John Boyne A History of Loneliness

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Inhaltsangabe zu „A History of Loneliness“ von John Boyne

Odran Yates enters Clonliffe Seminary in 1972 after his mother informs him that he has a vocation to the priesthood. He goes in full of ambition and hope, dedicated to his studies and keen to make friends. Forty years later, Odran’s devotion has been challenged by the revelations that have shattered the Irish people’s faith in the church. He has seen friends stand trial, colleagues jailed, the lives of young parishioners destroyed and has become nervous of venturing out in public for fear of disapproving stares and insulting remarks. But when a family tragedy opens wounds from his past, he is forced to confront the demons that have raged within a once respected institution and recognise his own complicity in their propagation. It has taken John Boyne fifteen years and twelve novels to write about his home country of Ireland but he has done so now in his most powerful novel to date, a novel about blind dogma and moral courage, and about the dark places where the two can meet. At once courageous and intensely personal, A History of Loneliness confirms Boyne as one of the most searching chroniclers of his generation.

Mein erstes, aber nicht das letzte Buch von Boyne, da bin ich sicher.

— wandablue
wandablue

Ein Buch, welches man nicht schnell nebenbei lesen kann und nachdenklich macht

— conneling
conneling

Ein Buch, das noch lange nachwirken wird, weil es emotional mitreißt und nachdenklich stimmt.

— Nicky_G
Nicky_G

Ein sehr gelungener Roman über ein brisantes Thema das bewegt und erschüttert!

— tootsy3000
tootsy3000

John Boyne bewirft uns mit der grausamen Wahrheit wie mit Steinen... Unglaublich tiefgründig und ergreifend. Großartig!

— LeonoraVonToffiefee
LeonoraVonToffiefee

"A novel to treasure. Unflinching, moving and true." Dem schließe ich mich absolut an!

— milkshakee
milkshakee

Ein Priester auf dem Streifzug durch eines der dunklen Kapitel der Geschichte der Kirche Irlands & die Frage nach Schuld; schöner Sprachstil

— Gwendolina
Gwendolina

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  • A Literary Punch in the Gut!

    A History of Loneliness
    darklittledancer

    darklittledancer

    Odran Yates has always felt comfortable in his role as a priest. He likes teaching the boys at Terenure College and he loves taking care of the school library. When one day the Archbishop tells him that he has to move to another parish to fill in for his old friend Tom, Odran only accepts reluctantly and he starts to notice that the Catholic church isn’t the same institution he once thought it to be. In A History of Loneliness, we follow Odran and the Catholic church through a crisis. In the course of the book, Odran reflects on his difficult past that influenced his becoming a priest. We meet lots of different characters, many with their own crosses to bear. Even though we only get to know them through Odran’s eyes, some of these characters are crafted so vividly you can almost see through them. I never thought that a book about a priest could actually be that gripping and emotional. Unfortunately, the ending wraps up too neatly for my taste. If you can stomach a literary punch in the gut that will broaden your horizon in regard to the Catholic church, I recommend you read A History of Loneliness.

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    • 2
  • fantastisch, beeindruckend, berührend...

    A History of Loneliness
    Negothia

    Negothia

    21. March 2015 um 18:21

    Ein faszinierender, bewegender und zum nachdenken anregender Roman vom Autor von "Der Junge im gestreiften Pyjama". Das Thema hat es in sich, macht auch oft nachdenklich, ist aber durchaus noch mit einer Prise Humor aufgelockert, sodass man trotz allem immer mal wieder um ein entspanntes Lachen nicht drumherum kommt. John Boyne schafft es, in einem Buch hunderte von Emotionen, Gedanken, Ängsten, Hoffnungen und Überzeugungen einzuflechten und erzeugt so ein Buch, das einen bis in die letzte Faser berühren kann. Ich will ganz ehrlich sein: gerade im englischen Original ist es in keinster Weise leicht sich durch das Buch zu arbeiten, tatsächlich habe ich das Gefühl, man muss in der richtigen Stimmung sein um dieses Buch zu lesen und man muss auch dann hin und wieder durchaus knabbern, bis man so ganz versinken kann... Tatsache ist allerdings, dass diese Buch beeindruckt und den Leser wenn er einmal gefangen ist, voll in seinen Bann schlägt. Was zurückbleibt: Ein Moment des innehaltens, des nachdenkens und des berührt seins von einer unfassbar tiefgründigen Lektüre. Fazit: John Boyne ist mit Sicherheit kein einfach zu lesender Autor, aber ganz ehrlich, ich bin froh um jede Minute die ich mit mir gehadert habe weiterzulesen, und in der ich eben das dann auch getan habe... - es war fantastisch, beeindruckend, berührend...

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  • Verstrickungen.

