Bentos Skizzenbuch

von John Berger 
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Bentos Skizzenbuch
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Wie alle anderen Bücher von Berger ist auch dieses sehr anregend und zudem wunderschön gestaltet. Lesen und betrachten!

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Inhaltsangabe zu "Bentos Skizzenbuch"

John Berger zieht die Summe seiner Philosophie einer radikalen Zärtlichkeit. Mit 'Bentos Skizzenbuch' ist ein Buch aus Skizzen, Erzählungen, Beobachtungen entstanden, das selbst ein Kunstwerk ist.

Der Philosoph Spinoza, auch Bento genannt, widmete die meiste Zeit seines Lebens dem Schreiben. In seinen Schriften erkundete er unser Verhältnis zur Welt. Doch er soll immer auch ein Skizzenbuch bei sich getragen haben. John Berger hoffte jahrelang vergeblich, dass eins dieser verschollenen Hefte auftauchen würde. Bis er eines Tages sein eigenes, 'Bentos Skizzenbuch', anlegte. Im Zwiegespräch mit den Überlegungen Spinozas ist John Berger der Unendlichkeit der Welt auf der Spur. Mit dem Stift, mit dem Pinsel, auf dem Motorrad untersucht er, wie Zeichnen und Schreiben, Alltag und Kunst, Malerei und Philosophie zusammenhängen.

'Ich wollte über unseren Blick auf die Welt schreiben; es geht darum, die Menschen zu überzeugen, dass sie genau hinschauen und sehen, was uns umgibt, das Schöne wie das Schreckliche', schrieb John Berger über 'Bentos Skizzenbuch'

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596296545
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:14.12.2017

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    ToRecordOnlyWaters avatar
    ToRecordOnlyWatervor 2 Jahren
    Betrachtungen, Zeichnungen, Gedanken

    Da ich sowohl John Bergers Betrachtungen über die Kunst und das Leben, als auch die Philosophie des Baruch de Spinoza sehr zu schätzen weiß, freute ich mich auf diese Mischung aus beidem - und wurde nicht enttäuscht.

    Das liebevoll gestaltete Buch setzt sich aus persönlichen Alltagsbeobachtungen, (kunst)geschichtlichen Ausflügen, Skizzen und Zeichnungen John Bergers, und Zitaten Spinozas zusammen, die sich ergänzen oder nebeneinander stehen, und zusammen ein dichtes, gewebtes Muster an Eindrücken und Gedanken entstehen lassen.
    Mal geht es um das genaue Betrachten der Zwetschgen am Baum, mal um die Grausamkeit der Gleichgültigkeit politischer Systeme, mal um das Entstehen einer Zeichnung durch Abtragen des Raums, um Lucas Fahrrad, um die Zufälligkeit von Begegnungen, um das Zeichnen im Motarradfahren, um die Gaukler-Portraits von Velázquez, um die Bedeutung des Daseins, und um das Lernen des Sehens.
    Dabei folgt alles der Interpretation John Bergers, ob es nun um die Deutung Spinozas Aussagen oder um künstlerische und politische Bemerkungen geht. Man sollte auf keinen Fall eine wissenschaftliche, durchstrukturierte Abhandlung erwarten, wenn man das Buch genießen und von ihm lernen möchte. Es ist das Portrait eines eigenwilligen, nicht unumstrittenen Denkers und Zeichners, der gemeinsam mit den Theorien Spinozas Hoffnung geben möchte, und aus einem Gefühl der Dringlichkeit heraus schreibt.

    Für mich war es eine inspirierende Entdeckungsreise, jede neue Beobachtung und Zeichnung war eine Überraschung, und es hat mir Spaß gemacht, den ebenso interessanten wie persönlichen Gedankengängen John Bergers zu folgen. Es ist ein Buch über die Vielfalt von Schönheit, über den Zustand der Welt und über das Zeichnen.

    "Wenn ich zeichne, fühle ich mich ein wenig der Art und Weise näher, wie Vögel sich im Flug orientieren, Hasen auf der Flucht Deckung suchen, Fische wissen, wo sie laichen, Bäume den Weg zum Licht finden oder Bienen ihre Waben bauen.
    Ich spüre eine ferne, stille Gemeinschaft. Fast so fern wie die Sterne. Und doch ist da eine Gemeinschaft. Nicht, weil wir uns im gleichen Universum befinden, sondern weil wir - jeder auf seine Art - auf einer vergleichbaren Suche sind."

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    Schelmuffskys avatar
    Schelmuffskyvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Wie alle anderen Bücher von Berger ist auch dieses sehr anregend und zudem wunderschön gestaltet. Lesen und betrachten!
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