Ein Schnupfen ist kein Beinbruch

von Johannes Wimmer und Robin Haring
5,0 Sterne bei4 Bewertungen
Ein Schnupfen ist kein Beinbruch
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Gesundheit ist mehr als essen, bewegen und schlafen

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Quo vadis Schulmedizin? Wissensbasierter Statusreport, der aufhorchen lässt und zum verantwortungsvollem Umgang mit Medizin auffordert.

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Inhaltsangabe zu "Ein Schnupfen ist kein Beinbruch"

Ein Buch, das gesund macht

Niemand sitzt häufiger im Wartezimmer, schluckt mehr Medikamente und wird öfter operiert als wir Deutschen. Aber sind all die kostspieligen Behandlungen, Pillen und Operationen tatsächlich nötig? Bedeutet mehr Medizin wirklich mehr Gesundheit? Dr. Johannes Wimmer und Professor Dr. Robin Haring klären darüber auf, wie viel Medizin wirklich notwendig ist und worauf man getrost verzichten kann: Auch Gesundheitsmuffel können glücklich alt werden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548377124
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:12.01.2018

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    Kellerbandewordpresscoms avatar
    Kellerbandewordpresscomvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gesundheit ist mehr als essen, bewegen und schlafen
    Schnupfen ist kein Beinbruch

    Meine Buchbewertung:

    Seit Mitte Januar diesen Jahres gibt es dieses Buch.

    Mit 2 kleinen Kindern und als Familienoberhaupt ist es schwierig die Krankheiten in ihrer Schwere einzuschätzen. Oft bin ich mir unsicher ob ein Arztbesuch nötig ist oder was man eigentlich alles vermeiden könnte.

    Ich selbst war seit über 6 Jahren nicht mehr im Untersuchungszimmer eines Allgemeinarztes.

    Wegen Erkältungen brauche ich nur Schlaf, den ich aufgrund des Alltags mit Kindern eh nicht bekomme und sonst war ich immer fit.

    Meine Zähne lassen mich aber langsam im Stich, man sagt ja auch so schön: Pro Kind verliert man einen Zahn. Da ist wohl bei mir leider was Wahres dran. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Zurück zum Buch und unserer Familie!

    Kurz gesagt: Sie halten das gesündeste Buch der Welt in Ihren Händen!

    So heißt es im Buch.

    Ich lerne gern mit der Medizin sparsam umzugehen. Mir ist es nicht verborgen geblieben, dass es ein riesiger Markt mit der Gesundheit geworden ist.

    Auch ein Problem ist unsere alternde Gesellschaft. Oder ist es gar kein Problem?

    Die einen behaupten, Älterwerden bedeutet, länger krank zu sein. Die anderen meinen, wir sind länger gesund, weil Krankheiten ins höhere Alter verschoben werden.

    Und im hohen Alter möchte jeder eine angemessene Pflege erhalten.

    Weiter geht es im Buch mit dem Thema Antibiotika. Wann ist es sinnvoll und wann ist es sinnlos aber wertvoll für den Arzt?

    Manche Ärzte befürchten aber, dass Patienten unzufrieden sind, wenn sie ohne Rezept die Sprechstunde verlassen, und sich vielleicht online in einem Bewertungsportal negativ äußern. Da greift der Arzt doch lieber zum Rezeptblock.

    Da habe ich mich doch ein bisschen erschreckt, dass es manchen Ärzten wichtiger ist seinen Schein zu wahren als bei nicht bakterieller Ursache trotzdem Antibiotika zu verschreiben.

    Ich hoffe immer noch auf eine korrekte Aufklärung des Arztes und Vermeidung von der Einnahme des Medikaments.

    Auf welche Tests zur Krebsvorsorge kann man eigentlich verzichten? Ist es nicht wichtig an seine Vorsorge zu denken? Ja, auf jedenfall. Das ist meine Meinung. Aber nicht alle Angebote sind dabei nützlich und aussagekräftig genug.

    Wie oft habe ich meinen Leser die Krebsvorsorge hier im Blog bereits nahegelegt?

    HPV - was ist das eigentlich genau?

    Weltkrebstag - was geht mich das eigentlich an?

    Das Geschäft mit der Angst der Patienten nutzen einige Ärzte voll aus.

     

    Ausgewogene Aufklärung und sachliche Abwägung sind eine bessere Entscheidungsgrundlage als Angst.

    Da gibt es doch dies zusätzlichen Angebote der Ärzte, die man selbst zahlen muss. Hierbei ist mein Frauenarzt richtig groß.

