John Banville

 3.7 Sterne bei 138 Bewertungen
Autor von Die See, Im Lichte der Vergangenheit und weiteren Büchern.
Autorenbild von John Banville (© Douglas Banville)

Lebenslauf von John Banville

John Banville ist Schriftsteller und Literaturkritiker. Er lebt heute in Dublin und ist auch als Tierschützer aktiv. Sowohl sein älterer Bruder Vincent als auch seine Schwester Vonnie haben Bücher geschrieben. John Banville wird am 8. Dezember 1945 in Wexford, Irland geboren und wächst in einfachen Verhältnissen auf. Nach seinem Schulabschluss nimmt er eine Stelle als Angestellter bei der irischen Fluggesellschaft „Air Lingus“ an. Durch seine berufliche Tätigkeit kommt er in den Genuss von stark vergünstigten Flugtickets seiner Gesellschaft, weshalb er viele Reisen unternehmen kann. Von 1968 bis 1969 lebt er in den Vereinigten Staaten von Amerika. Nach seiner Rückkehr arbeitet er als Redakteur bei der „Irish Press“. Sein erstes Buch mit dem Titel „Long Larkin“, eine Kurzgeschichtensammlung, veröffentlicht er 1970. Ein Jahr darauf folgt sein erster Roman „Nightspawn“. 1976 gewinnt John Banville für „Doctor Copernicus: A Novel“ (Dt. Titel: „Doktor Kopernikus“), einem Portrait des Astronomen, die fiktive Elemente enthält, den „James Tait Black Memorial Prize“. Es folgen weitere Bücher, in denen er sich mit dem Leben von berühmten Naturwissenschaftler beschäftigt: 1981 „Kepler: A Novel“ (Dt. Titel: „Kepler“), für den er den Guardian Fiction Prize gewinnt und 1982 „The Newton Letter: An Interlude“ (Dt. Titel: „Newtons Brief – Ein Zwischenspiel“). Nachdem die „Irish Press“ 1995 insolvent wird wechselt John Banville zur „Irish Times“, wo er 1998 Chefredakteur der Literaturabteilung wird. Doch auch die „Irish Times“ gerät in finanzielle Schwierigkeiten, so dass John Banville die Zeitung 1999 wieder verlässt. Seit 1990 schreibt er auch Beiträge für „The New York Review of Books“. John Banville Roman „The Book of Evidence“ (Dt. Titel: Das Buch der Beweise) kommt 1989 in die engere Auswahl für den „Booker Price“. 2005 wird er für seinen Roman „The Sea“ (Dt. Titel: „Die See“) erneut für den Preis nominiert und gewinnt ihn diesmal. „Die See“ erzählt die Geschichte eines Kunsthistorikers, der seine krebskranke Frau verliert und danach an einen Ferienort am Meer fährt, wo er die Sommer seiner Jugend verbrachte, um den Verlust und seine Erlebnisse zu verarbeiten. Seine letzten drei Bücher „Christine Falls“ (Dt. Titel: „Nicht frei von Sünde“), „The Silver Swan“ und „The Lemur“ veröffentlicht er unter dem Pseudonym „Benjamin Black“. John Banville wird für seinen sehr guten Schreibstil, teils schwarzen Humor und scharfen Verstand gelobt. Seine Werke, in denen stets Männer auf ihr bisheriges Leben zurückschauen, stellen eine große Herausforderung an den Leser, da in Ihnen die reale Handlung mit den Phantasien und der Wahrnehmung der Protagonisten stark verschmolzen wird.

Neue Bücher

Die See

 (57)
Erscheint am 05.11.2020 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von John Banville

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Die See (ISBN: 9783462000467)

Die See

 (57)
Erscheint am 05.11.2020
Cover des Buches Im Lichte der Vergangenheit (ISBN: 9783462048414)

Im Lichte der Vergangenheit

 (12)
Erschienen am 12.11.2015
Cover des Buches Der Unberührbare (ISBN: 9783442455836)

Der Unberührbare

 (10)
Erschienen am 13.06.2005
Cover des Buches Athena (ISBN: 9783462318371)

Athena

 (8)
Erschienen am 15.02.2018
Cover des Buches Unendlichkeiten (ISBN: 9783462043792)

Unendlichkeiten

 (8)
Erschienen am 16.02.2012
Cover des Buches Das Buch der Beweise (ISBN: 9783462318364)

Das Buch der Beweise

 (5)
Erschienen am 15.02.2018
Cover des Buches Sonnenfinsternis (ISBN: 9783462318388)

Sonnenfinsternis

 (4)
Erschienen am 15.02.2018
Cover des Buches Caliban (ISBN: 9783462318357)