    A History of Loneliness
    wandablue

    wandablue

    11. March 2015 um 12:04

    Verstrickungen. Father Odran Yates Karriere kommt nicht so recht voran, obwohl er unerwartet als Jahrgangsbester ausgewählt wurde, ein Jahr in Rom zu verbringen. Diese Auszeichnung ist normalerweise der Beginn eines glänzenden Aufstiegs. Doch es haut nicht hin. In Rom begegnet er im legendären Dreipästejahr 1978 den Päpsten Paul VI, Johannes Papst I sowie wiederum dessen Nachfolger Johannes Paul II. Dann wird er aus Rom abgezogen und verlebt Jahre ruhiger Tage im Terenure College in seiner Heimat Irland, bis ihn Archbischop Cordington in die Diöszese seines alten Buddy Tom Cardle versetzt. Aber wo ist Tom abgeblieben? Dem Leser wird schnell klar, dass in Rom irgendwas passiert sein muss. Nur was? Wiki schreibt zu Papst Johannes Paul I folgendes: „Nach einem Pontifikat von nur 33 Tagen starb Johannes Paul I. in der Nacht vom 28. zum 29. September 1978. ... . Eine Obduktion seines Leichnams wurde sowohl von seiner Familie als auch vom Vatikan verweigert. Sein Tod ließ rasch zahlreiche Verschwörungstheorien aufkommen.“ Doch dies ist ein Nebenstrang, denn das Hauptaugenmerk des Buches ist auf die Schwierigkeiten des Zölibats und der Priesterschaft gerichtet. Mein erstes Buch von John Boyne hat mich nicht restlos überzeugt. Im Mittelpunkt steht der Geistliche Odran Yates, der auch als Erzähler fungiert. Die Story ist glänzend erzählt ohne Frage. Anhand der lediglich mit Jahreszahlen überschriebenen Kapitel zur Orientierung des Lesers führt der Autor fast durch das ganze Leben des Priesters; thematisiert wird seine Kernfamilie, sein Charakter und die seiner Buddies, der Charakter der Kirche im allgemeinen sowie Father Yates ganz persönliche Verstrickung im Geschehen. Doch es fehlt sogar der minimalste Seitenblick auf die politische Lage des Landes, die doch mit Religion so viel zu tun hat. Meine Güte, Irland! Das Wort „The Troubles“ (Nordirlandkonflikt) taucht nicht einmal in einem Nebensatz auf. Aber niemand kann in Irland leben, ohne mit den spezifischen Konflikten des Landes in Berührung zu kommen und deshalb, selbst wenn nicht Hauptmotiv des Romans, halte ich es für unzulässig, den Nordirlandkonflikt in einem in Irland angesiedelten Roman gänzlich unter den Tisch fallen zu lassen. Fazit: Ein eigentlich sehr berührendes Buch, das sich allerdings an seinem Motiv festkrallt und keine Sekunde Zeit verliert, den politischen Kontext herzustellen, was ich ihm ankreide. Kategorie: gehobene Literatur Verlag: Doubleday, 2014

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  • Leserunde zu "A History of Loneliness" von John Boyne

    A History of Loneliness
    PenguinRandomHouseUK

    PenguinRandomHouseUK

    Von unserem Bestsellerautoren John Boyne und seinem grossen Erfolg THE BOY IN THE STRIPED PYJAMA kommt ein neuer Roman, der uns nach Irland führt. Wir verlosen 25 Exemplare im englischen Original und wir freuen uns auf euch in unserer Leserunde. Hier etwas mehr zum Buch Odran Yates enters Clonliffe Seminary in 1972 after his mother informs him that he has a vocation to the priesthood. He goes in full of ambition and hope, dedicated to his studies and keen to make friends. Forty years later, Odran’s devotion has been challenged by the revelations that have shattered the Irish people’s faith in the church. He has seen friends stand trial, colleagues jailed, the lives of young parishioners destroyed and has become nervous of venturing out in public for fear of disapproving stares and insulting remarks. But when a family tragedy opens wounds from his past, he is forced to confront the demons that have raged within a once respected institution and recognise his own complicity in their propagation. It has taken John Boyne fifteen years and twelve novels to write about his home country of Ireland but he has done so now in his most powerful novel to date, a novel about blind dogma and moral courage, and about the dark places where the two can meet. At once courageous and intensely personal, A History of Loneliness confirms Boyne as one of the most searching chroniclers of his generation. Zum Autor John Boyne was born in Ireland in 1971. He is the author of nine novels for adults and four for younger readers, including the international bestsellers The Boy in the Striped Pyjamas, which has sold more than six million copies worldwide, The Absolutist and, most recently, Stay Where You Are and Then Leave. His novels are published in over forty-five languages. He is married and lives in Dublin. www.johnboyne.com @john_boyne Hier geht's zur Leseprobe! Einfach bewerben und der Lostopf wird wie immer entscheiden. Good Luck! Viele Grüsse aus dem sonnigen London, Ulrike @ Penguin Random House UK