    Seine Sprechstundenhilfe wird auf die armen und meist jungen Frauen angesetzt, ihnen so viele zusätzliche Vorsorgen aufzuschwatzen. Echt traurig!

    Es wird dort in Horrorszenarien erzählt, was passiert, wenn sie als gesunde Frau keinen kostenpflichtigen HPV-Test machen läßt. Warum reicht nicht der normale Abstrich mit der PAP Auswertung? Ist dieser PAP unauffällig dann erübrigt sich eine weitere Vorsorge. Der HPV-Test zeigt lediglich eine Tendenz der Anzahl von eventuell bösartigen Viren an und gibt eine Angabe in "High Risk" an falls die Werte auffällig sind.

    Ausserdem bietet die Praxis neuerdings eine Vitamin-D Spritze an und noch vieles mehr.

    Wenn man diese ganzen Zusatzzleistungen ablehnt, muss man das unterschreiben.  Das soll wohl wieder eine psychische Hürde mancher unsicheren Frauen sein. Ohje, ich muss unterschreiben, dass ich nicht genug auf meine Gesundheit achte....

    Ich habe bisher immer mit einem Lächeln den Zettel unterschrieben und ledigklich die gesetzlich gezahlten Vorsorgemaßnahmen in Anspruch genommen. So viel Selbstbewußtsein hat jedoch leider nicht jeder.

    Die »IGeL-Könige« unter den Ärzten sind Gynäkologen, Augenärzte, Orthopäden, Hautärzte und Urologen. Diese fünf Facharztgruppen versammeln knapp 75 Prozent aller IGeL. Insgesamt sollen zwar mehrere Hundert IGeL im Angebot sein, die genaue Anzahl ist aber unbekannt. Wie viele IGeL es wirklich gibt und wie hoch der damit erzielte Umsatz ist, wird nicht näher erfasst. Es handelt sich also nur um Schätzungen.

    im Internet unter www.igel-monitor.de frei zugänglich zu machen. Von den bisher überprüften 35 IGeLn sind die meisten jedoch sinnlos

    Auch bei den Medikamenten kann man vieles nehmen und es gibt ein reiches Angebot in den Apotheken.

    Was dabei wirklich hilft und was nur der Pharmaindustrie "hilft" kann man manchmal als Laie gar nicht einschätzen.

    Dr. Wimmer appeliert an unsere Gesundheitskompetenz:

     

    Finden: Gesundheitsinformationen sammeln, interpretieren und kommunizieren


    Verstehen: kritische Auseinandersetzung mit Gesundheitsinformationen

    
Umsetzen: alltägliche Umsetzung medizinischer Informationen

    Aber wo sammle ich die Informationen? Beim Nachbarn, der das ja schliesslich auch schon mal hatte oder im Internet, wo alles viel schrecklicher und dramatischer dargestellt wird und gleich nebenan der Werbebanner für irgendein medizinisches Produkt zu finden ist?

    Schwieriges Thema, umso spannender im Buch darüber zu lesen.

    Abschliessend erklärt uns der Autor auf, wie gesund oder ungesund wir leben können.

    Fazit und Lieblinszitat:

    Gesundheit ist mehr als essen, bewegen und schlafen.

    Mehr Rezensionen wie immer auf dem Blog www.kellerbande.wordpress.com

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    Simi159s avatar
    Simi159vor 8 Monaten
    Weniger ist mehr

    Der Autor des Buches, Johannes Wimmer,  ist einigen Lesern bestimmt schon mal in einer seiner informativen wie kurzweiligen TV Sendungen zum Thema Medizin und Gesundheit begegnet.


    So wie seine Sendungen ist auch sein Buch, indem er aufzeigt, wieviel Medizin, Untersuchungen und Medikamente o. k. sind und an welchen  Stellen diese oft  auf überflüssigen und unnütz ist.


    Denn die Deutschen sind Weltmeister. Niemand geht häufiger pro Kopf zum Arzt, schlug mir Medikamente und wird so oft operiert, wie wir. Doch dieses mehr zum Arzt gehen und die mehr Einnahme von Tabletten  nicht gleichzeitig bedeutet mehr gesund hält.


    Uns so klärt Dr. Johannes Wimmer zusammen mit Professor Dr. Robin Harin auf, über Methoden, Krankheiten, Untersuchungen und Studien. Und wieviel Medizin ok ist und ab wann es zu viel ist.

