Johano Strasser

 2,8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Gesellschaft in Angst, Die schönste Zeit des Lebens und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Johano Strasser

Johano Strasser, geboren 1939 in Leeuwarden, ist nach einem Studium der Philosophie und Politik seit 1983 als freier Schriftsteller tätig. Ab 1995 war er Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums Deutschland, von 2002 bis 2013 dessen Direktor.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Johano Strasser

Cover des Buches Rückkehr durch die Hintertür (ISBN: 9783293208650)

Rückkehr durch die Hintertür

 (3)
Erschienen am 05.08.2019
Cover des Buches Bossa Nova (ISBN: 9783866121720)

Bossa Nova

 (1)
Erschienen am 04.02.2008
Cover des Buches Die schönste Zeit des Lebens (ISBN: 9783784432700)

Die schönste Zeit des Lebens

 (1)
Erschienen am 22.06.2011
Cover des Buches Gesellschaft in Angst (ISBN: 9783579066400)

Gesellschaft in Angst

 (1)
Erschienen am 28.01.2013
Cover des Buches Die Tücke des Subjekts (ISBN: 9783866121775)

Die Tücke des Subjekts

 (1)
Erschienen am 01.05.2008
Cover des Buches Als wir noch Götter waren im Mai (ISBN: 9783866121119)

Als wir noch Götter waren im Mai

 (0)
Erschienen am 23.02.2007
Cover des Buches Bei Regen über Regen reden (ISBN: 9783935284288)

Bei Regen über Regen reden

 (0)
Erschienen am 01.10.2000
Cover des Buches Die Zukunft des Fortschritts (ISBN: 9783801230104)

Die Zukunft des Fortschritts

 (1)
Erschienen am 01.06.1991

Neue Rezensionen zu Johano Strasser

Cover des Buches Rückkehr durch die Hintertür (ISBN: 9783293208650)
Alaiss avatar

Rezension zu "Rückkehr durch die Hintertür" von Epeli Hau'ofa

Ein heiterer Einblick in die pazifische Welt
Alaisvor 2 Jahren

„Wo sind meine Bücher?“

„Toilettenpapier ist für uns unerschwinglich. Es kostete mal zehn Cent die Rolle.“

(S. 134)

Nein, diese für Bücherfans zutiefst beunruhigende Unterhaltung zwischen einem jungen Mann und seiner Tante stammt nicht aus der legendären Toilettenpapierkrisenzeit des Jahres 2020, sondern aus der Erzählung „Der glorreiche pazifische Weg“. Wie die anderen Erzählungen aus dieser Geschichtensammlung stammt sie darüber hinaus aus der Feder des in Papua-Neuguinea geborenen Schriftstellers Epeli Hau’ofa und handelt auf der fiktiven südpazifischen Insel Tiko.

Diese oft etwas skurrilen Erzählungen haben ihren ganz eigenen Charme. Sie glänzen mit feinem Spott und werden mit dem Humor kluger Menschen, die gerne auch über sich selbst lachen, erzählt. Sie sind unterhaltsam und führen in die mir unbekannte Welt der pazifischen Inselbewohner ein, deren Frieden nur gelegentlich durch gutmeinende Fremde gestört wird. 

Mit dieser Mischung konnten mich die Erzählungen schnell verzaubern und ich musste immer wieder breit grinsen - und dennoch begann ich mich irgendwann auch ein wenig zu langweilen. Das lag sicher weniger an den Handlungen, die relativ abwechslungsreich sind, sondern vielmehr an der Darstellung der einzelnen Handlungspersonen, die einander stark ähneln, immer wieder wird dieselbe auf die Dauer etwas nervige Bauernschläue geschildert und immer wieder handelt es sich um Männer - abgesehen von der beunruhigenden Tante spielen Frauen so gut wie gar keine Rolle in den Erzählungen, werden auch nur ganz selten erwähnt. 