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  • A History of Loneliness

    A History of Loneliness
    conneling

    conneling

    01. February 2015 um 18:56

    Inhaltsangabe: Odran Yates enters Clonliffe Seminary in 1972 after his mother informs him that he has a vocation to the priesthood. He goes in full of ambition and hope, dedicated to his studies and keen to make friends. Forty years later, Odran’s devotion has been challenged by the revelations that have shattered the Irish people’s faith in the church. He has seen friends stand trial, colleagues jailed, the lives of young parishioners destroyed and has become nervous of venturing out in public for fear of disapproving stares and insulting remarks. But when a family tragedy opens wounds from his past, he is forced to confront the demons that have raged within a once respected institution and recognise his own complicity in their propagation. It has taken John Boyne fifteen years and twelve novels to write about his home country of Ireland but he has done so now in his most powerful novel to date, a novel about blind dogma and moral courage, and about the dark places where the two can meet. At once courageous and intensely personal, A History of Loneliness confirms Boyne as one of the most searching chroniclers of his generation. In " A History of Loneliness" geht es um die Lebensgeschichte des irischen Priesters Orden Yates, ich habe das Buch im englischen Original gelesen. Odran verliert sehr früh seinen Vater und seinen jüngeren Bruder auf tragische Weise, eine Mitschuld scheint er immer mit sich zu tragen. Seine Mutter sieht seine Berufung darin, dass er Priester wird und deswegen beginnt er recht früh in den 70er Jahren in Irland seine Ausbildung zum Priester. Er fühlt sich erfüllt von seinem Glauben, er findet in seinen Kreisen Freunde die ihn verstehen und verbringt auch einige Zeit in Rom, bevor er wieder nach Irland zurückkehrt. Sein Glaube wird erschüttert, er muss erkennen, dass er offensichtliche Dinge um ihn herum einfach nicht wahr haben wollte. Ein sehr schwieriges und auch aufrührendes Thema welches John Boyne in seinem Roman anspricht, sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche. Der Roman bezieht sich auf wahre Begebenheiten in Irland in den 90er Jahren. Ein bewegendes, sehr empfehlenswertes Buch, welches mich nach der Lektüre auch weiterhin beschäftigt hat, gut und ehrlich geschrieben.

