Johannes Willms

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Napoleon

Erscheint am 14.02.2019 als Taschenbuch bei C.H.Beck.

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Tugend und Terror

Tugend und Terror

 (3)
Erschienen am 12.09.2014
Talleyrand

Talleyrand

 (2)
Erschienen am 15.07.2011
Napoleon

Napoleon

 (2)
Erschienen am 23.01.2018
Mirabeau

Mirabeau

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Erschienen am 16.02.2017
Stendhal

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 (1)
Erschienen am 01.08.2012
Balzac

Balzac

 (1)
Erschienen am 23.10.2007
Gebrauchsanweisung für Frankreich

Gebrauchsanweisung für Frankreich

 (2)
Erschienen am 01.10.2005

Neue Rezensionen zu Johannes Willms

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M

Rezension zu "Mirabeau" von Johannes Willms

Chancenloser Visionär der Revolution
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Chancenloser Visionär der Revolution

Kaum einer der Revolutionäre der „ersten Stunde“ hat die französische Revolution überlegt. Doch anders als Robbespiere oder Danton erlag der „Vordenker“ der Revolution, der „Ideologe einer neuen Zeit“, Mirabeau, nicht der Guillotine, sondern starb schlicht und einfach an einer Art Entkräftung. Ein „Leerbrennen“ eines Körpers und Geistes, ein Ankämpfen gegen die destruktiven Wendungen der Revolution, ein Kampf durchaus auch um die Macht, doch um eines „höheren Zieles Willen“, wie Mirabeau wohl selber ausgesagt hätte.

Ein „Ausbrennen“, dass durch Jahre der Haft und ein ausschweifendes Leben vor der selbstgestellten „Lebensaufgabe“ bereits vorweg angelegt war.

„Unter den Revolutionären ist Mirabeau eine Ausnahme….von diesen unterschied er sich auch durch sein Denken und Wollen“.

Älter als die anderen und, vor allem, nicht aus der Emotion heraus angetrieben, sondern bereits im Vorfeld mit überlegtem Konzept, mit einer Idee und einer Vision versehen, wie Frankreich stabil einen Wechsel der Staatsform von der absoluten Monarchie hin zur konstitutionellen Monarchie vollziehen könnte, ungeachtet der Personen. Ein Konzept, dass den Tod Ludwig des XVI. eben nicht zwingend erfordert hätte und das die Zeiten des Chaos und der vielfachen Hinrichtungen ohne Konzept und Klarheit, die tatsächlich folgten, wohl verhindert hätte.

Hier aber kommt zum Tragen, wie Willms hervorragend auf den Punkt formuliert (und im Einzelnen nachzeichnet), was ansonsten eher gegenteilig in der Geschichte gilt:

„Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben“.

Inmitten der wogenden Emotionen, der Intrigen, des Blutdurstes und der Rücksichtslosigkeit der anderen Revolutionäre, die sich schon im Vorfeld der Massenhinrichtungen und der gegenseitigen Vernichtung unter den Revolutionären andeutete, hatten die klaren, stringenten, zunächst aber eher mäßigend zu verstehenden Haltungen Mirabeaus einfach keine Chance.

Was dieser nicht hinnahm, wogegen sich Mirabeau mit jeder Faser seiner Person, bis zum letzten seiner Kraft und mit jedweder Strategie der Macht zur Wehr setzte.

Wobei Mirabeau hierbei genauso an den anderen Revolutionären, durchaus aber in starkem Maße auch am König selbst und dessen unerbittlichen Widerstandes gegen jede Form konstruktiver Veränderung scheiterte.

„Ich, als Bürger, zittere um die königliche Gewalt“. Darin drückt sich Mirabeaus feste Überzeugung, dass es nur in einem Miteinander von Reform, Revolution und Monarchie gehen kann, aus. Und, im doppelten Sinne des Satzes, bewahrheitete sich, dass er auch vor der königlichen Gewalt zu zittern gehabt hätte, denn zwischen „Misthaufen und Palast“ war, angesichts der handelnden Personen, kein Ausgleich zu „Lebzeiten Mirabeaus“ möglich.

Selbst auf dem „letzten Schlachtfeld“, 1791 in Bezug auf die Haltung des Klerus zum Staat, scheiterte Mirabeau trotz kluger Argumentation und eifriger Arbeit „hinter den Kulissen“ mit dem Versuch, die „Fronten zu versöhnen“. Daran änderte auch nichts, dass er am 18. Januar 1791 zum „Chef des Bataillons der Pariser Nationalgarde“ in einem Distrikt gewählt wurde. Was nun Mirabeau als Zeichen des Vertrauens zu seiner Mittlerposition wertete, hielten seine Mit-Jakobiner eher für ein „Karnevalskostüm“.

Willms bietet ein detailliertes Lebensbild Mirabeaus in chronologischem Ablauf, verweist auf die prägenden Strömungen der Zeit und Erfahrungen für den „Denker“ eines neuen Frankreichs, führt fundiert den zermürbenden Einsatz für die eigene Vision auf und zeigt ebenso minutiös des schrittweise Scheitern Mirabeaus.

