John Berger King

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Inhaltsangabe zu „King“ von John Berger

Ein Ort, den die Allgemeinheit am liebsten verschweigt, und ein Held, der normalerweise nicht spricht. Aber hier spricht ein Hund, und er heißt King. Er führt uns zu einem brachliegenden Gelände, auf dem zwischen alten Autoreifen, kaputten Waschmaschinen und anderem Zivilisationsschrott eine kleine Gemeinde von Obdachlosen lebt. Jack, der Baron, der sich seine Papierjacketts aus alten Blumenkatalogen schneidert, Corina, deren einziger Besitz aus einem Stuhl besteht, Alfonso, der singend und bettelnd durch die Metro zieht, und Luc, der sich mit King beim Metzger die besten Fleischstücke stahl, bevor er sich das Leben nahm. Vor allem aber Vico und Vica, ein altes Paar, dem King vor achtzehn Monaten zugelaufen ist. Da der Hund ihr bester Zuhörer ist, erzählen sie ihm ihre Geschichte: wie sie sich in den Siebzigern in Zürich bei einem Unwetter begegnet sind, wie schön das Leben war, als er noch eine Fabrik besaß und Vica am Konservatorium studierte, warum sie zusammenblieben und was die Liebe bedeutet in Zeiten der Not. Jetzt ist der Winter vorbei, sie haben noch einmal überlebt und bieten in einem Lieferanteneingang in der Stadt heiße Maroni feil. Während sich draußen in Saint Valery ein neues Unglück anbahnt, denn das Ödland soll einem großen Stadion weichen. John Berger zeigt uns die Welt aus der Perspektive der Ausgestoßenen. Ein Zeitalter geht zu Ende, und was es angerichtet hat, ist auf dem Schrottplatz zu besichtigen, Menschen und Dinge. King, der Hund, leiht denen, die keiner mehr zu Wort kommen läßt, seine poetische, melancholische Sprache.

Ein gute Idee, leider nur mäßig umgesetzt, in einer wirklich schmucken "Verpackung".

— Orisha
Orisha

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

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    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Ein Hundeleben...

    King
    Orisha

    Orisha

    24. July 2016 um 19:10

    "Im Schlaf zeigt ein Gesicht nie das gleiche Alter wie im Wachen. Vicos Gesicht wird im Schlaf älter, ihres jünger. Da ich ihr Wächter bin, kenne ich mich da aus." (Berger, S. 88) Vico, Vica und King. Ein Trio, der besonderen Art. Vico und Vica sind ein Paar, King ihr Hund. An sich nichts besonderes. Doch King hat hier das sagen, im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist der Erzähler, aus seiner Sicht wird dieses Drama geschildert. Eine namenlose Stadt in Italien. Vico und Vica sind obdachlos und leben in St. Valéry, welches King schlichtweg als "Mantel" bezeichnet: Die Vicos Leben im Aufschlag des rechten Ärmels. King nimmt uns mit in ihr Leben und in ihren Tagesablauf. Anhand eines Tages schildert er ihr Leben. Allerdings wird es kein alltäglicher Tag sein, nein es ist ihr letzter Tag in ihrem alten Zuhause. Berger hat hier etwas Neues probiert und zugegeben, die Geschichte aus Sicht eines Hundes zu schreiben, ist durchaus kreativ. Aber, ja es gibt leider ein großes Aber. Aber es zündet schlichtweg nicht. Die Charaktere bleiben irgendwie blass und man erhält als Leser keinen Zugang zu ihren Gedanken. Wie auch? Die Geschichte wird schließlich von King - einem Außenstehenden - getragen und geschildert. Dadurch ist viel Potential verloren gegangen und man geht unzufrieden aus der Geschichte. Und das ist im doppelten Sinne schade: Zum einen ist das Buch wirklich sehr hübsch aufgemacht - in ockerfarbenem Leinen und dem schlichten Cover mit kurzen Kapiteln, die Zeitabschnitte darstellen. Es ist schlichtweg ein Schmuckstück. Zum anderen ist die Idee, eine Geschichte aus Hundesicht zu schildern durchaus gut, es hapert hier aber schlichtweg an der Umsetzung. Ein rotierendes Prinzip, dass Vicos und Vicas Sicht der Dinge geschildert hätte, wäre sicher vorteilhafter gewesen. Fazit: Ein gute Idee, leider nur mäßig umgesetzt, in einer wirklich schmucken "Verpackung".

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  • Rezension zu "King" von John Berger

    King
    chriesl

    chriesl

    14. September 2008 um 02:07

    Die Liebe zwischen zwei Obdachlosen wird aus der Sicht dessen Hundes erzählt. Ein unsentimentales Büchlein mit einem ungewöhnlichen Erzähler.