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  • A History of Loneliness

    A History of Loneliness
    Samtpfote

    Samtpfote

    31. January 2015 um 10:40

    Dieses Rezensionsexemplar habe ich von Lovelybooks zur Verfügung gestellt bekommen und ich durfte damit auch (leider sehr verspätet und immer wieder unterbrochen) an einer Leserunde teilnehmen. Es ist im Verlag Doubleday erschienen. Beschreibung von Lovelybooks: Odran Yates enters Clonliffe Seminary in 1972 after his mother informs him that he has a vocation to the priesthood. He goes in full of ambition and hope, dedicated to his studies and keen to make friends. Forty years later, Odran’s devotion has been challenged by the revelations that have shattered the Irish people’s faith in the church. He has seen friends stand trial, colleagues jailed, the lives of young parishioners destroyed and has become nervous of venturing out in public for fear of disapproving stares and insulting remarks. But when a family tragedy opens wounds from his past, he is forced to confront the demons that have raged within a once respected institution and recognise his own complicity in their propagation. It has taken John Boyne fifteen years and twelve novels to write about his home country of Ireland but he has done so now in his most powerful novel to date, a novel about blind dogma and moral courage, and about the dark places where the two can meet. At once courageous and intensely personal, A History of Loneliness confirms Boyne as one of the most searching chroniclers of his generation. Meine Meinung: Leider lese ich so wenige Bücher in englischer Sprache, dass es mir immer wieder schwer fällt, richtig einzutauchen und alles zu verstehe. Genau aus diesem Grund habe ich auch so lange für die Lektüre dieses Buches benötigt. Ausserdem gefällt mir dieses grosse englische Taschenbuchformat einfach nicht. Jede Seite ist so gross, dass ich jeweils nur ganz langsam weiterkomme im Text und dann nerve ich mich natürlich über mich selber. Aber "A History of Loneliness" war doch auch irgendwie anders. Eine sehr verständliche Sprache, klare Worte, Witz, Tragik und so viel Gesellschaftskritik haben mich auf meinem Leseweg begleitet. Ich musste nur wenige Dinge nachschlagen und habe ganz viel verstanden, was ich nie zu verstehen gedacht hätte. Ich kann ehrlich gesagt nicht genau erklären, woran dies liegt. Mein Englisch war nämlich noch nie gut und ist in der letzten Zeit auch sicher nicht besser geworden, weshalb ich wahrscheinlich auch nie eine Rezension in englischer Sprache verfassen werde. Aber ein wichtiger Grund ist sicher, dass die Geschichte von Odran Yates mich tief berührt, bestens unterhalten und immer wieder mit ihrer schlichten Sprache und trotzdem vorhandenen Wortgewaltigkeit überrascht, überzeugt und in ihren Bann gezogen hat. Sprache und Handlung: Nicht zu lange Sätze, schlichte Formulierungen und nicht zu ausufernde Beschreibungen machen dieses Buch leicht verständlich. Trotzdem geht eine ganz eigene Schönheit der Sprache mit der Schlichtheit einher. Das muss ja nicht zwingend ein Widerspruch sein, ist es aber sonst leider ziemlich häufig. Hier ist dies aber überhaupt nicht der Fall. Vor allem auch die klugen Dialoge mit ihrem manchmal sanften, manchmal scharfen Witz kriegen ein ganz eigenes Gewicht. Auch erfährt man immer wieder ein wenig etwas über die Innensicht von Odran, was eine besondere Nähe zum Protagonisten schafft. Die Handlung passt meiner Meinung nach sehr gut zur Sprache, oder umgekehrt. Es geht ja wie bereits der Titel sagt um Einsamkeit in ihren verschiedenen Facetten. Fast schon karge Bilder unterstützen ein beklemmendes Gefühl, welches immer wieder auftaucht, wenn Odran aus seinem Leben erzählt, oder wenn wieder eine Situation eintrifft, die so ganz in ihrer eigenen Parallelwelt zu geschehen scheint. Odran ist nämlich ein ziemlicher Ausseinseiter. Als Priester denkt und handelt er im Verhältnis zu seinen Ordensbrüdern und im Verhältnis zu fast allen Mitmenschen in Irland sehr fortschrittlich, was ihn zu einem Sonderling, aber trotzdem zu einem sehr hoch angesehenen Menschen macht, da er vor allem in der Jugendarbeit und im Umgang mit eher komplizierten "Fällen" sehr initiativ ist und einen kühlen Kopf bewahrt, wo andere verzweifeln. Ein grosses Thema im Buch sind immer wieder die katholische Kirche und ihre Machenschaften. Es wird aber auch gezeigt, dass einzelne Priester oder andere Ordensleute nicht in einen Topf zu werfen sind mit der mafiösen Institution "Kirche", sondern dass es auch in der katholischen Kirche so gute Menschen gibt, wie Odran. Die Einsamkeit: Die eigentliche Protagonistin in diesem Buch ist die Einsamkeit als Gefühl und als Situation. Immer wieder begenen wir ihr auf unterschiedlichste Weise und wir finden sie vor allem auch da, wo wir sie nicht erwarten. Odran, als Priester schon fast zur privaten Einsamkeit verdammt, ist nur das offensichtlichste Beispiel. Aber auch seine viel zu früh an Alzheimer erkrankte Schwester, die nun in ihrer eigenen Welt lebt, oder auch die konservativen irischen Dorfbewohner, die von den Fortschritten der Welt überrollt werden, gehören in diese Kathegorie. So erstaunt es natürlich nicht, dass "A History of Loneliness" auch ein sehr trauriges und berührendes Buch ist, das nicht ganz leicht zu verdauen war. Meine Empfehlung: Dieses Buch eignet sich auch für Leser, die nicht so sicher im Lesen der englischen Sprache sind, die sich aber für grosse und traurige Gefühle und für einen ganz feinen und manchmal scharfzüngigen Humor erwärmen können. Ich empfehle es sehr gerne weiter. Zusätzliche Infos: Autor: John Boyne Flexibler Einband: 384 Seiten Sprache: Englisch Verlag: Doubleday ISBN 9780857520951

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  • A history of loneliness – erschütternd und ernüchternd

    A History of Loneliness
    Nicky_G

    Nicky_G

    12. January 2015 um 16:35

    Dies ist die Lebensgeschichte von Odran Yates, der im Kindesalter miterleben muss, wie sein Vater sich und den jüngeren Bruder im Meer ertränkt, weshalb seine Mutter einem fanatischen Katholizismus verfällt und ihn dafür bestimmt, Priester zu werden. Er nimmt dies an, erfüllt von Hoffnung und Zuversicht. In seinem Zimmergenossen Tom Cradle findet er einen Freund, mit dem er über die nächsten Jahrzehnte verbunden bleiben wird, auch wenn sich ihre Wege trennen und in verschiedene Richtungen gehen. Auch zu seiner Familie, besonders zu seiner Schwester, ihrem Mann und deren zwei Söhnen hält er engen Kontakt. Er fühlt sich wohl an der Schule, an der er unterrichtet, bis er die Gemeinde seines Freunds Tom übernehmen soll, der wieder einmal versetzt wurde. Odran lässt sein Leben Revue passieren und rückblickend wird ihm klar, warum dies so ist. Die volle Wahrheit aber offenbart nicht nur eine Tragödie, die ganz Irland erschüttert hat, sondern auch seine eigene Familie. Ein Buch der leisen Töne, das nicht leicht verdaulich ist. Unaufgeregt erzählt, aber irgendwie doch wuchtig. Man hat das Gefühl, man würde die unzähligen Meinungen und Standpunkte jedes Menschen in Europa bezüglich dieser Ereignisse erleben. Manchmal kann man über die Einstellung einiger Beteiligter nur den Kopf schütteln. Das Drama ist eindringlich erzählt und sehr aufwühlend. Je näher man der Wahrheit rückt, desto grausamer wird sie und man muss sich zwangsläufig fragen: wie hätte man reagiert, hätte man etwas bemerken wollen? Ein Buch, das noch lange nachwirken wird, weil es emotional mitreißt und nachdenklich stimmt. John Boyne schafft es, eine Atmosphäre entstehen zu lassen, in der man sich als Beteiligter fühlt, der unfähig zum Handeln ist, was einem in eine melancholische Stimmung versetzt. Dazu passt sowohl der fast schon philosophische Titel als auch das Cover des Paperbacks.Absolut empfehlenswert!