Bis hin zur „Zerschlagung (seiner) Büste“ auf Geheiß Robbespierres, die wie eine sinnbildliche Hinrichtung am Ende des Buches geschildert wird.

Auch wenn der Tonfall durchgehend etwas trocken und zu sehr in Form eines Berichtes angelegt ist, ergibt das Werk eine interessante Lektüre zu Person, Zeit und die Irrungen und Wirrungen der Momente vor der Revolution und der dann jungen Revolution.

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Ulenfluchts avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Frankreich (Piper Taschenbuch)" von Johannes Willms

Macht schlau
Ulenfluchtvor 3 Jahren

Zugegeben, Gebrauchsanweisungen und Bedienungsaleitungen lese ich nicht besonders gerne. Zu gestelzt erscheint immer der Text und zu blöd komme ich mir vor, wenn ich auch beim dritten Mal lesen nichts verstehe. Wie man auf die Idee kommt, eine Buchreihe über Länder und Gegenden "Gebrauchsanweisung für..." zu nennen, ist mir daher schleierhaft. Umso schöner aber, wenn sich dahinter nicht ein reiseführerartiges Büchlein voller Plattitüden verbirgt, sondern eine Sammlung kluger Beobachtungen eines Kulturjournalisten mit Innenansicht.

Wie eine Bedienungsanleitung auch liest sich dieses Buch hier allerdings nicht so einfach. Eine leichte Lektüre für den Sommergarten ist es nicht. Verschachtelt und kunstvoll gestrickt kommt so mancher Satz daher und mehr als nur einige Aspekte unseres Nachbarlandes werden so detailliert und argumentativ hochwertig behandelt, dass man sich manchmal in der schönen Argumentationskette ein bisschen verlieren kann. Dieses Buch zwingt einen zum langsam lesen. Zum nochmal lesen. Und zum nachdenken.

Ich habe selten in einer derartigen Abhandlung, die für ein breites Publikum geschaffen ist, so viele anspruchsvolle Passagen gelesen wie in dieser. Es ist ein sehr schlaues Buch und der Autor genussvoll wortgewandt, wie er dem Leser sein Frankreich näherbringt. Wer sich für das Land interessiert und Vorwissen hat, kann hier fantastische, tiefgründige Lesestunden - nein Lesewochen trifft es eher - verbringen. Es ist zwar kein Buch, das Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, aber aus der Sammlung aller Details erhebt sich doch ein umfassendes und faszinierendes Porträt.

Mon Dieu, was bin ich froh, dass der Titel "Gebrauchsanweisung für Frankreich" irreführend ist. Das hier ist alles, aber keine trockene und unverständliche Bedienungsanleitung. Einen kleinen Charakterzug einer solchen findet sich aber auch hier: Zum Nachschlagen kommt es immer wieder gerne auf den Tisch: Wie war das noch mit der volonté générale, von der die Franzosen selber nichts wissen...?

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Frankreich (Piper Taschenbuch)" von Johannes Willms

Für mich eine enttäuschende Gebrauchsanweisung
sabatayn76vor 4 Jahren

Inhalt:
Johannes Willms erzählt von den prototypischen Franzosen und Französinnen, berichtet von der französischen Küche, von der Geduld der Franzosen, von der Geschichte des Landes, von Paris und von der Provinz.

Mein Eindruck:
Ich habe bereits einige Gebrauchsanweisungen mit großem Interesse und viel Vergnügen gelesen und mag Frankreich sehr gern. Daher habe ich mich besonders auf die 'Gebrauchsanweisung für Frankreich' gefreut.

Ich habe das Buch auf einer Reise durch verschiedene Regionen Frankreichs gelesen, dennoch ist es dem Autor nicht gelungen, mich auf das Land einzustimmen, mich auch literarisch nach Frankreich zu versetzen. Was ich an der Reihe bisher so schätzte (den unterhaltsamen Schreibstil, die sympathische und humorvolle Art des Erzählens, die ganz besonderen Infos, die man in keinem Reiseführer lesen kann), habe ich hier völlig vermisst. Ich empfand zudem die Sprache Willms' als viel zu hochtrabend und schnörkelig. Zwar habe ich Neues über das Land gelernt, aber Spaß hat mir die Lektüre nicht gemacht, da ich den Stil oft zu umständlich und aufgesetzt fand. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Autor mir eine Geschichte erzählt (wie bei anderen Gebrauchsanweisungen), sondern dass er zeigen möchte, wie viel er weiß und wie gebildet er ist. Damit passt das Buch meiner Meinung nach nicht so gut in die Gebrauchsanweisungen-Reihe, bei denen ich sonst immer sehr viel Spaß beim Lesen hatte und mich gefühlt habe, als sei ich mit den Autoren auf einer Reise und würde Insiderinformationen zum Land bekommen, die ich sonst nirgends lesen könnte.

Mein Resümee:
Für mich eine enttäuschende Gebrauchsanweisung.

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