    Kleine, kurze Kapitel, die verständlich geschrieben sind und deren Inhalt teilweise  noch mit Grafiken und Zeichnungen ergänzt wird, lassen sich gut lesen. 


    Sie klärt auf über:

    Was heißt gesund?

    Sterblichkeit im Krankenhaus, vom Arzt verkaufte IGEL Leistungen, Screenings, eingebildete Kranke, den Zusammenhang zwischen Gewicht und Gesundheit, welche Untersuchungen gut = brauchbar sind und welche wann sich sparen kann…



    Egal wie tief und ausführlich man sich mit  diesem Thema schon beschäftigt hat, jedes Wissensniveau wird bedient. Wobei sich die  Autoren mit ihrem Buch vor allem an interessierte Laien richtet. Jedem Kapitel sind die Literaturstellen, zur Vertiefung beziehungsweise für die ihm Kapitel aufgestellten Thesen angehängt.

    Und so kann man dieses Buch vorne nach hinten lesen, oder sich die für einen interessanten Kapitel rauspicken.


    Gleichzeitig versteht man, woran es im deutschen Gesundheitssystem fehlt  beziehungsweise was es zu viel gibt. Als Laie versteht man nach der Lektüre besser wie unser Gesundheitssystem  funktioniert, denn die beiden Autoren geben tiefe Einblicke hinter die Kulissen. Zudem  regen Wimmer und Harin den Leser an mehr Selbstverantwortung für sich, sein Leben und vor allem seine Gesundheit  zu übernehmen. Anstatt  bei jedem Zipperlein zum Arzt zur rennen.



    Für dieses unterhaltsame wie sehr informative Buch gebe ich Fünf Sterne.

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    seschats avatar
    seschatvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Quo vadis Schulmedizin? Wissensbasierter Statusreport, der aufhorchen lässt und zum verantwortungsvollem Umgang mit Medizin auffordert.
    Weniger ist mehr

    Wir Deutsche sind nicht nur Arzt-, sondern auch OP-Weltmeister. D.h., kein anderes Land auf Erde kann mit uns in Sachen Medizin bzw. ärztlicher Versorgung Schritt halten. Aber ist das überhaupt nötig?

    Die Mediziner Dr. Johannes Wimmer und Prof. Dr. Robin Haring meinen nein. Beide sehen die in Deutschland momentan vorherrschende "Überversorgung" an Medikamenten, Ärzten und Operationen kritisch.

    Auf insgesamt 175 Seiten (E-Book-Version) setzen sich die Autoren in kleinen informativen Kapiteln mit den Themen Gesundheit, richtige Medikation und ärztliche Versorgung auseinander. Der gefährliche Trend, alles und jeden mit Antibiotika zu therapieren, ist beiden ebenso ein Dorn im Auge wie die kostenintensiven und wenig ertragreichen IGeL-Untersuchungen. Denn dabei geht es weniger um die Gesundheit des Patienten, denn um dessen Geldbeutel. Wie auch sonst sollen sich Praxen wie Kliniken mit hochmodernen Gerätschaften rentieren? Es ist schon frappierend, wie viel unnötige OP's angesetzt bzw. Medikamente verordnet werden. Zudem lässt sich ein Heilungserfolg oder eine Besserung des Gesundheitszustands damit auch nicht garantieren. Genau so ist die sog. personalisierte Medizin alles andere als ein Garant für ein längeres Leben.

    Also, was tun, wenn "krank das neue gesund" (S. 92) ist? Ich stimme den Autoren zu, die auf positive Effekte von ausgewogener Ernährung, Bewegung und Stressreduzierung setzen. Obgleich der Alltag uns oft eines Besseren belehrt, kann jeder von uns etwas für sich und seine Gesundheit tun. Auch aufklärende Gespräche mit Hausärzten sind von Bedeutung. Denn wenn schon Heilmittel nötig sind, dann doch bitte nur in geringen Mengen.

    Insgesamt liefern die beiden Mediziner mit dieser handlichen Gesamtschau des Ist-Zustands des deutschen Gesundheitssystems eine mehr als reife, weil bestens recherchierte Leistung ab. Hier kann der medizinische Laie nicht nur einiges dazulernen, sondern auch einmal hinter die Kulissen der medizinischen Einrichtungen schauen.

    FAZIT
    Quo vadis Schulmedizin? Wissensbasierter Statusreport, der aufhorchen lässt und zum verantwortungsvollem Umgang mit der eigenen Gesundheit auffordert.

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    M
    Mellolettevor 7 Monaten

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