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  • Sehr bewegend

    A History of Loneliness
    tootsy3000

    tootsy3000

    27. December 2014 um 13:35

    “A History of Loneliness” erzählt die Geschichte von Odran, der in jungen Jahren seinen Vater und jüngeren Bruder auf tragische Weise verloren hat. Fortan begleitet ihn eine unbegründete Selbstschuld an den Ereignissen. Seine Mutter, bis dahin eher weniger dem kirchlichen Glauben zugetan, verfällt in eine regelrechte religiöse Besessenheit in der vor allem Odran eine große Rolle spielt. Für sie hat er die Berufung Prister zu werden und so beginnt er in den 70er Jahren seine Ausbildung in Clonliffe. Dort findet er Freunde, Trost und Hoffnung im Glauben. Für einige Zeit wird er nach Rom geschickt um später wieder in Irland zu arbeiten. Jahre später erschüttern sexuelle Missbrauchsfälle die irisch katholische Kirche, Priester werden angeklagt. Odran wird erst allmählich klar, dass er jahrelang Augen und Ohren vor dem offensichtlichen Verschloss und nicht den Mut hatte einzuschreiten……. In seinem neuen Roman “A History of Loneliness” bearbeitet John Boyne ein Thema, dass nicht nur Irland sondern die ganze Welt erschüttert hat: den sexuellen Missbrauch von Priestern in der katholischen Kirche. Der Roman bezieht sich auf die tragischen und wahren Begebenheiten in Irland in den 90er Jahren. Mit Odran ist dem Autor eine Figur gelungen die ich bedaure und in gewisser Weise auch verachte für sein “Nicht-Handeln”, besonders weil die Ereignisse auch seine Familie betrafen. Der Roman ist ehrlich und gut geschrieben, ohne eine Anklage darzustellen. Boyne verarbeitet in seinem ganz eigenen Stil einen realen Inhalt, der die Menschheit bewegt, aufgewühlt und erzürnt hat. Das Buch ist großartig geschrieben, toll zu lesen und nicht aus der Hand zu legen bis zum bitteren Schluss......

