John Bellairs

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Rezension zu "Das Haus der geheimnisvollen Uhren" von John Bellairs

Wenn es in der Wand tickt
Annejavor einem Monat

Durch den Film angestachelt, wandte ich mich diesem Kinderbuchklassiker zu, der für mich, bis zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt war. Doch warum? Das wird mir wohl ein Geheimnis bleiben, da das Buch für Kinder ein toller Weg in ihre erste Fantasywelt ist. 

 

Lewis, der 10-jährige Hauptprotagonist zog mich in eine interessante Welt, aus der ich so schnell nicht so wieder wegwollte. Dies lag vor allem daran, dass das Buch mit seinen Zauberern, Hexen und der Magie mein Herz eroberte, aber auch Themen wie Freundschaft, Mobbing und das anders sein anschnitt. Selbst ich als Erwachsene fühlte mich nach dem Lesen stärker, da es mir einfach Mut machte weiter meine eigenen Interessen zu haben und ein klein wenig an Magie zu glauben. 

 

Da dies eine Neuauflage bemerkt man allerdings erst, wenn man in die Geschichte schlüpfte, da hier noch eine ganz andere Zeit herrschte. Das fand ich aber nur noch besser, da der Stil auch einfach zum Abenteuer passte. Mit Fernseher & Co., hätte die Geschichte stark an Reiz verloren und man hätte die eigentlichen Hauptfiguren, nämlich die Uhren, vielleicht überhaupt nicht bemerkt. Wie Buch und Film zeigte, stimmte im Hause seines Onkels Jonathan irgendetwas überhaupt nicht und die Neugier was es war, stieg mit jeder Seite an. Wer übrigens den Film gesehen hat, der darf gerne das Buch lesen, ohne groß Spoiler erleben zu dürfen. Beide Formate könnten nämlich, unterschiedlicher nicht sein, weswegen das Ende mich deutlich überraschte. 

 

Trotz allem war es für mich nicht leicht mit Lewis zurechtzukommen, da dieser eindeutig in seiner eigenen Welt lebte und der Realität nur zu ungerne direkt in die Augen sah. Er war sehr emotional und weinte sehr schnell, wenn ihn z.B. Kinder wegen seines Gewichtes hänselten. Doch etwas dagegen tun, war auch nicht seine Absicht, zumal er von seinem Onkel und dessen Nachbarin auch nicht gerade unterstützt wurde. Hier bekam er eher abends eine Donut-Party, um die Sorgen zu vergessen. Na ja, über Erziehung lässt sich streiten. 

 

Die Geschichte ist für Kinder übrigens ein toller Einstieg in Fantasyromane, da dieser Faktor noch sehr gering behandelt wurde. Klar gab es Zauber, aber die waren eher simpel bis symbolisch. Wer seinem Kind also nicht gleich Harry Potter vor die Nase setzen möchte, der darf gerne zum Buch greifen. Leichter macht es hier auch der Schreibstil, der alles sehr simpel erklärt und damit der Fantasy noch eine Menge Spielraum lässt. Allerdings möchte ich euch ein wenig vorwarnen, denn Jonathan und seine Nachbarin bekriegen sich gerne einmal mit dem ein oder anderen Schimpfwort, welche aber noch sehr harmlos sind. 

 

Ich bin am Überlegen, ob ich die Lewis Barnavelt- Reihe weiterlesen werde. Ja, hierbei handelt es sich um eine Reihe, welche selbst nach dem Tod des Autors weitergeführt wurde. Meine Neugier ist auf jeden Fall geweckt. 


Mein Fazit

 

Ein toller Fantasy-Roman der Kindern ihren ersten Ausflug in eine magische Welt ermöglicht. Dazu spannend, gefühlvoll und eine kleine Hilfe für Kinder, die bereits Probleme damit haben Freunde zu finden. Schade nur, das es wenig mit dem Film zutun hat. 

