unbekannte, aus deren Leben wir etwas erfahren und die scheinbar das Spiel spielt. Dann die Ebene ihrer Nichte, deren Zusammenhang mit allem ich nicht verstanden habe und dann noch die beiden Fantasyebenen, die das Spiel sind. Diese beiden Ebenen sind am Ende vereint. Die Anonymität der Spielerin kann ich nachvollziehen. So ist das nun mal, wenn man so ein Spiel spielt. Aber der Rest... Ich hätte mir gerade im letzten Band etwas mehr Tiefe gewünscht. Gerade in der Fantasywelt, wo uns die Bücher doch das Spiel schmackhaft machen soll.Da es bei den beiden Bänden bleibt hätte ich mir am Ende des Buches eine Art Abschluss gewünscht. Es wird auch einiges zu Ende gebracht, wie es im richtigen Leben auch ist, aber es fängt auch wieder was Neues an und dann endet das Buch. Es lässt mich leider mit einem unbefriedigenes Gefühl zurück. Das mag ich bei Büchern nicht!Auch hat dieser Band einige Längen, die nicht hätten sein müssen. Das Buch ist generell schon schwer zu lesen, wenn man sich in die Materie nicht einfühlen kann, aber die Längen haben das leider nicht besser gemacht.Dazu kommt, dass der Schreibstil des Autors auch recht schwer zu lesen ist. Er schreibt sehr abgehackt in kurzen Sätzen.Ich muss ganz ehrlich sagen, dass der 2. Band in meinen Augen fast unnötig erscheint. Wenn man die Längen weglässt, hätte man aus beiden Bänden einen machen können.Nach Band 1 hatte ich noch überlegt, ob ich die App bzw. das Spiel mal ausprobiere, aber dazu habe ich jetzt keine Lust mehr.Ich finde das so schade, weil der Gedanke hinter dem Buch echt genial ist. Mein kleines Spielerherz hat sich darüber echt gefreut so eine Geschichte lesen zu dürfen.Das Cover: Ich mag die Cover total gerne. Sie sind sehr verspielt und an jeder Ecke ist was zu entdecken. Sehr genial finde ich auch die Buchrücken, die nebeneinander ein Bild ergeben. Es scheint, dass da noch mehr Bücher zu gehören.Fazit: Der Grundgedanke ist toll. Allerdings hat das Buch viele Schwächen, die wirklich nicht hätten sein dürfen. Es ist so schade!

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  • Sumerland

    Sumerland 2

    thenight

    24. May 2017 um 06:36

    Inhalt: Prinzessin Serisida hat das Silber überlebt und findet sich in der untersten Ebene der Stadt wieder, auf ihrem Weg nach oben scharrt sie immer mehr Anhänger um sich. Währenddessen hat Prinz Zazamael, Serisidas Palast erreicht als er erfährt das sich eine Spionin in der Stadt aufhält und er umkehrt. Als Serisida und Zazamael aufeinander treffen, stürzen sie gemeinsam in den Silbersee. Meine Meinung: Zunächst einmal. Es ist zwingend erforderlich Band 1 gelesen zu haben. Das Buch funktioniert nicht ohne das Vorwissen.  Ich fand mich dieses mal viel besser zurecht, da ich ja die Art und Weise wie der Autor schreibt schon aus dem 1. Band kannte.  Auch in Band 2 spielt die Geschichte wieder auf zwei Ebenen, zwischen Traum und Wirklichkeit und wieder verschwimmen die Grenzen. Die Protagonisten waren mir diesmal näher, als im ersten Teil, schließlich kannte ich sie schon und konnte sie so besser verstehen, gut das ich die Bücher schnell nacheinander gelesen habe, so war die Erinnerung noch frisch. Ich kann jetzt wieder endlose Parallelen ziehen, zwischen der realen Welt und dem Geschehen in Sumerland, Spekulationen anstellen was die große Fusion, die von Zazamael angestrebt wird, mit der Werbeagentur der 40jährigen Erzählerin auf sich hat, natürlich habe ich mir auch wieder Gedanken gemacht, aber lieber habe ich mich komplett eingelassen auf die Fantasie des Autors. Von mir gibt es auch für Band 2 eine Leseempfehlung. Betretet das Summerland mit einem Klick auf das Coverbild und wenn ihr vorher noch mehr über das Buch erfahren möchtet. Daniela hat eine sehr Lesenswerte Rezension geschrieben: Buchvogel. Taschenbuch: 368 Seiten, Verlag: Panini; Auflage: 1 (22. August 2016), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3833233702, ISBN-13: 978-3833233708, Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