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  • A History of Loneliness

    A History of Loneliness
    anastasiahe

    anastasiahe

    25. December 2014 um 19:03

    Title/Titel : A History of Loneliness Author/ Autor : John Boyne number of pages/ Seitenanzahl: 384 publisher/Verlag : Doubleday ISBN: 9780857520951 ´ price/Preis: 12,99£ Content: Odran Yates enters Clonliffe Seminary in 1972 after his mother informs him that he has a vocation to the priesthood. He goes in full of ambition and hope, dedicated to his studies and keen to make friends. Forty years later, Odran’s devotion has been challenged by the revelations that have shattered the Irish people’s faith in the church. He has seen friends stand trial, colleagues jailed, the lives of young parishioners destroyed and has become nervous of venturing out in public for fear of disapproving stares and insulting remarks. But when a family tragedy opens wounds from his past, he is forced to confront the demons that have raged within a once respected institution and recognise his own complicity in their Propagation. Inhalt: Nachdem seine Mutter ihm mitteilt, dass er eine Berufung zum Priestertum hat, tritt Odran Yates 1972 dem Clonliffe Priesterseminar bei. Er geht voller Ehrgeiz und Hoffnung nach Clonliffe um sich dort seinen Studien zu widmen und ist voller Eifer dort Freunde zu finden. Vierzig Jahre später wird Odrans Hingabe herausgefordert durch die die Enthüllungen, die das Vertrauen der Iren in die Kirche erschüttert hat. Er sah Freunde vor Gericht., Kollegen , die verhaftet wurden und das Leben junger Gemeindemitglieder, das zerstört wurde. Er wurde nervös sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, aus Angst vor missbilligenden Blicken und verletzenden Bemerkungen. Aber als eine Familientragödie alte Wunden aus der Vergangenheit aufriss, wurde er gezwungen sich den Dämonen zu stellen, die in einer einst respektierten Institution wüteten und er muss sein eigenes Mitwirken in der Ausbreitung erkennen. My Opinion: I think the Cover is beautiful though it has a sad Background . I think little Cathal and his dad can be seen on the cover.Probably they are at Curracloe beach right before the tragedy happens.Anyhow it's nicely done with its shades of blue and green.It appears handsome with its old photography-style.The writing style of the author is simply wonderful. I'm amazed how the Autor could put himself into the position of the irish priests.John Boyne displays the other side of being a priest.The side that many people forget: the priests are also having a Family and they also have to deal with their Problems.Some Topics are addressed in the book, I had never heard about like the cases of abuse in Ireland..The book is divided into chapters which are takingplace in not chronologically ordered years and decades. Every chapter helps to understand the entire story well , in spite of changing between several parts of time as the story contiguous sequence.. Meine Meinung: Ich finde das Cover wunderschön auch wenn es - wie ich denke - einen traurigen Hintergrund hat. Ich denke es zeigt den kleinen Cathal und seinen Vater am Curracloe beach kurz bevor die Tragödie geschieht. Auf jeden Fall aber ist es wirklich schön gemacht. Ich mag die Blau- und Grüntöne. Es wirkt sehr schön auf die Art wie es wie eine alte Fotographie aussehen soll. Der Schreibstil des Autors ist einfach wundervoll. Ich bin erstaunt, wie der Autor es schafft sich so in ein kompliziertes Thema reinzudenken. John Boyne zeigt dem Leser die ganz andere Seite eines Pfarrers; die Seite, die kaum einer bei einem Pfarrer sieht. Man vergisst oftmals ,dass auch Pfarrer Familien haben und auch ihre Laster zu tragen haben. Es werden im Buch Themen angesprochen, von denen ich vorher nichts gehört hatte wie von den Missbrauchsfällen in Irland. Das Buch ist in Kapitel gegliedert, die nicht chronologisch in verschieden Jahren spielt. Jedes Kapitel trägt aber dazu bei, dass man die gesamte Geschichte gut versteht und es ist trotz Wechsel der Jahre und Jahrzehnte eine zusammenhängende Abfolge. The author: John Boyne was born in Ireland in 1971. He is the author of nine novels for adults and four for younger readers, including the international bestsellers The Boy in the Striped Pyjamas, which has sold more than six million copies worldwide, The Absolutist and, most recently, Stay Where You Are and Then Leave. His novels are published in over forty-five languages. He is married and lives in Dublin. Der Autor: John Boyne (* 30. April 1971 in Dublin) ist ein irischer Schriftsteller. Er verfasste vierzehn Romane und verschiedene Kurzgeschichten. Mit seinem Roman The Boy in the Striped Pyjamas (2006, dt. Der Junge im gestreiften Pyjama, 2007) schrieb Boyne einen weltweit mehr als fünf Millionen Mal verkauften Bestseller, der auch verfilmt wurde. Boynes aktuellster Roman ist A History of Loneliness (2014, deutsche Übersetzung 2015). Er lebt in Dublin.

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  • A history of cruelty and full of shame

    A History of Loneliness
    LeonoraVonToffiefee

    LeonoraVonToffiefee

    15. December 2014 um 09:59

    Ordan Yates is an irish priest. His whole life he spended in connection to chruch and God, since his mum told him about his vocation - being a priest. Many cruel and sad things happend in his life began in his early childhood. He had a very moving life full of loneliness. But he always had his deep belief in God and the good soul of the people. But terrible things happend, things, that robbed this belief and opend his eyes. The book deals with two main points: Ordans lonely life and the modern action in the katholic church in Ireland with the scandals about abuse. Both is very touching. The structure of the book is very special but amazing: Every chapter is placed in another year but not chronoligic. So Boyne gives a look at the most important and formative situaitions and times in Ordans life. So the reader has to connect the different chapters and bring them into the right order to understand everything. At the beginning, I asked myself, in which direction this might will go. After a few chapters the scandals turned out and towards the end, Ordans troubled life became more clear. Boyne weaved a lot of strings at the beginning and putting them all together in the end to give a close look to Ordans life and soul full of sadness and terrible actions. This sturcture is very very good! These shocking and touching events Boyne describe with his pure but emotional language. This makes the happenings more realistic and moving. It fits perfect to the actions and the structure! All in all, Boyne wrote a very good book I enjoyed the whole time! But it also made me sad and angry to read about such horrible crimes and such a sad life like Ordans. It's worthwile to read this book, really! It's great!! PS: I read this book in english (so this review is in english, too) and I totally enjoyed to read in the original language. Before I didn't read much books in english, but after a few pages I was totally into the book and the happenings. For me it was easy to read although sometimes I needed a bit to understand everything at all. But I can recommend it to everybody who want to read a book in the original languange to train their english (like me).