Das war ein bisschen schade, schmälerte ein bisschen mein Lesevergnügen und dennoch finde ich diesen heiteren Leseausflug aufgrund seiner Ungewöhnlichkeit sehr empfehlenswert! 

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Cover des Buches Die Tücke des Subjekts (ISBN: 9783866121775)
pardens avatar

Rezension zu "Die Tücke des Subjekts" von Johano Strasser

Mehr intellektuell als unterhaltsam...
pardenvor 8 Jahren

MEHR INTELLEKTUELL ALS UNTERHALTSAM...

Wie lerne ich, den Ansprüchen der modernen Gesellschaft gerecht zu werden. z.B. Weinkennerschaft heucheln, mich als Gourmet aufzuspielen, in Diskussionen über den neuesten Trendautor, von dem ich nie etwas gehört habe , die treffendsten Kommentare abzugeben, ja, selbst meine nicht vorhandene Persönlichkeit in beste Licht zu rücken - kurzum, stets allen Herausforderungen gewachsen zu sein?
Johano Strasser greift in seinem neuen Buch zum Mittel der Satire, um uns den Spiegel vorzuhalten. Seine scharfsinnigen Glossen zu lesen bereitet ein hohes Vergnügen. Zugleich, es wird sich kaum vermeiden lassen, lernen wir auch etwas dabei. Ein Lesevergnügen, bei dem sich Leichtsinn und Tiefgang kongenial verbinden.


Ziemlich unbedarft machte ich mich ans Lesen dieses Buches, das sich aufgrund des Klappentextes überaus interessant anhörte. Eine Satire über die Situation und Ansprüche der heutigen Gesellschaft, spannend!

Naja. In den 23 kurzen Abhandlungen beleuchtet der Autor sicherlich das ein oder andere interessante Thema, und zwei oder drei Mal musste ich auch schmunzeln.
Neues erfuhr ich dabei auch, seien es Tatsachen (wer weiß schon, dass sich in den USA die staatliche und private Gefängnisindustrie mittlerweile zum drittgrößten Arbeitgeber nach General Motors und Wal-Mart entwickelt hat?) oder aber Denkweisen (während in früheren Zeiten Menschen hingerichtet wurden, die falsche Vorhersagen getroffen hatten, werden heutzutage die "Fünf Weisen", die alljährlich der Regierung ihre Prognosen zur Wirtschaftsentwicklung vorlegen und damit so gut wie immer daneben liegen, weder geächtet noch kritisiert, und nach getaner Arbeit können sie ihre beträchtlichen Pensionen genießen...).

Aber es ist vielleicht schon alles damit gesagt, wenn ich darauf hinweise, dass der Autor sich selbst als "Intellektuellen" bezeichnet. Diesem Anspruch muss er ja gerade auch beim Schreiben gerecht werden, so dass die Texte vor Fremdwörtern (Testimonials, Aplomb, agonale Spannung), komplexen Satzstrukturen ("Als Jürgen Habermas sich vor Jahren während des sogenannten 'Historikerstreits' den von Dolf Sternberger geprägten Begriff des 'Verfassungsatriotismus' zu eigen machte, erntete er heftigen Widerspruch: Deutsche Identität gründete in tieferen Schichten, was das Deutschsein eigentlich ausmache, sei mit dem Bekenntnis zur Verfassung keineswegs erschöpft, auch nicht mit der kritischen Aneignung der deutschen Geschichte, die zu ebendieser Verfassung geführt habe.") und eingeworfenen lateinischen Weisheiten ("De gustibus non est disputandum!") nur so strotzen.

Insgesamt also eine sehr anstrengende Lektüre, die ich mir nur "häppchenweise" aneignen konnte.
Im Grunde vielleicht sogar ein lesbarer Adventskalender (1 Klappentext + 23 Glossen), aber eher einer für Intellektuelle...


© Parden

Kommentare: 7
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