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  • Lohnend

    Sumerland 2

    Daniela-Walch

    17. May 2017 um 15:15

    Zusammenfassung Band 2 folgt nahtlos den Geschehnissen aus Band 1. (1) Prinz Zazamael hat sich durch die fragmentarische Stadt gekämpft und dabei gemerkt, dass sie aus Stadtteilen von Waylhaghiri besteht, die im Silber untergegangen sind. Nun ist er fast am Ziel, am Palast von Serisada, da taucht Azethot auf und bedrängt ihn zurück. Eine Spionin sei in die Stadt eingedrungen und sie müssten sie nun finden. (2) Prinzessin Serisada hat das flüssige Silber überlebt, aber sie findet sich im Untergeschoß der Stadt wieder, wo die Nobodys leben, die nicht in der zentralen Datenbank der Stadt erfaßt sind. Stockwerk für Stockwerk kämpft sie sich nach oben und versammelt dabei immer mehr Revolutionäre um sich. Die einzelnen Handlungsstränge führen zu der großen Fusion hin. Serisada und Zazamael treffen aufeinander und stürzen zusammen in den Silbersee. Das löst die große Fusion aus "und Sumerland und Waylhaghiri, Wirklichkeit und Traum, Natürlichkeit und Ästhetik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit." [Klappentext] (3) Die 40jährige Ich-Erzählerin baut mit einem großen Kunden ein völlig neuartiges Datenbanksystem auf, "das die wertvollen Dinge in Erinnerung ruft, die man im Alltag übersieht. Jeder registrierte Nutzer kann dort Erlebnisse eintragen, die er als Erster entdeckt hat. Wenn andere dadurch auf diese Erlebnisse aufmerksam werden und Untereinträge in der entsprechenden Kategorie machen, verdient derjenige, der den ersten Eintrag gemacht hat, echtes Geld mit seiner Entdeckung." [S. 9] (4) Susannnes erfundene Welt und sogar ihre eigenen Erlebnisse verschmelzen immer mehr mit der Geschichte im Buch: Susanne erzählt die Geschichte um Serisada und Zazamael einem Spielkameraden und erlebt kurz danach ähnliche Dinge. Susannes Widersacher ist der schielende Anführer, der nach einem Ausflug Susannes auf Land alle Kinder mit seinem Spiel um sich versammelt. Persönlicher Eindruck Da ich die verschiedenen Realitätsebenen des Romans und den Erzählstil schon in Band 1 dechiffriert hatte, bin ich in diesen Band schnell reingekommen und konnte ihn einfach genießen. Beim ersten Band war ich mir über lange Zeit unsicher, ob mir das Lesen Spaß macht. Nun, beim zweiten Band, den ich förmlich verschlungen habe, wußte ich, dass es mir Spaß macht. Azethot und Zazamael Obwohl der Band nach Prinz Zazamael benannt ist, verfolgen wir größtenteils Serisadas Weg durch Waylhaghiri. Wie sie sich ihren Weg nach oben kämpft und dabei zahlreiche Hindernisse überwindet ist sehr spannend und wieder voller Allegorien auf unsere Gesellschaft, z.B. als sie ihren Weg zwischen "arbeitenden" und "feiernden" Menschen hindurch finden muss.  (siehe auch Zitat) Die Geschichte der 40-jährigen Ich-Erzählerin wird auch spannender, da sich nun tatsächlich etwas in ihrem Leben bewegt und sie am Schluß auch zufriedener wird. Und auch mit Susanne hab ich mitgefiebert. Ihre Geschichte parallel zum Sumerland warf wieder einige Fragen auf. Warum konnte sie unbewußt Serisadas Weg verfolgen? (siehe auch Zitat) Charaktere Die Protagonisten sind gut darin, andere Menschen zu manipulieren. Das ist ihre Stärke, doch daraus resultiert auch Einsamkeit. Sie sind auch kreativ, doch diese Stärke kann auch eine Schwäche sein. Logik Aus dramaturgisch wertvollen Gründen besucht Susanne Kerstin, ein Mädchen, welches im Rollstuhl sitzt, nicht nach draußen kann und deshalb außerhalb der Spiele der Kinderbanden steht. Dass das Mädchen wegen ihrem Rollstuhl nicht nach draußen kann, ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Ein Rollstuhl ist ja gerade deshalb da, um damit rumzurollen, und nicht nur im Zimmer zu sitzen. Ein etwas realistischeres Bild von behinderten Kindern wäre hier wünschenswert. Inspiration Auch dieser Band besticht wieder durch das schöne Cover. Ein weiterer unerwarteter Nebeneffekt: Als ich die Nachrichten gestern gesehen habe, konnte ich sie nicht mehr Ernst nehmen. Rituale, die sich verselbstständigt haben; unsinnige Sachzwänge: ich habe tatsächlich beim Fernsehen hinter unserer Wirklichkeit den Schatten von Sumerland gesehen. Und das ist ein bemerkenswerter Effekt für einen Fantasy-Roman. Wie es auch im Klappentext steht, "wir alle spüren die Wahrheit von Sumerland und Waylhaghiri tief in unserem Blut. Das Wissen um die dahinterliegende Wirklichkeit von Sumerland und Waylhaghiri liefert die Erklärung für Vieles in unserer Gesellschaft, das bei genauerer Betrachtung weniger selbstverständlich ist als eigentlich sogar ziemlich sonderbar." Lesen oder nicht? Dieser Fantasy-Roman ist mal etwas anderes. Er macht Spaß, aber er bringt auch allerlei an philosophischen und gesellschaftskritischen Überlegungen mit. Es ist möglich, ihn auf verschiedenen Ebenen zu lesen. Für Fans von High-Fantasy das Richtige, doch auch für Menschen, die sich für Philosophie und Soziologie interessieren.(c) https://buchvogel.blogspot.de/2017/05/sumerland-2-prinz-zazamael-von-j-ulbricht.htm