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  • "Let's read in English"-Lesechallenge 2014

    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Let's read in English - die Englisch-Lesechallenge 2014 Mit den Neujahrvorsätzen ist es immer so eine Sache – viele haben wir bereits wieder vergessen und der Alltag hat uns definitiv wieder eingeholt. Mit „Let’s read in English“ möchten wir das jedoch gern ändern und euch die Moeglichkeit geben, Bücher und Autoren neu zu erleben – in der englischen Originalsprache! Einige von euch rezensieren schon fleissig englische Bücher und viele Lovelybooks-Leser sind an englischen Texten interessiert, würden jedoch lieber bei einer Leserunde einsteigen. Wir haben uns euer Feedback zu Herzen genommen und unsere Lesechallenge „Let’s read in English“ ins Leben gerufen. Zusammen mit dem englischen Verlagshaus Random House Group UK mit Sitz in London werden wir eine Vielzahl von Leserunden starten und ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen. Das Motto der Lesechallenge verstehen wir als einen Aufruf nicht nur an alle von euch, die sich mühelos in der englischen Sprache zurechtfinden, sondern an alle Lovelybooks-Leser. Egal welche Sprachkentnisse du hast, trau dich einfach – und mach mit! „Let’s read in English“ – zusammen auf Lovelybooks. Viele unsererer Leser verwenden die englische Sprache oder werden sie in Zukunft brauchen. Bücher sind ein idealer Einstieg um Sprachkentnisse zu verbessern oder die Fremdsprache auch einfach mehr zu benutzen. Die Stimme der Autoren im Original zu lesen und sie neu kennenzulernen ist natürlich ein spannenender Bonus. Für die fleissigsten Rezensenten gibt es zum Jahresende tolle Preise und jeder kann sich gern in Deutsch und/oder Englisch in den Leserunden austauschen und Rezensionen in beiden Sprachen posten. Das ist voellig euch überlassen.  Alle Grundinfos findet Ihr auf unserer Englisch-Lesechallenge-Seite! Hier könnt Ihr nun alle Fragen stellen & stets fleissig Eure neuen Rezensionen posten! Die Liste wird am Anfang jedes Monats aktualisiert!  Bitte postet für jede neue Rezension auch einen neuen Beitrag. Auf die Plätze - fertig - let's read English!!!

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    • 1684
  • A history of loneliness

    A History of Loneliness
    milkshakee

    milkshakee

    24. November 2014 um 23:42

    Dies ist das neueste Werk des Bestseller-Autors John Boyne. Ich habe schon einige Bücher von ihm lesen und lieben dürfen und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an eben dieses Werk. Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss und welches (so habe zumindest ich es empfunden) tief bewegt. Nach Beenden der Geschichte brauchte ich eine kurze Verschnaufpause und ich hoffe, dass meine Worte diesem Buch nun gerecht werden.. "A history of loneliness" ist die Geschichte des irischen Priesters Ordran. Wir lernen ihn in unterschiedlichen Phasen seines Lebens kennen, die Geschichte wird abwechselnd in drei verschiedenen Zeiträumen erzählt. Wir erfahren die Faktoren, die ihn in seiner Entscheidung zum Priestertum bestärkt haben  genauso wie die negative Medienpräsenz der Kirche sein Dasein als Priester beeinflusst. Mehr möchte ich zum Inhalt garnicht sagen, denn wer sich entschließt, Ordran auf seinem Lebensweg zu begleiten, der sollte das auch völlig unvoreingenommen und ahnungslos tun. Allerdings sollte man sich darauf einlassen können, dass hier das Priester-Dasein im Vordergrund steht und sämtliche Faktoren, die damit zusammenhängen, auch ihren Platz finden. Die Geschichte ist sehr tiefgreifend, melancholisch und im Grunde genommen eher negativ, die im Titel beschriebene Einsamkeit ist auf jeder Seite spürbar. Aber genau das hat mir an diesem Buch wieder gefallen. Ich wurde zwar unterhalten, aber vielmehr hat mich dieses Buch zum Nachdenken angeregt und meine Gefühlswelt stark bewegt. Schon oft habe ich historische Bücher gelesen, in denen Priester oder Mönche eine tragende Rolle spielen, nie jedoch zur heutigen Zeit und niemals in diesem Ausmaß, mit all seinen (selbst erwählten) Schattenseiten. John Boyne hat mich wieder einmal enorm berühren und beeindrucken können, nicht umsonst zählt er zu einem meiner lieblings Autoren. Für mich verdient diese Geschichte 5 von 5 Sternen! Einen Negativpunkt habe ich allerdings zum Format des Buches (englische Originalausgabe aus dem Doubleday-Verlag); da es um einiges größer ist als deutsche Taschenbücher und einen sehr festen Einband hat, ließ es sich oft nur schwer händeln und ich musste es nach einigen Seiten weglegen, um meine Handgelenke zu entspannen. Das fand ich ein wenig unglücklich, hat aber der Geschichte keinen Abbruch getan.

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  • Ein trauriges und zugleich schockendes Buch

    A History of Loneliness
    cinderella_2014

    cinderella_2014

    24. November 2014 um 17:08

    Das Buch wird durch Odrian erzählt, der Priester geworden ist, nachdem seine Mutter ihm sagte es sei seine Berufung. Seine Mutter wurde sehr religiös nachdem ihr Mann( Odrians Vater) und der Bruder von Odrian bei einem Unfall ums Leben kamen. Odrian zweifelt an dieser Entscheidung nicht, trotzdem fühlt er sich manchmal aufgrund seines Berufes einsam, aber er wollte, dass der Wunsch seiner Mutter erfüllt wird. Als dann einige Priester des Missbrauchs beschuldigt werden, gerät auch Odrian in den Hass der Leute, obwohl er nichts damit zu tun hat. Trotzdem bleibt bei mir die Frage offen, ob er wusste was seine Kollegen taten oder ob er wirklich erst durch die Anschuldigungen das erste Mal damit konfrontiert wird. Durch den Roman wird somit auch die Geschichte der katholischen Kirche erzählt. Obwohl es nur ein Roman ist der nicht Realitätstreu ist, könnte man es schon als sehr realitätsnah nah annehmen, denn die Missbrauchs-Schlagzeilen der katholischen Kirche in Deutschland sind noch garnicht so lange her.

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  • wo fängt Mitschuld an.... ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Katholischen Kirche Irlands

    A History of Loneliness
    Gwendolina

    Gwendolina

    22. November 2014 um 12:23

    Der Titel: „A History of Loneliness“ – Das Cover: ein altes Foto von einem Mann und einem kleinen Kind am Meer – dann der erste Satz: „I DID NOT BECOME ashamed of being Irish until I was well into the middle years of my life." – was für ein Einstieg in ein Buch und ein großes Fragezeichen was da wohl kommen mag und wie das alles zusammenhängt. In Zeitsprüngen erzählt der Priester Odran seine Geschichte der Einsamkeit. Eine Geschichte die von sehr vielen traurigen Erinnerungen und Momenten geprägt wird wie Verlusten, Konflikten und düsteren und traurigen Geheimnissen innerhalb der Familie, seines Berufsstands und seiner Freundschaft mit dem Priester Tom. Sprachlich herausragend und sehr emotional erzählt John Boyne in diesen Rückblenden nicht nur die Geschichte des Priesters Odran sondern führt den Leser durch ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Katholischen Kirche Irlands von den 70er Jahren bis zur heutigen Zeit. Dabei werden Themen angesprochen wie Vertuschung von Kindesmissbrauch, Zölibat, wann beginnt Mitschuld, aber auch Meinungsbildung (schwarz/weißdenken) innerhalb der Gesellschaft. Bei „A History of Loneliness“ lässt man sich auf ein sehr trauriges, weil es in seinem Kern ein sehr wahres Buch ist, ein. Ich kann das Buch sehr empfehlen, da es einen wirklich beschäftigt und zum nachdenken anregt.

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  • Schönes Cover, schönes Buch!

    A History of Loneliness
    Petris

    Petris

    Der Titel ist Programm für den neuen Roman von Boyne. Obwohl es im Vordergrund um Missbrauch in der irischen katholische Kirche geht, ist es eigentlich ein Portrait vieler, sehr einsamer Menschen, jeder auf seine Weise. Erzähler und Zentrum ist Odran, der sich für den Priesterberuf entscheidet, nachdem seine Mutter behauptete eine Erleuchtung gehabt zu haben, in der sie ihn als Priester gesehen hätte. Er fühlt sich aber wohl auf diesem Weg, hat wenige Zweifel trotz der Einsamkeit die das Priestersein mit sich bringt. Im Gegensatz dazu sein Freund Tom, der von Anfang an das Seminar hasst, dessen Hilfeschreie nicht gehört werden und der bei seinem einzigen Fluchtversuch vom Vater halb zu Tode geprügelt zurückgezwungen wird, ein Vater, der ihn auch missbraucht hatte. Keine Entschuldigung für das, was Tom dann macht, aber vielleicht eine Erklärung. Odrans Schwester, jung verwitwet, versinkt in der Einsamkeit einer frühen Demenz, ihr Sohn Jonas zieht sich in die Welt der Bücher zurück und sein Bruder bricht den Kontakt zu Odran ab. Eindrücklich erzählt wird, wie die Kirche zu verhindern versuchte (und damit jahrelang erfolgreich war!), dass die Missbrauchsfälle an die Öffentlichkeit kamen, Täter bestraft wurden und einfach von Pfarre zu Pfarre versetzt wurden. Grauenhaft! Gleichzeitig wird auch klar, warum viele so spät erkannten, was läuft, die, denen so etwas völlig unvorstellbar ist, waren blind und hatten großteils tatsächlich keine Ahnung. Im Nachhinein ist alles offensichtlich, aber zu spät! Großartig geschrieben, ehrlich, menschlich und trotzdem kritisch. Einziger Kritikpunkt, die Geschichte mit dem Papst und die Frauengeschichte in Rom hätte es nicht gebraucht. Sehr gelungen und passend das Cover.  Ein schönes Buch, das ich wärmstens empfehlen kann! 

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