Johannes Willms Gebrauchsanweisung für Frankreich (Piper Taschenbuch)

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Inhaltsangabe zu „Gebrauchsanweisung für Frankreich (Piper Taschenbuch)“ von Johannes Willms

Französische Lebensart, »haute cuisine« und »toujours l’amour«, Zentralismus und Nationalstolz: Johannes Willms, der wie Gott in Frankreich lebt, weiht uns ein in die Geheimnisse von »la douce France«. Die typische Pariserin ist verführerisch und kapriziös, und zu einem waschechten Franzosen gehören die Boulekugeln ebenso wie Baskenmütze oder Weißbrotstange … Adieu Klischee! Johannes Willms, seit Jahren mit Frankreich verbunden, blickt hinter die Kulissen. Mit den Tücken des Linksabbiegens und der Hundeliebe seiner Nachbarn ist er so vertraut wie mit der Pünktlichkeit ländlicher Handwerker und dem Erfolgsrezept für die einzig wahren Pommes frites. Er weiht uns in das Wunderwerk TGV ein, zeigt uns die verwunschenen Weinberge des Languedoc und den waldreichen Lubéron – und die ethnische Vielfalt der Metropolen, die in der Fußballnationalmannschaft ihren vollkommenen Ausdruck findet.

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    Gebrauchsanweisung für Frankreich (Piper Taschenbuch)

    Ulenflucht

    16. August 2015 um 16:06

    Zugegeben, Gebrauchsanweisungen und Bedienungsaleitungen lese ich nicht besonders gerne. Zu gestelzt erscheint immer der Text und zu blöd komme ich mir vor, wenn ich auch beim dritten Mal lesen nichts verstehe. Wie man auf die Idee kommt, eine Buchreihe über Länder und Gegenden "Gebrauchsanweisung für..." zu nennen, ist mir daher schleierhaft. Umso schöner aber, wenn sich dahinter nicht ein reiseführerartiges Büchlein voller Plattitüden verbirgt, sondern eine Sammlung kluger Beobachtungen eines Kulturjournalisten mit Innenansicht. Wie eine Bedienungsanleitung auch liest sich dieses Buch hier allerdings nicht so einfach. Eine leichte Lektüre für den Sommergarten ist es nicht. Verschachtelt und kunstvoll gestrickt kommt so mancher Satz daher und mehr als nur einige Aspekte unseres Nachbarlandes werden so detailliert und argumentativ hochwertig behandelt, dass man sich manchmal in der schönen Argumentationskette ein bisschen verlieren kann. Dieses Buch zwingt einen zum langsam lesen. Zum nochmal lesen. Und zum nachdenken. Ich habe selten in einer derartigen Abhandlung, die für ein breites Publikum geschaffen ist, so viele anspruchsvolle Passagen gelesen wie in dieser. Es ist ein sehr schlaues Buch und der Autor genussvoll wortgewandt, wie er dem Leser sein Frankreich näherbringt. Wer sich für das Land interessiert und Vorwissen hat, kann hier fantastische, tiefgründige Lesestunden - nein Lesewochen trifft es eher - verbringen. Es ist zwar kein Buch, das Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, aber aus der Sammlung aller Details erhebt sich doch ein umfassendes und faszinierendes Porträt. Mon Dieu, was bin ich froh, dass der Titel "Gebrauchsanweisung für Frankreich" irreführend ist. Das hier ist alles, aber keine trockene und unverständliche Bedienungsanleitung. Einen kleinen Charakterzug einer solchen findet sich aber auch hier: Zum Nachschlagen kommt es immer wieder gerne auf den Tisch: Wie war das noch mit der volonté générale, von der die Franzosen selber nichts wissen...?

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  • Für mich eine enttäuschende Gebrauchsanweisung

    Gebrauchsanweisung für Frankreich (Piper Taschenbuch)

    sabatayn76

    19. June 2014 um 23:08

    Inhalt: Johannes Willms erzählt von den prototypischen Franzosen und Französinnen, berichtet von der französischen Küche, von der Geduld der Franzosen, von der Geschichte des Landes, von Paris und von der Provinz. Mein Eindruck: Ich habe bereits einige Gebrauchsanweisungen mit großem Interesse und viel Vergnügen gelesen und mag Frankreich sehr gern. Daher habe ich mich besonders auf die 'Gebrauchsanweisung für Frankreich' gefreut. Ich habe das Buch auf einer Reise durch verschiedene Regionen Frankreichs gelesen, dennoch ist es dem Autor nicht gelungen, mich auf das Land einzustimmen, mich auch literarisch nach Frankreich zu versetzen. Was ich an der Reihe bisher so schätzte (den unterhaltsamen Schreibstil, die sympathische und humorvolle Art des Erzählens, die ganz besonderen Infos, die man in keinem Reiseführer lesen kann), habe ich hier völlig vermisst. Ich empfand zudem die Sprache Willms' als viel zu hochtrabend und schnörkelig. Zwar habe ich Neues über das Land gelernt, aber Spaß hat mir die Lektüre nicht gemacht, da ich den Stil oft zu umständlich und aufgesetzt fand. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der Autor mir eine Geschichte erzählt (wie bei anderen Gebrauchsanweisungen), sondern dass er zeigen möchte, wie viel er weiß und wie gebildet er ist. Damit passt das Buch meiner Meinung nach nicht so gut in die Gebrauchsanweisungen-Reihe, bei denen ich sonst immer sehr viel Spaß beim Lesen hatte und mich gefühlt habe, als sei ich mit den Autoren auf einer Reise und würde Insiderinformationen zum Land bekommen, die ich sonst nirgends lesen könnte. Mein Resümee: Für mich eine enttäuschende Gebrauchsanweisung.

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