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Rezension zu "Das Haus der geheimnisvollen Uhren" von John Bellairs

Das Ende war dann doch etwas anders, ...
Sheryvor einem Monat

Die Idee zur Geschichte finde ich sehr spannend und auch die Beginne der Umsetzung sind toll gelungen, das Ende jedoch hat mich persönlich leider etwas enttäuscht, da die Handlung zuvor gut aufgebaut worden ist und dann in ein Loch, welches der Showdown noch tiefer grub.
Ansonsten wurden zahlreiche Themen behandelt, wie beispielsweise Verlust, Trauer, aber auch positiv besetzte wie Freundschaft und der Glaube an etwas. 
Kann man gelesen haben, muss man aber nicht...

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Rezension zu "Das Haus der geheimnisvollen Uhren" von John Bellairs

Ein tolles Buch, auch wenn das Ende etwas unbefriedigend war
Sofieevor 4 Monaten

"Das Haus der geheimnisvollen Uhren" ist sehr gut geschrieben. Der Schreibstil ist wirklich angenehm zu lesen. Man merkt am Stil, dass das Buch schon etwas älter ist, aber genau das gefällt mir so gut. Ältere Schreibstile scheinen mir oft anspruchsvoller und schöner als neuere. Manchmal habe ich das Gefühl, dass neuere Bücher oft sehr einfach und primitiv geschrieben sind.

Lewis ist jedenfalls ein sympathischer Charakter, ein neugieriger, liebenswerter Junge. Er hat auch seine Schwächen, unter denen er leidet und aufgrund derer er es auch schwer damit hat, Freunde zu finden. Ich konnte mich dadurch gut mit ihm identifizieren. Auch sein Onkel ist sehr sympathisch. Er ist humorvoll, nett und überhaupt nicht streng – und er kann zaubern. Mit seiner Nachbarin und Freundin Mrs Zimmermann gerät er zwar immer wieder aneinander, aber man merkt, dass die beiden sich sehr mögen. Diese kleine "Familie" schließt man ins Herz. Man kann sich genau vorstellen, wie sie nachts bei Keksen und Kakao Poker spielen. Ich glaube, ich hätte mich als Kind bei ihnen auch wohlgefühlt. Zumindest fast, denn Jonathans Haus ist verzaubert, weshalb dort unheimliche Dinge vor sich gehen. Ich glaube, wenn ich jünger wäre, hätte ich das Buch sehr gruselig gefunden. So gibt es schon die ein oder andere Stelle, bei der einem Gänsehaut kommt. Doch Lewis ist von all dem mehr fasziniert als eingeschüchtert.

Dabei muss man sagen, dass das Buch nicht unbedingt immer mehr an Spannung aufbaut, bis es dann zum Höhepunkt kommt, an dem alles aufgelöst wird. Einige Fragen blieben für mich am Ende sogar unbeantwortet und hinterlassen das Gefühl: "Hmm, und wie ist Szene XY jetzt zu erklären/ was hatte das nun mit der Geschichte zu tun?" Der Geschichte an sich tut das keinen Abbruch, ist aber doch irgendwie unbefriedigend.

Vielleicht ist es der Tatsache geschuldet, dass es ein Kinderbuch ist, aber einen richtigen Nervenkitzel gab es nicht. Ich wollte schon wissen, wie es weitergeht, aber von dem Wettlauf gegen die Zeit, der in dem Klappentext beschrieben wird, habe ich im Buch nicht viel gemerkt. Das "Finale" war dann letztendlich sogar irgendwie ein bisschen mau. So richtig bedrohlich ist es leider nicht geworden. Aber wie gesagt, vielleicht hätte ich das anders gesehen, wenn ich noch jünger gewesen wäre.

Schlecht war das Buch auf keinen Fall. Es hat mich gerade durch den Schreibstil und die sympathischen Charaktere gefesselt, auch wenn die Geschichte an keiner Stelle so richtig Fahrt aufgenommen hat. Aber es ist trotzdem ein lesenswertes Buch mit allerlei Magie zum Träumen, Lachen und Gruseln. Daher gebe ich auch trotz des eher drögen Endes fünf Sterne.

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