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  • Toller und fesselnder zweiter Band!

    Sumerland 2

    Line1984

    25. January 2017 um 11:56

    Band 1 der Sumerland Reihe hat mich ja wirklich überrascht und wirklich gut unterhalten können. Natürlich war es für mich selbstverständlich das ich auch den zweiten Band lesen werde, was anderes geht gar nicht.Dieser zweite Band schließt fast nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an.Ich denke der Klappentext sagt auch hier alles aus was man wissen muss denn ihr seht ja selbst wie detailliert er ist, deshalb werde ich zum Inhalt nichts weiter sagen.Der Schreibstil des Autoren war auch hier wieder locker und sehr flüssig zu lesen.Er schreibt detailliert und bildgewaltig, nach weniger Seiten hatte er mich wieder gepackt und in den Bann der Story gezogen.In diesem zweiten Band geht die abenteuerliche Reise weiter in eine faszinierende und auch rätselhafte Welt voller Gefahren weiter.Auch hier fällt wieder die komplexe Fantasystory auf die mich wieder mitgerissen hat.Erzählt wird auch diese Story wieder aus verschiedenen Sichten. Es gibt mehrere Handlungsstränge die allesamt miteinander verknüpft sind.Das sorgte auch hier wieder für unglaubliche Spannung.Band 1 hat mir ja schon unglaublich gut gefallen doch auch Band 2 konnte mich völlig überzeugen. Was mir bei dieser Reihe besonders gut gefällt ist zum einen die komplex aufgebauten Welten und zum anderen natürlich die zahlreichen erfrischenden Ideen die ich so noch nicht gelesen habe.Sicherlich ist diese Reihe nicht jedermanns Sache, aber wenn man sich darauf einlässt wird man mit einer atemberaubenden Fantasystory belohnt.Daher auch hier mein Tipp, lest vorab die Leseprobe.Ich kann euch dieses Buch und diese Reihe nur ans Herz legen.Fazit:Mit "Sumerland 2 - Prinz Zazamael" ist dem Autoren ein grandioser zweiter Band seiner Reihe gelungen der mich wieder gepackt hat. Auch dieses Buch bekommt von mir 4 Sterne.

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