Caliban

 (5)
Erschienen am 15.02.2018

Neue Rezensionen zu John Banville

Neu

Rezension zu "Der Unberührbare" von John Banville

Sprachgewaltige, bilderreiche Handlung
Stephanusvor 8 Monaten

Victor Maskell, Sohn eines anglikanischen Bischofs, kommt
während des Studiums in Cambridge in den 1930er Jahren mit kommunistischen
Kreisen in Kontakt und beginnt für die Sowjetunion zu spionieren. Als alter
Mann wird er enttarnt und lässt sein Leben Revue passieren, dass voll von
persönlichen Wendungen und auch von den Turbulenzen des 20 Jahrhunderts
erschüttert ist. Während des Studiums noch ohne klares Ziel, aber mit großen
Idealen, will Victor einen Teil zur Bekämpfung des Nationalsozialismus
beitragen und liefert Informationen an die Sowjetunion. Zunächst scheint sich
das Leben von Victor zu normalisieren und er heiratet, aus einer Laune heraus,
die Schwester seines besten Freundes Nick, mit der er zwei Kinder zeugt. Über
die Zeit als Soldat in Frankreich, die kopflose Flucht nach der Kapitulation
Frankreichs und der Bombenterror des Zweiten Weltkriegs wird er schließlich
Kunstkritiker und Professor. Neben der Spionage zerbricht sein Leben und er
erkennt seine Homosexualität, die dann zur Trennung von seiner Familie führen und
einem Leben im Verborgenen, der 50er und 60er Jahre, mit der ständigen Furcht
vor Entdeckung. Als alter Mann wird er schließlich enttarnt und erkennt, dass
die Annahmen in seinem Leben falsch waren und doch, wie jedes andere Leben
auch, auf Fehlern und falschen Ansichten beruhte.

Banville schreibt, gewohnt sprachgewaltig und mit einer
großen Liebe zu Sprachbildern und der Ausgestaltung seiner Figuren eine
Lebensgeschichte, die die Zerrissenheit des 20 Jahrhunderts mit den großen
Katastrophen des Faschismus und des 2. Weltkrieges, aber auch die Zeit des
Verlustes des Empires und der Kolonien, aber auch einer wirtschaftlichen
Erholung und Frieden umschließt. Die Erzählkonstruktion mit dem Rückblick ist
sehr gut gewählt und nach einem etwas schwierigen Beginn auf den ersten Seiten,
bei dem ich mich als Leser erst zurechtfinden musste, entsteht eine sehr detaillierte
Handlung. Gegen Ende des Buches nimmt dies jedoch spürbar ab und ich hatte das
Gefühl, dass der Autor irgendwie zum Ende kommen musste mit seinem Buch, aber
keine so richtigen Ideen für den Schluss hatte. Ein unterhaltsames Buch, das
ich gerne gelesen habe. 

 

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Spaziergänge durch Dublin" von John Banville

Ein sehr persönlicher Stadtführer
YukBookvor einem Jahr

Der irische Schriftsteller John Banville ist in Wexford geboren und aufgewachsen. Seine Sehnsucht nach Dublin wurde erstmals geweckt, als er mit sieben Jahren seine Tante Nan dort besuchte. Elf Jahre später zieht er dorthin und geht auf Entdeckungstour, um seine Faszination zu ergründen. Scheinbar unbedeutende Momente, die er mit bestimmten Straßen, Plätzen und Gebäuden verbindet, prägen sich dabei ein. Seine Erinnerungen verwoben mit viel Wissenswertem beschreibt er in diesem sehr persönlichen Stadtführer. Zuvor erfahren wir viel über sein Verhältnis zu Wexford und seinen Eltern. Rückblickend bereut er fast, dass er sich so wenig für seine Heimatstadt interessiert hat. Zu den besonderen Orten, die er uns in Dublin vorstellt, zählt die Baggott Street und die Wasserlandschaft am Grand Canal entlang, „sein privates Paradis“, wo er mehrere Jahre lang wohnte. Auch der Park Iveagh Gardens ist mit zarten Erinnerungen an Rendezvous und unerfüllte Liebe verbunden. Als er seine 16-jährige Tochter dorthin führt, stellt sich heraus, dass auch sie viel Zeit mit ihrem Freund in diesem Park verbringt. Banville ist fasziniert, wie zeitlos manche Schauplätze sind und über Generationen hinweg wechselhafte Geschichten zu erzählen haben. Leser, die Dublin bereits kennen, können die Stadt nochmals durch die Augen des Schriftstellers erleben und ihre Erinnerungen auffrischen. Neulingen wie mir wecken seine Streifzüge, die zahlreichen Fotos und kenntnisreichen Beschreibungen Neugier und Reiselust.

Kommentieren0
24
Teilen

Rezension zu "Die blaue Gitarre" von John Banville

Leider langweilig.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Lahme Story

Die Hauptperson ist sehr unsympatisch. Er ist egoistisch und langweilig, dabei aber sehr von sich überzeugt. Ständig auf der Flucht vor Auseinandersetzungen reist er durch die Gegend. Das ist so träge wie es sich anhört und auch so geschrieben. Leider. Mich konnte das Buch nicht begeistern. Während es anfangs nur langweilig war, nervte es zum Schluß immer mehr.

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Zusätzliche Informationen

John Banville wurde am 08. Dezember 1945 in Wexford (Irland) geboren.

Community-Statistik

in 235 Bibliotheken

auf 28 Wunschzettel

von 6 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks